South Park - Snow Day

South Park - Snow Day Test+

Kooperative Fäkal-Action

Benjamin Braun / 26. März 2024 - 12:40 — vor 3 Wochen aktualisiert
Steckbrief
PCPS5SwitchXbox X
3D-Actionadventure
16
Question
THQ Nordic
26.03.2024
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Teaser

Für Hardcore-Fans von South Park hat die neue Games-Adaption durchaus etwas zu bieten. Alle andere machen besser einen Bogen um Snow Day – ganz besonders um die Switch-Version!
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Als Kölner habe ich „Schneefrei“ noch nie erlebt. Schade eigentlich, denn vielleicht hätte ich dann ja auch die Zeit gehabt, mit meinen Freunden ein kostümiertes Live-Rollenspiel zu veranstalten, wie es Eric Cartman in South Park - Snow Day macht. Gut, bei mir hätte es deutlich mehr Waffen, Fähigkeiten und vielleicht auch weniger Fäkalhumor gegeben. Und um Kindergartenkinder im Elfenkostüm loszuwerden, hätte ich sie mit fiesen Enthüllungs-Storys über Osterhasen und Weihnachtsmann zum Weinen gebracht, statt ihnen in Echtzeit blutige Schrammen zu verpassen. Aber Snow Day will als kooperatives Actionspiel auch gar nicht mehr als stumpfe Massenschlachten mit scharfem Schwert, giftigen Fürzen und brennendem Katzenurin. Oder vielleicht doch?

Ich habe mich für euch auf der PS5 durch die fünf Storykapitel gekämpft und mir auch die Versionen für PC und Switch zu Gemüte geführt. Weshalb mir gerade die visuelle Transformation der berühmten TV-Vorlage in 3D gefällt, erfahrt ihr hier sowie im oben eingebetteten 4K-Testvideo.
Snow Day ist ein kooperatives 3D-Actionspiel, in dem ihr in Echtzeit auf Kindergartenkinder im Elfenkostüm, Sechstklässler in Eishockeykluft und andere Teilnehmer eines Live-Rollenspiels eindrescht oder sie anfurzt – schlechte Steuerung inklusive!


South Park in gelungenem 3D!

Wenn South Park - Snow Day eines sehr gut gelingt, dann ist es ziemlich eindeutig die Transformation des klassischen 2D-Comiclooks der TV-Vorlage hin zu Echtzeit-3D. Das Spiel beginnt mit einer typischen 2D-Sequenz im Haus von Eric Cartman, in der er und seine Mutter im Fernsehen die Berichte über einen schweren Schneesturm in South Park verfolgen. Dass etliche Menschen obdachlos geworden oder gar gestorben sind, interessiert den „kräftig gebauten“ Grundschüler natürlich nicht die Bohne. Viel wichtiger für ihn ist, dass am folgenden Tag die Schule geschlossen bleibt und er mit seinen Freunden ein Live-Rollenspiel veranstalten kann. Mkay?
 
Snow Day beginnt wie eine TV-Episode im typischen 2D-Look und verwandelt sich dann in eine 3D-Version.
Was nach Erics vorabendlichen Gebet folgt, ist eine wirklich schön animierte Sequenz, in der South Park und dessen Bewohner plötzlich eine räumliche Dimension erhalten. Ich weiß nicht, wie es anderen Freunden der TV-Vorlage geht, aber ich finde das Spiel wirklich hübsch und freue mich über die 3D-Grafik genauso wie ich mich damals bei Der Stab der Wahrheit (im Test) darüber gefreut habe, wie nah das Spiel optisch an der Fernsehserie ist. Ja, da gibt es immer wieder mal sichtbare Texturnachlader oder ins Bild poppende Details, gerade innerhalb der Zwischensequenzen. Aber das Spiel sieht eben einfach so aus, wie ich mir South Park in 3D wünschen würde. Nun, vielleicht nicht mit ganz so viel Schnee, der hier gewiss auch so manche, in anderen Spielabschnitten erkennbare technische Schwäche kaschiert.

Dass der „Wechsel“ für mich so gut funktioniert, liegt aber nicht zuletzt daran, dass wie schon in Die rektakuläre Zerreißprobe (im Test) alle Originalsprecher mit dabei sind. Sowohl Trey Parker und Matt Stone und Co. in der englischen Version als auch Dirk Meyer als Butters oder Jörg Stuttmann als Cartman in der deutschen Loka. Die Story selbst ist jetzt kaum der Rede wert und bestenfalls auf dem Niveau einer mittelguten TV-Episode. Aber wer wie ich gerade auch über den primitiven Fäkalhumor in- und außerhalb der Zwischensequenzen lachen kann, der wird schon Freude an Snow Day haben. Wenn ihr etwa den „Barden“ Jimmy anfurzt, kommt ein „Ich habe schon bessere und schlechtere gerochen“ zurück. Muss man nicht lustig finden, aber ich für meinen Teil kann darüber lachen. Ein bisschen ärgerlich ist die Soundabmischung im Stereobetrieb, bei der Stimmen praktisch immer zu 100 Prozent nur von links oder rechts kommen. Das fällt beim Spielen über normale TV-Speaker oder eine integrierte Soundbar nicht übermäßig stark auf. Wie meist habe ich aber mit Kopfhörern gespielt, weshalb mir dieses auch in der englischen Version vorhandene Phänomen – um es in Cartmans Worten zu sagen – auf Dauer tierisch auf die Eier ging.
Euer Gegenspieler nutzt immer wieder "Bullshit-Karten", die euren Widersachern etwa ein zusätzliches Schutzschild verpassen oder wie hier eure Nahkampfwaffen erschlaffen lassen. Da hilft kein Viagra, sondern nur der Umstieg auf Fernkampf und Skills.


Rollenspiel ultralight

South Park - Snow Day will gar kein richtiges Rollenspiel sein und setzt klar auf Action. Aus der Verfolgerperspektive lauft ihr entsprechend durch die 3D-Umgebungen, haut vornehmlich auf (oft in Wellen nachspawnende) Gegner ein und entgeht feindlichen Angriffen durch kleine Ausweichsprünge. Neben einer von gerade mal drei Nahkampfwaffen (Dolch, Schwert und Schild sowie etwas später eine Axt) und einer von ebenso vielen Fernkampfwaffen wie Bogen und Zauberstab nutzt ihr primär eure aktiven Kräfte. Auch davon gibt es lediglich acht Stück im Spiel, und nur zwei dürft ihr auf eine Mission mitnehmen und bis zu deren Abschluss auch nicht mehr wechseln.
 
Waffen und Skills gibt es nicht viele. In den Levels könnt ihr sie mit Upgrade-Karten wie diesen aufwerten.
Diese Kräfte, für die ihr mit Angriffen zunächst eure „Angepisst“-Leiste aufladen müsst, umfassen unter anderem einen heilenden Totem mit Käsebällchen, den ihr relativ frei im Level in den Boden rammt. Ihr könnt aber auch eine Schneekugel-Kanone wählen, die wie ein gängiges Automatikgeschütz automatisch auf eure Gegner schießt. Oder Katzenurin, der jeden damit erwischten Feind vorübergehend zu einem Mitkämpfer macht. Am schönsten ist allerdings die „Furzflucht“, mit der ihr euch mit eurem explosiven Darmwind in die Höhe schießt und dabei alle unter euch stehenden Gegner vergiftet und manchmal auch zum Speien bringt.

Direkt anpassen könnt ihr von diesen Waffen und Fähigkeiten keine. Innerhalb der Levels allerdings erhaltet ihr am Ausgang in den nächsten Bereich sowie in bestimmten Truhen Spielkarten, die bestimmte Vorteile aktivieren. Mehr Dolch-Schaden bei Angriffen von hinten etwa. Ein größerer Heilradius für den Totem. Oder auch Zusatzfunktion für Letzteres, wodurch im Wirkradius Feinde Schaden erleiden oder der Totem auch KO geschlagene Begleiter wiederbeleben kann, ohne dass ihr euch dafür wie üblich einige Zeit neben ihnen im „Wiederbelebungskreis“ aufhalten müsst. Nichts davon hat aber wirklich gravierenden Einfluss auf eure Erfolgschancen. Es kommt nicht ständig aber immer wieder mal, sowohl solo mit Bots als auch online mit echten Mitspielern, zu Situationen, in denen alle Mitglieder eines gerade komplett geheilten Teams innerhalb von Sekunden zu Boden gehen. Oft aber nicht nur in Verbindung mit den sogenannten Bullshit-Karten, mit denen der Gegner Specials aktiviert, um seine Schergen zu stärken. Solche Specials habt ihr zwar ebenfalls, aber nur eine Bullshit-Karte, die ihr auch nur in begrenzter Zahl pro Level verwenden dürft. Ich halte das Kartensystem grundsätzliche für eine gute Idee, die Umsetzung aber ist nicht gut. Vor allem aber krankt das Gameplay an der schlechten Steuerung und in manchen Umgebungen auch stark an der Kamera respektive der Übersicht.
Die Switch-Fassung ist erwartungsgemäß merklich unschärfer und weniger detailreich. Aber auch die Performance ist deutlich schlechter und es kommen Bugs und Skripting-Fehler hinzu, die ich auf PS5 und PC so nicht erlebt habe.
 

Geringer Umfang, schlechter auf Switch

Publisher THQ Nordic stellt Snow Day für lediglich 30 Euro in den Handel, weshalb ich auf dem geringen Umfang nicht groß rumreiten muss. Ich möchte trotzdem darauf hinweisen, dass ihr die fünf Story-Kapitel und die vier Arena-Schlachten des „Horde“-Modus auf der mittleren Schwierigkeitsstufe problemlos in sechs Stunden und weniger absolvieren könnt. Wenn euer Team dabei nicht mal zwischenzeitlich zu Boden geht, ist das sogar innerhalb von vielleicht vier Stunden möglich. Das Spiel ist zwar darauf ausgelegt, dass ihr die Missionen und Horde-Maps mehrfach spielt, aber nach dem ersten Mal habt ihr halt wirklich alles Wesentliche gesehen. Und abseits von einem grindigen Perk-System, über das ihr auch dauerhaft Vorteile freischalten könnt, gibt es hier kaum irgendwelche Belohnungen, die euch über einen Durchgang hinaus motivieren.

Wenn ihr große Fans der TV-Serie seid und trotz der Schwächen beim Gameplay zuschlagen wollt, dann aber bloß nicht auf Switch. Dass die Umsetzung für die aktuelle Nintendo-Konsole mit niedrigerer Auflösung und allgemein weniger Details daherkommt, das war nicht anders zu erwarten. Allerdings läuft die Switch-Fassung aktuell erheblich unrunder, was dem ohnehin bestenfalls mäßigen Gameplay einen zusätzlichen Stoß versetzt. Auch Texturnachlader, Pop-Ups und kleinere Slowdowns besonders beim Übergang von Zwischensequenzen zu Spielgrafik kommen sichtbar häufiger vor. Es kommen aber noch weitere Probleme hinzu, die ich, anders als die Performance-Probleme, zumindest teilweise für korrigierbar halte. Dazu zählen unter anderem Skripting-Fehler, durch die (wohlgemerkt bei der englischen Sprachausgabe!) Dialogzeilen frühzeitig abgebrochen werden. Zwischen einzelnen Voicetakes ist nur auf Switch immer wieder ein Soundknacken zu hören. Mir sind zwar auch in der primär auf PS5 getesteten Fassung und der PC-Version Fehler aufgefallen. Aber die Bugdichte ist in der Switch-Version eindeutig die höchste. Davon also bis auf Weiteres erst mal die Finger weg! Entsprechend ziehe ich für die Switch-Version einen ganzen Wertungspunkt ab.

Autor: Benjamin Braun, Redaktion: Hagen Gehritz (GamersGlobal)

 
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Meinung: Benjamin Braun

South Park - Snow Day hat auch seine guten Seiten. Die Transformation zu 3D finde ich wirklich gelungen. Wer diese Art von Humor mag, kommt dank der Originalsprecher zudem definitiv auf seine Kosten, auch wenn die Story selbst gegenüber einer durchschnittlichen TV-Episode letztlich alt aussieht. Selbst die Kämpfe sind mit Furzattacken, dummen Sprüchen und Co. nicht völlig spaßbefreit.
Aber die schwache Steuerung und die sehr überschaubare spielerische Vielfalt sorgen dafür, dass bei mir trotz des geringen Umfangs eigentlich schon vor dem Abschluss des finalen fünften Kapitels die Luft raus war. Wer kein Fan von South Park ist, der findet hier kaum ein auch nur halbwegs überzeugendes Argument, das für den Kauf spricht. Und selbst Hardcore-Fans sollten die deutlich schlechtere Switch-Version meiden, der ich nochmal einen Wertungspunkt abziehe.
South Park - Snow Day SwitchPS5
Einstieg/Bedienung
  • Drei wählbare Schwierigkeitsgrade
  • Hilfreiches, auf Wunsch überspringbares Tutorial
  • Schwache Steuerung und meist schlechtes Trefferfeedback
Spieltiefe/Balance
  • Actionreiche Kämpfe ...
  • An sich sinnvolles Upgrade-Karten-System ...
  • Nett inszenierte Story
  • Relativ vielfältige Gegnertypen
  • Ein paar coole aktive Spezialfähigkeiten wie "Katzenpisse" und "Furzflucht"
  • ... die aber meist nach Schema F ablaufen
  • ... das sich allerdings meist nur oberflächlich aufs Gameplay auswirkt
  • Nur fünf Storykapitel und vier Arenen im "Horde"-Modus
  • Bei Game Over oder Beenden des Spiels muss ein Kapitel von vorn gestartet werden
Grafik/Technik
  • Ansprechende 3D-Version von South Park
  • Meist schön inszenierte Cutscenes
  • Gelegentliche Texturnachlader
  • Schwache Performance (Switch)
  • Deutlich mehr Bugs auf Switch
Sound/Sprache
  • Sehr gute Sprachausgabe mit allen Originalsprechern, auf Englisch und Deutsch
  • Passende Musik und nette Effekte
  • Seltsame Abmischung im Stereo-Betrieb
Multiplayer
  • Private Sessions mit Freunden möglich
  • Funktionierendes Matchmaking-System für Partien mit fremden Spielern
  • Offene Plätze werden automatisch mit Bots besetzt
  • Offenbar kein Cross-Play
5.5
Note für Switch-Version : 4.5
Userwertung0.0
Mikrotransaktionen
nein
Hardware-Info
Keine Besonderheiten
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
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Benjamin Braun 26. März 2024 - 12:40 — vor 3 Wochen aktualisiert
Hagen Gehritz Redakteur - P - 173899 - 26. März 2024 - 12:41 #

Viel Spaß mit dem Test von Benjamin, der auch das Serien-Flair heraufbeschwört!

Olphas 26 Spiele-Kenner - - 66897 - 26. März 2024 - 12:46 #

Die beiden Rollenspiele, besonders Obsidian's Stick of Truth, fand ich ja wirklich großartig. Aber um das hier mache ich wohl besser einen Bogen.

Alter Hase 17 Shapeshifter - - 8385 - 26. März 2024 - 14:04 #

Ja, die waren wirklich gut.

Maestro84 19 Megatalent - - 18449 - 26. März 2024 - 13:06 #

Irgendwie wurde ich mit der Serie South Park nie warm.

rammmses 22 Motivator - P - 32634 - 26. März 2024 - 13:12 #

Die RPGs wären eher mein Fall, aber da hat mir das Kampfsystem nie gefallen.

Flooraimer 15 Kenner - P - 3351 - 26. März 2024 - 13:50 #

Danke für den Test, aber da muss ich passen.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 36246 - 26. März 2024 - 14:33 #

Ein schlechtes South-Park-Spiel auf einer Nintendo-Konsole? Die 90er sind zurück! Gab auf dem N64 einen Ego-Shooter, ein Partyspiel und einen Kart-Racer im South-Park-Universum.

Holzkerbe 13 Koop-Gamer - - 1420 - 29. März 2024 - 23:15 #

Zumal die N64 Version auch schon Schneeballschlachten beinhaltet. Für mich ist jedoch weder das N64-Spiel noch dieser neue Ableger etwas. Bei South Park bin ich jedoch eh schon kurz nach dem ersten Kinofilm raus gewesen.

goldetter 16 Übertalent - P - 5787 - 26. März 2024 - 16:37 #

Danke für den Test, wollte gestern schon zugreifen weil ich dachte das ist wieder so ein tolles Rollenspiel wie die beiden Vorgänger.

Jetzt warte ich lieber auf ne Demo oder bis es in PS Plus kommt.

Apfelsaft 17 Shapeshifter - P - 6797 - 26. März 2024 - 22:38 #

Die anderen Southpark Spiele sind ja nicht die Vorgänger, denn die waren von Obision und Ubisoft. Danach hat sich THQ Nordic die Lizenz geschnappt und ein unbekanntes Studio damit beauftragt die Southpark Assets über ein Spiel zu stülpen das sie in der Schublage liegen hatten.

Gorkon 21 AAA-Gamer - - 29721 - 26. März 2024 - 16:54 #

Ich habe mir ja schon bei der Ankündigung und CooP Action Spiel gedacht, dass das nichts werden kann. Nun, ist halt so. Schade für die Fans.

Kinukawa 21 AAA-Gamer - P - 25703 - 26. März 2024 - 17:13 #

Lizenz-Gurke.

euph 30 Pro-Gamer - P - 130067 - 26. März 2024 - 17:51 #

Hat hier jemand Ocean gesagt?

Apfelsaft 17 Shapeshifter - P - 6797 - 26. März 2024 - 22:40 #

Wann wird es Embracer zerreißen? Mit solchen Spielen werden sie die Milliarden die ihnen seit dem geplatzten Saudi Deal fehlen nicht reinbekommen.

rammmses 22 Motivator - P - 32634 - 27. März 2024 - 0:41 #

Embracer war vermutlich von Anfang an ein Schneeballsystem. So gut wie keines ihrer Spiele ist ausreichend rentabel oder in einer Größenordnung, die die Investitionen decken könnten. Einige Megaflops wie Saints Row, Elex 2, Tiny Tina, Gollum oder Biomutant kommen noch dazu. Aktuell Outcast 2 und Alone in the Dark sind sicher auch keine Topseller, vorsichtig gesagt. Der Saudi Partner, der ja bereits vorher etwa 1 Milliarde (!) in Embracer versenkt hat, hat das System jetzt möglicherweise satt, denn das Embracer Wachstum basiert ja letztendlich nur auf aberwitzigen Investitionen.
Sie haben in den vielen Jahren, in denen das so geht, zwar zig Studios und Marken gekauft, aber nicht einen einzigen Hit veröffentlicht, im Gegenteil dürften sogar viele der Titel nicht mal ihr Budget umgesetzt haben. Das ganze stinkt zum Himmel.
Wer jetzt clever ist, kauft sein Studio wieder frei, bevor es dicht gemacht wird oder in der Insolvenzmasse landet. Denke Gearbox und Crytsal Dynamics werden unabhängig oder wechseln Eigentümer noch vor dem nächsten Spiel. Die Chefs von Embracer haben sich garantiert schon dicke Boni ausgezahlt für ihr tolles Unternehmenswachstum...

Vampiro Freier Redakteur - - 121610 - 27. März 2024 - 0:45 #

Wichtig wäre auch eine Rettung von Grimloire Games (Spellforce 3).

Apfelsaft 17 Shapeshifter - P - 6797 - 27. März 2024 - 8:26 #

Ich glaube fast die kann nur mehr ein anderer Geschäftszweig retten, denn mit den Spielen schaut es echt düster aus. Im Q2 2023 haben sie ja bereits mehr Umsatz mit Brettspielen als mit PC- und Konsolenspielen gemacht:

https://www.gamersglobal.de/news/272343/embracer-macht-mehr-geld-mit-brettspielen-als-mit-videospielen

Der Trend wird sich wohl nach den vielen Studioschließungen und Entlassungen fortsetzen.

Selo 14 Komm-Experte - 1817 - 27. März 2024 - 10:48 #

Outcast und Alone in the Dark sind AA-Spiele. Die werden keine Unmengen in der Entwicklung verschluckt haben und ihr Return on Investment sicher erreichen. Auch dieses South Park Spiel hier sieht nicht nach einer Großproduktion aus und wird sich alleine wegen der Lizenz einigermaßen verkaufen. Durch den Verkauf von Saber hat Embracer kürzlich eine halbe Milliarde Euro bekommen, für Gearbox wird sich bestimmt auch noch ein Käufer finden. Von daher sehe ich sehr positiv in die Zukunft. Gaming ist immer noch ein Wachstumsmarkt und der AI-Hype wird auch wieder verschwinden.

rammmses 22 Motivator - P - 32634 - 27. März 2024 - 13:01 #

Heute kosten auch AA Games 20 Millionen und mehr. Du hast aber recht, dass sie fast durchweg mit relativ niedrigen Budgets planen und keine Megaseller sein müssen, aber mit scheint auch das alles zu niedrig, zumal ja wie gesagt Milliarden irgendwo investiert wurden. Alone in the Dark finde ich übrigens richtig klasse, und mal was Positives zu sagen. ;)

Green Yoshi 22 Motivator - P - 36246 - 27. März 2024 - 11:47 #

Was hat Embracer denn mit Tiny Tina und Gollum am Hut? Bei ersterem ist 2K der Publisher, bei letzterem NACON.

Und es gibt durchaus erfolgreiche Embracer-Spiele wie beispielsweise Remnant II und Metro Exodus.

rammmses 22 Motivator - P - 32634 - 27. März 2024 - 12:59 #

Du hast recht, ich hatte das angenommen, weil Gearbox Embracer gehört, aber für die Borderlands Marke gab es wohl noch 2K Abkommen. Gollum hatte ich völlig falsch zugeordnet, hätte aber ins Portfolio gepasst ;)

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20268 - 27. März 2024 - 19:27 #

Hm, schade. Ich liebe South Park (auf Englisch), aber das klingt nicht soo toll. Vielleicht schaue ich mal irgendwann im Sale rein.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 75314 - 28. März 2024 - 8:58 #

Optisch ist es ja wirklich ganz nett, ansonsten spricht es mich aber überhaupt nicht an.