Still Wakes the Deep

Still Wakes the Deep Test+

Ein packendes Horror-Erlebnis

Benjamin Braun / 17. Juni 2024 - 16:06 — vor 3 Wochen aktualisiert

Teaser

Atmosphärische First-Person-Adventures liegen The Chinese Room im Blut. Gänzlich überzeugen konnten die bisherigen Werke der Briten allerdings nicht. Mit dem Horror-Trip auf einer Bohrinsel gelingt eine klare Steigerung.
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Das britische Entwicklerstudio The Chinese Room kann man getrost als Experten für moderne, storylastige First-Person-Adventures bezeichnen. Immerhin gilt ihr Debüt-Werk Dear Esther als Begründer des Genres der "Walking Simulators". Und auch Titel wie das Horror-Sequel Amnesia - A Machine for Pigs (im Test: Note 7.5) oder das zunächst exklusiv für PS4 veröffentlichte Exploring-Abenteuer Everybody's Gone to the Rapture (im Test: Note 6.5) schlagen trotz manigfaltigerem Gameplay in eine ähnliche Richtung.

Mit dem Horror-Spiel Still Wakes the Deep veröffentlicht das Studio aus Brighton, das passend zu seinem Namen seit einiger Zeit indirekt dem chinesischen Unternehmen Tencent gehört, das nächste Horrorspiel – für PC, PS5 und Xbox Series X|S. Ich habe das relativ kurze Abenteuer um eine schottische Bohrinsel für euch gespielt. Weshalb es für mich den bisherigen Höhepunkt des Entwicklers darstellt, aber auch Fans dieser Art von Adventures noch Dinge vermissen könnten, erfahrt ihr in diesem Text sowie im oben eingebetteten 4K-Testvideo (mit Spielszenen aus der PS5-Fassung).
Noch ist alles in Ordnung. Es dauert allerdings nicht mehr lange, bis der Bohrchef irgendwas am Boden der Nordsee weckt...


Facettenreich-seichtes Gameplay auf der Bohrinsel

In Still Wakes the Deep übernehmt ihr die Rolle von Caz McLeary. Der Schotte ist Elektriker und heuert im Jahr 1975 auf einer Ölbohrplattform nahe der Stadt Aberdeen an. Viel weiß man zu Beginn nicht über Caz, außer dass seine Frau die Scheidung will und er bei einer Schlägerei jemanden schwer verletzt hat. Genau dafür will ihn der Leiter der Bohrinsel Beira D auch von dort entfernen. Kurz bevor Caz an Land zurückgeflogen werden kann, kommt es allerdings zu einem Unfall, den er gerade so überlebt. Als Caz wieder zu sich kommt, ist auf der Plattform das totale Chaos ausgebrochen, denn offenbar haben die Arbeiter bei ihren Bohrungen etwas am Grunde der Nordsee aufgeweckt. In Folge dieses Ereignisses entbrennt auf der zunehmend zerstörten und sinkenden Ölbohrinsel ein Kampf ums Überleben gegen ein rätselhaftes Monster.
 
Es gibt nur minimalen Raum zum Exploring, meist verläuft das Spiel strikt linear.

Ähnlich wie in den vorherigen Spiele von The Chinese Room setzen die Entwickler auf eine First-Person-Perspektive, bei der ihr auf den Körper der einzig spielbaren Hauptfigur herunterschauen könnt. So strikt linear das Spiel auch verläuft, es gibt nur einen Pfad und selbst die Dialogsequenzen laufen automatisch ab, handelt es sich aber nicht um einen "Walking Simulator" wie etwa Dear Esther. Überall müsst ihr mit der Umgebung interagieren, euch beim hoch- oder runterklettern an Leitern aktiv festhalten oder wenn ihr dort oder auf einem schmalen Steg abrutscht einen Aktionsknopf drücken, um wieder Halt zu finden.

Vieles läuft mehr oder weniger automatisiert ab oder erfordert nur das Antippen oder Halten des richtigen Buttons, etwa wenn Caz mit seinem Schraubenzieher kleine Gitter abschraubt, um hindurch kriechen zu können. Ihr müsst aber auch immer wieder mal aktiv sprinten und springen, um über Lücken zu kommen oder mitten in einer der Fluchtpassagen per Knopfdruck Hindernisse zu überqueren. Das kennt man so ähnlich, aber QTE-lastiger, bislang vor allem aus den Spielen von Telltale Games oder Quantic Dream.

Komplex oder anspruchsvoll ist davon letztlich wenig. Die enthaltenen Schleichabschnitte sind spielmechanisch sogar regelrecht glitchy geraten, was aufgrund deren dennoch vorhandener atmosphärischer Intensität den meisten Spielern wohl frühestens im zweiten Durchgang wirklich auffallen wird. Die vielfältige Mechanik  zwischen aktiver Action und QTE-Elementen zündet dennoch. Gerade auch, weil die exzellente Musik und die nicht minder starken Soundeffekte das Geschehen nahezu perfekt untermalen. Was der ein oder andere Fan dieser Art von Spielen hingegen vermissen könnte, sind die sehr überschaubaren Möglichkeiten zum Exploring. Echte Rätsel sind ebenfalls rar gesät und verdienen, von einer Ausnahme abgesehen, diesen Namen nicht. Mich stört das keineswegs! Mir fällt spontan kein ähnlich gelagertes Spiel ein, das so frei von Streckmechanismen oder andersartigen Längen ist wie Still Wakes the Deep.
 
Vieles läuft (teil-)automastisiert ab oder baut auf QTE-artige Elemente. Es gibt aber auch teils "direkte Action". Die gelbe markierte Plattform gegenüber erreicht ihr nur mit einem aktiven Sprung und müsst hier zudem auf den Rotor des abgestürzten Heli achten.


Solo und doch nicht allein

Neben dem halbwegs facettenreichen Gameplay weist Still Wakes the Deep noch eine andere fürs Genre eher ungewöhnliche Eigenschaft auf. Zwar steuert ihr im Spiel ausnahmslos Caz McLeary, aber trotz des eingangs genannten Zwischenfalls habt ihr direkten Kontakt zu anderen Überlebenden wie der maskulin veranlagten Kollegin Finley oder Kumpel Roy, der in der Kantine der Bohrinsel arbeitet. Wie bereits angedeutet, könnt ihr in den gut inszenierten Dialogsequenzen keinen Einfluss nehmen, viele weitere finden sogar lediglich per Telefon statt, im Stil von Firewatch (im Test: 7.5). Die NPCs dienen vor allem als Auftraggeber und bitten euch etwa darum, die erloschene Gasfackel erneut zu entzünden, den Generator im stockfinsteren Inneren der Bohrinsel neu zu starten oder im Falle von Freund Roy, diesem auf seiner Stube die Insulinspritzen zu besorgen.
Die Mimik der NPCs ist gut. Fast alle davon beherrschen die vulgäre Sprache.

Nun hätte es natürlich den Wiederspielwert erhöht, wenn man mehr Einfluss auf den Verlauf hätte. Aber mir ist es deutlich lieber, ein in sich konsistentes Ganzes zu erleben, die sich mit optionalen Abweichungen am Ende nur in (erzählerischen) Widersprüchen verstrickt. Die Story selbst endet indes nur bedingt befriedigend. Auf dem Weg dorthin allerdings konnte sie mich durchweg fesseln.

Das liegt auch daran, dass mir das Setting gut gefällt und Caz sowie die anderen NPCs besonders authentisch auf mich wirken. Das hat viel mit der exzellenten Sprachausgabe zu tun, bei der ausnahmslos Sprecher mit echtem schottischen Akzent zum Einsatz kommen. Wobei hier vielleicht auch meine Liebe zu Sean Connery zum Ausdruck kommt. Mir gefällt, dass die Charaktere eher von der raubeinigen Sorte sind – anders würde ich das von Arbeitern auf ein Ölplattform Mitte der 1970er Jahre auch nicht erwarten. Das Wörtchen "fuck" kommt hier jedenfalls gefühlt häufiger vor als in jedem Film von Martin Scorsese. Und der eine oder andere unter euch mag im Spiel sogar noch das ein oder andere bisweilen höchst vulgäre englische Schimpfwort hinzulernen.
Die Spielmechanik ist vielfältig, aber nicht anspruchsvoll. Ihre Wirkung verfehlen Situationen wie diese, in der ihr entgegen des Wasserstroms das Ende eines Korridors schwimmend erreichen müsst, aber nie. Das ist auch  der starken Soundkulisse geschuldet.


Fast nahtlos mit Unreal Engine 5

Insbesondere, da Still Wakes the Deep in mehrere Ladezonen unterteilt ist, wenngleich der Übergang dennoch mehr oder weniger bruchlos erfolgt, wäre bei Texturqualität und visuellen Effekt vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen. Da es sich allerdings um einen Multiplattform-Titel handelt, ist die Leistung von The Chinese Room aus meiner Sicht sogar etwas höher einzuschätzen als die beim wesentlich länger entwickelten Senua's Saga - Hellblade 2 (im Test: Note 7.0) von Ninja Theory.

Insgesamt kann sich das Ergebnis jedenfalls mehr als sehen lassen, zumal es das eben genannte Vergleichsspiel soundtechnisch aus meiner Sicht sogar leicht übertrifft. Da ich bislang nur die PS5-Fassung gespielt habe, kann ich zu den anderen Versionen nichts aus eigener Erfahrung sagen. Ich gehe allerdings stark davon aus, dass die Umsetzung für Xbox Series der PlayStation-Fassung auf Augenhöhe begegnen wird und die mit einer entsprechenden Grafikkarte ausgestatteten Rechner noch wesentlich mehr optisch herausholen können. Aufgrund der hohen Linearität sehe ich zwar aktuell keinen Grund, das Abenteuer noch einmal zu spielen. Bei einer VR-Version für PSVR 2 wäre ich aber sofort dabei!

Autor: Benjamin Braun, Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

 
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Meinung: Benjamin Braun

Vom in weiten Teilen langweiligen Dear Esther einmal abgesehen, konnte ich allen bislang veröffentlichten größeren Titeln von The Chinese Room etwas abgewinnen. Während Amnesia - A Machine for Pigs oder Everyboy's Gone to the Rapture aber immer etwas zu einem richtig guten Spiel – oder sagen wir besser einem Erlebnis – fehlte, geht für mich das Gesamtkonzept von Still Wakes the Deep nahezu vollständig auf.

Vielleicht hätten die Entwickler noch ein bisschen mehr direkte Action oder auch echte Rätsel einstreuen können, um ein noch besseres Ergebnis zu erreichen. Am Ende hat mich der Horror-Trip aber über die gesamte Spielzeit gefesselt, sodass ich keinen Grund habe, einem womöglich nicht voll ausgeschöpften Potenzial nachzutrauern. Für mich das bislang beste Spiel von The Chinese Room!
 
Still Wakes the Deep PS5
Einstieg/Bedienung
  • Allgemein hoher Spielkomfort
  • Sehr faires Autosave-System
  • Visuelle Hinweise zeigen Pfad an
  • Kein manuelles Speichern
Spieltiefe/Balance
  • Keine wirklichen Streckmechanismen ...
  • Durchgehend packende Inszenierung
  • Ansprechendes, vergleichsweise vielfältiges Spielmechanik
  • Gute Kombination aus "direkter Action" und QTE-Elementen
  • Umgebungen verändern sich im Laufe der Story massiv
  • ... aber dafür strikt linearer Verlauf
  • Kaum Exploring und "echte" Rätsel
  • Mit sechs Stunden relativ kurz
Grafik/Technik
  • Insgesamt gute Grafik auf Basis der Unreal Engine 5
  • Gute Mimik und Texturqualität
  • Durchweg flüssige Darstellung
 
Sound/Sprache
  • Exzellente schottische Sprecher
  • Fantastischer Soundtrack
  • Starke Soundeffekte
  • Keine deutsche Sprachausgabe
Multiplayer

Nicht vorhanden
 
8.0
Userwertung6.9
Mikrotransaktionen
nein
Hardware-Info
Keine Besonderheiten
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
Benjamin Braun 17. Juni 2024 - 16:06 — vor 3 Wochen aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 472973 - 17. Juni 2024 - 16:09 #

Sieht richtig gut aus, nur fürchte ich, dass ich im Grunde zu hasenherzig bin dafür.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24693 - 17. Juni 2024 - 19:29 #

So gehts mir leider auch. Kann da nur allen Genreliebhabern viel Spaß wünschen.

Holzkerbe 15 Kenner - - 2812 - 17. Juni 2024 - 20:13 #

Hold my beer, denn genau solche Filme und Spiele sind genau mein Ding :D

Zille 21 AAA-Gamer - - 26534 - 18. Juni 2024 - 21:09 #

Dito - aber tolles Testvideo!

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 22711 - 17. Juni 2024 - 16:11 #

Klingt klasse. Wird dank GamePass auch auf jeden Fall gespielt (tagsüber, ohne Ton).

Alain 24 Trolljäger - P - 49956 - 17. Juni 2024 - 19:27 #

Oh!? Im Gamepass?

Dann werde ich das auch die Tage anspielen.

Ist ja ein guter Ersatz für Bramble was gerade aus dem gamepass geflogen ist.

Ah… sehe gerade wohl keine Cloud Version. Dann muss ich wohl warten oder für eine andere Plattform kaufen.

Despair 17 Shapeshifter - 7570 - 18. Juni 2024 - 9:13 #

Bramble gibt's übrigens noch bis zum 24.07. gratis für Prime-Kunden.

Alain 24 Trolljäger - P - 49956 - 18. Juni 2024 - 21:33 #

Stimmt ja!
Guter Tipp.

Dann hätte ich gar nicht Stressen müssen vor dem Anfang aus dem GamePass durch zu kommen…

Alain 24 Trolljäger - P - 49956 - 18. Juni 2024 - 22:29 #

Kurzes Update: gibt es doch als xcloud streaming - gerade gefunden und gestartet

duchess 11 Forenversteher - 597 - 17. Juni 2024 - 16:28 #

Dear Esther könnte man abgewinnen, dass es mutig den Weg für andere Narrativen geebnet hat. Manchmal müssen Computerspiele keine profitablen Unterhaltungsprogramme sein, die sich der vermeintlich objektiven Evaluierungsskala eines Softwaretests stellen können, sie sollten es sogar noch sehr viel öfter nicht sein. Still wakes the Deep klingt aber so oder so toll!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 472973 - 17. Juni 2024 - 16:37 #

Mag sein, nur schreibt Benjamin ja nichts von einem objektiven Test zu Dear Esther, sondern dass es langweilig gewesen sei. Das ist eine subjektive Spielspaß-Aussage (die ich im übrigen teile), und Spaß machen sollte ein Spiel schon auch dann, wenn es sich traut, neue Wege zu beschreiten (hihi), oder?

duchess 11 Forenversteher - 597 - 17. Juni 2024 - 16:45 #

"Das ist langweilig" und "das sollte nicht so langweilig sein" sind aber zwei verschiedene Aussagen. Die erste (Benjamins) ist völlig legitim, die andere meines Erachtens nicht. Kein Game Designer sollte vor einer Veröffentlichung zurückschrecken, aus Angst, es könne langweilig sein.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10577 - 17. Juni 2024 - 20:55 #

Mir hat Dear Esther gut gefallen, insbesondere audio-visuell. Seitdem begleitet mich der Wunsch, in meinem Leben mal die Äußeren Hebriden zu besuchen.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 18. Juni 2024 - 10:00 #

Dito. Ich mag diese Landschaften und ich gehe gern in der Natur spazieren. Dear Esther war damals ein ziemlich besonderes Erlebnis, da es das als erstes Spiel umsetzte ohne einem noch Gameplay-Elemente aufzuzwingen.

Auch die Spieldauer war ideal dafür, 20 Stunden würde ich auch nicht nur herumlaufen wollen, aber zwei Stunden sind perfekt. Wie ein realer Spaziergang halt auch.

Dem Spiel dürften wir auch das Genre "Walking Simulator" zu verdanken haben, da andere Entwickler dann merkten, dass man nicht unbedingt noch irgendwelche Gameplay-Elemente integrieren muss, sondern komplett auf Erkunden und Erzählung setzen kann.

Freue mich heute Abend auf "Still Wakes the Deep", bisher mochte ich alle Spiele des Studios.

Von "The Fullbright Company" (Gone Home, Tacoma) könnte gern auch mal wieder was kommen.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28395 - 18. Juni 2024 - 14:34 #

Lohnt es sich denn die "neufassung" von Dear Esther zu holen. Kenne das spiel noch nicht oder ist die originalfassung doch besser?

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 18. Juni 2024 - 15:37 #

Gibt drei Versionen:

- die ursprüngliche Half-Life 2 Mod
- die überarbeitete eigenständige Version mit Source Engine
- die Landmark Edition, die eine Portierung auf Unity ist

Am besten ist meiner Meinung nach die zweite Version. Der Port auf Unity hat es grafisch für mich etwas verschlechtert.

Der Port auf Unity war in erster Linie auch nur dafür da, um es auf mehr Systeme zu bringen, es ging nicht um Verbesserungen am Spiel.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28395 - 18. Juni 2024 - 17:21 #

Danke für die Ausführungen. Da ich nur GOG benutzte wirds wohl die Landmark edition werden, wenn ich es mir mal kaufe.

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 17. Juni 2024 - 16:37 #

Danke für den Test! Nach dem Lesen werde ich mir das Spiel definitiv kaufen.

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 21. Juni 2024 - 18:51 #

Ich habe das Spiel gekauft und jetzt ca. 2 Stunden lang gespielt. Die Atmosphäre ist wirklich daumendick. Aber schon die zweite Schleichsequenz fängt an mich RICHTIG zu nerven. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich scheinbar zufällig entdeckt und sofort getötet worden bin. Irgendwie kapiere ich nicht, wo der Gegner mich sehen kann und wann der Nebel hilft und wann nicht?!? Ich mache teilweise die gleichen Aktionen und werde einmal mit Instant-Tot und das andere mal mit Kommentar bedacht. Das wirkt schon glitchy, wie im Test erwähnt. In meinem Fall arbeitet es aber arg gegen meine Motivation und stört mich enorm :(

Alain 24 Trolljäger - P - 49956 - 26. Juni 2024 - 10:17 #

Also ich fand diese Schleich Sequenzen auch tierisch nervig. Im letzten Drittel sogar so nervig, dass ich den Schwierigkeitsgrad einfach runter gestellt habe.

Davor klappte es ganz gut damit abzuwarten bis der Gegner an einem vorbei war und etwas weiter weg war. Teil konnte man auch Dinge aufnehmen und irgendwo hin werfen, um dann immer in das nächste Versteck zu huschen, während der Gegner den Geräuschen meines Ablenkungsmanövers nachging.

Holzkerbe 15 Kenner - - 2812 - 26. Juni 2024 - 11:13 #

Das wundert mich jetzt schon ein wenig, denn ich hatte da überhaupt keine Schwierigkeiten. Nicht weil ich jetzt der Über-Gamer wäre oder so, sondern einfach, weil die Monster so strohdumm, leicht durchschaubar und durch das überall herumliegende Gerümpel zudem leicht ablenkbar sind.

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 26. Juni 2024 - 13:43 #

Inzwischen war ich auch an der nervigen Stelle vorbei. Die Lösung war "einfach": Ich musste nur tun, was das Spiel vorgesehen hatte. Ich war einfach ein wenig falsch gelaufen und dafür gab es die Todesstrafe... Na ja... Gut kommuniziert war das an der Stelle leider nicht, fad ich zumindest.

Sathorien 22 Motivator - - 34267 - 17. Juni 2024 - 17:03 #

Oh davon habe ich noch gar nichts mitbekommen! Ist schon auf der Wunschliste. Danke für den Test!

rammmses 22 Motivator - - 32819 - 17. Juni 2024 - 17:07 #

Freue mich drauf, wird auf jeden Fall gespielt, hoffe es wird im Dunkeln mit Kopfhörer auch ein bisschen Atmosphäre aufkommen.

euph 30 Pro-Gamer - P - 130962 - 17. Juni 2024 - 17:47 #

Das klingt gut - kommt auf die Wunschliste.

Peter Verdi 17 Shapeshifter - - 8362 - 17. Juni 2024 - 17:47 #

Genau meine Kragenweite - das wird in sehr, sehr naher Zukunft gleich mal genauer unter die Lupe genommen.

Moe90 22 Motivator - - 35535 - 17. Juni 2024 - 18:17 #

Sehr interessant, werde ich mir mal merken. Für mich sind 6h eher sogar am Maximum der Spielzeit, die ich in dieser Art Spiel verbringen wollen würde. Hättest du 3-4h gesagt, wäre ich noch begeisterter gewesen :D

Flooraimer 16 Übertalent - P - 4349 - 17. Juni 2024 - 18:39 #

Ein interessanter Titel. Vielen Dank für den Test :).

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 46082 - 17. Juni 2024 - 18:50 #

Da ich grad mit meinem kleinen "Nebenbeititel" Chants of Sennaar durch bin, ist das hier dank HP wohl der nächste.

ssj3rd 09 Triple-Talent - 284 - 17. Juni 2024 - 19:23 #

Komplett ohne Waffeln? Hm, sooo ein Pazifist bin ich nicht.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 46082 - 17. Juni 2024 - 19:56 #

Du hast "Belgier" falsch geschrieben ;)

xan 18 Doppel-Voter - P - 12666 - 17. Juni 2024 - 19:41 #

Klingt richtig spannend, habe derzeit eine Walking-Simulator-Phase. Sowohl Video als auch Texttest kommen bei mir fast höher als die gefallene Wertung an, aber vielleicht preist Benjamin etwas subjektive Begeisterung ein.

Spielosoph 12 Trollwächter - P - 942 - 17. Juni 2024 - 19:41 #

Endlich mal kein nerviges "Zeitlimit" durch Batterien / Streichhölzer oder Ähnliches.

Hat mich bisher davon abgehalten diese Spiele zu spielen.

Maryn 15 Kenner - - 3923 - 18. Juni 2024 - 20:05 #

Ich denke aber, hier kommt trotzdem ein wenig Zeitdruck auf von dem, was einem im Nacken sitzt. ;-)

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28395 - 17. Juni 2024 - 21:06 #

DA ich nach amnesia und firewatch endlich mal wieder diese Art spiel spielen sollte, hört sich das nach einem perfekten match an.

Auf gGundlage des Videos verstehe ich aber den Vergleich mit Hellblade leider ganz und gar nicht. Für mich sind das welten... Aber das ist auch immer subjektiv.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24693 - 17. Juni 2024 - 21:50 #

Na ja, aber zu Firewatch sind das, glaube ich, auch Welten ;)

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28395 - 18. Juni 2024 - 8:03 #

Auch zu Amnesia :) leider gibts das game nicht auf GOG, daher kein kauf.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 442384 - 18. Juni 2024 - 12:48 #

Was ist an dem Vergleich nicht zu verstehen? Beide Spiele basieren auf der Unreal Engine 5 und gemessen daran, dass Still Wakes the Deep für mehr Plattformen entwickelt wurde und nicht so lange in der Entwicklung war (vom Unterschied beim Budget wollen wir mal gar nicht erst anfangen), holt The Chinese Room im Vergleich (nicht absolut) technisch mehr raus. Das magst du anders sehen, aber bei der Aussage bleibe ich.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28395 - 18. Juni 2024 - 17:21 #

Habe ich auch nichts dagegen und niemand verlangt dass du deine Meinung änderst. Ich sehe es trotzdem anders. habe mir noch ein weiters Video angeschaut, da schien mir die Auflösung höher zu sein wie bei deinem. Vielelicht wars direkt von der PC Fassung (wobei das heute ja keinen großen unterschied macht).
Ich finde die Grafik toll und stimmig und am Ende ist das oft wichtiger als "Perfektion oder Realismus".

Generell gilt aber:
Dank Unreal Engine 5 ist die Grundqualität schon deutlich besser als bei Version 4, das sieht man jetzt ja schon bei vielen Spielen oder Demos, was da mit offensitchlith wenig Aufwand hinten rauskommt.
Wir alle wissen dass der Aufwand zur Verbesserung der Grafik nunmal logarythmisch ist. Mit 100% mehr Aufwand wirds halt nicht 100% besser.

Audhumbla 20 Gold-Gamer - - 23288 - 18. Juni 2024 - 11:06 #

Werde ich auch bald spielen! Freu!

Moe90 22 Motivator - - 35535 - 18. Juni 2024 - 11:31 #

Lade es gerade runter. Mittlerweile veröffentlicht auf Steam und auch im Game Pass.

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30525 - 18. Juni 2024 - 11:51 #

Im Game Pass. Spannend. Werde ich dann auch mal laden. Da kann man nichts falsch machen. ;-)

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 18. Juni 2024 - 13:10 #

Hab es gerade eine Stunde auf der Xbox Series X gespielt, ein paar technische Dinge, die vielleicht für manche hier interessant sind:

- Qualitymode mit 30 fps wirkt dank Egosicht sehr ruckelig (wie die 30 fps bei Starfield)
- Performancemode ist top, die Einbußen bei der Auflösung sind okay
- chromatische Aberrationen kosten Schärfe, zum Glück abschaltbar
- Bewegungsunschärfe ist stark übertrieben, aber abschaltbar
- Filmgrain ist abschaltbar
- toller Rumble-Support mit den seitlichen Motoren
- HDR ist standardmäßig schwach eingestellt, sollte man aufdrehen, wirkt dann viel besser
- Quick Resume funktioniert (wie erwartet) problemlos
- kein 40 fps, kein VRR (zumindest nichts in den Optionen, nur Quality und Performance)
- im Gamepass
- Bewegungsgeschwindigkeit diesmal gut, gibt auch richtiges Rennen (Everbody's gone to the Rapture war echt grausam in der Hinsicht)

Schönes Spiel bisher, grafisch weit besser als erwartet, die UE5 ist in Kombi mit Indiestudios echt was Feines.

Audhumbla 20 Gold-Gamer - - 23288 - 18. Juni 2024 - 14:15 #

Thanks.

Moe90 22 Motivator - - 35535 - 18. Juni 2024 - 15:59 #

Ich habe auch reingespielt. Motion blur, film grain und chromatic aberration habe ich wie nahezu immer ausgestellt - also insbesondere motion blur und film grain mag ich wirklich überhaupt nicht.

Aktuell kann man das Spiel im Gamepass noch nicht mit DLSS spielen. Bei der Steam Version geht es wohl, keine Ahnung was da bei der Gamepass Version bisher schief gelaufen ist.

Spiel im Anschlag aktuell mit 4k bei ca. 55-60 fps auf meinem Rechner. Damit gut spielbar. Bin gespannt was da noch geht sobald DLSS läuft.

Edit: Scheint wohl bewusst so zu sein...

Hi! Devs here.
Gamepass version does not have any of the upscaling technologies other than the default Unreal Engine Temporal Super Resolution (TSR).
https://dev.epicgames.com/documentation/en -us/unreal-engine/ temporal-super-resolution-in-unreal-engine

On Steam we support FSR3, DLSS, XeSS and Unreal Engine Temporal Super Resolution (TSR).

And on Epic Online Store we also support the same as Steam.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 18. Juni 2024 - 16:40 #

Ich finde die Techniken an sich alle okay, wenn sie richtig eingesetzt werden. Bewegungsunschärfe in Crysis war perfekt, Filmgrain verbesserte den Look von Mass Effect auf der Xbox 360 spürbar und die chromatischen Aberrationen in Outlast oder Alien: Isolation fand ich auch passend.

Bei "Still Wakes the Deep" ist Motion Blur leider viel zu übertrieben.

Chromatische Aberrationen sind irgendwo im Mittelfeld. Es ist nicht so ein Mist wie in "Maid of Sker", wo das komplette Bild geblurred wird, aber eine dezente Unschärfe erzeugt es in weiten Teilen des Bild dann leider schon. Ohne sieht es viel besser aus.

Und Filmgrain gibt dem Spiel irgendwie auch nichts. Hab es eine Weile mit und ohne den Effekt gespielt und ihn dann ausgeschaltet gelassen.

Pflicht ist für mich auf der Xbox aber der Performance-Mode. Den Quality-Mode fand ich schwer erträglich.

Nett finde ich auch, dass es einen Dialog-Volume-Booster hat. Ich verstehe Englisch zwar auch unter schwierigen Bedingungen noch gut, aber die Kombi aus schottischem Akzent, leiser Sprachausgabe und viel Hintergrundlärm ist manchmal schon sehr fordernd. :-)

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10577 - 19. Juni 2024 - 11:25 #

Hmmm... Muss man die Logik hinter der Studiopolitik verstehen? Oder sind das Vorgaben von Microsoft?

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 19. Juni 2024 - 13:04 #

Wird vermutlich mit dem Crossplay zwischen Xbox und PC zusammenhängen. An sich sollte ein Upscaler da keine Probleme erzeugen, aber als jemand, der seit 25 Jahren beruflich in der Softwareentwicklung unterwegs ist, kann ich nur sagen, dass dieses "an sich" immer so eine Sache ist. :-)

Moe90 22 Motivator - - 35535 - 19. Juni 2024 - 13:16 #

Weiß ich auch nicht. Der Microsoft bzw. Game Pass Launcher gefällt mir aber sowieso nicht. Alleine schon, dass ich mir keine fps per Standard anzeigen lassen kann, nervt mich. Aber dieses Feature bietet ja nicht mal der Epic Store, aus welchen Gründen auch immer. Dann muss ich mir immer mit anderen Tools behilflich werden. Kleiner Exkurs, der nichts mit DLSS zu tun hat :D

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30525 - 19. Juni 2024 - 7:17 #

So, habe da jetzt mal rein gespielt. Tolles Spiel und tolle Atmosphäre. Macht Spass. :-)

rammmses 22 Motivator - - 32819 - 19. Juni 2024 - 7:29 #

Gestern Nacht gleich die ersten 4 Stunden geschafft, gefällt mir wirklich super. Aber es ist wirklich sehr seicht von der Spielmechanik, die bisher wenigen Stealth oder Flucht-Passagen sind äußerst "idiotensicher". Würde das Spiel eher als atmosphärischen Walking Sim und weniger als Survival Horror einordnen. Also wer wie ich großer Freund von "The Thing" ist, kann es nur empfehlen. :)

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 19. Juni 2024 - 13:16 #

Ich bin ähnlich weit und würde es am ehesten mit Amnesia The Dark Descent vergleichen. Ist ja in etwa die gleiche Kombi aus Erkunden, Mini-Rätsel, verstecken und fliehen.

Amnesia auf einer Bohrinsel mit sehr viel gelber "Hier musst du lang!"-Farbe. :-)

Mir gefällt's bisher sehr gut, auch wenn mir was Ruhiges im Stile von Dear Esther oder Everbody's Gone to the Rapture eigentlich lieber gewesen wäre. Aber es ist schon ein sehr rundes Werk bisher.

Angenehm finde ich auch, dass es nur sehr wenige Items gibt, wo man Texte lesen oder Audio anhören muss. Den Aspekt übertreiben viele Walking Simulators und Horrorspiele total und nehmen damit viel Tempo aus dem Spiel bzw. Erzeugen zu viel FOMO-Gefühle beim Spieler.

rammmses 22 Motivator - - 32819 - 20. Juni 2024 - 8:27 #

Stimmt absolut, wie Benjamin ja auch schon schreibt, ist das Pacing sehr gelungen. Man bleibt selten stehen und ich merkte auch, wie sehr ich auch streng lineare Spiele mag, wenn die Inszenierung stimmt. Nach 5 Stunden war es bei mir vorbei, aber absolut auf den Punkt und es hätte nicht länger oder kürzer sein müssen.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28395 - 20. Juni 2024 - 9:46 #

Na jetzt hab ich noch mehr Lust das Game zu spielen :) HAtte Amnesia tatsächlich nie als Walking Simulator angesehen. Eher als Psycho Adventure.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 20. Juni 2024 - 13:17 #

Wie ein klassischer Walking Simulator fühlt es sich auch eher nicht an. Man interagiert schon vglw. oft mit NPCs und Monstern. Es ist nur alles sehr linear, man hat keine Dialogoptionen und es gibt immer nur eine (offensichtliche) Lösung, die meistens auch noch fett mit gelber Farbe markiert ist. Egal ob man gerade ein Rätsel (kann man fast nicht so nennen) löst, Gegner umgehen oder vor ihnen davonlaufen muss. Alles ist sehr anspruchslos.

Auch Erkunden wird nicht wirklich belohnt oder gefördert, was dem Pacing eher zugute kommt. Man kann zwar noch ein paar Minidetails über andere NPCs lernen (z.B. dass einer politisch weit rechts steht), wenn man mal in ihre Kabine spaziert, aber das ist alles wirklich völlig irrelevant und auch ziemlich selten möglich.

Fand ich ziemlich erfrischend in einer Spielelandschaft, die viele Open Worlds oder unzählige Texte und Audiologs hat.

Das anspruchsvollste sind wohl die Achievements. Z.B. hab ich einen Gegenstand geworfen, um ein Monster von mir wegzulocken, hab versehentlich das Monster getroffen und dafür ein Achievement bekommen. Oder wenn man von fünf verschiedenen Stellen der Bohrinsel ins Meer fällt, bekommt man auch eines. Die meisten sind nicht benannt und ohne Guide dürfte es schon echt schwer sein, alle zu entdecken. Also wie auf Gamersglobal. :-)

Moe90 22 Motivator - - 35535 - 20. Juni 2024 - 12:21 #

So, bin auch durch. Auch ich finde den Flow des Spiels sehr gut gelungen. Im Gegensatz zu Hellblade 2 habe ich ich hier keine großen Längen entdeckt oder mich immer wieder gefragt, ob das nicht etwas schneller alles gehen könnte.

Mein zweiter "Walking Simulator" dieses Jahr nach Hellblade 2. Zweiteres fand ich audiovisuell nochmal ne gute Ecke beeindruckender, aber am Ende hatte ich mehr Spaß mit Still Wakes the Deep.

Ein schöner Horrortrip auf einer abgeschlagenen Bohrinsel mit The Thing Vibes. Für mich eine 8/10.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 22. Juni 2024 - 22:36 #

Ich jetzt JESUS CHRIST! auch, nach sechseinhalb CHRIST! Stunden. Mich hat es eher JESUS! an Die Hard erinnert, v.a. im JESUS CHRIST! letzten Drittel. :-)

Nettes Spiel, aber CHRIST! jetzt weiß ich auch wieder, warum ich JESUS CHRIST! Wasserlevels nicht mag. JESUS! Schottisches Fluchen JESUS CHRIST! brauch ich so schnell auch nicht wieder. CHRIST!

Benjamin Braun Freier Redakteur - 442384 - 24. Juni 2024 - 15:00 #

Die Frage ist eher, weshalb "Jesus" oder "Christ", auch wenn das sinngemäß ja nicht falsch ist, in den deutschen Untertiteln in geschätzt 90 Prozent der Fälle mit "Scheiße" übersetzt wird statt mit "Herrgott", "Oh mein Gott" oder Ähnlichem. ;)

kurosawa 13 Koop-Gamer - 1240 - 21. Juni 2024 - 13:21 #

minimum eine RTX 2050 ...!? ok.

da habe ich aber schon weniger anspruchvolle spiele mit besserer optik gesehen. ist die UE5 engine generell so anspruchsvoll? hab mich auch schon bei talos principle 2 gewundert das für das gezeigte so potente hardware benötigt wird.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 21. Juni 2024 - 15:48 #

Die Beleuchtung ist mit physical based rendering schon relativ aufwändig und sieht auch entsprechend gut aus. Metallische Gegenstände glänzen z.B. passend zur Lichtquelle und Kameraposition. Alle Materialien wirken realistisch.

Bei den Nvidia-Karten gilt auch in etwa das Schema:
RTX2050 = GTX1060 = GTX970
Solange sie keine besonderen Features wie Raytracing verwenden, tun es die älteren Karten auch, wenn die VRAM-Größe nicht zu sehr abweicht. Eine GTX1080 wird vermutlich überhaupt kein Problem damit haben.

Nach dem, was ich vom Spiel bisher gesehen habe, scheint es mit Unreal Engine 4 entwickelt worden zu sein und wurde erst spät auf Unreal Engine 5 konvertiert. Moderne Features wie Nanite oder Lumen scheinen nicht zum Einsatz zu kommen, man sieht ab und an z.B. Detailstufen umschalten, was man mit Nanite in der Form nicht hätte. Mit den beiden Techniken würde es wohl auch höhere Anforderungen als nur eine RTX2050 haben.

kurosawa 13 Koop-Gamer - 1240 - 21. Juni 2024 - 17:11 #

hmm, danke für die Erläuterung.

Das zeigt aber auch das Problem das ich mit manchen modernen Titeln habe. Da wird irgendwie alles korrekt berechnet, am Ende sieht es dann aber doch nicht (viel) besser aus als ein älteres Spiel das noch mit Tricks etwas vorgegaukelt hat. Nur das ich jetzt eine rtx 4080 brauche um auf 60 fps zu kommen.
Negativ beispiel starfield. Wenn ich mir dann zb. Death stranding oder sogar metal gear solid phantom pain anschaue ... open world, sieht super aus und ist trotzdem recht genügsam.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 21. Juni 2024 - 18:06 #

The Chinese Room ist ein kleines Indiestudio, da kann man in Sachen Engine nicht viel erwarten. Für die Studiogröße sieht das Spiel schon echt gut aus.

Auf meiner Xbox Series X, deren GPU in etwa der Power einer RTX2070 entspricht, läuft es bei vermutlich 4K mit 30 fps und vermutlich 1440p mit 60 fps. Ob es Upscaler verwendet, weiß ich nicht, aber in den typischen Situationen, wo Upscaler Artefakte erzeugen, hat es keine.

So gesehen wird die PC-Version auch keine Highend-GPU brauchen.

Despair 17 Shapeshifter - 7570 - 22. Juni 2024 - 9:54 #

Die scheinen inzwischen auf über hundert Mitarbeiter angewachsen zu sein, nachdem sie 2018 von Sumo Digital übernommen wurden.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33752 - 22. Juni 2024 - 12:05 #

Sah in den Credits nicht so aus, die waren ziemlich überschaubar. Und i.d.R. sind Leute, die für sowas wie Musik gelistet sind, auch keine Festangestellten, sondern freie Mitarbeiter, die nicht in Vollzeit für die Firma arbeiten.

Es sind halt nur, wie so oft, unzählige Leute von allen möglichen Firmen, die sowas wie Lokalisierung gemacht haben, aufgelistet. Wenn man die alle zählt, sind es über 100.

Despair 17 Shapeshifter - 7570 - 22. Juni 2024 - 13:23 #

Laut eigener Aussage sind die schon ziemlich gewachsen:
https://www.thechineseroom.co.uk/the-chinese-room

Die werden natürlich nicht alle an Still Wakes the Deep mitgearbeitet haben. Der Großteil wird wohl eher an Bloodlines 2 rumwerkeln.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 84485 - 22. Juni 2024 - 10:02 #

Ich fand Dear Esther trotz der sehr eingeschränkten Interaktivität echt klasse. Die anderen Titel von The Chinese Room habe ich nicht gespielt, aber dieses sieht echt interessant aus. Danke für den Test, das hätte ich sonst gar nicht mitbekommen.

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 29043 - 22. Juni 2024 - 13:10 #

An die englischsprachigen unter euch: wie könnte man denn den Titel übersetzen? Noch immer wacht die Tiefe? Ständig wacht die Tiefe?

Ganon 27 Spiele-Experte - - 84485 - 23. Juni 2024 - 2:19 #

Still erwacht die Tiefe?

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 23. Juni 2024 - 13:52 #

Ruhig wacht die Tiefe
Oder
Wach verharrt die Tiefe?

rammmses 22 Motivator - - 32819 - 23. Juni 2024 - 23:50 #

"Die Tiefe wacht nach wie vor" ist so ungefähr der Sinn wahrscheinlich, aber es ist nett mehrdeutig. Cooler Titel.

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30525 - 24. Juni 2024 - 8:37 #

Ich hätte jetzt "Jetzt erwacht (etwas in) die (der) Tiefe" gesagt.

Holzkerbe 15 Kenner - - 2812 - 24. Juni 2024 - 23:01 #

Habe es am WE durchgespielt, sogar zweimal inklusive aller Erfolge :o)

Wer einen Walking Simulator mit superber Präsentation sucht, welcher sich locker an einem Nachmittag beenden lässt und zudem auf Cosmic Horror und von Lovecraft inspirierte Elemente steht, wird hier seine helle Freude haben. Das unkonventionelle Setting auf einer Bohrinsel auf der hohen Nordsee in den 1970er Jahren trägt sein übriges zur einmaligen Atmosphäre bei. Zudem erwartet einen hier noch Body Horror der heftigen Sorte, nicht zuletzt dank der umwerfenden Grafik. Mit welcher Detailverliebtheit die gesamte Bohrinsel dargestellt wird ist atemberaubend. Die Atmosphäre beklemmend, klaustrophobisch und durchwegs beängstigend. Die Gefahr durch Dunkelheit, Monstren und die düstere Tiefsee ist stets präsent. Unterstützt wird das durch die immersive Soundkulisse und der herausragenden Synchronisation der schottischen Originalsprecher. Diese verdienen ein besonderes Lob!

Zu bemängeln habe ich lediglich die technische Stabilität, denn das Spiel ist mir öfters abgestürzt, ich fiel durch den Boden, die Steuerung setzte aus oder die Kamera machte sich selbstständig. Ein paar Game Breaking Bugs gibt es leider auch. Na ja und spielerisch ist es primär eben ein Walking Simulator mit einigen, wenigen Versteckspielen sowie anspruchslosen Rätseln. Hier ist sozusagen der Weg das Ziel.

Wer auf kurzweiligen Horror der anderen Art steht macht mit Still Wakes the Deep nichts falsch.

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 25. Juni 2024 - 21:42 #

Ich habe inzwischen knapp 4 Stunden auf der Uhr. Leider mehr als die Umtauschgarantie von Steam zulässt. Denn jetzt ist mein Spielstand, es gibt ja nur einen, in einem Story Blocker Zustand gelandet :( Ich versuche eine Tür zu öffnen und wie ich nach diversen YouTube-Videos weiß, löst das einen Alarm aus und etwas wichtiges passiert. Nur bei mir verschwindet einfach die Option die Tür zu öffnen und das war es dann. Ein Blick ins Steam-Forum förderte dann noch einen nanderen Bug gleicher Art kurz vorher zu Tage, von dem ich immerhin verschont geblieben bin. Aber das war es dann für mich. Ich bin maßlos enttäuscht und verärgert. Ob das mal gepatcht wird, kann ich nur hoffen. Aber ob es meinen Spielstand rettet, werde ich nicht erfahren. Ich deinstalliere es jetzt.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24693 - 26. Juni 2024 - 6:17 #

Oh Mann, tut mir sehr leid für dich. So was ist immer übel. Ich hoffe es wird bald gefixt. Mein letzter Plotstopper ust Jahrzehnte her, der berüchtigte Dimensionsstein in Ultima Underworld 2, der einfach nicht mehr reagierte. Das sitzt mir heute noch in den Knochen.

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 26. Juni 2024 - 16:06 #

Der Entwickler hat meine Beschwerde in Form eines Reviews bei Steam gesehen und mich gebeten im Forum genau zu beschreiben, was passiert ist. Der hatte dann tatsächlich einen Workaround, bei dem man zurück zur letzten Tür gehen, diese schließen und dann erst zur "Alarm Tür" gehen muss. Macht keinen Sinn, aber hat wohl bei einem anderen Spieler funktioniert. Ob das stimmt, wusste der Entwickler aber auch noch nicht...
Ich bin jedenfalls raus.

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30525 - 27. Juni 2024 - 16:12 #

Du kannst das ja testen, wo ist das Problem?

StefanH 26 Spiele-Kenner - - 65109 - 27. Juni 2024 - 20:49 #

Ich habe es deinstalliert und mir das Ende auf YouTube angesehen. Ich hatte danach halt auch keine Lust mehr weiter zu spielen. Da es auch keine Cloudsaves unterstützt (?!?), ist der Spielstand nun auch Geschichte.

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30525 - 27. Juni 2024 - 21:06 #

Oh. Das tut mir wirklich leid. Schade drum. Hoffentlich passiert mir nicht so etwas. Habe ja immer so ein Glück mit solch Sachen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24693 - 1. Juli 2024 - 17:56 #

Keine Cloudsaves? Hätte ich nicht vermutet.

Gekko Goodkat 21 AAA-Gamer - - 25740 - 1. Juli 2024 - 15:26 #

Kommt auf jeden Fall mal auf die Liste, danke für den Test.