Test: Keine Angst vor Spielzeug!

Transformers – Untergang von Cybertron Test

Benjamin Braun 23. August 2012 - 19:17 — vor 7 Jahren aktualisiert
In den Flugsequenzen kommt manchmal ein bisschen Rebel-Assault-Feeling auf – wobei ihr selbst steuern müsst.
Anzeige

Ich kann was, das du nicht kannstDie meisten der Charaktere, die ihr im Laufe der Kampagne übernehmt, verfügen über eine besondere Spezialfähigkeit, die ihr mehr oder weniger zwingend verwenden müsst. Bei Optimus Prime ist das etwa ein Luftschlag, mit denen ihr Panzer oder auch große Geschütze am effektivsten bekämpft. Die Bots Jazz und Swindle wiederum verfügen über einen Haken, mit dem ihr euch ähnlich wie mit Batman in Arkham City zu Kanten hinziehen, aber auch bestimmte Hindernisse greifen und wegreißen könnt. Vortex wiederum ist mit seiner Fähigkeit besonders gut für Nahkämpfe gerüstet. Er strahlt eine Schockwelle aus, die alle in der Nähe befindlichen Gegner zurückschleudert. Und der vergleichsweise kleine Cliffjumper kann sich für eine begrenzte Zeit unsichtbar machen und Feinde heimlich von hinten erledigen. Einzelne Stellen könnt ihr mit ihm komplett gegnerfrei räumen, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Zumindest bei den besonders starken Gegnern solltet ihr das auch tun. Denn Schaden macht ihr bei ihnen nicht sonderlich viel, während sie euch mit zwei drei Treffern auf den Schrottplatz befördern. Es geht aber auch auf die offensive Tour, was dann, wie aus dem echten Vorgänger (also nicht Transformers 3) bekannt, von unseren Begleitern spöttisch kommentiert wird.

All diese Spezialfähigkeiten benötigen ein klein wenig Zeit, um sich wieder aufzuladen. Ihr könnt euch an Nachschubstationen mit permanenten Boni versorgen, die unter anderem die Abkühlzeit verringern, eure Munition auffüllen oder eure Nahkampfstärke erhöhen. Ihr sammelt Energon ein (auf die übliche Weise: tote Gegner, versteckte Kisten), um sogenannte Techs zu kaufen. Die unterteilen sich in Angriffs- und Hilfs-Techs, also sozusagen aktive und passive Items, wovon es jeweils vier Stück gibt. Unter anderem erhaltet ihr so eine Kampfdrohne namens Clutch, die euch im Kampf unterstützt. Eines der passiven Items ist ein großer Energieschild, den ihr zwischen euch und euren Gegnern errichten könnt.
Von eurer Seite aus ist es natürlich komplett durchlässig, umgekehrt aber nur geringfügig – außer bei Granaten. Ihr könnt aber zum Beispiel auch den Schnellkühler einsetzen, durch den ihr eure Spezialfähigkeit ebenfalls früher wieder einsetzen könnt. Darüber hinaus findet ihr dort auch zahlreiche Waffen, die ihr unter Einsatz des Energons in jeweils vier Kategorien verbessert. Damit erhöht ihr zum Beispiel den angerichteten Schaden, was sich aber selbst bei einer voll aufgerüsteten Waffe so gut wie nicht bemerkbar macht. Viel mehr habt ihr davon, wenn ihr die Geschwindigkeit erhöht, mit der ihr die Waffe im gezoomten Modus bewegen könnt. Die ist normalerweise nämlich extrem lahm und im Vergleich mit dem Schießen aus der Hüfte klar im Nachteil.

Neben MGs gibt es auch Engergiewaffen, Schrotflinten oder Raketenwerfer mit wärmesuchenden Projektilen – wie bei allen schweren Waffen ist die Munition schnell verbraucht, auf den Schlachtfeldern findet ihr aber normalerweise "nachwachsenden" Nachschub. Darüber hinaus existieren Waffen für die Distanz, die ihr allerdings in den wenigsten Situationen sinnvoll einsetzen könnt. Generell ist die Auswahl recht groß, viele Waffentypen ähneln sich aber relativ stark.


Fast immer klappt folgende Taktik: Dem Gegner vor dem Angriff ausweichen (1) und ihn dann von hinten angreifen (2).
Nicht stehenbleibenDie meiste Zeit über im Spiel hatten wir in Roboter- und Fahrzeuggestalt erwartungsgemäß den Finger am Abzug. Gerade in den ersten Kapiteln gibt es so einige Abwehrschlachten, bei denen ihr zunächst mehrere Wellen von Gegnern überstehen müsst, bis sich eine Tür öffnet. Es gibt kein Deckungssystem, weshalb Stehenbleiben keine gute Idee ist. Schon wenige Treffer eurer Gegner reichen aus, um euch zu Fall zu bringen – und sie treffen auf kürzere Distanz gut, wenn ihr euch nicht bewegt. Bleibt ihr hingegen auf Trab, ist das Spiel für eingermaßen geübte Gamepad-Helden keine allzu große Herausforderung. Denn die Feind-KI ist sehr simpel gestrickt und hat es schwer, bewegliche Ziele zu trefen. Die Sniper-Transformer wechseln zwar regelmäßig ihre Position, lassen sich dann aber beim Zielen alle Zeit der Welt. Bei ein paar speziellen Gegnertypen müsst ihr eure Aktion ein bisschen besser timen. Zum Beispiel gibt es einen, dem ihr quasi nur Schaden zufügen könnt, wenn ihr seine Düsen am Rücken trefft. Wenn er auf uns zustürmt oder zu einem Sprung in unsere Richtung ansetzt, weichen wir einfach aus und haben dann ein kleines Zeitfenster, um ihn unter Beschuss zu nehmen.

Andere Großgegner sind von mehreren Kugeln umgeben, die sie mit einem Schild umgeben. Die müsst ihr natürlich vorher zerstören, bevor ihr irgendwas gegen sie ausrichten könnt. Ansätze von Cleverness ergeben sich aber nur sehr selten. Wenn große Gefahr droht, rennen die Bots manchmal vor euch weg, womöglich, um uns in ein neues Nest zu locken – was nicht gelingt. Meistens agieren sie aber unsagbar tumb.

Beispielsweise müssen wir an einer Stelle wieder mal Gegnerwellen abwehren, während Helfer Soundwave einen Computer wieder in Gang bringt. Seine Apparatur steht mittig auf dem Schlachtfeld und die Decepticons könnten sowohl links als auch rechts daran vorbei auf uns einstürmen. Sie kommen aber alle über die rechte Seite, was uns die Abwehr zusätzlich erleichtert. Immerhin spielt sich diese Szene dank der fest installierten Geschütztürme links und rechts deutlich anders als sonst. Ab den ersten Spielabschnitten mit Optimus Prime kommt mit jedem neuen Charakter zwar ein frisches Element bei den Kampfsituationen hinzu, das müsst ihr dann aber auch alle paar Meter benutzen. Da ist High Moon teilweise nicht weit davon entfernt, trotz aller Action und Geschwindigkeit, zu langweilen. Daran können auch die mehr oder weniger anspruchslosen Bosskämpfe nichts ändern. Mehr, als dass wir sie mal nur besiegen können, indem wir Explosionsfässer auf sie werfen, war offenbar leider nicht drin.
Dieser Energieschild gewährt uns zusätzlichen Schutz gegen die auf uns einstürmenden Gegner.
Um über diesen Inhalt mitzudiskutieren (aktuell 4 Kommentare), benötigst du ein Fairness- oder Premium-Abo.