The Dark Pictures - House of Ashes

The Dark Pictures - House of Ashes Test+

Packendes Horror-Adventure

Benjamin Braun / 21. Oktober 2021 - 15:00 — vor 4 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS4PS5XOneXbox X
Adventure
Story-Adventure
ab 18
18
Supermassive Games
Bandai Namco
22.10.2021
Link
Amazon (€): 29,99 (PlayStation 4), 29,69 (PlayStation 5), 29,99 (Xbox One)

Teaser

Die dritte Episode der Dark Pictures Anthology betont Action und Panik-Horror stärker als die Vorgänger. House of Ashes ist deshalb jedoch nicht weniger intensiv und macht manches deutlich besser.
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Das PS4-exklusive filmische Horror-Adventure Until Dawn (im Test: Note 7.5) von Supermassive Games wurde seinerzeit von so manchem Gamer abgefeiert. Das kann ich als Freund von Teenie-Slasher-Movies der 1980er Jahre auch gut verstehen, aber die spielerische Umsetzung hatte noch deutlich Luft nach oben. Das englische Studio setzt seither auf das Konzept des Filmspiels nach ungefährer Machart von Quantic Dream und verfolgt seit dem Spätsommer 2019 das Projekt der Dark Pictures Anthology, einer episodenartigen Serie, deren Ableger inhaltlich komplett eigenständig sind. Publisher Bandai Namco veröffentlicht die Titel auf Konsole sogar zum Mid-Price als Disc-Version.

Sowohl der Auftakt, Man of Medan (im Test: Note 8.0) als auch die vor rund einem Jahr veröffentlichte zweite Episode Little Hope (im Test: Note 7.5), waren zwar erheblich kürzer als Until Dawn, verfeinerten das Spielkonzept jedoch in mancherlei Hinsicht. Nun steht mit House of Ashes die dritte und vorerst letzte Episode für PC und Konsolen in den Startlöchern. Ich konnte House of Ashes bereits vorab auf der PS5 mehrfach durchspielen. Weshalb ich mich dazu nicht zwingen musste und was alles im Vergleich zu den Vorgängern anders ist, erfahrt ihr im Folgenden sowie im oben verlinkten, praktisch spoilerfreien 4K-Testvideo. Dabei stand die Singleplayer-Erfahrung im Mittelpunkt. Den Koop habe ich geflissentlich ignoriert.
QTEs wie dieses, bei dem ihr das Fadenkreuz schnell über einen Feind bewegen müsst, gibt es oft. Das ist jedoch nur einer der Punkte, in denen Supermassive Games den Fokus stärker als vorher in Richtung "Action" lenkt.


Fünf Helden mit mehr Tiefgang

In Houses of Ashes erlebt ihr, wie üblich in der Dark Pictures Anthology, eine gänzlich eigenständige Story mit komplett anderen Charakteren. Konkret landet ihr im Irak des Jahres 2003, wenige Wochen nach dem Einmarsch der "Koalition der Willigen", die Diktator Saddam Hussein das Handwerk legen und die in seinem Besitz befindlichen Massenvernichtungswaffen aufspüren und neutralisieren wollen (wie wir heute wissen, gab es diese Waffen nie). Das ist direkt das erste Novum für die Reihe: Little Hope nahm zwar Bezug auf die Hexenprozesse in Salem, siedelte die davon inspirierte Story aber in einem fiktionalen Ort an. Diesmal stehen reale geschichtliche Ereignisse im Hintergrund. Letztlich geht es aber für die spielbaren Charaktere (abermals fünf an der Zahl) am Ende nur darum, dass sie in einem uralten Tempel in der Wüste landen und die Angriffe dämonenartiger Kreaturen überleben müssen. Aber nicht nur der historische Hintergrund verleiht dem neuen Setting ein höheres Maß an Glaubwürdigkeit, sondern auch die Spielfiguren selbst.

Die fünf spielbaren Hauptcharaktere, bei denen mit CSI-Agentin Rachel nur eine Frau an Bord ist, sind gewiss nicht frei von Klischees. Allerdings wirken sie, anders als die Haupthelden der vorigen beiden Episoden, weniger wie modernisierte Abziehbilder aus beliebigen Horror-Filmen der 1980er Jahre. Bedeutend für den Verlauf der Geschichte sind auch die Beziehungen der Figuren untereinander. Der Offizier Eric King, der zu Beginn auf höchsten Befehl hin die Kontrolle über eine primär aus Marines bestehende Einheit übernimmt, ist zum Beispiel der Noch-Ehemann von Rachel, die wiederum eine Affäre mit dem Marine Nick hat. Wenig überraschend wird das später noch relevant. Nicht die beste Beziehung zum Rest der Gruppe hat der irakische Soldat Salim, der unfreiwillig mit den Amis im verfluchten Tempel landet und dem Leitspruch "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" folgt – oder eben nicht, denn auch Entscheidungen wie diese obliegen in House of Ashes weitestgehend euch.
Der irakische Soldat Salim (rechts) ist Teil des Charakter-Quintetts.  Er ergänzt die überwiegend US-amerikanische Heldenriege auch erzählerisch um eine ganz andere Perspektive.
 

Ähnlich und doch ganz anders

Abseits der erhöhten Bodenständigkeit bei der Charakterzeichnung und dem lose verknüpften historischen Hintergrund, ändert sich in House of Ashes noch mehr. Nicht so sehr mit Blick auf die grundlegende Spielmechanik: Wieder erkundet ihr in der Third-Person-Ansicht Umgebungen und fällt regelmäßig (teils wegweisende) Dialogentscheidungen oder beweist euch in praktisch genauso aus den Vorgängern bekannten Quick-Time-Events. Das alles nimmt Einfluss auf den im Kern linearen Story-Verlauf. In erster Linie ändert sich durch euer Zutun, ob Spielfiguren in bestimmten Situationen das Zeitliche segnen oder womöglich doch bis zum Ende überleben.

Auch das Herzschlag-Minispiel, bei dem ihr im richtigen Moment auf den Aktionsknopf drücken müsst, um nicht von Gegnern entdeckt zu werden, kommt quasi identisch zum Zuge. Anders ist jedoch, dass allgemein die Action stärker ins Zentrum rückt. Das hat auch mit dem Hintergrund der Helden zu tun, die überwiegend Soldaten und entsprechend allenfalls unfreiwillig ohne Knarre  unterwegs sind. Das ebenfalls aus den vorigen Episoden bekannte Minispiel, in dem ihr ein Fadenkreuz auf ein Ziel bewegen und dann "aktivieren" müsst, gibt es dadurch nun deutlich häufiger. Auch sonst wirkt das Geschehen temporeicher und die Konfrontation mit den Monstern weniger subtil.

Das verringert die Intensität der Ereignisse keineswegs, aber hier erlebt ihr infolge dessen relativ selten die Angst vor dem Unbekannten, sondern werdet vielmehr bei den meisten Dämonen-Begegnungen in Panik versetzt. Unterm Strich macht das für mich atmosphärisch keinen großen Unterschied, aber es ist ein anderer Ansatz, der sich im Vergleich zu den beiden vorigen Episoden frisch anfühlt – allerdings muss diese andere Horror-Spielart nicht jedem (und schon gar nicht Fans der Vorgänger) gefallen. Das ist aber in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Die Spielmechanik, etwa wie bei diesem "Herzschlag-Minispiel" mit Marine Nick, ist praktisch identisch zum Vorgänger. House of Ashes fühlt sich dennoch anders an, was nicht bloß den neuen Charakteren und dem anderen Setting geschuldet ist.
 

Echter Wiederspielwert

Ein hoher Wiederspielwert wird nicht selten bei Spielen versprochen. House of Ashes würde ich diese Eigenschaft definitiv zuschreiben – und zwar deutlich stärker, als bei den Vorgängern. Klar liefen auch einzelne Kapitel in Man of Medan oder Little Hope abhängig von meinen Entscheidungen ganz anders ab. Aber ich hatte bei den ersten beiden Episoden der Dark Pictures Anthology nach dem ersten Durchgang immer das Gefühl, im Wesentlichen alles erlebt zu haben. Der zweite Anlauf hat daran nichts geändert, denn ähnlich wie in einem Heavy Rain ist die Geschichte nur dann wirklich befriedigend, wenn ich das Naheliegendste tue – und wird schlechter, je weiter ich davon abweiche.

In House of Ashes geht mir das anders. Obwohl ich tatsächlich auch bei späteren Durchgängen keine einzige nicht-interaktive Cutscene überspringen darf, hatte ich 
auch in der dritten Runde noch große Lust, etwas anderes auszuprobieren. Es geht teils nur um Nuancen und oft genug erhöhen oder reduzieren sich lediglich die Überlebenschancen. Aber es ändert sich selbst bei Kleinigkeiten oft so dermaßen viel, dass ich selbst jetzt, nach drei kompletten Durchgängen, noch Dinge ausprobieren will. Und schon im dritten Durchgang bin ich so oft zum Beginn des letzten Kapitels zurückgekehrt, um die immer sicht- und spürbaren Unterschiede zu erleben, wie bei kaum einem anderen Spiel dieser Art.

Gleichzeitig (und das ging mir in Until Dawn anders) bleibt es dabei, dass ich in House of Ashes schon in den ersten Durchgängen die Folgen akzeptieren kann, wenn ich Mist gebaut habe – also ein QTE vergeige oder einfach eine "falsche" Entscheidung treffe. Denn das Ergebnis ist immer etwas anders und vor allem auch nach drei kompletten Durchgängen immer befriedigend beziehungsweise nachvollziehbar. Das kann ich beispielsweise von den meisten Telltale-Adventures dieser Art nicht behaupten. Übrigens: Neu sind auch wählbare Schwierigkeitsgrade (wobei die Quicktime-Events generell im letzten Akt kniffliger werden). Wem die Vorgänger also entweder zu leicht oder zu schwer beim Knöpfchendrücken waren, findet nun jeweils eine Alternative. In einem laufenden Durchgang könnt ihr die Schwierigkeitsstufen dummerweise aber nicht ändern.

Autor: Benjamin Braun, Redaktion: Hagen Gehritz (GamersGlobal)

 
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Meinung: Benjamin Braun

Zwischendrin hatte ich ab und zu das Gefühl, dass House of Ashes die Action zu stark betont. Diese Befürchtung bestätigte sich letztlich allerdings nicht, auch wenn die Angst ums Überleben meiner Helden stärker auf Panik erzeugenden Elementen basiert und selbst die wenigen subtileren Elemente der Vorgänger dabei ausgespart werden. Thematik und Setting finde ich persönlich weniger ansprechend als das Gruselschiff in Man of Medan oder das Horror-Dorf in Little Hope. Aber was in dieser Hinsicht an Tiefe fehlt, gleichen die Charaktere in House of Ashes und ihre recht komplexen Beziehungen untereinander gut aus.

Vor allem aber finde ich das Entscheidungssystem sehr gelungen. Man kann die Konsequenzen natürlich nicht vorausahnen, aber es ist super, wie sehr sich hier vermeintliche Kleinigkeiten auf den weiteren Verlauf und die folgenden Spielszenen auswirken. Zwar boten auch Man of Medan und Little Hope ein paar Abzweigungen, doch in House of Ashes habe ich viel mehr Lust und eben auch Anreize, noch mindestens einen kompletten zweiten Durchgang zu machen – und auch danach habe ich kurzerhand Runde drei gestartet. Auch Telltale-Titel boten diese Anreize meist allenfalls in Ansätzen.

Für eine Topwertung reicht es für House of Ashes am Ende dennoch nicht. Dafür ist mir die Story an sich letztlich zu dünn und die Spielmechanik trotz des weitreichenden Entscheidungssystems zu wenig komplex. Wer diese Art von Spielen mag, kann jedoch bedenkenlos zugreifen und wird auch trotz des erhöhten Action-Fokus auf seine Kosten kommen.
House of Ashes PS5
Einstieg/Bedienung
  • Drei wählbare Schwierigkeitsgrade...
  • QTE-Vorwarnungen ähnlich wie in Little Hope
  • Allgemein eingängiges Spielprinzip und simple Steuerung
  • ... die im laufenden Spiel nicht geändert werden können
  • Auch beim erneuten Durchspielen praktisch keine Szene überspringbar
Spieltiefe/Balance
  • Komplexes, sehr motivierendes Entscheidungssystem
  • Glaubwürdige, relativ tiefe Charaktere (für diese Art Spiel)
  • Ordentliche, in historischen Kontext eingebaute Story
  • Sparsam eingesetzte Jump Scares
  • Hoher Wiederspielwert
  • Allgemein tolle, cineastische Inszenierung
  • Spielprinzip bleibt primitiv
  • Erhöhter Action-Fokus potenzieller Störfaktor (besonders für Serien-Fans)
  • Ein Durchgang eher kurz (ca. 5 Stunden)
Grafik/Technik
  • Meist lebensechte Animationen ...
  • Kaum sichtbare Ladezeiten (PC und Next-Gen)
  • Allgemein gute Grafik und starke Licht- und Schatteneffekte
  • ... mit kleinen Aussetzern
  • Einige kleinere Fehler
Sound/Sprache
  • Exzellente englische Sprachausgabe
  • Vollständige deutsche Loka mit überwiegend guten Sprechern
  • Satte, aber nie übertriebene Effekte
  • Hier und dort fehlerhafte Soundeffekte
Multiplayer

Nicht getestet
 
7.5
Userwertung7.8
Mikrotransaktionen
nein
Hardware-Info
Keine Besonderheiten
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
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Benjamin Braun 21. Oktober 2021 - 15:00 — vor 4 Wochen aktualisiert
Benjamin Braun Freier Redakteur - 422961 - 20. Oktober 2021 - 0:33 #

Viel Spaß!

Drapondur 30 Pro-Gamer - - 149758 - 21. Oktober 2021 - 15:44 #

Mir haben die beiden Vorgänger sehr gefallen. Das war immer ein schöner, etwas längerer, interaktiver Horror-Film-Abend. Hab deshalb auch bereits vorbestellt und werde es an Halloween spielen. Die größere Betonung auf die Actionsequenzen finde ich jetzt nicht so dolle, aber das werde ich dann mit dem Schwierigkeitsgrad wieder ausgleichen, hoffe ich mal. Freu mich schon. Danke für den Test!

mario128 10 Kommunikator - 383 - 22. November 2021 - 8:48 #

Ich habe nur den ersten bisher (durch-)gespielt, hatte aber durchaus meinen Spaß für einige Stunden. Daher kommt dieser Teil hier definitiv auf die Liste.

kurosawa 12 Trollwächter - 830 - 21. Oktober 2021 - 15:51 #

Fand die vorgänger schon sehr unterhaltsam (until dawn nur als gronkh lets play) und freue mich schon auf diesen teil. In einer vorschau wurde eine eintönigkeit des settings befürchtet. Gibts da eine entwarnung?

rammmses 21 Motivator - - 27145 - 21. Oktober 2021 - 15:54 #

schon vorbestellt :)

Deepstar 16 Übertalent - 4007 - 21. Oktober 2021 - 15:58 #

Neulich erst Little Hope gespielt.

Fand den Wiederspielwert da trotz "Curator's Cut" doch sehr wenig.

Das beste an Little Hope waren die Barriereeinstellungen, die mir auch ggf. genug Zeit in den QTEs ließen. Da konnte ich tatsächlich ganz individuell bei jeder Entscheidung überlegen "Will ich eigentlich, dass der Charakter das überlebt?"

Da stellte sich bei Little Hope aber tatsächlich heraus, dass der Großteil der Quick Time Events tatsächlich nur Fake sind und offenbar nur dazu dienten den Spieler wieder aufzuwecken. Denn ob man die schaffte oder nicht spielte quasi keine Rolle.

euph 28 Endgamer - - 109767 - 21. Oktober 2021 - 18:47 #

Little Hope hat mir nicht so gut gefallen, der erste Teils schon. HoA werde ich soielen, sobald es das für 20 Euro gibt.

vgamer85 20 Gold-Gamer - - 26693 - 21. Oktober 2021 - 15:58 #

Ersten Teil gerne gespielt. Irgendwie bin ich nicht dazugekommdn ddn zweiten Teil durchzuspielen..naja erst recht warte ich mit dem Dritten Teil

Sathorien 20 Gold-Gamer - - 22030 - 21. Oktober 2021 - 19:22 #

Exakt mein Stand ;)

TheLastToKnow 25 Platin-Gamer - - 57172 - 21. Oktober 2021 - 16:26 #

Until Dawn fand ich damals noch gut, Men of Medan war dann leider doch zu lahm. Quasi (für mich und meine Frau, mit der ich das gespielt habe) null Horror und absolut voraussehbar. Little Hope habe ich dann gar nicht erst angerührt.

MadMax1803 08 Versteher - 214 - 21. Oktober 2021 - 17:57 #

Danke für den Test, kommt aufjedenfall auf die TodoListe

Restrictor81 19 Megatalent - - 13092 - 21. Oktober 2021 - 18:20 #

Ich fand Teil 2 gut, Teil 1 eher so mittel. Ich schätze mittlerweile aber Spiele von unter 10 Stunden, macht das tatsächliche Durchspielen von A bis Z realistischer.

TheRaffer 22 AAA-Gamer - P - 32100 - 21. Oktober 2021 - 18:56 #

Zu viele QTEs, leider.

Audhumbla 14 Komm-Experte - P - 2123 - 21. Oktober 2021 - 20:50 #

Zum leihen und durchzocken sehr gut geeignet.

McRaider 11 Forenversteher - P - 586 - 22. Oktober 2021 - 6:19 #

Ich hab mal in einen Teil reingespielt (weiß nicht mehr welchen)...aber irgendwie war das nix für mich - hat mich einfach nicht abgeholt. Dabei stehe ich eigentlich auf so "filmisch" angehauchte Sachen...

toreyam 19 Megatalent - P - 15729 - 22. Oktober 2021 - 6:47 #

Vielen Dank für den Artikel und das 4k Video!
die Serie ist komplett an mir vorbei gegangen, daher vielen Dank für die Verlinkung der anderen Tests.

Btw bei Steam gibt es dankenswerterweise ein (leicht) rabattiertes Bundle der "Trilogie".

Eine Frage zur Wiederspielbarkeit bzw. dem Ausloten anderer Entscheidungen: es liest sich für mich so, dass man das manuell über Spielstände löst oder gibt es eine Art Story-Baum wie in Detroit Become Human anhand von dem man sieht, wo man einspringen sollte?

Benjamin Braun Freier Redakteur - 422961 - 24. Oktober 2021 - 22:45 #

Es gibt da keinen so komplexen Storybaum wie in Detroit, aber eine Menüübersicht, in dem die wegweisendsten Entscheidungen einsehbar sind (im Spiel selbst fliegt an den Stellen ein Vogelschwarm über den Bildschirm und es wird eine Info wie "der Pfad hat sich verändert" oder so eingeblendet. Du kommst aber, wie auch in Detroit, wobei dieser Entscheidungsbaum dort ja bewusst sehr kleinteiligt gehalten ist, nicht drumherum, entweder das gesamte Spiel oder eben beginnend mit einem Kapitel im aktuellen Spielstand noch mal zu spielen, um mit der alternativen Entscheidung weiterspielen zu können. Ich glaube, man sieht nicht, in welchem "Kapitel" diese Entscheidung getroffen wird. Aber ein Durchgang ist ja nicht allzu lang, das weiß man noch, wo das passiert, wenn man die Kapitelauswahl vor sicht sieht. Zumal es zwar nicht unbedingt vorhersehbar ist, aber die Konsequenzen ja praktisch immer nachvollziehbar bleiben.

Aber es sind, wie gesagt, nicht nur diese großen Entscheidungen, sondern auch viele kleinere, die mindestens stimmungsvoll Dialoge verändern oder weitere Optionen im Kapitelverlauf zulassen. Einer der nicht spielbaren Charaktere kann man zum Beispiel töten, sofern diese Person bis dahin überlebt, was wiederum große Konsequenzen hat. Diese Person kann (offenbar aufgrund von Dialogentscheidungen), aber auch schon früher sterben, ohne dass man das bewusst entscheidet. Was z.B. passiert, diese Wahl hat man ebenfalls, wenn man die Person bewusst zurücklässt, weiß ich in dem Fall noch nicht. Ich gehe allerdings davon aus, dass diese Person dann deutlich später noch mal "zurückkehrt". Weiß ich nicht, aber auch so finde ich das System toll. Fehlte mir gerade nicht die Zeit, wäre ich wohl längst schon im vierten Durchgang...

Goremageddon 15 Kenner - 3705 - 22. Oktober 2021 - 16:00 #

Danke für den Test. Das gesehene sagt mir ziemlich zu. Mir fehl allerdings immer noch der zweite Teil so das ich den wohl erst mit meiner Frau nachholen werde. Ich selbst bin in Sachen QTE´s unglaublich schlecht aber glücklicherweise kompensiert meine Frau das. In der Kombination habe ich an derlei Spielen durchaus meinen Spaß.

scienceguydetl 15 Kenner - 2704 - 31. Oktober 2021 - 16:58 #

Gerade gestern Abend in einer Sitzung durchgespielt. Ich war sehr gut unterhalten. Inszenierung und Gameplay machen Spaß. Lohnt sich auf jeden Fall.

Im letzten Drittel kommt man auf einmal in sehr große Sets. Auf der PS4 Pro hatte ich öfter dann den Eindruck, dass das Bild nicht schnell genug mit der Kamera die Texturen und Details nachlädt.

Reißt aber den Spieler nicht wirklich raus.