Von Kuchenstücken und Wissen

Trivial Pursuit Test

Trivial Pursuit, mit 88 Millionen verkauften Exemplaren eines der weltweit erfolgreichsten Gesellschaftsspiele, feiert seinen Einstand auf den aktuellen Konsolen. Ob daraus ein Schnarchalarm oder eine würdige Umsetzung geworden ist, verrät unser Test. Wir haben uns vor allem die Wii-Fassung angesehen.
Philipp Spilker 28. Mai 2009 - 17:52 — vor 11 Jahren aktualisiert
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Ein geflügeltes Sprichwort lautet: „Alle wollen ein Stück vom Kuchen.“ Es fällt schwer, diese Weisheit zu widerlegen. In Portal lässt man nur für Konditorware gefährliche Experimente über sich ergehen, öde Geburtstagsfeiern werden durch Kuchen überhaupt erst erträglich, eine der allerersten Videospielfiguren namens Pac-Man sieht aus wie eine angeknabberte Torte und auch in Trivial Pursuit jagen eigentlich alle nur farbigen Kuchenstücken hinterher.

Unser Weg zu einer möglichst vollständig gefüllten Wissensecke führt über zahlreiche Fragen. Diese sind in ingesamt drei verschiedene Kartenstapel geordnet. (Wii)

 

Diese Kuchenstücke heißen in der Spielsprache Purtings, und um zu gewinnen, müsst ihr sechs davon in eurem Spielstein, dem „Wissensspeicher“, sammeln. Hierzu beantwortet ihr Fragen aus sechs Kategorien, die da wären: Sport/Vergnügen, Wissenschaft/Technik, Kunst/Literatur, Geschichte, Erdkunde und Unterhaltung. Es gehört aber auch Würfelglück dazu, denn die Purtings kann man jeweils nur auf den Eckfeldern ergattern, die um das in Speichenform gestaltete Spielfeld herum platziert sind. In der grafisch sehr ansprechenden Version des Spiels für die Wii hat sich hieran nichts geändert. Ein erfreulich selten nerviger Moderator, dessen Sprachsamples sich aber  häufig wiederholen, begleitet euch im Einzel- oder Mehrspielermodus und stellt euch die Quizfragen.



Leicht, schwer, leicht, bockschwer

Wer Trivial Pursuit schon einmal gespielt hat wird wissen, dass die Fragen teilweise ziemlich knifflig sein können. Das liegt vor allem daran, dass man die Fragen nicht nach dem Multiple-Choice-Prinzip beantworten (vulgo: erraten) darf. Genau dies wurde aber auf der Wii geändert: Bei sämtlichen Fragen werden euch vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Dies kann in vielen Fällen dazu führen, dass man sich leicht unterfordert fühlt.

Umso überraschter waren wir jedes Mal aufs Neue, wenn bei einigen Fragen der Schwierigkeitsgrad plötzlich rapide nach oben schnellte. Meistens ist dies bei den geographischen Fragen der Fall, bei denen man sich leicht an ein Spiel aus Schlag den Raab erinnert fühlt. Nachdem euch die Frage nach einem bestimmten Ort gestellt wurde, zoomt das Spiel auf eine Landkarte ohne Städte- oder Ländernamen, und ihr müsst entweder aus vier über die Karte verteilten Punkten den richtigen wählen, oder in einigen Fällen auch völlig frei einen Pin auf die Karte setzen. Eine Beispielsfrage hierfür, aus einem auf der Wii neu verfügbaren Kartenstapel mit dem Schwerpunkt Film: „In welchem Land fand im Film Cars das Finalrennen des Piston Cup statt?“ Die Antwort ist: Kalifornien. Wir haben besagten Animationsfilm von Pixar zwar gesehen, aber dieses sehr unwichtige Detail nun wirklich nicht eingeprägt. Ein ausgewogener Anforderungsgrad der Fragen ist dem Spiel ingesamt also nicht beschieden.
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