Auch in 3D ein WiiU-Hit

Super Mario 3D World Test

Nur ein Jahr nach Release der WiiU veröffentlicht Nintendo bereits das zweite Mario-Jump-and-run für ihre stationäre Konsole – und schickt den beliebten Klempner nun auch in HD in die dritte Dimension. Wir sind durch kunterbunte Levels gehüpft, haben uns ein Katzenkostüm übergestreift und Gumbas und Koopas den Kampf angesagt.
Christoph Vent 27. November 2013 - 18:19 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Nicht, dass New Super Mario Bros. U (GG-Test: 8.5) ein schlechtes Spiel wäre – sogar im Gegenteil: Der Launchtitel für die WiiU setzte auf klassische 2D-Hüpfeinlagen mit Mario und seinen Freunden. Dennoch konnten weder das Jump-and-run noch andere Spiele wie ZombiU (GG-Test: 7.5) Nintendos neuer HD-Konsole bislang zum durchschlagenden Verkaufserfolg verhelfen. Die Absätze der Plattform ankurbeln soll nun neben weiteren Exklusivtiteln wie The Legend of Zelda – Wind Waker HD (GG-Test: 8.5) ein neues 3D-Mario. Doch wurden die Fans des italienischen Klempners gerade im 3D-Bereich zuletzt sehr verwöhnt – Super Mario Galaxy und Super Mario Galaxy 2 (GG-Test: 10.0) für die Wii zählen nicht ohne Grund zur Referenz der 3D-Plattformer. Super Mario 3D World greift allerdings nicht deren Planetensystem, sondern das Grundprinzip und das Leveldesign aus Super Mario 3D Land (GG-Test: 9.0) für den 3DS auf. Im Folgenden verraten wir euch, ob das neue Mario-Spiel das Zeug zum Systemseller hat.

Mario, Luigi, Toad und Prinzessin Peach lassen ihren Tag bei einem Feuerwerk ausklingen – doch dann kommt wieder mal Oberfiesling Bowser und entführt die Prinzessin. Moment, dieses Mal kommt es anders: Er verschont Peach! Im Gegenzug krallt er sich aber die Feenprinzessin – die Rieseneidechse kann halt doch nicht ihre Pfoten von potenziellen Thronfolgerinnen lassen.

Frei begehbare Oberwelt
Die Oberwelten sind frei begehbar. An den Flaggen seht ihr, welche Levels ihr bereits geschafft habt.
Bevor ihr mit dem ersten Level startet, landet ihr auf der Oberwelt. Allerdings seid ihr nicht an vorgegebene Wege gebunden, sondern dürft euch frei bewegen und beispielsweise die verteilten Fragezeichenblöcke auslösen. Wer die Welten genau absucht, wird immer wieder mit Entdeckungen wie versteckten Röhren belohnt, die euch in geheime Bereiche führen. Bei der Freischaltung der Levels bleiben sich die Entwickler jedoch treu: Neue Abschnitte schaltet ihr erst frei, wenn ihr den vorigen absolviert habt.

An einigen Stellen gabelt sich der Pfad, sodass zwei neue Levels zur Auswahl stehen. Es empfiehlt sich, auch die optionalen Levels abzuschließen, denn am Ende einer jeden Welt müsst ihr euch durch ein Schloss mit einem Endgegner schlagen. Zugang zu diesem erlangt ihr allerdings nur, wenn ihr bis zu diesem Punkt die nötige Zahl an Sternen gesammelt habt. Im Normalfall befinden sich derer drei in jedem Level, doch werdet ihr sie nur in Einzelfällen alle im ersten Anlauf finden. Teils sind die Sterne einfach nur gut versteckt, teils aber auch an Bedingungen geknüpft. So habt ihr bei einigen Sternen pro Durchgang nur einen einzigen Versuch, sie einzusammeln, etwa indem ihr vor Ablaufen eines Countdowns in einem Extraabschnitt alle Bodenplatten aktiviert. Oder aber ihr müsst – ebenfalls unter Zeitdruck – ein Rätsel lösen, in dem der Stern nur als Schatten auftaucht und ihr ihn mit eurem eigenen Schatten einfangt. Häufig trefft ihr auch auf Toad, der in eine missliche Lage geraten ist und euch für eure Hilfe mit einem Stern belohnt. Mal wird er von einem Trupp Koopas verfolgt, ein anderes Mal fürchtet sich der kleine Angsthase vor einer Papp-Attrappe von Bowser. Auch Hasen, die euch immer wieder über den Weg laufen, solltet ihr nie unbeachtet lassen. Nehmt ihre Verfolgung auf, und ihr werdet nicht selten einen Stern oder zumindest ein hilfreiches Item als Trophäe erhalten. Zudem befindet sich in jedem Abschnitt ein Stempel fürs Sticker-Album.

Die Geisterschlösser sind wieder mit von der Partie. Dreht ihr den Gespenstern den Rücken zu, gehen sie zum Angriff über.

Präzise Steuerung, starre Kamera
Das Einsammeln der Stempel und Sterne erfordert fast immer präzise Hüpfaktionen, die aufgrund der 3D-Welten in Super Mario 3D World anspruchsvoller als in einem 2D-Jump-and-run ausfallen. Jedoch zeigte Nintendo bereits mit den beiden Super-Mari
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o-Galaxy-Spielen, dass sie die Steuerung sehr gut für 3D-Umgebungen anpassen können. Nach kurzer Eingewöhnung steuert ihr Mario fast millimetergenau selbst über die schmalsten Pfade. Auch plötzliche Richtungswechsel stellen kein Problem dar und werden stets wie von euch gewünscht umgesetzt. Kleinere Probleme hatten wir beim Springen auf Gegner: Um eure aktuelle Position in der Luft richtig einzuschätzen, müsst ihr auf euren Schatten achten, der sich immer genau unter euch befindet. Ansonsten passiert es immer wieder, dass ihr knapp vor einem Feind landet und dieser euch erwischt, bevor ihr euch in Rettung bringen könnt.

Auch die Kamera sorgt hier und da für Ärger, da sie euer Ziel teilweise erst sehr spät einblendet. Zwar könnt ihr ihren Winkel an einigen Stellen um jeweils eine Stufe nach links oder rechts verändern, doch handelt es sich hierbei nur um einen Kompromiss: Dreht ihr die Kamera beispielsweise nach rechts, schaut ihr nun zwar etwas weiter voraus, doch blockieren Levelobjekte im linken Bereich die Sicht. Die alternativen Perspektiven eignen sich daher vor allem dafür, sich einen kleinen Überblick über die Spielwelt zu verschaffen.
Auch auf einer schwebenden Trampolinplattform habt ihr nie das Gefühl, die Kontrolle über eure Spielfigur zu verlieren.
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