Test: Elfeninvasion in Taborea

Runes of Magic: Elven Prophecy Test

Obwohl euch auch das erste Addon zum Free2Play-MMO (und Überraschungserfolg) Runes of Magic keinen Cent kostet, haben wir es uns genauer angeschaut: Lohnen sich Download oder Kauf und die investierte Zeit? Vorab nur soviel: Die Elfen-Prophezeiung bringt mehr als nur Langohren mit sich...
Marco Büttinghausen 29. September 2009 - 16:48 — vor 10 Jahren aktualisiert
PC

Dies ist der Test des "Add-ons" zu Runes of Magic. Den Test des Hauptprogramms findet ihr hier.

Viele von euch, die sich für Runes of Magic interessieren, haben schon an der ein oder anderen Stelle eine grobe Übersicht über die Änderungen bekommen, die mit dem zweiten Kapitel gekommen sind. Doch oft werdet ihr eine Umformulierung der offiziellen Patch-Notes vorgesetzt bekommen haben. Dieser erneute Test von Runes of Magic mit Schwerpunkt auf das Add-on soll euch zeigen, was sich bei Runes of Magic mit der Veröffentlichung von The Elven Prophecy wirklich getan hat. Das Add-on ist für alle Spieler kostenlos und kann als umfangreicher Patch durch den normalen Client des Spiels geladen werden. Außerdem bietet Hersteller Frogster eine Packungsversion an, die Extra-Items enthält und sich ansonsten schön im Schrank macht. Für unter 10 Euro seid ihr dabei...

Elfen sind die neuen Stars in Runes of Magic - wirklich anders als Menschen spielen sie sich aber nicht.

Die Langohren

Mit Kapitel 2 werden die Elfen als neue spielbare Rasse eingeführt. Neben den offensichtlichen optischen Unterschieden spielen sich die Elfen praktisch identisch zu den Menschen. Rassen-spezifische Fähigkeiten oder Einschränkungen, wie man dies von anderen Rollenspielen kennt, sucht ihr vergeblich. Das löst Runes of Magic über zwei neue Klassen, dazu gleich mehr. Die Elfen haben eine eigene Startregion spendiert bekommen, eine Insel, ein kleines Stück vom Festland entfernt. Die neue Gegend ist sehr einsteigerfreundlich konzipiert und führt euch noch einfacher als bei den Menschen in Runes of Magic ein. Die ersten Schritte sind gut erklärt und auch schon ein kleiner Einstieg ins simple Crafting-System wird gegeben.

Zusätzlich zu den Elfen als Rasse wurden mit dem umfangreichen Update auch zwei neue spielbare Klassen eingefügt. Zum einen der Druide, der den Elfen als Heiler und Support-Klasse zur Verfügung steht. Zum anderen der Bewahrer. Der unterstützt die Elfen als Nahkampf- und Tank-Klasse. Beiden Klassen ist gemein, dass sie durch ihren Elfen-Hintergrund eine sehr starke Bindung zur Natur haben und so viele ihrer Skills die Macht von Pflanzen und Bäume nutzen.

Optisch und spielerisch fügen sich die Elfen und deren Startgebiet nahtlos in den schicken Stil von Runes of Magic ein -- vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Das erzeugt kaum das Gefühl, es mit einer gänzlich neuen Rasse oder gar mit einer grundlegend anderen Kultur zu tun zu haben.

Länger als nötig

Zusätzlich zur Küste der Wehklagen (Weeping Coast), die schon etwa vier Wochen vor dem Start des zweiten Kapitels veröffentlicht wurde, wurden die Wilde Lande (Savage Lands) eingebaut. Genau wie das zusätzliche Areal des Aotulia Vulkans ist das Gebiet für die stärksten Spieler ab Level 52 gedacht. Obwohl sie grafisch schön und abwechslungsreich entworfen sind, wurden die neuen Gegenden nicht nur positiv von der Spielerschaft aufgenommen. Durch die Bank haben sämtliche Gegner hier  drei- oder viermal so viele Trefferpunkte wie noch bei der Küste der Wehklagen zuvor. Gleichzeitig teilen die neuen Gegner deutlich stärker aus und haben auch signifikant höhere Defensivwerte. All dies führt dazu, dass sich die Kämpfe nicht nur schwieriger gestalten, sondern auch um ein vielfaches länger dauern. Kombiniert mit der Tatsache das die Quests ab Level 53 sogar weniger (!) Erfahrungspunkte geben, muss sich Runewaker aktuell den Vorwurf gefallen lassen, die Inhalte des Spiels stärker als nötig in die Länge zu ziehen. In den Foren des Spiels machen viele Fans lautstark ihrem Unmut Luft. Ob Runewaker hier noch einlenken wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

Das hier Elfen leben, wird nicht erst durch die Dominanz der Farbe Grün deutlich. Auch die Gebäude sehen anders aus.

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