Großpatch & Secret Service Miss.

X Rebirth 2.0 Test

Nanu, ein neues Spiel namens "Secret Service Missions" aus dem X-Universum, kaum ein halbes Jahr nach dem Rebirth-Desaster? Natürlich nicht, Rebirth 2.0 ist das langerwartete große Update plus Zusatzmissionen. Für uns der Grund, nochmal ins All zu starten, uns eine Woche in Rebirth herumzutreiben… und eine Wertung abzugeben.
Mick Schnelle 29. Mai 2014 - 14:55 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Mitte November des letzten Jahres erschien nach stolzen sieben Jahren Entwicklungszeit endlich das von den Fans sehnlichst erwartete X – Rebirth. Doch statt "Trade Fight Build Think" (Egosofts eigene Beschreibung ihrer X-Reihe) im Weltall gab‘s nur einen Rekord an Bugs und Unzulänglichkeiten, der selbst nach gefühlten Hundert Kleinpatches ein fehlerfreies Spielen unmöglich machte. Deshalb entschloss sich GamersGlobal mit der Wertung auf den damals schon angekündigten Großpatch auf Version 2.0 zu warten. Ursprünglich war der bereits für Anfang des Jahres geplant, verschob sich dann letztlich aber auf Mitte Mai. Nach mehreren viel diskutierten Warnungen vor den Unzulänglichkeiten des Spiels ist somit nun die Zeit für unseren Test gekommen.

In geheimer MissionSo, Steam gestartet, die seit zwei Monaten nicht mehr angefasste X-Rebirth-Installation erfreulich schnell auf den aktuellen Stand gebracht, und schon wird man vom neuen "X Rebirth 2.0 Secret Service Missions"-Schriftzug begrüßt. Bei den namensgebenden Geheimdienst-Missionen handelt es sich um eine kostenlose Dreingabe, die einen neuen Handlungsstrang liefert. Wir dürften uns in Rebirth 2.0 auch andere Startoptionen aussuchen, aber als erstes wollen wir 007 spielen.

Geheimdienstler Leo Keral hat immer eine Mission parat.
Auftraggeber Leo Keral hält auf einer gut markierten Raumstation ein ganzes Bündel von Missionen bereit, die den Spieler zum argonischen Geheimagenten machen. Klingt spannend, ist es aber nicht. Denn diese Einsätze sind nicht handdesignt, sondern werden jedes Mal neu generiert, wobei sich die Ziele aus dem Pool "Eskorte, Passagiertransport oder Attentat" bedienen. Dazu kommt ab und an ein knackiges Zeitlimit, dem es aber auch nicht gelingt, richtige Spannung zu erzeugen. Denn letztlich springt man einfach von Sprungpunkt zu Sprungpunkt, nach klassischer Schnitzeljagdmanier. Ab und zu stößt man auch mal auf Gegner, die sich aber meist bequem am nächsten Sprungpunkt abhängen lassen. Manchmal passiert schlicht gar nichts auf dem Weg zum Ziel, wobei der Flug locker mal 20 Minuten dauern kann. Ist das Ziel erreicht, gibt’s ein dröges Textbriefing. Unvorhergesehene Zwischenfälle oder gar Zwischensequenzen? Fehlanzeige!

Tschüss, KampagneWas soll's, wenn ein kostenloser Zusatzinhalt keine Spannung bringt, gehen wir also zurück ins Hauptmenü. Wie schon angedeutet: Dort darf man sich jetzt aussuchen, ob man mit der bekannten Kampagne beginnen oder lieber als Händler, Söldner oder Stationenbauer dieselbe einfach ignorieren möchte. Eine gute Idee, denn sonderlich spannend ist d
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ie Story nicht, und echte X-Fans betrachteten die Kampagne eh schon immer nur als besseres Tutorial, sie wollten das offene Spiel genießen.

Der Vorteil der neuen Vorauswahl ist, dass man nicht bei Null mit dem eigenen Schiffchen anfängt, sondern als Händler bereits zwei größere Transporter plus Ladung besitzt. Der Söldner verfügt über gute Waffen und Schilde, der Stationenbauer hat gar schon die erste Station und dazu noch ein Konstruktionsschiff. Für jede der Berufsgruppen gibt es ein speziell designtes Cockpit. Schließlich ist der Söldner weniger an Handelsmenüs interessiert, den Händler interessieren dagegen die Waffen nicht so dolle. In allen drei Varianten (wer mag, kann sich übrigens jederzeit ein anderes Cockpit kaufen) gibt es eine wichtige Neuerung im Vergleich zu 1.x: Die dringend benötigte Radarkarte kann nun endlich in die Nach-vorne-Sicht eingeblendet werden! Vorher gab es sie nur im Vollbildmodus, ohne Blick aufs Cockpit. Man merkt hier wie auch an anderen Stellen: Einige der groben Designschnitzer der ursprünglichen Fassung von X - Rebirth sind nach vehementen Käuferbeschwerden tatsächlich auch den Entwicklern aufgefallen.

Wer die Kampagne nicht als Tutorial braucht, sollte gleich als Händler, Söldner oder Industriemogul loslegen.
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