Test: Chrom oder Alteisen?

Transformers 3 Test

Bernd Wener 3. Juli 2011 - 12:46 — vor 10 Jahren aktualisiert
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In der zu mächtig geratenen, hybriden "Tarn-Form" schießen wir uns durch die flirrende Hitze eines Vulkangebiets.
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Sand im Mehrspieler-Getriebe
Im ersten Teil konntet ihr auf Wunsch die Geschichte kooperativ erleben, dieses Feature wurde in Transformers 3 nicht wiederbelebt. Der kompetitive Mehrspielermodus, im Vorgänger noch von uns gelobt, wurde gehörig zurechtgestutzt. Die drei Spielmodi Deathmatch, Team Deathmatch und Eroberung und eine Handvoll Karten sind nicht gerade üppig. Was für das Leveldesign der Kampagne gilt, lässt sich außerdem auf die Mehrspielerkarten übertragen: Sie sind eher öde designt. Immerhin sind die Areale etwas offener gestaltet als im Vorgänger und bieten den vier wählbaren Charakterklassen ein wenig mehr Raum. Wieder mit dabei sind die Aufrüst- und Farbwahl-Optionen für eure Transformer.

Das Balancing hat sich im Vergleich zu Teil zwei ebenfalls verschlechtert. Machte es letztes Jahr noch Spaß und vor allem Sinn, geschickt zwischen den verschiedenen Gestalten eures Transformers zu wechseln, haben nun die Tarn-Formen (also das "ausgebaute Auto") deutlich die Nase vorn. Sie sind schlichtweg zu stark geraten, da sie wendig und kampfkräftig zugleich sind. Wir wagen zu bezweifeln, dass sich unter diesen Umständen recht lange genügend Mitspieler auf den Servern tummeln werden. Und die waren schon beim insgesamt deutlich spaßigeren Vorgänger Kampf um Cybertron nicht übermäßig üppig gefüllt.

Müde Durchschnittskost
Als Blechvogel Laserbeak durchqueren wir eine unterirdische Station, um Herrchen Soundwave die Tür zu öffnen und mit ihm die Basis anschließend zu zerstören.

Nur eine, noch dazu kurze Kampagne, extrem lineare Levels, gestrichener Koop- und abgespeckter Mehrspielermodus. Wir bekommen, wie schon weiter oben geäußert, den Eindruck nicht los, dass Transformers 3 einfach schnell zum Filmstart fertig werden musste. Zu selten erreicht der Nachfolger das Niveau des Action-Geheimtipps aus dem letzten Jahr. Auch technisch ist das Spiel keine Meisterleistung. An allen Ecken und Enden treten die Einsparungen deutlich hervor. Die Seitenwechsel von Autobots zu Decepticons und zurück sind eher verwirrend als motivierend und selbst das Spielende ist nicht übermäßig befriedigend, wobei der Endkampf dennoch ein Highlight ist.

Die kurze Kampagne lässt selten Raum für spannendere Missionen, mit der löblichen Ausnahme des Luftkampfs gegen das Transportflugzeug samt Geleitschutz. Das prinzipiell launige Actionspiel mit den Riesenrobotern wird zu oft getrübt durch immer gleiche Kämpfe, die schicke Transformation durch die übermächtige Fahrzeugform zur Staffage beziehungsweise lästigen Pflichtübung.

Selbst ausgehungerte Action-Freunde sollten sich überlegen, ob ihnen die kurze Kampagne oder der mäßige Multiplayer-Modus das Geld wert ist. Wer den Vorgänger noch nicht gespielt hat, bekommt beim Kampf um Cybertron eindeutig das bessere Spiel samt längerer Kampagne, und das mittlerweile zu einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur beinharte Fans der Blechkameraden, die jeden Roboter an der Lackfarbe einzelner Metallplatten erkennen, werden durch den Transformers-Bonus halbwegs gut unterhalten.

Autor: Bernd Wener (GamersGlobal)

Transformers 3
Einstieg/Bedienung
  • Gutes Tutorial
  • Identifikation mit den Autobots
  • Fair verteilte Checkpoints
  • Fahrzeugsteuerung wenig intuitiv
Spieltiefe/Balance
  • Abwechslungsreiche Spielwelt
  • Mehrere Boss-Kämpfe...
  • Guter Endkampf
  • Langweiliges Leveldesgin
  • ... die sich austauschbar anfühlen
  • Hybrid ("Tarn-Form") übermächtig
  • Kurze Kampagne (5 bis 6 Stunden)
  • Beliebig wirkende Seitenwechsel
Grafik/Technik
  • Schicke Transformationen
  • Teils stimmungsvolle Beleuchtung
  • Polygon- und detailarme Umgebungen
  • Häufiges Textur-Nachladen
  • Framerate-Einbrüche
  • Oft matschige Texturen
Sound/Sprache
  • Überzeugende Waffen- und Explosionsgeräusche
  • Dynamischer Soundtrack
  • Passable Autobot-Sprecher
  • Extrem nervige Decepticon-Sprecher
Multiplayer
  • Aufrüsten der Transformers
  • Etwas offenere Karten
  • Gestrichener Koop-Modus
  • Verkorkstes Balancing
  • Nur drei Spielvarianten
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Userwertung
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Bernd Wener 3. Juli 2011 - 12:46 — vor 10 Jahren aktualisiert
. 21 AAA-Gamer - 27978 - 3. Juli 2011 - 14:08 #

Vermutlich hat Michael Bay hier Regie geführt. Das Spiel passt zur Qualität seiner Filme.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 3. Juli 2011 - 14:31 #

In der Dropdown Box zur Seitenauswahl: "Transformers 3, S.3: Sand im Mehrspieler-Getriene, Testfazit" Denke mal das soll Getriebe und nicht Getriene heissen. ;)

Green Yoshi 22 Motivator - - 31823 - 3. Juli 2011 - 15:24 #

Kann weder mit den Filmen, noch mit den Spielen was anfangen.

Skelly (unregistriert) 3. Juli 2011 - 17:28 #

Schade dass eines meiner Kindheitserinnerungen so verhunzt wird. Danke Michael Bay und Co.

Deathsnake 20 Gold-Gamer - 22549 - 3. Juli 2011 - 18:57 #

Richtig! War for Cybertron war gut gemacht.

Michael Bay hätte einfach Transformers - The Movie Real verfilmen sollen und net den lachhaften Shice da. Transformers 1+2 sind die schlechtesten DVD Filme die sich in meiner Sammlung befinden. Das einzig gute dran ist der Soundtrack

http://www.youtube.com/watch?v=zaEWLuVJee0
SO HÄTTE DAS AUSSEHEN MÜSSEN!

DragonBaron 13 Koop-Gamer - 1471 - 13. Juli 2011 - 23:23 #

Da scheint das Spiel ja genau so gelungen zu sein wie der aktuelle Film, den ich mir leider im Kino angetan habe.