Test: iPhone-Rollenspiel

Zenonia Test

Zenonia ist in Korea ein großer Name, steht gar für das Rollenspiel-Genres auf Handys insgesamt. Grund genug für uns, dass gerade einmal knapp 10 MB große und 4,99 Euro "teure" Spiel für iPhone und iPod Touch genauer unter die Lupe zu nehmen.
Christian Witte 13. Juni 2009 - 7:52 — vor 10 Jahren aktualisiert
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Entgegen gängiger Annahmen gibt es für iPhone nicht ausschließlich Simpelspiele für die 5-Minuten-Pause. Dafür ist das Action-RPG Zenonia ein Beweis -- auch wenn die Hintergrundgeschichte für Genre-Veteranen keine Überraschungen birgt: Der Drachenclan und die Heiligen Ritter stehen seit Ewigkeiten in einem andauernden Konflikt miteinander. In der Introsequenz erlebt ihr eine der großen Schlachten zwischen beiden Seiten und die Vorstellung eures Alter Egos. Allerdings seit ihr zu diesem Zeitpunkt noch ein Baby und befindet euch auf dem Schlachtfeld in Obhut des bösen Drachenclans. Am Ende gehen die Heiligen Ritter siegreich aus dieser Schlacht hervor und die zurückziehenden Feinde lassen euch zurück. Der Anführer des Ritterordens entschließt sich daraufhin, euch von nun an groß zu ziehen. Einige Jahre später schlüpft ihr in die Rolle dieses Jungen namens Regret und das Spiel beginnt, nachdem euer Vater scheinbar von einem Dämon getötet wurde. Eure Aufgabe ist es nun sein mysteriöses Ableben zu untersuchen.

Auch in Wüstenregionen seit ihr im Spielverlauf unterwegs und erhaltet allerhand Aufträge.

Die dunkle Seite der Macht

Doch bevor es los geht, wählt ihr zuerst eine von drei Klassen aus. Ihr zieht entweder als Paladin, Assassine oder Krieger in die Welt hinaus. Die Klassen unterscheiden sich dabei sowohl im Bereich der nutzbaren Items als auch bei den Talentbäumen. Wie jedes gute Rollenspiel, bekommt ihr auch in Zenonia nach jedem Levelaufstieg Punkte, die in Attribute wie Stärke, aber auch in Fertigkeitsbäume investiert werden. Die Fertigkeitsbäume sind noch einmal in mehrere aktive und passive Pfade unterteilt. Trefft ihr doch einmal die falsche Entscheidung, könnt ihr wie in einem Onlinerollenspiel gegen einen ordentlichen Batzen Gold, eure Talentpunkte neu zu verteilen.

Neben der Verteilung eurer Skillpunkte werdet ihr im Spielverlauf noch vor eine weitere Wahl gestellt: Schließt ihr euch den Rittern an, oder kehrt doch wieder zu den Drachen zurück? Eure Wahl beeinflusst maßgeblich den weiteren Verlauf der Geschichte sowie das Ende. Ein zweiter Durchgang mit einer anderen Klasse, Fertigkeitsverteilung und Gesinnung liegt also bereits zu Beginn sehr nahe. Übrigens bleibt ihr im Spielverlauf auch nicht alleine: Rollenspieltypisch trefft ihr auf euren Reisen auf zahlreiche andere Charaktere, von denen sich einige sogar eurer Gruppe anschließen werden.

Der typische Zeichenstil mit riesigen Waffen und großen Köpfen darf in einem fernöstlichen RPG nicht fehlen.

Klassisches Rollenspiel

Wie es sich für ein gutes Rollenspiel gehört, erwarten euch neben der Hauptgeschichte auch Unmengen von Nebenquests. Damit ihr nicht den Überblick verliert, zeigt euch euer Questbuch die Ziele direkt an und aktualisiert eure Quests direkt vor Ort. So müsst ihr etwa 5 bestimmte Monster erledigen und gleichzeitig das Fleisch von diesen sammeln. Neben solchen Standard-Aufträgen, erwarten euch in der Hauptquestreihe aber auch Abenteuer mit mehr Tiefgang. Während diesen Ausflügen fällt auch schnell die lebendige Monster- und Tierwelt auf, ebenso die Umgebung, deren liebevolle Gestaltung und deren Abwechslungsreichtum. Zu Beginn habt ihr es noch mit eher süßen und im Manga-Stil gehaltenen kleinen Tieren zu tun, während euch später richtig große Monster erwarten.

Da diese sich nicht wehrlos ergeben, erhaltet ihr immer wieder neue Fertigkeiten. Diese lassen sich wie Heiltränke auf eine Quickslot-Leiste ablegen und bei Bedarf schnell einsetzen. Im Verlauf des Abenteuers findet ihr zudem tonnenweise Gegenstände oder könnte euch beim Händler eindecken. Diese sind Diablo-typisch in Raritätsstufen unterteilt. Wem das noch nicht Rollenspiel genug ist, der darf sich über einen fließenden Tag- und Nachtwechsel, sowie ein Nahrungsbedarf-System freuen. Die Tageszeiten sind dabei nicht nur Show: Nachts könnt ihr in Städten zum Beispiel ganz besondere Händler antreffen. Das Nahrungssystem verlangt hingegen regelmäßige Aufmerksamkeit, damit eure Charaktere auch weiterhin in Topform bleiben. Das gilt auch für die eigene Ausrüstung, die sich mit der Zeit abnutzt und reparaturbedürftig wird. Wer das ganze schließlich noch auf die Spitze treiben möchte, kann sich noch an einem Gegenstands-Kombinationssystem probieren, um so mächtigere Items zu erhalten.

Die Menüs enthalten alle wichtigen Informationen, sind aber sehr klein geraten und umständlich zu bedienen.

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Hack and Slay
7
Gamevil
Gamevil
24.05.2009
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8.0
5.7
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