Test-Update mit Instanz und PVP

WoW: Warlords of Draenor Test

Karsten Scholz 14. November 2014 - 23:02 — vor 5 Jahren aktualisiert
Im Frostfeuergrat sollt ihr die Speerspießerfestung zurückerobern, doch haben die Besetzer anscheinend etwas dagegen.
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Die eigene GarnisonLange Zeit haben sich WoW-Fans ein "Housing"-System gewünscht – mit WoD wird ihr Wunsch erfüllt, wenn auch völlig anders, als sie es sich vorgestellt haben. Statt einem eigenen Grundstück zieht ihr in Draenor eure eigene, stark befestigte Garnison hoch, von der aus ihr den Krieg gegen die Eiserne Horde führt. Eure Festung ist also nicht einfach nur eine optionale Spielerei, sondern der wichtigste Knotenpunkt eurer Streitmacht.

Kein Wunder also, dass ihr die einfachste Stufe eurer Garnison gleich mit den ersten Quests im Frostfeuergrat (Horde) respektive Schattenmondtal (Allianz) an einer fest vorgegebenen Position errichtet. Erst die nähere Umgebung sichern, dann ein paar Holzvorräte besorgen und schließlich die fähigsten Ingenieure einfliegen lassen – und schon seid ihr der Herr einer kleinen, umzäunten Siedlung. Im Laufe eurer Abenteuer sammelt ihr Garnisonsressourcen und Goldstücke an, um das heimelige Zuhause in ein stark befestigtes Bollwerk zu verwandeln. Insgesamt stehen euch in der voll ausgebauten Basis sieben freie Bauplätze zur Verfügung, auf denen ihr 20 ausbaufähige Gebäudetypen hochziehen könnt. Da das neue Hauptfeature von WoD sehr komplex ist, dröseln wir euch den Funktionsumfang der Garnison im Folgenden etwas genauer auf.

Garnison: Zentrum der neuen Welt
Die Geschichte von Warlords of Draenor wird immer wieder in schicken Ingame-Sequenzen erzählt.
Gleich zu Beginn findet ihr in eurer neuen Heimat bereits einen Windreitmeister, NPC-Händler und einen ganzen Batzen Quests für die nähere Umgebung. Doch auch wenn ihr die Startzone eurer Fraktion verlasst, erhaltet ihr in eurer Garnison immer wieder besondere Aufträge, zum Beispiel ab Stufe 100 die erste Aufgabe der neuen legendären Missionsreihe, an deren Ende ein mächtiger Ring auf euch wartet. Doch ist die Garnison nicht nur ein Quest-Knotenpunkt. Mit den richtigen Gebäuden samt zugehörigen Upgrades findet ihr hier auch Portale in die wichtigsten Städte, ein Auktionshaus, den Transmogrifizierer oder besondere Kaufleute. Auf Wunsch erhaltet ihr auch direkten Zugriff auf eure Bank oder lasst euch in der Werkstatt nützliche Spielereien wie Geschütztürme und Atomraketen bauen.

Garnison: Die eigene Gefolgschaft Die Kaserne ist das erste Gebäude, das ihr hochziehen dürft – und das solltet ihr auch auf jeden Fall tun! Zum einen, weil ihr so für eure Startzone eine coole Fähigkeit erhaltet, mit der ihr kurzzeitig die Truppen eurer Garnison zu Hilfe holt. Zum anderen aber auch, weil ihr danach eure Anhänger auf Patrouillen-Missionen schicken könnt. Bei Anhängern handelt es sich um besondere NPCs, denen ihr in Draenor ständig über den Weg lauft. Mal rettet ihr einen Streiter aus einer prekären Lage, der sich euch daraufhin aus lauter Dankbarkeit anschließt. An anderer Stelle bietet ein Kämpfer seine Dienste am Ende einer kleinen Questreihe an. Euer Gefolge schickt ihr dann in der Kaserne auf Missionen, die ähnlich ablaufen wie die Crew-Aufgaben in Star Wars - The Old Republic (GG-Test: 8.5): Habt ihr ein Team für einen Auftrag bestimmt, verschwinden diese, bis die Zeit abgelaufen ist. Bei ihrer Wiederkehr erfahrt ihr dann, ob der Feind besiegt werden konnte und ob ihr eine Belohnung erhaltet.

Was im ersten Moment nach Browsergame-Niveau klingt, enthält durchaus taktischen Anspruch: Jeder Anhänger besitzt spezielle Fähigkeiten und Eigenschaften, um die Stärken von Missionsgegnern zu kontern. Setzt ihr euer Team wahllos zusammen, ist die Chance auf einen Erfolg eher gering. Eure Anhänger erhalten durch die Missionen Erfahrungspunkte, steigen im Level auf und können ab Stufe 100 sogar mit Ausrüstungsteilen und Waffen ausgestattet werden. Da sich bis zu 50 Anhänger eurer Privatarmee anschließen können (die 291 neutralen Kämpfer, die ihr in der Taverne rekrutieren könnt, nicht mitgezählt), entwickelt sich hier gerade für Sammler eine Motivationsspirale, die sie ähnlich lange beschäftigen wird wie die Haustierkämpfe. Zumal ihr euer Gefolge nicht nur in den Missionen der Kaserne einsetzen, sondern auch als Leibwächter einstellen oder in euren Handwerksgebäuden für euch arbeiten lassen könnt.

Garnison: Paradies für Handwerker
So sieht es aus, wenn Thrall der Geduldsfaden reißt.
Das Handwerkssystem von World of Draenor ist eng mit der Garnison verzahnt. Durch Spezialgebäude wie der Mine oder dem Kräutergarten greift ihr jeden Tag für lau ein paar Rohstoffe ab oder fangt mit den Fallen der Scheune Wildtiere, die ihr dann gegen Felle oder Leder eintauscht. Oder ihr stellt euch einen Handelsposten in die Festung, in dem ihr mit Garnisonsressourcen Erze, Kräuter und Fleisch einkauft. Ihr könnt euch aber auch Handwerksgebäude wie das Ingenieurlabor oder die Schreibstube in eure Festung setzen. Habt ihr die jeweiligen Berufe mit eurem Helden nicht gelernt, erhaltet ihr so zumindest auf einen Teil der neuen WoD-Rezepte Zugriff. Ihr müsst lediglich die Materialien besorgen und das Gebäude auf die notwendige Stufe bringen, und schon stellt euch ein NPC das gewünschte Teil her.

Alle echten Handwerker müssen jetzt aber keinesfalls ihren Beruf an den Nagel hängen, denn Haus- und Reittiere etwa können weiterhin nur sie herstellen. Zudem benötigen viele WoD-Produkte spezielle Ressourcen, die nur in geringen Mengen hergestellt werden können. Baut ihr als Juwelier eine Juwelenschleiferei in eure Feste, produziert ihr deutlich mehr Materialien als ungelernte Kräfte – die Zahl steigt sogar noch, wenn ihr einen Anhänger mit besonderem Juwelierwissen in der Schleiferei arbeiten lasst. Mit der Arbeitskraft schaltet ihr zudem einzigartige Boni frei, etwa den Bau spezieller Zelte, die eure Werte in der freien Welt für eine Stunde steigern.

Garnison: Die Außenposten
In WoD seid ihr auf einem Feldzug gegen die Eiserne Horde und wollt den gesamten Kontinent befrieden. Mit einem einzigen Bollwerk kommt ihr jedoch nicht allzu weit, weswegen ihr im Laufe eurer Abenteuer Außenposten freischaltet, die euch in den jeweiligen Gebieten entscheidende Vorteile gewähren. Gemein: In jedem freigeschalteten Posten müsst ihr euch zwischen zwei Optionen entscheiden. In Nagrand setzt ihr euch zum Beispiel alle zehn Minuten in eine Belagerungsmaschine, mit der ihr solange über die grünen Wiesen heizt, bis die Lebenspunkte des Panzers auf Null fallen. Alternativ baut ihr euch einen Stall in euren Posten, über den ihr einen speziellen Wolf respektive Talbuk herbeiruft. Kämpfen, Beute einsacken oder Erze abbauen? Geht jetzt  alles vom Rücken eures Tieres.

Ihr merkt schon: Die Garnison ist mehr als nur ein einfaches Housing-System, und dabei haben wir bisher nur an der Oberfläche gekratzt. Das Tolle: Sie fügt sich nahtlos ins Spiel ein und offenbarte bereits in der Betaphase ein enormes Spaßpotenzial. Dennoch sind wir ein bisschen skeptisch, weil sich die enge Verzahnung mit dem Handwerk zwangsläufig auf die Wirtschaft des Spiels auswirken wird. Ob zum Guten oder zum Schlechten, wird erst die Zeit zeigen.
Die Garnison
In dieser Sechserbox möchten wir euch die Garnison, das wichtigste neue Feature von Warlords of Draenor, im Detail vorstellen. 1 Die Garnison dient als Schaltzentrale für eure Abenteuer in Draenor. 2 Sieben Gebäude könnt ihr in eurer Festung hochziehen, alle lassen sich zudem zweimal aufwerten. 3 Eure Anhänger besitzen spezielle Eigenschaften, 4 durch die sie für einige Missionen besonders gut geeignet sind und für andere weniger. 5 Ab und an wird eure Garnison angegriffen. Dann müsst ihr die Invasion in einem mehrphasigen Event zurückschlagen. 6 Abseits eurer Startzone errichtet ihr Außenposten, die euch mit starken Vorteilen das Heldenleben erleichtern.
 
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