Test: Vergeltung der Menschen

Resistance 3 Test

In Resistance 3 schickt uns Insomniac Games zum dritten Mal auf der Playstation 3 gegen die Chimera. In der Schlacht gegen die Alien-Brut wechseln wir zu einem neuen Protagonisten: Als Joe Capelli greifen wir zum einen auf vielfältige Waffen mit taktischem Anspruch zurück, zelebrieren aber auch "Run and gun" wie in früheren Tagen.
Benjamin Braun 6. September 2011 - 9:23 — vor 8 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots wurden von uns selbst erstellt.

Mit Resistance - Fall of Man startete Entwickler Insomniac Games (Ratchet & Clank) im März 2007 eine Shooter-Serie exklusiv für die Playstation 3, die mittlerweile auch einen Ableger für PSP erhalten hat und nun mit Resistance 3 fortgesetzt wird. In der Parallelwelt ist der Zweite Weltkrieg ausgefallen, doch ein von russischen Wissenschaftlern entfesselter Alien-Virus raffte weite Teile der Menschheit dahin. Viele der Unglücklichen wurden in die sogenannten Bestien (Chimera) transformiert, die nun ihrerseits Jagd auf die verbliebenen Menschen machen. In der alternativen Variante der 50er Jahre schließen sich die letzten Überlebenden zusammen, um sich der Invasion der Alien-Brut entgegenzustellen, die erst Europa und schließlich die Vereinigten Staaten unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Zu den Widerstandskämpfern zählt auch der Brite Nathan Hale, der im Rahmen eines Experiments mit dem Virus der Extraterrestrier infiziert wurde und dem nur noch wenige Wochen bleiben, bevor er – wie viele vor ihm – die Gestalt seiner Widersacher annimmt. Sein Kampf ist erfolgreich, zuletzt gelingt es ihm gar, eine strategisch wichtige Festung der Aliens in Mexiko zu zerstören. Bevor ihm das Virus jegliche Menschlichkeit raubt, greift sein Kamerad Joseph Capelli zur Waffe und bewahrt Hale damit vor dem unausweichlichen Schicksal. Selbst nach seinem Tod erweist Hale seiner Rasse einen letzten Dienst: Dem russischen Arzt Dr. Malikov gelingt es, einen Impfstoff aus Hales Blut herzustellen, mit dem weitere Infektionen vermieden werden können.

Doch die gerade mal zehn Prozent der Bevölkerung, die bis jetzt überlebt haben, sind deshalb noch längst nicht in Sicherheit. Im fernen New York braut sich weit größeres Unheil zusammen, das auch dem letzten Menschen auf dem Planeten droht, den Garaus zu machen…

Endzeitstimmung in Oklahoma
Diese Stahlkopf-Bestie ist im Besitz eines "Bohrers". Damit kann er uns auch durch Hindernisse  hindurch beschießen.
Mit eher leisen Tönen führt Resistance 3 den Spieler in die Handlung ein und beleuchtet nach der Zusammenfassung der bisherigen Story ausführlich den Hintergrund des neuen Hauptcharakters Joe Capelli. In teilanimierten Comic-Sequenzen erfahren wir von den Sorgen und Nöten der Überlebenden in den verbliebenen Enklaven.

Vor einigen Jahren traf Joe Capelli, dessen Gesicht von einer Narbe entstellt wird, auf seine heutige Frau Susan, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Der ist, wie jedes Kind, ein Zeichen der Hoffnung, dass die Menschen doch noch eine Chance auf den Fortbestand ihrer Rasse haben. Auf engstem Raum unter der Erde zusammengepfercht, beschränkt sich das Leben der Widerstandskämpfer und ihrer Familien auf das Nötigste – und doch lässt der trostlose, düstere Ort Anflüge menschlicher Wärme nicht vermissen: Da füttert ein Vater liebevoll seinen Sohn, da kritzelt ein Kind sorglos die Wand mit Kreidezeichnungen voll.

Eine Reise mit HindernissenJoe ist unterdessen in Sorge um seinen Sohn Jack, der bereits seit längerem an einer Grippe laboriert. Was heutzutage selten lebensbedrohlich wird, ist mangels ärztlicher Versorgung und Apotheken in der Welt von Resistance 3 keine Lappalie. Ihm bleibt allerdings nicht viel Zeit, um am Bett seines Sohnes Wache zu halten, denn schon bald ruft wieder die Pflicht: Die Funkverbindung zu einem der Widerstands-Kundschafter ist abgebrochen und Joe wittert gleich, dass das nichts Gutes verheißt. Und in der Tat: Die Bestien haben den Unterschlupf entdeckt und schicken einen Terratransformer in Richtung der Stadt Haven im US-Bundesstaat Oklahoma, um das Gebiet sprichwörtlich dem Erdboden gleichzumachen.

Nach unserem ersten Gefecht mit den Bestien und einem gigantischen, spinnenartigen Roboter, den der Widerstand nur Pirscher nennt, treffen wir auf Dr. Malikov. Der hat die Aliens offenbar geradewegs zu uns geführt und damit die folgende Evakuierung des Lagers notwendig gemacht. Doch Malikov bringt eine wichtige Botschaft: Er berichtet uns von einem Alien-Turm in New York und einem Wurmloch, das allem Anschein nach in Folge einer Kettenreaktion nach der Explosion in Mexiko entstanden ist. Gelingt es nicht, das Loch zu schließen, droht die Temperatur auf dem Erdball ins Bodenlose zu stürzen und al
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les Leben auf dem Planeten zu vernichten. Trotz der Sorge um seinen kranken Sohn und seiner Wut auf Malikov begleitet Joe den Wissenschaftler. Und damit beginnt unser langer, gefährlicher Weg an die Ostküste der Vereinigten Staaten.

Auf der abwechslungsreichen Reise durchstreifen wir zahlreiche Außen- und Innenlevels, die wir meist zu Fuß oft aber auch lediglich als Beifahrer erleben. Ein vom Wasser überflutetes Dorf erkunden wir beispielsweise vom Deck eines Bootes aus, dessen Route wir nicht selbst bestimmen. Die Felder und Farmhäuser in Oklahoma besuchen wir hingegen zu Fuß, genauso wie einen großen Gefängniskomplex in der zweiten Spielhälfte oder Central Park und Times Square in New York. So vielfältig die Schauplätze, so linear ihr Design: Es führt immer nur ein Weg zum Ziel. Unseren wechselnden KI-Wegbegleitern müssen wir sogar bei bestimmten Leitern den Vortritt lassen: Erst wenn sie hinaufgeklettert sind, dürfen wir das auch. Im Gegenzug zu dieser Linearität legt Insomniac Games viel Wert auf die Inszenierung der einzelnen Spielszenen, die immer wieder von Kamerafahrten und längeren Zwischensequenzen in Spielgrafik begleitet werden.
Die Waffen und ihre Fähigkeiten, Teil 1

Die wohl größte Stärke von Resistance besteht im vielfältigen Waffenarsenal und den sekundären Feuermodi. Auf dieser und der nächsten Seite stellen wir euch die Waffen vor.  1 Die Magnum erhalten wir als erste Waffe im Spiel. Sie verschießt im sekundären Feuermodus Kugeln, die im Feind steckenbleiben und dann per Knopfdruck zur Detonation gebracht werden. Besonders effektiv ist dieser Schuss gegen den Koloss, dessen Kühlaggregate wir damit am besten zerstören können. 2 Mit dem Bullseye markieren wird unsere Gegner. Alle weiteren Schüsse treffen dann automatisch ins Ziel. 3 Das Marksman-Gewehr verursacht mit seinen kurzen Feuerstößen bereits großen Schaden. Im alternativen Feuermodus verschießt es einen Mini-Geschützturm, der Joe im Kampf unterstützt. 4 Der Karabiner ist eine der wenigen Waffen aus menschlicher Produktion im Spiel. Er verschießt 750 Schuss pro Minute, alternativ lassen wir eine 40mm-Granate inmitten der Chimera hochgehen.  5 Der Atomisierer nutzt Elektrizität als Munition, die Gegner lähmt und letztlich zerplatzen lässt. Im sekundären Feuermodus verschießen wir eine Gravitationskapsel, die im Beispiel-Screenshot einige Grims erfasst. 6 Der Wildfire-Raketenwerfer ist die größte Waffe im Spiel. Er feuert standardmäßig eine Energierakete ab, alternativ starten wir einen Streuangriff, bei dem Miniraketen mehrere Ziele zugleich treffen.

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