DLC für Left 4 Dead 2

The Passing Test

Habt ihr es bei Left 4 Dead 2 langsam satt, euch immer und immer wieder durch Südstaaten-Käffer oder Zombie-Kaufhäuser zu kämpfen? Dann könnte der erste DLC für den Multiplayer-Shooter namens "The Passing" (deutsch: Die Brücke) etwas für euch sein. GamersGlobal verrät euch, ob sich der auf Xbox 360 kostenpflichtige Download lohnt.
Jörg Langer 1. Mai 2010 - 23:22 — vor 8 Jahren aktualisiert
PC 360
von Carsten Friedrich

Seit der Ankündigung von The Passing wird die Erweiterung für Left 4 Dead 2 von den Fans sehnlichst erwartet, verspricht sie doch ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren aus dem ersten Teil. Die übrigen Neuerungen wie die zusätzliche Kampagne oder weitere Waffen und Gegnertypen scheinen da fast zur Nebensache zu verkommen. "Wieso testet ihr überhaupt einen kostenlosen DLC?“ mag sich der ein oder andere Besitzer der PC-Version denken. Einem geschenkten Gaul schaut man schließlich nicht ins Maul. Aber zum einen geht es um aller Zeit, die wir möglichst erfüllend einsetzen wollen. Und zum anderen ist der DLC auf der Xbox 360 keinesfalls kostenlos, sondern kostet harte 560 Punkte (etwa 7 Euro). 

Zoey, Überlebende aus dem ersten Left 4 Dead, muss uns leider mitteilen, dass die Brücke nicht passierbar ist.

So lasse sie die Brücke herunter!
 
Zeitlich ist The Passing zwischen den Kaufhaus- und Rummelplatz-Kampagnen von Left 4 Dead 2 eingeordnet. Während der Flucht im Stunt-Auto gelangen Rochelle, Ellis, Coach und Nick zu einer Hebebrücke, die ungünstigerweise hochgezogen ist. Dort empfängt uns einer der bereits aus dem ersten Left 4 Dead bekannten Überlebenden und teilt uns mit, dass ein Generator auf der anderen Seite des Flusses betankt werden muss, um die Brücke zu senken. Wer von den vier Überlebenden aus dem ersten Teil euch am Anfang begegnet, ist dabei vom Zufall abhängig. Also heißt es für unser Quartett, sich abermals durch Horden von Zombies bis zum Generator durchzukämpfen.
 
Der kleine Ort um die Brücke ist schwer von der Infektion gezeichnet: Wir müssen uns durch brennende Poolhallen, eine ausgestorbene Hochzeitsfestkulisse und durch modrige Kanalisationsgewölbe schlagen. Die gesamte Kampagne unterteilt sich in drei Levels, wobei im letzten davon das "Auftank-Finale“ auf euch wartet, das sich genau so spielt wie in der Kaufhaus-Kampagne oder der Scavenge-Modus: Es gilt, mehrere Benzinkanister, die über den ganzen Level verteilt sind, zu einem Generator zu schleppen und dessen Tank aufzufüllen. Dabei erhaltet ihr von den "alten“ Überlebenden, die sich auf einem Balkon verschanzt haben, Schützenhilfe. Es kann also schon mal passieren, dass auf dem Bildschirm "Zoey hat Boomer getötet“ steht.

Insgesamt liefert die Kampagne mehr vom bereits Bekannten und Erlebten: Wir schießen uns durch Horden von Zombies und wehren hier und da einen Hunter oder Spitter ab. Doch auch auf die harten Brocken wie Witch oder Tank werdet ihr einige Male treffen. Ein kleiner Tipp: Die Witch im Brautkleid auf dem Festplatz kann mit Radiomusik so gar nichts anfangen. Von der Spielzeit her gestaltet sich "The Passing" etwas kürzer als die restlichen Episoden: Nach 30 bis maximal 45 Minuten dürfte wohl auch der langsamste Zombiejäger den Abspann sehen.

Auch dem Örtchen an der Brücke hat die Infektion stark zugesetzt: Die Gassen sind ausgestorben. Bis auf die Zombies.

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