Rainbow Six Extraction

Rainbow Six Extraction Test+

Bedachte, aber flotte Koop-Taktik

Hagen Gehritz / 22. Januar 2022 - 16:56 — vor 2 Jahren aktualisiert
Steckbrief
AndroidPCPS4PS5XOneXbox X
Action
Taktik-Action
18
Ubisoft Montréal
Ubisoft
20.01.2022
Link

Teaser

Gemeinsam kämpfen bis zu drei Spieler gegen Weltraum-Parasiten. Der Spezialtrupp muss die zerstörbare Umgebung ausnutzen und sich vor dem wachsenden schwarzen Parasiten-Befall hüten.
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Mit Rainbow Six Extraction (einst angekündigt mit dem Untertitel Quarantine) erscheint ein Spin-off des PvP-Shooters Rainbow Six Siege, der sich der daraus bekannten zerstörbaren Umgebung sowie dessen Operators mit ihren Sonderfähigkeiten bedient. Doch statt sich gegenseitig auf die Mütze zu geben, müssen in Extraction bis zu drei Spieler zusammenarbeiten, um einer neuen Bedrohung zu begegnen. Als eine Sojus-Kapsel aus dem Weltraum zurückkehrt, breitet sich an ihrem Landeort Truth or Consequences in New Mexico ein unterirdischer schwarzer Alien-Parasit aus, der auch bald in New York, San Francisco und Alaska riesige schwarze Stacheln aus dem Boden schießen lässt; ebenso wie Nester, die fiese Monster namens Archeaner ausbrüten.

Euer Ziel ist es, in abgeriegelte Quarantänezonen voller aggressiver Aliens einzudringen und Missionen zu erfüllen, um mehr über die Bedrohung herauszufinden. Sollten jedoch eure Spezialisten bei der Mission zu Boden gehen und nicht von Team-Mitgliedern zu einem Fluchtpunkt getragen werden, so enden sie als Gefangene der Parasiten und müssen in der nächsten Runde auf derselben Karte gerettet werden. Sorgt die Gefahr für die Spezialisten für Spannung oder eher für Ärger?
Einige Karten glänzen mit atmosphärischer Lichtstimmung oder interessanten Kulissen wie dieses ulkige UFO-Museum in San Francisco. Es gibt jedoch auch Sub-Zonen, die einen sehr generischen Eindruck hinterlassen.
 

Missions-Roulette

Jede der oben genannten vier Regionen bietet drei Karten. Die Einsätze auf diesen Karten erstrecken sich wiederum über drei abgetrennte Subzonen, beispielsweise im Nobel-Wohnkomplex Monolith Gardens das Spa, die hauseigene Bar und drittens die Penthouse-Suites. Bei jedem Einsatz in Monolith Gardens werden dabei nicht nur die Platzierungen von Feinden und Missionszielen gemischt, auch die Reihenfolge der Subzonen variiert. Extraction setzt dabei auf Risiko-Abwägung als Spannungselement. Die Missionsziele in späteren Abschnitten bringen mehr Erfahrung, allerdings lauern dort auch mehr Gegner. Und während die erste Luftschleuse, die als Verschnaufspunkt zwischen den Sub-Zonen dient, noch Munition, Medkit und weitere Auffrischungs-Objekte enthält, wird der Nachschub in der zweiten Luftschleuse knapper.

Die Schleusen sorgen zudem dafür, dass ihr nicht in die vorige Zone zurückkönnt. Wenn ihr also in der folgenden Zone merkt, dass ihr doch lieber das Weite sucht, müsst ihr euch noch zum Extraktionspunkt dieses Abschnitts durchschlagen – und dann beim Spiel mit Zufallspartnern hoffen, dass sich nicht jemand weigert, zu gehen. Es gibt zudem den Typ von Trollen, der nicht den Luftschleusen-Schalter drückt, nachdem die ersten beiden im Team selbiges getan haben, worauf alle rund eine halbe Minute warten müssen, statt dass es sofort weitergeht. Stufe zwei dieses Trollings ist es, einen der anderen Mitspieler zu hauen, um so ohne Worte anzudeuten, in Wahrheit sei der es, der nicht den Knopf drückt.  Nicht nur deshalb ist Rainbow Six Extraction – wie andere Titel, in denen enge Zusammenarbeit im Zentrum steht – am besten, wenn ihr mit Freundinnen oder Freunden gemeinsam spielt. Zum Launch zeigt sich Extraction dabei lobenswert frei von Kinderkrankheiten wie Verbindungsabbrüchen.

Jede Zone bietet eines von 13 ausgewürfelten Missionszielen, zum Beispiel einen besonderen Feind heimlich auszuschalten oder einen Sprengsatz zu platzieren und zu beschützen. Auf höheren Schwierigkeitsgraden gibt es dazu steigende Chancen auf Modifikatoren, wie dass Feinde getarnt sind oder dichter Nebel die Sicht einschränkt. Zu Beginn führt euch eine VR-Übungsmission in die grundlegende Steuerung und Spieltaktiken wie das Auskundschaften der Umgebung per Drohne ein. Allerdings sind die drei Ziele dieser VR-Übung immer gleich, sodass ihr erst im Spiel auf die harte Tour lernen müsst, dass beispielsweise beim Aufgabentyp, bei dem ihr drei seismologische Geräte aktivieren sollt, nach Aktivierung des ersten Geräts ein 40-sekündiger Countdown zum Aktivieren der restlichen beiden gestartet wird. Auch wenn diese dann markiert werden, ist es besser, schon vorher den Standort der Ziele zu suchen. Bei diesen Missionstypen kann es besonders in der Kennenlernphase mit den Karten noch recht langwierig werden, die ganzen Räume zu durchkämmen und mitunter im Kreis zu laufen, weil man trotz Karte nicht die Ecke findet, in der das Team noch nicht gesucht hat.
Dank der UV-Lampe ist das Alien gut zu sehen und mit einem Schuss auf seinen rot leuchtenden Schwachpunkt, bei diesem schwachen Gegnertyp der Kopf, ist die Gefahr neutralisiert.
 

Spaßige Zerstörung

Es gibt eine Bandbreite an Feindtypen, von den typischen Nahkämpfern bis hin zu Quälern, die sich zwischen Salven verflüssigen oder Schleichern, die andere Gegner in ihrer Nähe unsichtbar machen. Dazu kommen nette Details, so nutzen Schützen-Archeaner einen ihrer großen Arme, um auf euch zu ballern und halten den anderen vor ihren Kopf, sodass sie sich vor Kopftreffern durch Waffen mit niedriger Durchdringungskraft schützen. Richtig interessant wird die Konfrontation aber durch die Nester. Die sind zunächst passiv, doch sieht euch ein Gegner und schreit, lockt das nicht nur andere Feinde an, sondern aktiviert auch die Nester, die daraufhin Feinde ausspucken und eine schwarze Masse ausbreiten, die euch verlangsamt aber die Aliens stärkt. Wenn ihr also früh entdeckt werdet, lockt ihr auf einen Schlag etliche Feinde an und sorgt im selben Zug für jede Menge Gegner-Nachschub.

Rainbow Six Extraction ist daher ein Spiel, das behutsames Vortasten nahelegt, beziehungsweise auf den höheren Schwierigkeitsgraden einfordert. Dabei kommt auch das Zerstörungs-System zum Tragen. Ihr seht dank UV-Lampe Gegner durch dünne Wände. Es macht Spaß, so die Umgebung zu nutzen und Nester oder Feinde vom Nebenraum heraus auszuschalten. Dabei haben mächtigere Feindtypen schwerer zu treffende Schwachpunkte, so dass auch taktische Überlegungen nötig werden, ob das Team alternativ ungesehen für einen Nahkampf-Takedown heranschleichen kann – da hilft zum Beispiel eine gezielte Nebelgranate oder die Tarnfähigkeit von Spezialist Vigil.

Heimliches Vorgehen wird dazu durch Bonus-Erfahrungspunkte für Schüsse durch Wände belohnt. Das Markieren von Feinden, die darauf von den Kollegen umgenietet werden, oder der Einsatz von Team-Fähigkeiten schlägt sich auch in Erfahrungspunkten nieder, was auch beim Zusammenspiel mit Zufallspartnern zu Teamplay anregt.
Die Feinde zerstören die Umgebung, um zu euch zu gelangen. Ihr könnt gezielt dünne Wände oder Dachluken verstärken, um den Gegnerstrom zu lenken. Doch schlagen Gegner Alarm, drängen sie gerne von allen Seiten heran und es wird unübersichtlich.
 

Ich bin vom Rainbow Six, holt mich hier raus

Nach dem Ende eines Einsatzes erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die einmal euren Profilrang erhöhen, aber auch die Stufe des individuellen Operators. Die Spezialistin oder der Spezialist schaltet darüber neue Waffen und Verstärkungen seiner Fähigkeiten frei. Aber auch Werte wie die Schadensresistenz steigen, weshalb das Leveln von Spezialisten ratsam ist, bevor ihr euch an die höheren Schwierigkeitsgrade wagt (die jeweils eine Stufen-Empfehlung aussprechen). Die meisten Waffen bieten eine kleine Auswahl an Modifikationen für Lauf und Griff. Da Schalldämpfer den Schaden von Waffen senken und ihr beim Tragen von Personen oder schweren Objekten nur die Nebenwaffe nutzen könnt, gibt es durchaus Raum für Überlegungen trotz der kleinen Auswahl an Wummen und Teilen. Daneben gibt es mit steigendem Profilrang eine wachsende Bandbreite an taktischer Ausrüstung wie Betäubungsgranaten oder mobile Schilde gegen Archaen-Projektile, mit denen das Team sich in Absprache spezialisieren kann.

Jede Region bietet für zusätzliche Erfahrungsausbeute sogenannte Studien. Das sind kleine Herausforderungen wie "Töte fünf eingenebelte Archaeaner", die als eine Art erweitertes Tutorial Spiel-Taktiken nahebringen und zum Ausprobieren von Ausrüstungsgegenständen reizen. Doch auch mit diesem Kniff schaltet sich neue Ausrüstung recht behäbig frei. Besonders in den ersten Stunden wirkt die Auswahl arg beschränkt. Das gestaltet sich nochmal zäher, wenn ein Operator in einer Mission gefangen wird. Je höher der Level des Vermissten ist, desto mehr wird mein Gesamtrang wieder nach unten gestuft. Wenn ich nun aber eine Rettungsmission auf derselben Karte starte, der zu rettende Operator durch das Auswürfeln der Ziele in der letzten Sub-Zone ist, aber mein Team auf dem Weg so viel einsteckt, dass wir vorher fliehen, dann muss ich noch einmal für den nächsten Rettungsversuch die Karte spielen. Rette ich den Operator, aber spiele weiter und mein aktueller Operator wird wiederum gefangen, bin ich schon wieder mehr oder weniger dazu gedrängt, zum nunmehr vierten Mal in Folge dieselbe Map zu spielen.

Allgemein war mindestens in jedem zweiten Einsatz mit zufälligen Partnern das Retten eines Operators auf der Tagesordnung, weswegen dieser Aufgabentyp sehr überrepräsentiert war. Zur Rettung müsst ihr einen "Archaen-Baum" finden (eine schwarze Stachelsäule mit Hand-artigen Auswüchsen). Ein Spieler muss den Spezialisten, der zum Schutz in gelben Staseschaum gehüllt wurde, am Arm vom Baum wegziehen. Das Alien-Gewächs versucht dagegen, sein Opfer zu absorbieren. Damit bei diesem Tauziehen die Spieler gewinnen, müssen die Mitspieler in der Nähe verteilte Knotenpunkte abschießen, die über eine Art Nabelschnur rote Energiekugeln an den Baum senden, die am besten auf dem Weg zerschossen werden. Die Umsetzung gestaltet sich dabei recht einfach, wenn das Team zusammenarbeitet, dass auf dem Weg dahin etwas schiefgeht ist wie beschrieben die eigentliche Gefahr – dadurch kommt keine echte Angst um die Figur auf. Sollte doch das Tauziehen scheitern, verliert die Figur dauerhaft Erfahrungspunkte (Operator auf Maximalstufe 10 sind jedoch dagegen immun, so dass auch das später kein Faktor mehr ist).

An euren Profilrang ist übrigens auch die Freischaltung der Regionen abseits von New York und zwei weiterer Spiel-Modi geknüpft: Im einen gibt es wöchentlich wechselnde Herausforderungen mit zusätzlichen Bedingungen. Der andere ist der Profi-Modus Maelstrom Protocol, in dem ihr ganze neun Sub-Zonen in Folge angehen müsst.

Autor: Hagen Gehritz (GamersGlobal)

 
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Meinung: Hagen Gehritz

Rainbow Six Extraction verwendet Elemente aus dem PvP-Shooter Rainbow Six - Siege wieder, wirkt aber bei weitem nicht wie ein liebloser Aufguss. Wie die Alien-Gefahr gestaltet wurde, sodass eure Entdeckung eine fiese Kettenreaktion auslöst, gefällt mir sehr. Es sorgt für spannende Momente, wenn ich den Alien gerade noch ausschalte, bevor er Alarm schlägt. Extraction schafft den Spagat, taktisches Vorgehen zu fördern, aber flott zu bleiben. Wenn eine handfeste Schießerei ausbricht, wird das Tempo stramm angezogen und ein Run mit allen drei Subzonen dauert selten länger als eine halbe Stunde. Das alles wird getragen von dem aus Siege bekannten, runden Gunplay.

Am besten ist Extraction in einem Team mit Bekannten. Auch mit Zufalls-Mitspielern hatte ich spaßige Runden, doch es ist ärgerlich, wenn zwei extrahieren wollen und der dritte mauert oder wenn jemand allein auf weiter Flur ein Missionsziel aktiviert, das ein knappes Zeitlimit startet. Auch allein verliert Extraction an Faszination – schon, weil es dann so mühsam sein kann, die Karte allein abzugrasen.

Extraction hat mir trotz guter Ansätze aber nicht rundum gefallen: Es ist einerseits atmosphärisch, wie die Feinde die zerstörbare Umgebung nutzen, andererseits werden Schießereien schnell unübersichtlich, was besonders bei Wellen explodierender Feinde nervt. Die Rettungsaktionen sorgen zwar für Abwägung zwischen Risiko und Beute, allerdings macht das den etwas zu langwierigen Fortschritt noch zäher. Wenn die Rettung nicht sofort klappt oder nach der Rettung nun der andere entsandte Operator aus der Zone gerettet werden muss, lande ich teils in einer Schleife, in der ich dauernd dieselbe Karte spiele.

Nicht zuletzt können auch die Durchmischung der Zonen, sowie die Zufallselemente bei Aufgaben und Modifikatoren nicht verhindern, dass ich mich an die Missionstypen recht bald gewöhne und sich die Einsätze insgesamt doch recht ähnlich anfühlen. Bei allen Stärken ist Extraction für mich daher kein Shooter-Überflieger geworden.
RAINBOW SIX - EXTRACTION PS5
Einstieg/Bedienung
  • Sehr präzise Bedienung
  • Steuerung bietet viele Anpassungs- und Zugänglichkeitseinstellungen
  • Einführender VR-Übungsmodus
  • Studien bieten organischen Anreiz zum Experimentieren mit Ausrüstung
  • Visuelle Hilfe, um Geräuschquellen zu orten
  • Übungsmodus erlaubt nicht, alle Aufgabentypen kennenzulernen
  • Anfänglich kaum Auswahl an Waffen und taktischer Aurüstung
Spieltiefe/Balance
  • Heimliches Vorgehen oder direkte Konfrontationen in zerstörbarer Kulisse
  • Kettenreaktion bei Entdeckung und Erfahrungsboni fördern Zusammenspiel
  • Trotz Fokus auf bedächtiges Vorgehen sind Runden kurz
  • Bandbreite an Gegnertypen mit eigenen Schwachstellen und Taktiken
  • Vielfalt an taktischer Ausrüstung
  • Wechselnde Herausforderungs-Modi und besonders schweres Maelstrom Protocol
  • Trotz Zufallselementen fühlen sich Einsätze nach den ersten 10 Stunden recht ähnlich an
  • Gefechte gegen Gegnermassen werden teils sehr unübersichtlich
  • Operator zu retten macht anfänglichen Fortschritt zäher und drängt teils zur Wiederholung derselben Karte
  • Überschaubare Auswahl an Waffen und Waffenteilen
  • Teils gestaltet sich Suche nach Missionszielen langwierig
Grafik/Technik
  • Einige kreative Karten...
  • Hübsche Grafik
  • Absolut stabiler technischer Zustand
  • ... aber auch einige sehr generisch gestaltete
  • Teils KI-Aussetzer bei Gegnern
Sound/Sprache
  • Gute deutsche Vertonung und Texte...
  • Gute Soundkulisse
  • ... bis auf einige seltsam formulierte Missions-Briefings
Multiplayer
  • Beim Spiel zu zweit werden Zahl der Gegner sowie manche Aufgabentypen angepasst
  • Optional Crossplay möglich
  • Schwierigkeit lässt sich beim Schnellen Spiel nicht auswählen, sondern jede Region ist einem Schwierigkeitsgrad zugeordnet
  • Mit Zufallspartnern meist keine richtige Abstimmung über Flucht, sondern sturer Marsch durch alle Zonen oder ins Verderben
  • Solo-Spiel passt Herausforderung an einen Spieler an, aber weniger spaßig als Koop
7.5
Userwertung0.0
Mikrotransaktionen
Gegen Geld können REACT-Credits als Währung für kosmetische Items gekauft werden.
Hardware-Info
Keine Besonderheiten
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • Ubisoft Connect
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
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Hagen Gehritz 22. Januar 2022 - 16:56 — vor 2 Jahren aktualisiert
Hagen Gehritz Redakteur - P - 173899 - 22. Januar 2022 - 16:55 #

Viel Spaß mit dem Test!

nepumax 11 Forenversteher - 681 - 22. Januar 2022 - 17:58 #

Hat der ominöse Tester, von dem gestern Abend im Stream die Rede war, es wohl doch noch geschafft. Großartig, dass Du die Verantwortung übernimmst und Deinen Namen daruntersetzt... ;-)

EvilNobody 15 Kenner - 3141 - 22. Januar 2022 - 18:34 #

Irgendwie werden hier bei großen Publishern immer alle Augen zugedrückt. Alle YouTuber, die ich mir so anschaue, sagen dass das Spiel ein völlig seelenloser 08/15-Shooter ist, in dem sich die Missionen schnell wiederholen, die Karten strunzlangweilig sind und gewisse Gameplay-Elemente einfach nicht funktionieren.
Ich verweise mal auf die Reviews von Skill Up oder Dreamcast Guy.
Seltsamerweise werden Spiele von kleinen Entwicklern, wie etwa „Terminator“ völlig abgewatscht, aber dem lahmsten Schnarch-Shooter von Ubisoft wird vergeben.
Hab euch trotzdem lieb. Ich habe fertig.

Weryx 19 Megatalent - 15436 - 22. Januar 2022 - 18:42 #

Okay, halt ich doch sehr überzogen diesen Vorwurf. Hier wurden einige Spieler von großen Publishern schon abgewatscht. Bei Metacritic bewegt sich das Spiel auch in der Wertungsregion.

EvilNobody 15 Kenner - 3141 - 22. Januar 2022 - 19:09 #

Bezüglich Metacritic: ich denke, genau deshalb gibt es ständig solche Diskrepanzen zwischen Redakteuren und Spielern. Die sind alle so zimperlich, wenn es um große AAA-Titel geht. Selbst Rohrkrepierer wie Anthem, Avengers, BF 2042 etc. bekommen da zumindest Wertungen, die aussagen:“Ist noch okay das Spiel.“
Und nein, ich finde meine Aussagen nicht überzogen, nur weil die Grundmechaniken eines Spieles funktionieren, macht es das noch nicht zu einem guten Spiel. Hier und auf anderen Seiten wird das aber immer suggeriert. „Ist Triple A, da wurden Millionen reingebuttert, das Spiel funzt! 7.0!“
Aber das bringt doch nix mehr, Spieler erwarten heutzutage zurecht einfach mehr. Spiele werden halt immer teurer, zudem, im Falle von Extraction, wurden die Sachen schon zigfach besser gemacht.

Weryx 19 Megatalent - 15436 - 22. Januar 2022 - 19:36 #

Naja, ne 7.0 ist einfach keine "gute" Wertung. Die sagt mir schon aus "nur was für Genre/Franchise-Fans", der "Normalo" sollt eher die Finger davon lassen. Die Spiele die es "zigfach" besser gemacht haben, haben auch entsprechend bessere Noten bekommen. Viele Leute fassen Games unter ne 80, teils 85, bei Metacritic nicht an, wenn sie nicht grade Fan der Serie sind. Komplette vollaussetzer gibts einfach nicht mehr und wie sollte man die sonst bewerten, wenn man solchen Games hier schon ne 4,0-5,0 oder noch schlechter gibt?

Hagen Gehritz Redakteur - P - 173899 - 22. Januar 2022 - 19:52 #

Bei den User-Scores auf Metacritic gibt es aber auch oft genug 10er und 0er. Da geht es letztlich häufig um Daumen hoch oder runter.

Im Test beschreibe ich, wo mich Extraction als Koop-Shooter-Liebhaber gepackt hat und wo es mich nicht ganz überzeugt - da kann man gern über Konkretes diskutieren, statt über vermeintliche Trends.

Mir fehlt der Vergleich zum ursprünglichen Siege-Event, aus dem sich Extraction ableitet. Mit dem Stealth-Anteil belegt für mich eine andere Nische als Back4Blood und andere Horden-Shooter. Aus eben jener Nische war das sperrige aber faszinierende GTFO eines meiner Spiele des Jahres.

rammmses 22 Motivator - P - 32634 - 23. Januar 2022 - 0:41 #

Naja, Spielejournalisten geben halt oft nicht nur ihre persönliche Meinung wieder, sondern versuchen auch etwas zu objektivieren und dem Spiel gegenüber fair zu sein und "Anthem, Avengers, BF 2042 etc." sind nun mal noch okaye bis gute Spiele und kein absoluter Schrott, die 60 bis 70 sind da völlig angemessen und für AAA Titel ist das ja sehr schwach. Aber die jetzt wie einige User auf dem Niveau von unterster Shovelware einzuordnen kann ja nun nicht der Sinn sein.

Selo 14 Komm-Experte - 1817 - 22. Januar 2022 - 22:23 #

Finde vor allem die Diskrepanz zu Bright Memory - Infinite zu hoch. Das hat hier nur eine 4.0 bekommen.

Jamison Wolf 19 Megatalent - P - 14080 - 22. Januar 2022 - 18:58 #

Ha, sag ich doch hat was zum Solo spielen.

Hab jetzt auch so meine 8-10 Stunden runtern in Extraction - als Solospieler und es macht schon Spass.

Wie Hagen sagt, irgendwann fühlen sich die Einsätze ähnlich an und auch grosse Gefechte als Einzelner enden meistens im Desaster, weil irgendwas explodiert oder zuviele Viecher auf einmal ankommen und jeder bitte gerne an seinem Schwachpunkt getroffen werden will.

Die Progression ist echt elendig, halte nix von dem System, zumal wieder viel Zeugs freigeschaltet wird um seine Waffe, Klamotten etc anzumalen, was mich so gar nicht intressiert. Das Spielzeug das man freischaltet (Granaten, Sensoren, etc) iss zwar schön, aber da man immer nur eines mitnehmen kann ... ähm ja, doof. Magst die Schrottflinte beim Doc nicht, weil damit blöd Steahlten iss? Ja dann musste wohl die Pistole auspacken oder erstmal 3-4 Mission machen um nen Level aufzusteigen.

Die ersten 3 Stunden war ich nur dabei meine ersten Operator zu befreien nur um dann den befreier zu verliern - das Spiel ist nich zimperlich beim austeilen.

Ich glaube so 2-3 Stunden werd ich das noch spielen und dann wirds wohl das gewesen sein, die Progression too slow, die Missionen obwohl abwechslungsreich nicht wirklich unterschiedlich genug.

Ach und in einen Bug bin ich gerannt... Gift eingeatmet doppelt und der Mann kam die nächsten 15 Minuten aus dem Husten nicht mehr raus - das war nervig.

Für Game Pass benutzer, selbst im Solo, kann ich es aber empfehlen.

Deepstar 16 Übertalent - 4924 - 22. Januar 2022 - 19:09 #

Aliens bei einem Rainbow Six?

Really?!

Wie oft sich Tom Clancy in den letzten Jahren wohl im Grabe umgedreht hat.

Das hat ja mal überhaupt nichts mehr mit der altehrwürdigen Reihe zu tun.

Ich weiß nicht, die Publisher und Entwickler treiben hier schindluder am laufenden Band mit speziellen Markennamen und werden dafür auch noch bejubelt.

Faerwynn 20 Gold-Gamer - P - 20268 - 22. Januar 2022 - 19:21 #

Vielleicht solltest du einfach deinem persönlichen Geschmack nicht eine solche Allgemeingültigkeit zuschreiben? Ich selbst stehe nicht wirklich auf den Clancy Militarykram, wenn er pseudorealistisch ist, einem taktischen SciFi-Shooter kann ich deutlich mehr abgewinnen. Es gibt also einen Markt und was "Schindluder" ist kann zum Glück noch jeder selbst entscheiden. Wenn es genügend Leute spielen wollen hat es ja wohl eine Existenzberechtigung.

vgamer85 (unregistriert) 22. Januar 2022 - 23:20 #

Ist doch wie bei Call of Duty, der Zombie Modus.

Ist nur reiner Koop Spaß.

Cat Toaster 14 Komm-Experte - - 2112 - 28. Januar 2022 - 17:25 #

Tom Clancy hat die Namensrechte 2008 an Ubisoft umfänglich und für alle Zeiten verkauft. Ihm dürfte es also bereits zu Lebzweiten Wurst gewesen sein, worauf Ubisoft das Label drauf klebt für die Kohle die er dafür bekommen hat.

Tatsächlich würden sich vermutlich eher eine Vielzahl von Menschen im Grabe umdrehen, den militaristischen, pro-amerikanischen, rechten "Dung" den er verzapft hat, überhaupt als "denkwürdiges Werk" zu klassifizieren. Immerhin hat er mutmaßlich getan was ihm Spaß macht und hatte ein gutes Auskommen.

Last but not least, "Tom Clancy" ist ein Markenlabel, unter dem mehrere Serien logieren:

1 Rainbow Six Reihe
2 Ghost Recon Reihe
3 Splinter Cell Reihe
4 EndWar Reihe
5 H.A.W.X. Reihe
6 The Division Reihe
7 Ryanverse Reihe

MyBad, heisst ja R6, das Extraction. Da passen Außerirdische wirklich nicht in die Serie. Aber wer sich daran noch erinnern kann, vergisst es vermutlich eh bald durch Sterblichkeit. ;-) Für mich wird es mehr durch unendlichen "Live-Service" und "Ingame-Monetarisierung" zerstört.

LX TRiK TV 10 Kommunikator - 491 - 23. Januar 2022 - 7:19 #

Praktisch, dass es im GP ist. So kann ich einfach mal für ein paar Stunden reinschauen. Im Gegensatz zu den rein militärischen "Real"-Settings, die man normalerweise bei TC geboten bekam, reizt mich das Alien-Setting da deutlich mehr.

Maverick 34 GG-Veteran - - 1327807 - 23. Januar 2022 - 9:58 #

Da es ja direkt im GamePass ist, werde ich mir selbst ein Bild von Rainbow Six Extraction machen. Mal schauen, wie lange mich die Koop-Action bei Laune halten kann. ;)

BBPrediger 19 Megatalent - - 15189 - 23. Januar 2022 - 15:10 #

Dank Ubisoft+ habe ich das Ganze mal ein paar Runden gespielt. Nicht ganz mein Fall. Idee interessant aber mir zu eintönig.

rammmses 22 Motivator - P - 32634 - 23. Januar 2022 - 18:37 #

Geht mir auch so. Es ist schon gut gemacht und sehr polished, aber irgendwie fehlt halt so das Besondere. Mit einem richtig coolen Creature Design oder "realistischem" Waffenhandling (viel Rückstoß usw) hätte man hier was rausholen können, so ist alles etwas zu "solide", aber nichts richtig gut.

Hagen Gehritz Redakteur - P - 173899 - 23. Januar 2022 - 20:03 #

Ist dir das Zerstörungssystem nicht besonders genug, da schon aus Siege bekannt? Aber auch sonst ist das Gefühl beim Waffenhandling und der Bewegung doch mehr als solide, das flutscht enorm fein. Auch sehr gelungen ist das Pacing der Einsätze, der Wechsel zwischen vorantasten, geplanter Eskalation oder Schadenseindämmung bei Entdeckung.
Langfristig hat Extraction das Problem, dass es sich rein auf das Pick&Mix-System für Einsätze verlässt, dessen Elemente aber bald vertraut werden. Vielleicht wären etwas anders ablaufende, handgefertigte Missionen mit einem etwas anderen Ablauf da als Ergänzung die Lösung gewesen.

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40290 - 23. Januar 2022 - 19:28 #

Nicht mein Spiel, ich bin raus.

Brunt 15 Kenner - 3574 - 24. Januar 2022 - 12:55 #

Also ich spiele nur mit bekannten Leuten und finde das Spiel absolut super.