Erbsen auf halb 6

Plants vs. Zombies - Garden Warfare Test

Florian Pfeffer 25. Februar 2014 - 9:14 — vor 6 Jahren aktualisiert
Mit der Erbsenkanone können wir uns kurz in ein stationäres Geschütz verwandeln und die Untoten von oben beballern.
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Untote leben längerDen meisten Spaß bereitet Gartenkommando erwartungsgemäß mit realen Mitspielern. Seid ihr aber auf das Solospiel angewiesen, bleiben euch in Garden Warfare keine Alternativen – die zwei weiteren Modi sowie ihre jeweilige Klassik-Variante, in der ihr keine der eingesammelten Anpassungen und Verbesserungen einsetzen dürft, damit alle Spieler gleichwertig sind, setzen zwingend eine Internetverbindung voraus. Den für Einsteiger gedachten Modus „Türmatte“ zählen wir nicht dazu, da er nur als Tutorial gedacht ist. Das Konzept, mehr Gesundheit zu bekommen, je schlechter ihr spielt, dürfte zudem tatsächlich nur für Einsteiger interessant sein.

Der Modus „Teamsieg“ ist ein klassisches Team-Deathmatch, in dem bis zu 24 Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten. Richtig gelesen: Gegeneinander – hier agiert ihr nicht nur auf Seiten der Pflanzen, sondern auch als Teil der Zombiehorde. Und wie bei den Grünlingen stehen euch als Untote vier Klassen inklusive zahlreicher freizuschaltender Unterklassen zur Verfügung. Als Gewinner geht das Team hervor, das als erstes 50 Kills erreicht. Frei aussuchen, auf welcher Seite ihr in den Kampf zieht, dürft ihr aber erst nachträglich: Zu Beginn schiebt euch Garden Warfare automatisch in die Mannschaft mit weniger Spielern. Nach jedem Tod dürft ihr aber sowohl das Team als auch eure Klasse ändern. Habt ihr also beispielsweise als Sonnenblume nur wenige Erfolgserlebnisse, dürft ihr euch genauso beim nächsten Mal etwa als Zombie-Wissenschaftler wiederbeleben und euer Glück auf der anderen Seite versuchen. Ein Ungleichgewicht während der Partien – etwa weil alle Spieler auf eine bestimmte Seite wechseln wollen – konnten wir bei unseren Testspielen aber ebenso wenig wie eine Tendenz zu einer bestimmten Klasse feststellen: Das Spiel ist gut ausbalanciert, keine der Pflanzen oder Zombies ist besonders übermächtig.

"There's a zombie on your lawn"
Wir verteidigen ein Piratenschiff und haben einen Angreifer eingeschleimt, um ihn zu verlangsamen.
Der letzte der drei Spielmodi nennt sich „Gärten und Friedhöfe“. Spielt ihr als Zombie, müsst ihr mit eurem Team eine Reihe von Gärten erobern. Dafür habt ihr eine bestimmte Zeitvorgabe von etwa fünf Minuten, wobei der Timer bei jeder Eroberung zurückgesetzt wird. Am Ende der Gärten wartet dann noch je nach Map eine Spezialaufgabe auf euch, etwa das Erobern von Deppie Daves Villa unter Beschuss von Kokosnuss-Kanonen. Auf anderen Karten gilt es beispielsweise, eine gigantische Sonnenblume oder eine taktische Gurkenrakete zu zerstören, bevor sie abgefeuert werden kann.

Speziell der letztgenannte Modus hat uns viel Spaß gemacht, besonders auch deswegen, da ihr ohne Koordination mit euren Mitspielern als Zombieteam kaum eine Chance haben werdet. Doch auch auf Seite der Pflanzen ist Teamplay vonnöten, um die Basen zu verteidigen. Beispielsweise ist es wichtig, auf eine ausgewogene Verteilung der Klassen zu setzen. Als Sonnenblume solltet ihr etwa stets einen Frontkämpfer begleiten, um ihn wenn nötig heilen zu können. Als Ingenieur auf Seiten der Untoten unterstützt ihr eure Zombie-Kumpels durch Teleporter, damit sie nicht nach jedem Respawn den ganzen Weg zum nächsten Garten laufen müssen, oder baut MG-Stationen auf.

Für weitere Abwechslung hätten wir uns aber mehr als die gebotenen Spielvarianten gewünscht, auch wenn ihr mit dem Ausprobieren der Klassen und deren freischaltbaren Sub-Typen eine Zeit lang beschäftigt sein werdet. Auch mehr als die zehn vorhandenen Karten (dabei gibt es von einigen Karten Tag- und Nachtvarianten, die wir schon mitgezählt haben) hätten dem Spiel nicht geschadet. Das Hochleveln der eigenen Spielfiguren ist bei weitem nicht ausreichend, um genügend Langzeitmotivation zu generieren. Laut Hersteller ist angeblich in Kürze ein kostenloser DLC zu erwarten, der mehr Karten und Spielmodi bringt, momentan ist dieser aber noch nicht verfügbar.
Mit der Knoblauchdrohne könnt ihr über die Stadt fliegen und die Zombies von der Luft aus mit Mais beschießen. Von jeder Pflanzenfähigkeit haben auch die Zombies das jeweils äquivalente Gegenstück im Repertoire.
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