Das Bioshock der Survival-Action

We Happy Few Test+

Benjamin Braun 10. August 2018 - 13:39 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Die Kämpfe spielen sich nicht sonderlich gut. Oben links seht ihr neben der "Joy-Anzeige" grundsätzlich eure Lebensenergie. Die anderen Symbole (hier Sättigung und Hydration) erscheinen nur, wenn sie sehr hoch (kleiner Buff) oder niedrig sind (kleiner Debuff).
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Sprechertext zu We Happy Few

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Hallo liebe Spielefreunde, mein Name ist Benjamin Braun und ich begrüße euch ganz herzlich zum GamersGlobal-Test zu We Happy Few. Das kanadischen Indiestudio Compulsion Games, das mit seinem Debüt-Werk Contrast seinerzeit auch einen der PS4-Launchtitel stellte, kombiniert in seinem neuen Abenteuer typische Elemente des Überlebenskampfs von Survival-Spielen mit einem wenigstens genauso zentralen Storytelling in Richtung Bioshock. Ob das funktioniert, möchte ich euch im Folgenden näherbringen.

In We Happy Few startet ihr in einer alternativen Version des Jahres 1964 in der Rolle des Briten Arthur Hastings. Der arbeitet zu Beginn in einer Art Zensurbehörde und sorgt dafür, dass schlechte Meldungen unter den Tisch fallen. Stoisch erfüllt er seinen Job, bis er auf einen Zeitungsartikel stößt, der ihn und seinen Bruder Percy zeigt. Das weckt bei Arthur Erinnerungen, die er eigentlich längst verdrängt hatte und die in einem noch größeren Kontext stehen. Denn der Zweite Weltkrieg verlief in der Welt von We Happy Few anders als in Wirklichkeit und die Menschen in Großbritannien haben sich einst auf einen moralisch äußerst fragwürdigen Deal eingelassen.

Erkennen könnt ihr das aber nur, wenn ihr die sogenannten Joy-Pillen zu Beginn des Spiels absetzt, mit denen Arthur und die Bewohner von Welligton Wells eben jenen Deal vergessen wollten. Nachdem ihr von den anderen „glücklichen Menschen“ wegen eurer Abstinenz verstoßen werdet, zieht ihr aus, um euren Bruder zu finden und deckt nach und nach die ganze Wahrheit auf. Das klingt spannend und beginnt auch ziemlich atmosphärisch. Die moralische Thematik und auch der Grafikstil erinnern nicht zufällig an Spiele wie Bioshock.

We Happy Few profitiert dabei besonders von seinem bisweilen sarkastischen und manchmal bewusst klischeehaften, trockenen Humor. Ganz erreichen Story und Atmosphäre dabei nicht die Güteklasse der Werke von Ken Levine. Aber trotz der einen oder anderen konstruierten Wendung oder des einen oder anderen zu langen Dialogs bleibe ich vor allem deshalb am Ball. Die Geschichte wird indes linear erzählt. Es gibt zwar kleinere Nebenstränge und optionale Quests, aber die sind meist kaum der Rede wert und teils bloß ein Überbleibsel des früheren Konzepts von We Happy Few. Das ist allerdings nicht der eigentliche Grund, weshalb We Happy Few spielerisch nicht ganz auf der Höhe ist.

Ungeachtet des Storyfokus bietet We Happy Few viele typische Elemente von Survival-Spielen. Ihr müsst euch also darum kümmern, dass eure Spielfigur genügend isst, trinkt und schläft oder auch mal einer Lebensmittelvergiftung entgegenwirken. Dabei ist We Happy Few nicht ganz so restriktiv wie andere Survival-Spiele. Wer zu wenig Nahrung aufnimmt oder dehydriert ist, der kippt nicht ganz aus den Latschen, sondern wird lediglich eingeschränkt, indem zum Beispiel ein Teil der maximalen Ausdauer gesperrt wird. Liegt euer Hydrationsniveau wiederum auf optimalem Niveau, erhaltet ihr so etwas wie einen Buff, durch den ihr beim Rennen weniger Energie verbraucht.

Das Craften spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, wofür Rezepte und entsprechende Zutaten notwendig sind. Brecheisen baut ihr einfach aus Metallteilen, für Dietriche braucht ihr  Anstecknadeln der berühmten Bobbys. Waffen setzen sich aus deutlich schwieriger zu beschaffenden Materialien zusammen. Die Herstellung könnt ihr auch einfach unterwegs durchführen, aber auch an Werktischen in einem der sicheren Unterschlüpfe. Dort könnt ihr euch im Bedarfsfall auch ein Ründchen aufs Ohr legen.
Für Schlösserknacken braucht ihr einen Dietrich, den ihr wie fast alle anderen Sachen selbst craften könnt oder müsst.


In We Happy Few spielt natürlich auch die Begegnung mit Feinden eine wichtige Rolle. Oft habt ihr aber die Wahl, ob ihr euch mit ihnen prügelt, sie heimlich ausschaltet oder sogar komplett an ihnen vorbeischleicht. Besonders beim Schleichen machen sich die KI-Probleme bemerkbar. Denn einerseits erledige ich Wachen hinterrücks auch dann mühelos, wenn ein nahestehender anderer Gegner eigentlich was davon mitbekommen sollte. Andererseits funktionieren Ablenkungsmanöver mit geworfenen Flaschen oder Steinen nicht so, dass ein effizientes Spielsystem dabei herumkommen würde.

Beim nahkampflastigen Prügeln funktioniert es kaum besser. Selbst wenn man in anderen Spielen aus der Ego-Perspektive anfangs Probleme dabei hat, wann der richtige Moment für einen Block oder Angriff gekommen ist, entwickle ich in We Happy Few dafür auch nach zig Spielstunden noch kein richtiges Gespür. Stärkere Gegner verursachen zudem so schnell Blutungen und andere Wehwehchen, dass ich rasch draufgehe und massenweise Heilmittel bei mir tragen muss, um die Situationen doch noch lebend zu überstehen.

Gerade das harmoniert mit dem Storyfokus nicht so gut, da ich nur über genügend Heilmittel verfüge, wenn ich mir sie beziehungsweise die Zutaten dafür mühsam in der Welt zusammensuche. Nur gibt’s eben abseits des Hauptpfades selten Spannendes zu entdecken. Da merke ich einfach zu oft, dass We Happy Few früher viel stärker auf Open World und Sandbox getrimmt war. Seltsam ist auch das Speichersystem. Ich kann zwar meistens manuelle Spielstände anlegen, wo allerdings der Spawnpunkt nach dem Ableben ist, erfahre ich erst, wenn ich schon mal abgekratzt bin. Wenn ich schon quasi frei speichern kann, dann möchte ich doch exakt an der Stelle landen, wo ich gesavt habe.

Eure Chancen im Kampf oder beim Schleichen verbessert ihr übrigens im Rahmen eines Upgrade-Systems, in das ihr ganz klassisch Punkte investiert. So erhöht ihr etwa die maximale Lebensenergie, verringert die Entdeckungsgefahr oder seht im Schleichmodus die „Fußstapfen“ eurer Gegner aus größerer Entfernung. Möglich sind auch spezielle Effekte, durch die ihr euren Held mit Tee temporär buffen könnt.

Die deutsche Übersetzung von We Happy Few ist gut gelungen, wenngleich auch jetzt immer noch  häufig einzelne Textzeilen auf Englisch eingeblendet werden. Die Sprachausgabe gibt es indes ausschließlich auf Englisch, die ihr angesichts des Settings aber auch sonst bevorzugen solltet. Denn das British English, getragen von überwiegend exzellenten Sprechern, macht einfach nur Laune! Deutlich mehr hätte Compulsion Games aber bei Soundeffekten und Musik tun können. Gerade Letztere kommt nur selten wirklich zur Geltung.

Und damit möchte ich zu meinem persönlichen Fazit kommen. Compulsion Games hat We Happy Few seit dem Early-Access-Start vor gut zwei Jahren zweifellos in vielerlei Hinsicht verbessert und mit der stärkeren Ausrichtung auf die Story einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Das ist auch sinnvoll, denn die stark an Bioshock erinnernde Story und Atmosphäre sind genau das, weswegen es sich lohnt, We Happy Few zu spielen.

Das Problem bei der Sache ist, dass We Happy Few abseits der Story nicht allzu viel zu bieten hat. Das mag auf dem Papier anders aussehen, immerhin gibt es ja Crafting, Kämpfe oder eine Schleichmechanik. Nur gerade die beiden letzten Bestandteile funktionieren im Spiel nicht sonderlich gut. Dem Kampfsystem mangelt es sehr an Präzision und Feedback, das Schleichen leidet stärker unter der KI, die zwar dumm ist, mir mit ihren Fehlern aber trotzdem keine gute Verlässlichkeit bietet.

Obwohl ich die Richtung grundsätzlich gut finde, in die Compulsion Games We Happy Few entwickelt hat: Das hohe erzählerische Potenzial leidet einfach zu sehr daran, dass die Spielmechanik mindestens zwei Klassen darunter spielt. Wer bereit ist, das für ein atmosphärisch gutes Abenteuer hinzunehmen, der kann zugreifen. Wenn euch das nicht reicht, solltet ihr eher die Finger vom Spiel lassen. Meine Wertung lautet deshalb 6.0.
Wenn ihr auf Joy seid, sieht alles um euch herum viel "schöner" aus, zudem tänzelt ihr regelrecht über die Straße.
Benjamin Braun 10. August 2018 - 13:39 — vor 5 Jahren aktualisiert
Dennis Hilla 30 Pro-Gamer - P - 172474 - 10. August 2018 - 13:39 #

Viel Spaß beim Lesen, Sehen, Hören!

theoriginalrock 11 Forenversteher - 720 - 10. August 2018 - 13:46 #

Die Prämisse klingt ja schon cool. Der Rest aber irgendwie nicht...

Thomas Barth (unregistriert) 10. August 2018 - 14:13 #

Ach da werden noch einige Updates kommen, es ist ja wahrscheinlich nur released worden, weil Gearbox Publishing es halt zum Vollpreis auch irgendwann rausbringen wollte. Ich hatte es mir bereits 2016 für 30€ als Early Access Version gekauft und hatte meinen Spaß damit, da kann ich auch noch ein bisschen warten bis es dann wirklich fertig ist.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 36243 - 10. August 2018 - 15:26 #

Da Compulsion Games kürzlich von Microsoft aufgekauft wurde, werden sie sich ab jetzt wohl auf Spiele für die kommende Xbox konzentrieren.

doom-o-matic 17 Shapeshifter - P - 8580 - 10. August 2018 - 14:16 #

Bei diesen Gesichtern kommt mir das Gruseln.

zfpru 18 Doppel-Voter - 10896 - 10. August 2018 - 19:50 #

Ich glaube das ist Sinn der Sache.

Desotho 18 Doppel-Voter - 9414 - 10. August 2018 - 14:35 #

Also wie erwartet

Crazycommander 15 Kenner - 3024 - 10. August 2018 - 15:13 #

Klingt ja ernüchternd. Ich hatte mich zuletzt dann doch ziemlich drauf gefreut.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 36243 - 10. August 2018 - 15:24 #

Schade. Vielleicht mal als Budget-Titel.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 75316 - 10. August 2018 - 15:41 #

Das Gameplay spricht mich überhaupt nicht an. Da spar ich mir das Spiel wohl lieber, auch wenn mich Story und Setting gereizt hätten.

Maverick 34 GG-Veteran - - 1326190 - 10. August 2018 - 15:56 #

Danke für den Test, werde passen. ;)

Golmo (unregistriert) 10. August 2018 - 16:02 #

Das war ja leider abzusehen...
Wenn man bedenkt was die Entwickler da eigentlich vorhatten für ein Spiel zu machen (ganz am Anfang) und wie es dann um biegen und brechen auf Grund von dramatischen Player Feedback geändert wurde. Da konnte eigentlich nix gutes bei rauskommen.

Karsten Scholz Freier Redakteur - 15195 - 10. August 2018 - 16:24 #

Mhm, kannte nur die Trailer von der E3 und hatte mich aufgrund des Settings echt drauf gefreut ...

scienceguydetl 15 Kenner - 2733 - 10. August 2018 - 16:33 #

Also sinngemaß: Ganz gut. Aber auch bei weitem nicht so fantastisch, dass es unbedingt auf Platz 1 des Pile of Shames muss.

Ich warte nen Sale ab.

Pro4you 19 Megatalent - 16342 - 10. August 2018 - 16:36 #

Typisches Lets Play Spiel. Mal sehen obs wenigstens beim zuschauen spaß macht

Admiral Anger 27 Spiele-Experte - P - 83412 - 10. August 2018 - 18:21 #

Das war nach dem Lesen des Fazits auch mein erster Gedanke...

Michel07 (unregistriert) 10. August 2018 - 16:46 #

Wie angenehm zu hören ist doch Benjamins Stimme.
Sachlich und unaufgeregt, ein typischer Benjamin Braun. Chapeau!

joker0222 29 Meinungsführer - 114715 - 10. August 2018 - 17:48 #

Das mit dem Prügeln sieht wirklich nicht gut aus im Video. Eher nach Nervfaktor. Aber wenn die Story gut ist stellt das für mich kein KO-Kriterium dar. Wird dann wohl eher der leichteste Schwierigkeitsgrad werden. Und mal ein paar Wochen Patchs abwarten. Das Setting gefällt mir nach wie vor.

Gutes Testvideo, ich glaub das war das erste überhaupt, das ich komplett geschaut habe nach der Testumstellung.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 440296 - 10. August 2018 - 17:55 #

Ja, wem es nur um die Story geht, dem kommt der niedrigste Schwierigkeitsgrad (es gibt ja auch einen "freien", bei dem man verschiedene Dinge wie die Kampfschwierigkeit separat regeln kann) gewiss stärker entgegen. Das Problem ist halt, an den grundlegenden Problemen des Spiels ändern die letztlich auch nur bedingt was. Und wer auf "normal" beginnt, der kann im laufenden Spiel nicht mehr wechseln. Eine saudoofe Entscheidung, wie ich finde.

joker0222 29 Meinungsführer - 114715 - 10. August 2018 - 17:58 #

Das stimmt. Gibt es denn auch Schusswaffen oder etwas ausgefeiltere Nahkampfwaffen?

Achzo 14 Komm-Experte - 2170 - 10. August 2018 - 17:50 #

Hier ( https://www.golem.de/news/we-happy-few-im-test-freude-oder-abspann-nach-drei-minuten-1808-135908.html ) hört sich das Ganze doch deutlich anders an.
Ich kann es nicht beurteilen, wollte es nur für diejenigen anmerken, die vorher interessiert und jetzt zu ernüchtert sind, um vielleicht doch einen zweiten Blick zu riskieren.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 440296 - 10. August 2018 - 18:01 #

Der Test ist ja auch von Peter Steinlechner und nicht von mir. Und so ganz anders klingt das für mich (hatte nach der Abgabe meines Tests allerdings nur mal grob drübergelesen) nicht, sondern eher ein bisschen (und nein, das soll nicht wie eine Unterstellung klingen) eher wie eine schützende Indie-Stimme. Ich habe auch Verständnis für Indies, Budget und Co., aber am Ende zählt für mich nur das Ergebnis. Und ohne Wertung fällt es vielleicht auch manchmal leichter, Milde walten zu lassen, auch wenn sie vielleicht nicht angebracht ist.

Christian.Mak (unregistriert) 10. August 2018 - 20:18 #

1. Das Spiel wird von Gearbox gepublished. Schon seit Jahren. Das ist nicht mehr wirklich Indie, auch wenn es mal als solches gestartet wurde.

2. Steinlechner ist nicht die einzige, deutlich positivere Stimme:

w w w .eurogamer.de/articles/2018-08-09-we-happy-few-test-vergesst-nicht-eure-pillen-zu-nehmen

Das Spiel ist eben Geschmacksache. Genau wie es TLG auch war/ist.

vgamer85 (unregistriert) 11. August 2018 - 10:20 #

Bist du der Publisher?Geh und spiel dein Spiel und lass die anderen ihre Spiele spielen :-)

Michel07 (unregistriert) 10. August 2018 - 18:43 #

Ich denke der Effort=Anstrengung ist es Wert berücksichtigt zu werden. Obsidian hat das mit Pillars 2 ( nein ich schreibe es jetzt nicht aus)bewiesen.

vgamer85 (unregistriert) 10. August 2018 - 19:34 #

Ok dann kann ich das Spiel getrost ignorieren. Vielen Dank für den Test :-)

Christian.Mak (unregistriert) 10. August 2018 - 20:20 #

Nur weil es ein Tester hier für nicht so dolle empfindet?
Vielleicht noch andere Quellen lesen, oder sich selbst ein Urteil bilden?

Als wäre Benjamin, der wirklich ein guter Tester ist, die einzige Wahrheit :-)

w w w.eurogamer.de/articles/2018-08-09-we-happy-few-test-vergesst-nicht-eure-pillen-zu-nehmen

w w w.golem.de/news/we-happy-few-im-test-freude-oder-abspann-nach-drei-minuten-1808-135908.html

Green Yoshi 22 Motivator - P - 36243 - 11. August 2018 - 1:08 #

Die Wertung von Benjamin ist allerdings kein Ausreißer. Der Metacritic-Score befindet sich nach 23 Kritiken bei 66.

Polygon, die keine Wertungen mehr vergeben, schreiben:

"Perhaps this is what makes We Happy Few so unusual. It is beautifully, carefully written. The words that come out of this game are better than anything I can recall in even the best narrative adventures. The script has clearly been elevated to a place of prime importance. It’s been honed by writers and actors working together to create a coherent universe that’s as frightening as any hellscape dreamed up in more lavish fantasies. If you’re looking for something out of the ordinary to play, you’ve found it."

https://www.polygon.com/2018/8/9/17669136/we-happy-few-review-xbox-one-playstation-4-windows-pc

vgamer85 (unregistriert) 11. August 2018 - 10:19 #

Ich vertraue GamersGlobal, merkste was?

Evoli 17 Shapeshifter - 8858 - 10. August 2018 - 19:44 #

Ziemlich enttäuschend...
Danke für die Infos.

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 28797 - 10. August 2018 - 20:46 #

Von dem Spiel schreckt vom Stil bis zum Konzept schlicht und einfach alles ab.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24297 - 11. August 2018 - 8:25 #

Schade um das scheinbar gute Konzept, auch wenn mir das eine oder andere Klischee schon etwas ausgelutscht erscheint. Mich schrecken aber in erster Linie die unklar ablaufenden Kämpfe ab.

eksirf 18 Doppel-Voter - 11744 - 11. August 2018 - 9:43 #

Klingt gar nicht schlecht. Grafik und Story finde ich gut - aber das Bessere ist des Guten Feind. Es gibt einfach zu viele bessere Spiele (für mich).

Goremageddon 16 Übertalent - 4035 - 11. August 2018 - 10:34 #

Eines dieser Spiele welches ich an sich ganz interessant finde aber mir definitiv keinen Vollpreis wert ist. Kaufe ich vlt. irgendwann mal wenn es günstiger ist aber vermutlich sind bis dahin wieder 50 Spiele erschienen die mir wichtiger sind.

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40285 - 11. August 2018 - 10:54 #

Ich hoffe da wird noch einiges dran gepatcht.
Im Moment klingt es, trotz des guten Ansatzes, eher enttäuschend und scheint ein Fall für einen Sale. :(

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83884 - 11. August 2018 - 12:01 #

Story und Szenario sehen super aus. Die Kämpfe aber leider grauenhaft. Ich denke, das ist nichts für mich.

Peter Verdi 17 Shapeshifter - - 8352 - 11. August 2018 - 12:55 #

Angeblich kann man den Schwierigkeitsgrad für die verschiedenen Elemente (Survival, Kämpfe, etc,) einzeln anpassen. Das sollte möglicherweise die Kämpfe und den für mich nervigen Survival-Aspekt hoffentlich genügend aushebeln. Szenario und Story interessieren mich derartig, dass ich mir das Spiel wohl trotz der Mängel wahrscheinlich holen werde.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 75316 - 11. August 2018 - 20:02 #

Ich finds heftig, dass das jetzt ein 60-€-Spiel mitsamt Season Pass ist. In meinem Kopf ist es immer noch ein kleiner Indie-Titel. :D

rammmses 22 Motivator - P - 32632 - 12. August 2018 - 20:08 #

Finde das auch völlig überteuert, mit der Hochglanz-Konkurrenz kann es halt nicht mithalten. Erinnert mich an No Mans Sky, das auf einmal auch zum Vollpreis-Titel aufgeblasen wurde, obwohl es nie AAA war. Werde bei Happy Few auch auf ein Angebot für max. 30€ warten.

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24647 - 12. August 2018 - 22:17 #

Wäre es ein Spoiler zu verraten auf welchen Deal sich die geschlagenen Briten eingelassen haben? Das wär nämlich noch das einzige was mich an dem Spiel interessiert :-)

joker0222 29 Meinungsführer - 114715 - 12. August 2018 - 22:20 #

Schau das Testvideo bei Gamestar. Da wird es verraten.

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24647 - 12. August 2018 - 23:10 #

Mach ich, danke.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83884 - 13. August 2018 - 7:36 #

Dann gucke ich das wohl lieber nicht. ;-)

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 75316 - 13. August 2018 - 14:51 #

Naja, der Deal der Briten ist doch einfach nur die Storyprämisse und kein Geheimnis, das man im Spiel aufdeckt, seh das jetzt nicht als schlimmen Spoiler.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83884 - 13. August 2018 - 15:03 #

Ok, wenn es so ist...
Aber so wie ich das verstehe, hat man den Deal zu Beginn durch die Pillen "vergessen" und kommt erst so nach und nach wieder drauf, was da alles furchtbares abgeht. Da dachte ich, es gibt vielleicht einen dramatischen Moment, wo man es erfährt.
Oder wird das direkt alles im Intro erzählt?

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 75316 - 13. August 2018 - 15:14 #

So genau weiß ich da auch nicht Bescheid. :D

Ganon 27 Spiele-Experte - - 83884 - 14. August 2018 - 10:26 #

Das könnte vielleicht der Tester beantworten. :-)

Kirkegard 20 Gold-Gamer - 21138 - 13. August 2018 - 7:51 #

Ich ziehe mal eine 1 von der Note ab ;-)
Nix für mich, danke für den Test.

bender79 (unregistriert) 14. August 2018 - 12:26 #

Vielleicht wird es ja noch gepatcht, so wie No Mans Sky ;-)

Gentleman77 18 Doppel-Voter - - 12002 - 29. Juni 2022 - 16:46 #

Mich hat das Spiel seit den ersten Previews vom Design und der Handlung her sehr angesprochen, der hohe Preis von 70 € hat mich aber von einem bisherigen Kauf immer abgeschreckt.

Kürzlich gab es We Happy Few im PSN-Sale für 8,99 (die Deluxe-Version inkl. Seasonpass), da konnte ich einfach nicht mehr widerstehen.

Meine bisherigen Erfahrungen decken sich in großen Teilen mit dem Test: wenn man reingefunden hat in Spiel und Story und die Mechanik verinnerlicht hat, dann zieht es einen durchaus in seinen Bann. Auch das hochleveln motiviert und treibt einen voran um im weiteren Spielverlauf leichter voranzukommen. Dabei ist die Hauptstory (Protagonist Arthur sucht seinen Bruder Percy) zwar durchaus spannend, viel interessanter sind für mich jedoch die skurrilen Bewohner die für manch bizarre Nebenquest (Stichwort „Cutty“ oder „Reform Club“!) sorgen.
Ansonsten besteht das Spiel zum Großteil wirklich nur aus looten, craften, laufen…. viiiiel laufen.

Hat man sich dann als Arthur Hastings durch die einzelnen Inseln „gekämpft“ und erreicht in der Story das Ende, kommt für mich persönlich der größte „Downer“ (in der Spielwelt werden so übrigens die Freudlosen genannt, die ihr „Joy“ abgesetzt haben) des Spiels: gefühlt hat man das Spiel geschafft, die Story beendet, alle Rätsel aufgedeckt, alle Nebenquests erledigt und Arthur auf Maximum hochgelevelt und sich den Epilog zu Gemüte geführt dann plötzlich ZACK – „Akt 2: Sally Boyle“ – geht das Ganze wieder von vorne los! Neuer Charakter, neue Quests, neue Map die wieder aufgedeckt werden will und ein Skilltree der wieder bei Null beginnt.

Ich persönlich war froh, als das Spiel vermeintlich zu Ende war, zu repetitiv war der bisherige Spielverlauf bis dahin (ich denke ich war gut und gerne zwischen 30 und 35 Stunden beschäftigt, so lange haben die Quests und das Leveln noch motiviert), aber jetzt Dasselbe nochmal von vorne, nur noch sperriger zu Beginn? Sally kann sich kaum verteidigen, hat keine Bastelfertigkeiten, muss ihre Chemiefertigkeiten nutzen um Tränke und Gifte für den Kampf zu brauen, dafür braucht man wiederum Ressourcen… also wieder looten, craften, laufen.

Ganz ehrlich, an diesem Punkt bin ich kurz davor das Spiel abzubrechen, da es mich momentan nicht mehr motivieren kann. Die Vorstellung, dass es nach Sally mit dem dritten Charakter, Ollie, dann nochmal „von vorne“ beginnt, macht es nicht gerade besser.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, davon lebt das Spiel, drei unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten und somit verschiedenen Spielstilen. Aber dadurch, dass das Drumherum so repetitiv gestaltet ist setzt einfach eine gewisse Ermüdung ein.

Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob dieser Perspektivwechsel der einzelnen Charaktere Motivation genug ist um das Spiel weiterzuspielen, ich denke für mich wird es das gewesen sein. Arthurs Sicht der Dinge reicht mir vorerst.

joker0222 29 Meinungsführer - 114715 - 29. Juni 2022 - 21:02 #

Ging mir ähnlich. Hab die Arthur-Kampagne beendet und dann als Sally relativ kurz nach Beginn abgebrochen. Bzw. konnte mich nicht mehr zum Weiterspielen motivieren. Setting, Story sind eigentlich genau mein Ding, aber das viele Laufen, das Craften, Looten, ständiges Inventarmanagement weil immer voll haben mich irgendwann nur noch angeödet. Dazu kommt noch, dass die Kämpfe total nervig sind.

Hier wäre weniger einfach viel mehr gewesen.

Gentleman77 18 Doppel-Voter - - 12002 - 29. Juni 2022 - 22:48 #

Hallo Joker,

danke für deine Einschätzung, immerhin ca. 4 Jahre nach Release von We Happy Few!

Beruhigend zu sehen, dass es einem Mitstreiter ähnlich ergeht wie mir.

Ich möchte We Happy Few wirklich mögen und zu großen Teilen gelingt dem Spiel das auch. Aber das Spiel steht sich wirklich selbst im Weg indem es alles sein will, von storylastigem, prozedural generiertem Open-World-Dystopie-Thriller hin zu Loot-/Craft-/Egoshooter-Action-Adventure, was durch seine repitetiven Aufgaben und Laufwege letztendlich aber nur noch ermüdet.

Würde mich freuen wenn noch mehr User ihre geschätzte Meinung zu dem Spiel kundtun würden!

rammmses 22 Motivator - P - 32632 - 30. Juni 2022 - 9:12 #

Ich fand den Anfang gut, aber die prozeduralen und Survival Elemente waren eine riesige Fehlentscheidung. So als lineares 5 Stunden Story Spiel hätte das richtig gut werden können.

Gentleman77 18 Doppel-Voter - - 12002 - 3. Juli 2022 - 13:36 #

Stimmt, kürzer, kompakter und vor allem nicht prozedural hätten dem Spiel gut getan.

Habs grad nochmal für eine Stunde probiert, wieder kaum Fortschritt, hab auf der Suche nach bestimmten Ressourcen die Map kreuz und quer durchlaufen, das Gesuchte leider nicht gefunden.

Also das Spiel haut einem den Spielspaß nicht gerade um die Ohren...