Spielplatz für Arcade-Raser

The Crew Test

Steckbrief
PCPS4360XOne
Sport
Rennspiel
12
Ubisoft
02.12.2014
Link
Amazon (€): 15,90 (PlayStation 4), 6,33 (Xbox One), 49,99 (PC), 39,90 (Xbox 360)
GMG (€): 6,99 (UPLAY), 6,29 (Premium), 6,99 (UPLAY), 6,29 (Premium), 19,99 (UPLAY), 17,99 (Premium), 24,99 (UPLAY), 22,49 (Premium), 89,99 (UPLAY), 80,99 (Premium), 39,99 (UPLAY), 35,99 (Premium), 69,99 (UPLAY), 62,99 (Premium), 6,99 (UPLAY), 6,29 (Premium), 49,99 (UPLAY), 44,99 (Premium), 6,99 (UPLAY), 6,29 (Premium), 59,99 (UPLAY), 53,99 (Premium), 29,99 (UPLAY), 26,99 (Premium), 6,99 (UPLAY), 6,29 (Premium)
Die gesamten USA als riesiger Spielplatz für euch und euer virtuelles Gefährt - gewürzt mit einer Story, zahlreichen Challenges, Multiplayer-Rennen und Community-Aspekten. Ob sich Ubisoft an dem dicken Brocken verschluckt oder The Crew ein Leckerbissen ist, verrät euch der Test.
Stephan Petersen 4. Dezember 2014 - 22:39 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Was für ein Freiheitsgefühl! Wir heizen mit unserem Ford Mustang durch Detroit, verlassen die Industriestadt und fahren nach Südwesten. Nach einigen Minuten kommen wir in St. Louis an, wo wir eine kleine Pause einlegen, um den Gateway Arch aus der Nähe zu betrachten. Weiter geht es Richtung Westen, teilweise über die Route 66, mit dem passenden Soundtrack im Radio. Schließlich erreichen wir den Yosemite-Nationalpark, betrachten Flora und Fauna und setzen den Weg gen Los Angeles fort. In der Stadt der Engel wechseln wir kurzzeitig unser Gefährt, steigen ins Flugzeug um und fliegen nach New York. Dort angekommen nehmen wir hinter dem Lenkrad unseres VW Golf GTI Platz, heizen durch die Hochhausschluchten der Weltstadt, vorbei am Times Square, und legen einen Stopp an der Freiheitsstatue ein. Dann starten wir wieder den Wagen und stehen vor der Frage: Wohin jetzt? Ins sonnige Miami, wo Flamingos und Orangenbäume auf uns warten, oder doch lieber zur beschaulichen Nordostküste Neuenglands? Wir haben die Wahl, denn in The Crew sind die gesamten USA euer Spielplatz. Natürlich nicht maßstabgetreu, aber doch so riesig, dass alle wichtigen Städte und Regionen vorhanden sind.

Rachelüsterne Klischee-Story
Die Geschichte wird nett präsentiert, ist aber auch reichlich klischeebeladen – Need for Speed lässt grüßen.
Allerdings sind wir nicht zum Sightseeing in den USA. Stattdessen sollen wir einem gewissen Alex hilfreich unter die Arme greifen. Der sieht zwar aus wie Dr. Gordon Freeman, ist aber kein erdrettender Wissenschaftler, sondern ein Straßenrennfahrer. Genauso wie sein Bruder Dayton. Als der ermordet wird, wandert Alex für mehrere Jahre in den Knast – bis ihn die FBI-Agentin Zoe rausholt. Einzige Bedingung: Alex soll sich in den schwerkriminellen Rennclub 5-10 einschleusen und nach oben arbeiten, um schließlich an die Anführer der Organisation heranzukommen.

Das klappt natürlich durch Respekt und gewonnene Rennen. Alex‘ Motivation besteht zum einen in der zurückgewonnenen Freiheit. Zum anderen handelt es sich bei den beiden Anführern um den Mörder seines Bruders sowie den korrupten FBI-Agenten, der Alex damals in den Knast gebracht hat. Die Story lässt sich als solide bezeichnen, ohne dass sie irgendwie anspruchsvoll oder vielschichtig wäre. Es ist halt typisches Gedöns, wie man es aus The Fast and the Furious und Co. kennt. Klischeebeladene Figuren, oberflächliche Dialoge und pseudo-cooles Gequatsche dominieren. Hinzu kommen allenfalls durchschnittliche Sprecher. Kopfschmerzen bekommt man von alledem nicht. Gut geht aber anders.
Wir statten Cape Canaveral einen Besuch ab, bleiben aber lieber am Boden.


Auf der Jagd nach EXP,
Geld und Autoteilen
Nach einer kurzen Verfolgungsjagd am Anfang und dem eben geschilderten Story-Einstieg beginnen wir unser Abenteuer in Detroit. Dort kaufen wir uns ein Vehikel und legen los. Zoe versorgt uns mit einigen Aufträgen, die uns in Bedienung und Spielmechanik einführen. Dieser Einstieg ist etwas zäh, denn Detroit ist alles andere als ein interessanter Schauplatz. Grau-braune Häuser dominieren hier. Zudem benötigen wir angesichts der schwammigen Steuerung unseres Vehikels etwas Eingewöhnungszeit. Das ändert sich nach einigen absolvierten Storymissionen und Tests. Die bringen uns nämlich Geld, Erfahrungspunkte und neue Autoteile. Letztere verbessern die Leistung unseres Vehikels. Die Handhabung ist denkbar einfach. Haben wir eine Mission geschafft, gibt es je nach Leistung eine Gold-, Silber- oder Bronze-Auszeichnung und eine entsprechende Belohnung. Je besser wir waren, desto mehr Geld, Erfahrungspunkte und leistungsstärker das gewonnene Equipment. Beispielsweise bekommen wir nach einer Mission eine Verbesserung für den Motor. Eine Anzeige verrät uns, um wieviele Punkte die Gesamtstärke unseres Fahrzeugs steigt. An Hand der Gesamtstärke können wir die Leistungsstärke unseres Autos gut einschätzen, etwa im Vergleich mit anderen Spielern oder in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad einer Mission.

Nach besagter Eingew
Anzeige
öhnungszeit entwickelt sich The Crew zu einem spaßigen Arcade-Racer – besonders aus der klasse funktionierenden Cockpit-Ansicht. Neue Autoteile machen sich bei Beschleunigung, Bremsen und Bodenhaftung deutlich bemerkbar. Auch unterscheiden sich die Fahrzeuge spürbar in ihrer Handhabung und abhängig vom jeweiligen Terrain. Wenn es richtig schnell gehen soll, greift ihr auf den Nitro-Boost zurück. Fliegt ihr einmal aus der Kurve, könnt ihr die Zurückspulfunktion nutzen. Dafür gibt es allerdings Punktabzüge. Das Schadensmodell ist hingegen weniger gelungen und hat keinerlei spürbaren Auswirkungen.

Dank GPS verlieren wir niemals die Übersicht. Das befindet sich nicht wie in anderen Rennspielen am Boden, sondern in der Luft und funktioniert richtig gut. Standardmäßig sind alle Fahrhilfen zugeschaltet. Daneben gibt es die Einstellungen Sport und Hardcore. Spielerisch macht es keinen Sinn, auf die Fahrhilfen zu verzichten. Eine bessere Belohnung bekommt ihr nämlich nicht. Das gilt auch für manuelles Schalten. Anscheinend ist das ohnehin nicht von den Entwicklern vorgesehen. Auf dem Gamepad ist in der Voreinstellung nämlich keine Taste hierfür belegt.
Die Spielwelt wirkt überwiegend abwechslungsreich und lebendig. Hier donnert gerade ein Flugzeug über uns hinweg.
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