DLC für Left 4 Dead 2

The Passing Test

In einer Billiard-Halle treffen wir mit dem Tank auf einen alten Bekannten.

Neue Waffen und die Mutationen
 
Neben der neuen Kampagne bietet The Passing Nachschub für euer Waffenarsenal und einen neuen Gegner auf Seiten der Zombies. Letztere werden nämlich durch einen neuen "ungewöhnlichen Gewöhnlichen“ namens "Fallen Survivor“ erweitert. Der war einst ein auch voll ausgerüsteter Überlebender so wie wir selbst, bevor er durch die Infektion zum schlurfenden Untoten mutierte. Daher lässt er nach seinem Ableben nützliche Dinge wie Medi-Packs oder Molotow-Cocktails fallen.

Ein Golfschläger und das M60 erweitern die Waffenauswahl. Während ihr das Sportgerät recht häufig findet, ist das Auftauchen des schweren Maschinengewehrs ähnlich vom Zufall abhängig wie beim Granatwerfer oder der Kettensäge aus dem Hauptprogramm. Habt ihr es dann aber gefunden, steht es den beiden anderen Waffen in Sachen Zerstörungskraft in nichts nach. Besonders gelungen ist ein weiteres neues Feature: Im Level verteilt stehen nun Nachschubkisten, die unbegrenzt Power-ups wie Rohrbomben oder Schmerzmittel enthalten. So kann sich jedes Gruppenmitglied mit dem entsprechenden Goodie ausrüsten, ohne das wir uns darum streiten müssen, wer denn nun die Rohrbombe bekommt.
 
Links seht ihr eine der neuen Nachschubkisten, an denen sich jedes Gruppenmitlgied mit dem entsprechenden Power-Up ausrüsten kann. Rechts: Der neue Ingame-Blog informiert euch über kommende Mutationen und Umfragen.

Die für Vielspieler von Left 4 Dead 2 wohl interessanteste Neuerung ist die Einführung der treffend benannten "Mutations“, die kleinere oder größere Änderungen am Spiel vornehmen. Darunter befindet sich beispielsweise ein realistischer Versus-Modus, in dem den Überlebenden sämtliche Bildschirmhilfen wie die hellen Silhouetten um Gegenstände fehlen und eine Witch-Attacke sofort tödlich endet. Wer da den rettenden Safe-Room erreichen will, sollte mit einem gut eingespielten Team antreten! Doch auch ausgefallenere Mutationen sind zu finden, darunter das "Kettensägen-Massaker", bei dem jeder Spieler dieses Utensil mit Endlos-Tankfüllung erhält. Valve plant, die Mutations im Wochen-Rhythmus zu wechseln, wobei monatlich eine Abstimmung über die beliebteste Mini-Modifikation des letzten Monats durchgeführt wird. Dieser Poll soll im neu eingerichteten Ingame-Blog stattfinden, wo auch die Mutation der kommenden Woche angekündigt wird.

Beim Finale der DLC-Kampagne leisten die Left-4-Dead-Überlebenden von einem Balkon aus Schützenhilfe.
 
Fazit: Mutationen bringen frischen Wind
 
Insgesamt wirkt die Spielzeit von "The Passing" mit knapp 40 Minuten etwas zu knapp bemessen. Doch da der Spielspaß von Left 4 Dead 2 nicht darin besteht, die Kampagnen ein einziges Mal durchzuspielen, sondern sie vorzugsweise mit menschlichen Kameraden immer wieder aufs Neue anzugehen, sehen wir das nicht grundsätzlich als Minuspunkt. Für Gelegenheitsspieler, die nur ab und zu auf Zombie-Jagd gehen, könnte das aber zu wenig sein. Was uns eher enttäuscht hat, ist das Wiedersehen mit den Überlebenden aus Left 4 Dead. Hier hatten wir uns viel mehr erhofft! Wieso unterstützen uns Zoey und Co. nicht auf unserem Weg, sondern nur beim letzten Gefecht? Das wird zwar durch die Story erklärt, ändert aber nichts an der Tatsache, dass es spannender gewesen wäre, mit den alten Bekannten Seite an Seite zu kämpfen.
 
Ansonsten sind die Nachschub-Kisten, neuen Waffen und der "Gefallene Überlebende“ sinnvolle Erweiterungen des immer noch großartigen Spielprinzips. Für Abwechslung sorgen die Mutations, mit denen Valve hoffentlich auch zukünftig noch die ein oder andere Überraschung für uns bereithält. Doch nun zur Frage, die sich für PC-Spieler nicht stellt: Taugt The Passing auch für knapp 7 Euro als Bezahlinhalt für Xbox-360-Besitzer? Wir sagen: Ja. Zumindest, wenn ihr seit Release nicht aufhören könnt, gemeinsam mit Freunden immer wieder Zombies zu meucheln. Denn mit The Passing steht euch nicht nur eine weitere Kampagne zum mehrmaligen Durchspielen zur Verfügung, sondern mit den Mutationen auch ein Feature, das auch den alten Kampagnen neues Leben einhauchen kann. Damit ihr es den Zombies dann wieder aushauchen könnt...
 
Autor: Carsten Friedrich / Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

DLC-Pro & Contra Neue Kampagne
Neue Waffen und Gegner
Endlos-Nachschubkisten
Mutations bringen Abwechslung
Wiedersehen mit den Überlebenden aus Left 4 Dead…
…das deutlich spannender hätte sein können
  Spielzeit für Gelegenheitsspieler zu kurz
DLC zu: Left 4 Dead 2 (GG-Test: 8.5)
DLC-Fazit: The Passing liefert mehr von dem, was sich der Left-4-Dead-2-Fan wünscht: Levels, Zombies und Waffen. Zwar ist das Wiedersehen mit den Überlebenden aus Left 4 Dead eine nette Dreingabe, bleibt allerdings hinter seinem Potential zurück. Die Mutations bringen hingegen frischen Wind und sorgen auch zukünftig für Abwechslung. Mit etwa 40 Minuten Spielzeit mag "The Passing" für Gelegenheits-Zombiejäger etwas zu kurz sein.
Da DLC-Inhalte per Definition nur Zusätze für das jeweilige Hauptprogramm sind, bewerten wir sie nach dem Schulnotenprinzip und geben zusätzlich die Wertung des Hauptprogramms an.
Jörg Langer 1. Mai 2010 - 22:22 — vor 9 Jahren aktualisiert
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