10 Jahre Fallout New Vegas User-Artikel

Ten Years After

SupArai / 18. Oktober 2020 - 10:39 — vor 5 Wochen aktualisiert

Teaser

Zehn Jahre trockener Wüstensand, radioaktives Wasser, mutierte Fauna und Casinos! Lohnt sich die Rückkehr in die Mojave-Wüste im Jahr 2020 oder bleibt das Rollenspiel besser im verschlossenen Vault?
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Dies ist einer von zwei User-Artikeln, die von den GamersGlobal-Usern onli und SupArai anlässlich des zehnten Geburtstages von Fallout - New Vegas verfasst wurden. Mehr Informationen zu den Erweiterungen von Fallout - New Vegas erhaltet ihr im User-Artikel von onli.

Im Vergleich mit der genannten Bluesrock-Legende Ten Years After (bei Wikipedia) ist Obsidians Fallout - New Vegas ein Jungspund, sowohl dem Videospiel wie auch der Band sieht man ihr Alter aber deutlich an. Kann ein Titel, der bereits zum Zeitpunkt seines Erscheinens nicht zu den technisch beeindruckendsten Werken seiner Zeit zählte, einen mitgealterten Gamer erneut für 20 bis 30 Spielstunden aus seinem Vault locken? Ding-Ding ist das Geräusch, wenn der Löffelstil den Nuka-Cola-Flaschenhals trifft:
Dies wird keine endlose Laudatio, liebe Feiernden, aber ein paar meiner bisherigen Fallout-Erlebnisse möchte ich mit euch teilen. *Räusper* Die ersten Fallouts aus den späten Jahren des ausgehenden zweiten Jahrtausends sind an mir vorbeigegangen, zumindest lassen sich keine Erinnerungen mehr aufspüren. Meinen ersten ernsthaften Abstecher ins Fallout-Universum unternahm ich also mit Fallout 3, das isometrische Rollenspiel vergangener Tage war bereits zu einem Egoshooter-Rollenspiel mutiert. Fallout 3 habe ich gerne ge- und durchgespielt! Fallout 4 wiederum hat mich kalt gelassen und mit Fallout 76 verbinde ich eine innige Hass-Liebe – wobei definitiv der Hass überwiegt. *Räusper* Nun, werte Zuhörer, abschließend ein paar Worte zu Fallout - New Vegas: Ein Spiel, das ich im Jahr 2012 bereits gut 15 Stunden gespielt, seitdem aber nicht mehr angetastet habe. Warum nicht? Ich habe keine Ahnung. Deshalb: Neues Spiel! Neue Chance! Neues Glück?
 
Da steht es, das Sofa: In diesem unscheinbaren Wohnzimmer stellt ihr die wichtigsten Weichen für euren Charakter.
 

Erste Schritte in alten Texturen

Toll ist, dass viele alte Spiele dank Steam nach der Installation einfach starten und ich direkt losspielen kann. Nicht toll ist, dass Steam die Optik nicht sofort an das Jahr 2020 anpasst. Fallout - New Vegas glänzte nämlich technisch schon bei Release dank der veralteten Engine nur bedingt, was auch im damaligen Test bei GamersGlobal angemerkt wurde. Mir war klar, dass ich mir die Grafik nicht über mehrere Stunden geben möchte.
 
Also habe ich mich im World Wide Web auf die Suche nach Verschönerungs-Optionen gemacht und bin auf viele Artikel gestoßen, die mir den Weg in einen scheinbar unerschöpflichen Mod-Dschungel aufgezeigt haben. Wichtig war mir, lediglich spielverschönernde Mods zu installieren und auf Gameplay-verändernde zu verzichten. Da die meisten empfohlenen Mods bei Nexus Mods zu finden sind, habe ich mir dort flugs einen Account erstellt und mich motiviert der Herausforderung Modding gestellt.

Der nachfolgende Leidensweg soll hier nicht in aller Bandbreite beschrieben werden – zu frisch sind die schmerzhaften Erinnerungen an Abstürze, Fehlermeldungen, Neuinstallation, Backup. Schlussendlich hat ein seeehr kleinteiliges Vorgehen sowie das Verwerfen vieler Modwünsche zum Erfolg geführt. Die zu Rate gezogenen Artikel bereiteten mich auch nicht darauf vor, dass ich sehr genau auf bestehende Querverbindungen der Mods untereinander achten muss – ich frage mich, ob sich die empfohlenen Mod-Konstellationen tatsächlich erfolgreich einrichten lassen. Ganz sicher, ob auch alle von mir installierten Mods ihren Dienst erfüllen, bin ich mir auch nicht. Viel wichtiger war mir ab einem gewissen Zeitpunkt ohnehin, dass Fallout - New Vegas nicht mehr abstürzt und dem Besuch der Mojave-Wüste nichts mehr im Wege steht.
 

Charaktererstellung und die Frage nach Gut und Böse

Wie möchte ich aussehen? Welcher Rasse, Klasse und/oder Fraktion möchte ich angehören? Wo liegen meine Stärken? Und welche Schwächen nehme ich im Gegenzug in Kauf? Auf all diese Fragen muss ich in vielen Rollenspielen schon vor dem richtigen Spielbeginn eine Antwort finden. Mit dem Wissen, dass jede Festlegung Auswirkungen auf die folgenden, oftmals dutzenden Spielstunden hat. Wer denkt sich so ein Martyrium aus? In der Regel lasse ich mich nicht vergraulen und es gelingt mir, mich den Entscheidungsfragen des Programms zu stellen, meine Zweifel abzuwenden und mich frohen Mutes ins Spielgeschehen zu stürzen. Fallout - New Vegas übertreibt es glücklicherweise nicht und bereits nach wenigen Minuten ist die Charaktererstellung abgeschlossen.

Für meinen Neustart erstelle ich einen sprachgewandten Wissenschaftler, dessen Schusswaffen im Fall der Fälle die letzten Worte sprechen. Da ich Loot liebe verkraftet es meine Neugierde nur schwer, Tresore ungeöffnet stehen zu lassen. Es ist klar, dass ich den ein oder anderen Punkt nach einem Levelaufstieg in den Skill "Schlösser knacken" investieren werde (müssen!). Außerdem möchte ich einen netten Ödlander verkörpern. Einen, der "den Guten" hilft und "den Bösen" ordentlich einheizt. Diese Grenzen verschwimmen in Fallout jedoch häufig – bitte befragt nicht die Pulverbanditen oder Caesar's Legion nach ihrer Meinung zu meiner Gutherzigkeit!
 
New Vegas - hell erleuchtet bei Nacht: Sieht schon erhaben in der Einöde aus!
 

Wie spielt sich der Titel im Jahr 2020?

Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Fallout - New Vegas spielt sich für mich wie ein typisches Fallout, im Guten wie im Schlechten.

Gut gefällt mir das leichtgängige Gameplay. Lapidar ausgedrückt "flutsche" ich angenehm störungsfrei durch die Welt mit ihren einzelnen Ortschaften, den Gesprächen sowie den Quests. Ich sterbe zwar ziemlich oft, aber nach dem Laden des letzten Spielstandes bestehe ich die Situation mit etwas vorsichtigerem und geplanterem Vorgehen. Richtige Frustmomente sind mir in den rund 25 Spielstunden nicht untergekommen.

Das Durchstreifen der Mojave-Wüste, einer kleinen, aber feinen Open World, macht anfangs auch einfach Spaß. Es handelt sich nicht um die abwechslungsreichste Landschaft, aber wenn ich ein noch unbekanntes Gebäude am Horizont entdecke, mache ich mich gerne auf den Weg dorthin. Zwar werden die Umwege nicht mit üppigen Belohnungen aufgewogen, aber der neue Eintrag auf der Landkarte im Pip-Boy erfüllt mich mit Zufriedenheit und hat auch einen handfesten Nutzen, da er mir zukünftig als Schnellreiseoption zur Verfügung steht.

Die Gespräche sind durchweg gut geschrieben und auch die deutsche Vertonung gefällt. Teilweise erwische ich mich zwar dabei, nach dem Lesen eines Textes schnell weiterzuklicken, aber viele Side-Quests und Dialoge sind wirklich interessant und unterhaltsam. Und mein Questlog wird nicht mit aberdutzenden Aufgaben verstopft, wie bei dem in diesem Bereich unsäglichen The Elder Scrolls 5 - Skyrim (Wertung im Test: 9.0) oder dem Möchtegern-Rollenspiel Assassin's Creed Origins (Wertung im Test: 9.0). Auch in der Mojave-Wüste kann ich mich über mangelnde Arbeit nicht beschweren, aber sie bleibt nah- und überschaubar.
 
Viel öfter als mir lieb ist ereilt mich der Tod. Nein, es liegt nicht immer an der gruseligen Kampfmechanik - aber meistens doch!

Nun zum typisch Schlechten. Ich komme nicht umhin, die technische Umsetzung als Erstes zu nennen. Hiermit meine ich zuvorderst nicht die Grafik, sondern die Bugs im Spiel: NPCs verfangen sich in der Spielwelt oder verharren in Gegenständen, Gegner reagieren nicht auf mich und ich kann sie ohne Gegenwehr meucheln. Die meisten dieser Clipping- und Spielfehler sind zwar eher skurril und erheitern mich, sie sind nicht kriegsentscheidend. Aber trotzdem ist es schade, dass es sie gibt, weil sie für mich die schöne Grundstimmung stören.

Ein weiterer Nervfaktor für mich ist und bleibt der Pip-Boy. Auf der einen Seite finde ich die Grundidee großartig, Charakterwerte, Inventar, Map sowie Quests in einem einzigartigen Spielelement zu präsentieren. Andererseits kann ich mich mit dem Handling nicht anfreunden, es ist für mich das Gegenteil von intuitiv. Und die bloße textliche Darstellung der Items langweilt mich. Ein bisschen beleidigt vermute ich, dass diese Form des Inventar-Managements der neueren Fallout-Versionen dem Portierungswunsch auf die Konsolen geschuldet ist.

Zu guter Letzt sei die Shooter-Mechanik erwähnt: Grauselig und furchtbar. Aaarghhh! Allein der Gedanke bereitet mir Phantomschmerzen. Es ist nicht belegt, aber es kann nicht anders sein: Mit Fallout 3 wurde ein generationsübergreifendes Experiment gestartet. Arbeitstitel: "Wie wenig Arbeit und Energie können wir in diese Mechanik stecken, ohne dass wir vor einem wütenden Spielermob in unseren geheimen Firmen-Vault flüchten müssen?" Die Geschichte zeigt: Wenig bis Garnichts. Bethesda gibt es immer noch und Obsidian entwickelt weiter fleißig Spiele. Irgendein Programmierer zeigte immerhin einen Anflug von Gnade und dachte sich das V.A.T.S.-System aus, dank dem die Actionsequenzen für mich tatsächlich einen Hauch von Steuerbarkeit und Planbarkeit erhalten, wenn mir ein feindlich gesinnter Kontrahent bedrohlich nah auf die Pelle rückt. V.A.T.S. ist für mich aber trotzdem wie das Glas Wasser, das mir ein freundlicher Mensch bei einem lebensbedrohlichen Hustenanfall reicht. Nett gemeint, es hilft nur bedingt, aber besser als nichts.
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Veronica, meine treue Begleiterin - selbst im schäbigen Kartoffelsackgewand bereichert sie jeden Screenshot.
 

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist

Nach rund 25 Stunden endet mein Ausflug in die Mojave-Wüste. Nicht, weil ich alles erlebt oder gar das Ende erblickt hätte, sondern weil es mir reicht. Und wie sagt der Volksmund? "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist". Diesen Punkt glaube ich erreicht zu haben, obwohl ich sehr viel von der Spielwelt nicht gesehen habe und sehr viele Aufgaben unerledigt zurückbleiben. Auch habe ich viele Spieloptionen für diesen Neustart komplett links liegen lassen, wie zum Beispiel das Crafting. Ich könnte sicher noch locker die doppelte, wenn nicht gar drei- oder vierfache Spielzeit in Fallout - New Vegas verbringen.

Aber – und da schreibe ich nicht um den heißen Brei herum – das möchte ich nicht. So spaßig die ersten Spielstunden waren, mit zunehmender Spieldauer bin ich immer routinierter und ohne die nötige Leidenschaft durch die Landschaft gezogen. So ist es mir auch bei den beiden Nachfolgern Fallout 4 und Fallout 76 ergangen. Die Welt mit ihren schrulligen Charakteren, die Art des Geschichtenerzählens und die Variationsmöglichkeiten im Spielstil versprechen großen Spielspaß. Der Reiz des Entdeckens, Ausprobierens und Variierens verliert sich bei mir jedoch in allen genannten Titeln nach einigen Stunden. Irgendwann frühstücke ich die Quests Büffet-mäßig ab, die grauselige Kampfmechanik verärgert mich immer mehr und das inszenatorische Niveau beginnt mich mit seinem Phlegma zu langweilen.

"Wir hatten doch nichts!" oder "2010 war das richtig gut!" sind die Argumente, denen ich mich gedankenversunken und mit einem sanften Kopfnicken milde anschließe. Ja, vielleicht ist das so. Aber ohne einen romantisierenden Blick auf die Spielereihe und im Hier und Jetzt betrachtet, werde ich Fallout - New Vegas nicht noch einmal aus den Untiefen meiner Steam-Bibliothek hervorholen.
 
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Nach gut 25 Stunden trennen sich unsere Wege wieder. "Nein, es war nicht die schlechteste Zeit mit dir. Ich hatte nur schon wesentlich bessere."
SupArai 18. Oktober 2020 - 10:39 — vor 5 Wochen aktualisiert
Drapondur 30 Pro-Gamer - - 144004 - 18. Oktober 2020 - 10:39 #

Kann ich so nicht bestätigen. Ich hatte mit FNV extrem viel Spaß und habe knapp 130 Stunden inkl. der DLCs darin versenkt. Und ich habe die Vanilla-Version gespielt! Kann aber auch verstehen, dass es nicht jedermanns Geschmack ist. Danke für den Artikel!

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. Oktober 2020 - 15:57 #

Hast du es den 2010 oder erst vor Kurzem so lange gespielt?

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 144004 - 18. Oktober 2020 - 16:14 #

2014 habe ich es gespielt, laut Tagebuch.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 19. Oktober 2020 - 10:12 #

2014 war es ja noch "relativ" aktuell.

Ich glaube übrigens, dass man mit Fallout New Vegas auch heute noch seinen Spaß haben kann. Wenn einem diese Art Rollenspiel generell Spaß, sollte man es sich ruhig anschauen.

Ich möchte auch niemanden abhalten es zu spielen, oder gar vor diesem Titel warnen. Dieser Artikel spiegelt lediglich meine Wahrnehmung im Jahr 2020 wieder.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 564690 - 18. Oktober 2020 - 10:45 #

Schöner Rückblick-Artikel zum Jubiläum von Fallout - New Vegas, danke Raimund und Kudos. :) Fallout 3 hatte ich zum Release gespielt, das hatte mir im Gesamtpaket gut gefallen.

Bei Fallout-New Vegas wartete ich seinerzeit erstmal ab, da es ja anfangs nicht so bugbefreit auf den Markt kam und ich eh andere Games im spielerischen Fokus hatte. Letztendlich bin ich aber bisher nicht dazu gekommen, das Ganze mal anzugehen. Aber sag niemals nie, veraltete Grafik schreckt mich ja nicht ab. ;-)

Goremageddon 15 Kenner - P - 3260 - 18. Oktober 2020 - 11:54 #

Wenn veraltete Grafik dich nicht abschreckt dann gönn es dir ruhig mal. Lohnt sich in meinen Augen definitiv. Für mich liegt F3 leicht vor New Vegas aber ich hatte dennoch sehr viel Spaß mit dem Titel. Man muss ja auch nicht zwingend jeden Stein umdrehen und 100+ Stunden darin versenken. Spielt man eher straight lässt sich der Titel auch in überschaubarer Zeit genießen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. Oktober 2020 - 16:03 #

Danke und gerne! :-)

Im Zweifel spielst du das Spiel vor dem eigentlich Spiel namens Modding. Es ist schon Wahnsinn, wie viele interessante Mods es gibt. Muss man nur hinkriegen, die zu installieren.

Amonamarth 14 Komm-Experte - P - 1891 - 19. Oktober 2020 - 21:35 #

Bahh 25 Stunden,ich habe alleine soviel in´s Modding von Beth-Spiele gesteckt.
Zahlt sich letztendlich doch irgendwie aus,obwohl es eigentlich ein Wahnsinn ist.
Wie immer toller Artikel ;-)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 20. Oktober 2020 - 7:28 #

Was dort an Mods gebastelt wird, finde ich tatsächlich beeindruckend. Ich wollte mir ja noch viel mehr installieren, bzw. hatte dies auch schon, kam dann aber leider im Startgebiet nur rund fünfzig Meter voran, bevor das Spiel einfror. Und dann hieß es Neustart der ganzen Kiste.

Mal eben schnell auf den Desktop tabben is ja eh nich drinne. Bei der .bat-Datei Killfallout (oder so ähnlich) hab ich leider nicht hingekriegt, dass sie läuft. Na ja, das Rumgefrickel und Lesen der Modbeschreibungen hat mich nen Wochenende beschäftigt. Ich bin aber definitiv nicht der technisch talentierteste und teilweise habe ich mich gefragt, was ich studieren muss, damit ich die "Hilfs"-Texte verstehe... ;-)

The Real Maulwurfn 16 Übertalent - P - 4108 - 18. Oktober 2020 - 11:12 #

Vielleicht der überschätzte Fallout-Titel, aber mir hat es damals Spass gemacht, schöner Artikel.

Noodles 24 Trolljäger - P - 61957 - 18. Oktober 2020 - 11:53 #

Schöner Artikel. :) Ich hab keinerlei Verbindung mit der Fallout-Reihe, hab nicht einen Teil gespielt.

Goremageddon 15 Kenner - P - 3260 - 18. Oktober 2020 - 11:57 #

Schöner Rückblick, danke dafür!
Habe die "Shootermechanik" als gar nicht so untauglich in Erinnerung, ist ja schließlich ein Rollenspiel. Zugegebenermaßen spiele ich aber auch eher stealthy und nutze VATS quasi dauerhaft. F4 gefiel mir unter anderem auch aus dem Grunde das VATS nicht mehr pausiert hat nicht wirklich gut. Ist natürlich aber wieder mal Geschmackssache.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. Oktober 2020 - 12:03 #

Mein Dank geht an die User-Artikel-Crew, für das Korrekturlesen und für das Aufspüren zweifelhafter Formulierungen! :-)

onli 16 Übertalent - P - 4670 - 18. Oktober 2020 - 12:13 #

Von mir auch! Aber vor allem Danke an dir fürs Schreiben dieses Artikels :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. Oktober 2020 - 16:16 #

Gerne, das Gesamtpaket hat mir durchaus Spaß gemacht! :-)

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 185929 - 18. Oktober 2020 - 12:26 #

Danke für den schönen Artikel. Jetzt weiss ich, dass ich nichts verpasst habe. ;)

onli 16 Übertalent - P - 4670 - 18. Oktober 2020 - 14:32 #

Bedenke, es ist nur eine (natürlich völlig valide!) Perspektive. Ich im Gegensatz habe das Hauptspiel geliebt, auch jetzt hat es mir wieder viel Spaß gemacht. Und Quests wie Story ziehen am Ende nochmal ordentlich an. Würde jedem am Genre interessierten empfehlen FNV eine Chance zu geben und selbst zu urteilen :)

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. Oktober 2020 - 15:56 #

Das sehe ich auch so. Ruhig selber ausprobieren, als sich auf meine Meckereien zu verlassen.

Andererseits steigen natürlich mit jedem Jahr auf der Uhr die Chancen nicht, dass man Spaß mit dem Spiel hat. Auch Videospiele entwicklen sich weiter, und was Bethesda aus Fallout macht, hat mit Weiterentwicklung meiner Meinung wenig zu tun. Ich überlege gerade, ob ich nicht schon von der Bethesda-Formel sprechen kann...

Wenn du früher schon viel Spaß mit dem Titel hattest, ist es wahrscheinlich leichter, heute wieder einzusteigen, du weißt was dich erwartet und kannst an etwas Positives anknüpfen. Ein Spieler der heute neu in Fallout New Vegas einsteigt, kann auf so etwas nicht zurückgreifen, sondern wird sich (vielleicht) ob der vielen Merkwürdigkeiten (ich meine eigentlich Mängel) wundern und auch ernüchtert wieder aussteigen - wie ich bei FNV erleben konnte... ;-)

Einer meiner Hauptkritikpunkte an Fallout 76 ist dann auch nicht, dass in der Urversion die NPC fehlen. Meine Kritik ist die öde Art, wie Bethesda Geschichten inszeniert. Für mich ist dabei tatsächlich egal, wer der Questgeber ist. wie

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 185929 - 19. Oktober 2020 - 12:47 #

Ich habe Fallout 1 und 2 geliebt. Bereits Teil 3 habe ich nicht mehr fertiggespielt, bzw. schon nach einigen Stunden weggelegt. Nicht dass es wirklich schlecht war, ich habe mich nur nicht mehr gerne in der Spielwelt aufgehalten. Das gleiche Problem hab ich übrigens auch in The Outer Worlds...

Gorkon 18 Doppel-Voter - - 9450 - 19. Oktober 2020 - 13:19 #

So ging es mir auch. Nur habe ich mich bei Fallout 3 relativ weit vorgekämpft (U-Boot). Aber irgendetwas hat für mich gefehlt. Die Perspektive war sicherlich einer der Gründe, warum ich es nicht zu Ende gespielt habe.

Outer Worlds habe ich sogar beendet und fast alle Nebenquests mitgenommen. Diese waren für mich auch das einzig Spielenswerte. Die Hauptstory selber war ja nicht erwähnenswert und hätte mich nicht dazu gebracht das Spiel zu beenden.

rammmses 20 Gold-Gamer - P - 23737 - 19. Oktober 2020 - 14:31 #

Wo gab es denn bei fallout 3 ein U-Boot? Ich habe das 3mal durchgespielt :o

Gorkon 18 Doppel-Voter - - 9450 - 19. Oktober 2020 - 15:04 #

Sorry, mein Fehler. Im meine natürlich den Flugzeugträger. Weiss gar nicht wie ich auf ein U-Boot komme. o_O Obwohl es das in einem DLC wohl auch gibt (chinesisches U-Boot). ;-)

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 21. Oktober 2020 - 9:18 #

Ich glaube das U-Boot wird in Point Lookout mal erwähnt, aber man kann es nicht wirklich betreten, oder? *grübel*

Gorkon 18 Doppel-Voter - - 9450 - 21. Oktober 2020 - 9:38 #

Eine google-Suche hat zumindest Screenshots zu Tage gebracht, daher denke ich schon, dass man das U-Boot betreten kann.

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 21. Oktober 2020 - 10:36 #

Ach verdammt, dann habe ich das nicht gefunden. Kann mich zumindest nicht entsinnen...

polyklet 18 Doppel-Voter - - 10004 - 21. Oktober 2020 - 12:56 #

Ich war drin.

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 22. Oktober 2020 - 9:21 #

Na gut, dann installiere ich das Spiel nochmal...;)

Danywilde 24 Trolljäger - - 90653 - 18. Oktober 2020 - 12:34 #

Danke für den tollen Artikel! Obwohl ich das Spiel nicht gespielt habe, hatte ich viel Spaß beim Lesen!

Claus 30 Pro-Gamer - - 296654 - 18. Oktober 2020 - 12:37 #

Verlinkt doch im Text bitte auch noch mal Fallout 4 und Fallour 76 mit den jeweiligen Steckbriefen. Danke.

sneaker23 16 Übertalent - - 4407 - 18. Oktober 2020 - 13:32 #

Danke für diesen Artikel! Ich hätte durchaus Lust, Fallout NV mal wieder zu installieren. Bisher habe ich es 2x inkl. Addons durchgespielt und würde dies auch noch ein drittes Mal tun - allein die Zeit fehlt.

bsinned 17 Shapeshifter - 8080 - 18. Oktober 2020 - 13:47 #

Auch wenn das Writing von FNV dem von Fallout 3 überlegen war, wurde ich damit nie so richtig warm.
Hatte permanent mit irgendwelchen Bugs und Glitches zu kämpfen und dazu kam durchweg das Gefühl, dass das technisch und mechanisch einfach völlig veraltet wirkte - und dann brachten die später mit dem gleichen, veralteten Korsett noch Fallout 4 raus...

Toller Artikel aber.

Q-Bert 20 Gold-Gamer - P - 22864 - 18. Oktober 2020 - 14:36 #

Ich fand ja Fallout 3 wirklich überragend, allein schon die Charaktergenerierung und die ersten Momente, wenn man den Vault verlässt. Wirklich starke Momente der Spielegeschichte. Die ganze Welt ist super, die Waffen, Rüstungen, einfach wow. Aber wie so oft in Open-Worlds habe ich mich nach ca. 100+ Stunden sattgespielt, ohne das Ende der Hauptstory zu erleben.

New Vegas kam mir dann vor wie das gleiche Spiel nochmal, vielleicht war ich da aber einfach noch abgegessen von F3. NV hat mich nicht mehr abgeholt. Bestimmt hatte ich auch da 50-60 Stunden Spaß, aber da hat sich wenig ins Gedächtnis gebrannt.

Fallout 4 hat mich dagegen wieder geflasht und als einziges Spiel der gesamten Serie (inkl. 1 + 2) habe ich F4 dann wirklich bis zum Ende gespielt. Fallout 2 wollte ich vor einigen Jahren nochmal komplettieren und hab ganz neu angefangen, aber das ging gar nicht mehr. Ich hab gleich am Anfang meinen Wurfspeer verloren und konnte ihn im Pixelmatsch nicht mehr wiederfinden... das hat mich so genervt, dass ich das Experiment nach einer Stunde beendet habe.

Cupcake Knight 18 Doppel-Voter - 10458 - 18. Oktober 2020 - 15:30 #

Da ich erst NV und dann 3 gespielt habe bin ich mit 3 nicht warm geworden.

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 18. Oktober 2020 - 16:13 #

Mir ging es da auch wie Q-Bert. Ich war von F3 fasziniert und habe weit über 100 Stunden darin versenkt. FNV kam mir dann irgendwie fad vor und die Hauptquest zündete auch Null. Ja, die ist bei einem Fallout eh schmückendes Beiwerk, aber dieses New Vegas war auch als Schauplatz dann einfach nicht meins...

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 18. Oktober 2020 - 16:14 #

Fallout 3 hat in meiner Erinnerung einfach mal was neu gemacht im Genre Rollenspiel. Vielleicht vertue ich mich da, das möchte ich nicht ausschließen.

Und seitdem machen die einfach immer weiter dieselben Spiele - ich sollte nochmal Skyrim installieren und mit dem Fokus spielen, wie viel Fallout in The Elder Scrolls steckt (oder andersrum). Vor ein paar Wochen/Monaten hab ich mal in The Elder Scrolls Online reingeschaut. Oh man, diese formelhafte Schnarchnasigkeit zieht sich doch mittlerweile fast durch das gesamte Bethesda-Angebot - Doom nehme ich mal raus, aber das könnte sich auch immer mehr in seinen Formeln verzetteln.

Noodles 24 Trolljäger - P - 61957 - 18. Oktober 2020 - 18:10 #

Da es schon so einige Elder-Scrolls-Teile vor Fallout 3 gab (genauer gesagt alle außer Skyrim), würde ich sagen, dass in Fallout viel Elder Scrolls steckt. :D

Vollmeise 20 Gold-Gamer - 24322 - 20. Oktober 2020 - 10:38 #

Da erkenne ich mich direkt wieder. F3 war der Hammer und das habe ich öfters als FNV gestartet. F4 selber hat mich wieder in die Stimmung wie bei F3 versetzt.

zfpru 18 Doppel-Voter - P - 9060 - 18. Oktober 2020 - 14:46 #

Meine Meinung zum Titel bleibt unverändert.,

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 18. Oktober 2020 - 16:14 #

Sehr schöner Artikel, der auch ausnahmsweise mal nicht durchweg in Lob versinkt. :)
Ich habe die Shooter-Mechanik als gar nicht SO grausam im Kopf. Muss aber zugeben, dass ich eigentlich alles in Richtung Dauernutzung von VATS optimiert habe. Für mich heute noch eine der besten Ideen in RPG-Shootern. :)

Admiral Anger 26 Spiele-Kenner - P - 71443 - 18. Oktober 2020 - 16:51 #

VATS war vor allem deshalb toll, weil man das Spiel so auch auf einem "lahmen" Rechner spielen konnte. :)
FNV muss ich irgendwann nochmal nachholen. Ist dank Game Pass sogar schon installiert, nur die Zeit fehlt.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - - 11441 - 18. Oktober 2020 - 20:25 #

Hui, immer wieder interessant wie unterschiedlich Menschen Spiele spielen und angehen. :)

Sven Gellersen 22 AAA-Gamer - - 35712 - 18. Oktober 2020 - 20:25 #

Habe bisher noch kein einziges Fallout gespielt und hatte viel Spaß beim Lesen dieses amüsant geschriebenen Artikels. Vielen Dank dafür, SupArai!

Claus 30 Pro-Gamer - - 296654 - 18. Oktober 2020 - 21:23 #

Dann hast du echt noch ein paar extrem geniale Spiele vor dir. Freu dich drauf!

euph 27 Spiele-Experte - P - 95116 - 19. Oktober 2020 - 5:46 #

Immer wieder beeindruckend, was hier an User-Artikeln kommt. Habe (bis auf Fallout 4 ein paar Stunden) auch kaum Erfahrungen mit der Serie gemacht. Aber dieser Artikel ist sehr schön geschrieben.

Kühlschrankmagnet 08 Versteher - 165 - 19. Oktober 2020 - 8:30 #

Nie gespielt, daher wäre für mich ein Artikel interessanter gewesen, der die Gründe der Faszination herausgearbeitet hätte, der noch heute viele Rollenspielveteranen anheimfallen, sobald man in ihrer Gegenwart "New Vegas" sagt.
Und wenn es einen Ort gibt, an dem man nicht nur naserümpfend über verdiente Spiele von einst krittelt, dann hätte ich ihn auf dieser Seite mit ihrer baumringreichen Leserschaft vermutet.

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 144004 - 19. Oktober 2020 - 9:29 #

Hast Du mich gerade als "Alt" bezeichnet? ;)

rammmses 20 Gold-Gamer - P - 23737 - 19. Oktober 2020 - 9:28 #

Das habe ich damals auch sehr gern gespielt, glaube aber nur einmal bis ganz zu Ende. Für noch einen Anlauf steht mir heute aber auch die katastrophale Shooter-Steuerung im Weg. Das hat Fallout 4 echt um Welten besser gemacht als seine Vorgänger. Darüber hinaus ist mir die Handlung und einige Quests erstaunlich gut in Erinnerung geblieben, das ist ja 10 Jahre her. Aber kann mich immer noch an "Mr. House" erinnern und die Ghouls mit der Rakete oder Kannibalen im Casino; da waren schon tolle Ideen dabei. War damals aber auch alles faszinierender wahrscheinlich, heute merke ich ja etwa bei Wasteland 3 wie ausgelutscht die ganzen Endzeit-Klischees mittlerweile für mich sind. Der angebliche "geistige Nachfolger" Outer Worlds konnte mich auch nicht überzeugen.

SupArai 22 AAA-Gamer - P - 33934 - 19. Oktober 2020 - 10:05 #

Ja, die Ghule mit ihrer Rakete mag ich auch sehr! :-)

Wasteland 3 gefällt mir bislang übrigens richtig gut. Gestern bin ich bei der Ronald Reagan Fraktion angekommen, inklusive Max Headroom Anleihen (habe ich so interpretiert). Bei dem Spiel musste ich schon mehrfach einfach vor Freude lachen.

Zzorrkk 16 Übertalent - - 4455 - 19. Oktober 2020 - 11:23 #

Schöner Artikel - vielen Dank dafür.
Ich hab Fallout 1-4 und New Vegas jeweils recht nah am Erscheinungstermin angefangen und letztlich auch alle irgendwann durchgespielt. Ich mochte das VATS eigentlich ganz gern, gerade auch bei Fallout 4 als meinem ersten Konsolenfallout. Ich habe irgendwie nie "rechtzeitig" aufhören können. Die Spiele waren mir meist zu lang, ich habe gerade bei Fallout 3 irre viel Zeit damit verbracht, alles zu erkunden. Irgendwann war das fast Arbeit und ich hab da vieles gar nicht mehr genießen können. Bei New Vegas und Fallout 4 hab ich die DLCs dann nicht mehr gespielt - ich war einfach durch... In der Rückschau eine bescheuerte Art, das alles abzuarbeiten. Ich hatte durchaus Spaß und hab mich auch unterhalten gefühlt, irgendwie war ich am Ende dann aber fast erleichtert, die Hauptquest zu beenden. Ist bei mir ein wiederkehrendes Thema - mir war auch das geniale Witcher 3 zu lang und zu offen. Die tolle Story hätte für mich lieber geradliniger erzählt werden sollen. Aber eine Open World zu ignorieren gelingt mir dann doch nicht und ergibt wohl auch wenig Sinn in den Spielen. Bei Fallout leiden die Geschichten hinsichtlich der Logik ja auch massiv, wenn man erst mal 20h in der Welt herumgeistert, als hätte man gar keinen Plan.
Tolle Spiele, aber ich glaube, es funktioniert heute nicht mehr für mich. Fallout 76 hab ich hier bei GG gewonnen (noch mal danke!) und auch angefangen, dann aber gemerkt, dass mich das Szenario auch nicht mehr so bei der Stange hält, auch nicht, als jetzt NPCs dazu kamen..

BruderSamedi 17 Shapeshifter - P - 8488 - 19. Oktober 2020 - 11:43 #

New Vegas ist nach wie vor meine Favorit aus der Serie und dürfte wohl das einzige längere Rollenspiel sein, dass ich nicht nur einmal durchgespielt habe. Die Faszination ging sogar so weit, dass für mich die echte kalifornische Flagge falsch aussieht, weil der Bär nur einen Kopf hat :)
Im Gegensatz zu FO3 und FO4 gibt es hier keine nervigen Stadtbereiche mit mutantenverseuchten Hochhäusern und Zugang nur über U-Bahn-Tunnel, sondern man ist mehr in der Landschaft unterwegs.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 24560 - 19. Oktober 2020 - 16:03 #

Danke für den schönen Artikel. Da ich noch keinen Fallout-Teil durchgespielt habe (in Teil 1 ist mir die Zeit abgelaufen und ich mag ungern nochmal von vorne beginnen), könnte dies nochmal einen Impuls geben. Oder auch nicht :-D

CharlieDerRunkle 15 Kenner - 2801 - 20. Oktober 2020 - 14:59 #

also ich will ehrlich sein - ich fand Fallout: New Vegas ganz nett (in dem Spiel habe ich mein Interesse an Blackjack entdeckt), aber warum das jetzt so viel besser sein soll als Fallout 3 hab ich nie begriffen... Fallout 3 war meiner bescheidenen Meinung nach in allen Belangen besser...

rammmses 20 Gold-Gamer - P - 23737 - 20. Oktober 2020 - 16:44 #

Wer sagt denn, dass es besser sei als Fallout 3? Das würde ich auch nicht sagen und bei Metacritic zieht es auch deutlich den kürzeren.

CharlieDerRunkle 15 Kenner - 2801 - 20. Oktober 2020 - 21:53 #

das ist der subjektive Eindruck, den ich habe... ich habe schon unzählige Listen und YouTube-Videos gesehen, in denen das als der beste Serienteil bezeichnet oder Fallout 3 komplett weggelassen wurde... Mein Eindruck ist der, dass viele der Meinung sind, dass Fallout: New Vegas das um Längen bessere Spiel sei und Fallout 3 auf der anderen Seite hatte nicht annähernd einen solchen "Fame", wie man auf Neudeutsch sagt, vielleicht ist es einfach nur eine gewisse Verklärung, dass man sich also an New Vegas und weniger an Fallout 3 erinnert... wobei New Vegas um Gottes Willen kein schlechtes Spiel war... und vielleicht ist es nur meine verkorkste Wahrnehmung, die mir vorgaukelt, dass bis heute New Vegas in den Rückschauen omnipräsent ist, Fallout 3 hingegen nicht annähernd so oft...

onli 16 Übertalent - P - 4670 - 22. Oktober 2020 - 15:41 #

Ich denke schon, dass das stimmt. Meiner Wahrnehmung nach gilt FNV als Kultrollenspiel für eine nicht gerade kleine Spielergemeinde, auf /r/patientgamer lässt sich das gut sehen. Fallout 3 hat dagegen eher keine positive Wahrnehmung mehr, heute.

Ich finds gut, ich sehe es nämlich genauso :) Fallout 3 hat mich verärgert, FNV fand ich toll.

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 22. Oktober 2020 - 15:52 #

Ich teile eure Wahrnehmung bezüglich FNV.
Allerdings hat sich FNV für mich völlig unerklärlich zu einem Kultspiel gemausert, obwohl Fallout 3 einfach das wesentlich bessere Spiel ist. *schulterzuck*

CharlieDerRunkle 15 Kenner - 2801 - 23. Oktober 2020 - 18:07 #

also New Vegas war ohne Zweifel ein gutes Spiel, aber Fallout 3 war in einigen Punkten einfach viel beser... alleine die Art, wie man am Anfang seine Figur erstellt, dargestellt durch seine eigene Geburt! Da habe ich auch nur gedacht "Wow! Das ist ja mal kreativ!" ... abgesehen davon, dass es das erste 3D-Fallout war, durch das die Serie womöglich davor bewahrt wurde, in der Versenkung zu verschwinden...

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 24. Oktober 2020 - 7:16 #

Ich hatte in Fallout 3 auch einfach mehr Spaß an der Spielwelt. ;)

onli 16 Übertalent - P - 4670 - 24. Oktober 2020 - 8:29 #

Wie der Atomstadt am Anfang, in der die große moralische Entscheidung ist ob man eine Stadt voller Lebewesen in die Luft sprengt oder nicht?

Fallout 3 war voll von solchen Macken. Absurde "moralische" Entscheidungen, die dann im Outro noch nichtmal gewürdigt wurden (im krassen Gegensatz zu Fallout 1 und 2, und dann eben wieder FNV). Eine an sich spaßige Spielwelt in der es dem ersten Eindruck nach viel zu entdecken gibt, aber lässt du dich darauf ein bist du lange vor Spielende am Levellimit und brauchst auch die Ausrüstung nicht mehr, das Spielen wird zum Lebenszeitverlust. Die von Fallout 1 und 2 gebaute Hintergrundgeschichte wurde komplett ignoriert, nur ihre Elemente widersinnigerweise an die Ostküste verfrachtet, damit die gebaute Konsistenz des Falloutuniversum zerstört. Zusammenspiel eines Fraktionsreputationssystems mit der Hautstory? Quatsch, dafür gibts eine Actionsequenz mit einem Riesenroboter. All diese - für viele, massive - Kritikpunkte hat FNV ausgeräumt.

F3s Anfang im Bunker war allerdings schon saucool, beim ersten mal.

TheRaffer 21 Motivator - - 26375 - 25. Oktober 2020 - 10:31 #

Die Inkosistenzen zu 1+2 konnte ich nicht entdecken, da ich die beiden Spiele bis dahin nicht kannte. Insofern war ich da unbelastet.

Davon ab kann ich jeden deiner Kritikpunkte in FNV ebenso erkennen. Ich war weit vor meinem ersten Eintreffen in NV an der Levelgrenze, hatte die Hauptstory dadurch versaut, dass ich in irgendeiner Hütte etwas gefunden hatte, was dazu führte, dass gefühlte 10 Stunden Story übersprungen wurden und diese Fraktion der Alt-Römer grenzt an das nervigste und dümmste, was ich je in einem Spiel gesehen habe...

dereliTCed 15 Kenner - P - 2981 - 20. Oktober 2020 - 16:52 #

Definitiv keine Laudatio ;) Ich habe in das Spiel endlose Stunden gesteckt inklusive aller DLCs. Für mich war es eine der großartigsten Spieleerfahrungen EWAAAH. Ein Spiel in das ich einfach komplett versinken konnte. Manchmal habe ich es nur gestartet, um ein bißchen abends durch das Ödland zu streifen, der melancholischen Musik zu lauschen und verzückt den Mond anzusehen. Hach. Hoffe sehr, dass Obsidian mal wieder sowas ähnliches macht.

Bantadur 16 Übertalent - P - 4048 - 30. Oktober 2020 - 14:47 #

Ich habe FNV 2020 zum ersten Mal gespielt, wie in meinem DU-Beitrag geschrieben aber ganz genau wie SupArai nach ca. 20 Stunden weggelegt. Charaktere und Entdeckerdrang und auch ein bisschen die Story um Mr. House hatten mich eine Weile gut unterhalten, doch das bockige Gameplay konnte dadurch nicht dauerhaft kompensiert werden.