Plants vs. Zombies - Battle for Neighborville

Plants vs. Zombies - Battle for Neighborville Test+

Fun-Shooter mit grünem Spielspaß-Daumen

Dennis Hilla / 18. Oktober 2019 - 9:03 — vor 2 Jahren aktualisiert
Steckbrief
PCPS4SwitchXOne
Action
7
PopCap Games
Electronic Arts
18.10.2019
Link
Amazon (€): 12,00 (Playstation 4), 12,00 (Xbox One), 22,99 (Nintendo Switch)

Teaser

Bereits zum dritten Mal ziehen die Pflanzen gegen die Untoten in die Third-Person-Schlacht. Der neue Ableger glänzt abermals durch extrem spaßige Multiplayer-Gefechte und hat auch ein paar Neuerungen.
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Die Plants vs. Zombies-Reihe (auf dem deutschem Markt auch als Pflanzen gegen Zombies bekannt) kann auf eine lange, erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Der erste Teil der Tower-Defense-Reihe ist 2009 für PC und Mac erschienen, richtigen Aufschwung bekam der Titel aber mit der Portierung auf iOS im Jahr 2010. Nach einem Nachfolger und anderen Ablegern erschien mit Plants vs. Zombies – Garden Warfare (im Test, Note: 7.0) im Jahr 2014 ein Multiplayer-Spin-Off, das als Third-Person-Shooter daherkam und sich als überraschend guter Vertreter seiner Zunft herausstellte.

Mit Plants vs. Zombies – Battle for Neighborville steht der nunmehr dritte Ableger der kunterbunten Shooter-Reihe in den Startlöchern. Er verspricht von allem etwas mehr, vor allem aber im Bereich spielbare Helden. Doch auch Solisten sollen noch mehr Beachtung finden als sie es im Vorgänger Garden Warfare 2 erfahren haben und einen neuen Spielmodus hat Popcap ebenfalls im Spieleentwicklungstreibhaus gefunden. In meinem Test verrate ich euch, ob der Spielspaß blüht oder ihr doch lieber das Unkrautbekämpfungsmittel aus dem Schuppen holen solltet.
So schön die grelle Grafik ist, so unübersichtlich wird sie manchmal. Hier konnte sich ein Zombie im Partikeleffektgewitter ganz einfach unter uns Pflanzen schmuggeln.
 

Kunterbunt und doch erwachsen

Bei der kindgerechten, grellen Optik dürften sich die meisten Shooter-Spieler zunächst abgeschreckt fühlen. Doch hinter den ulkigen Animationen und den dämlichen Brabbel-Dialogen steckt abermals ein einsteigerfreundlicher, aber doch fordernder Multiplayer-Shooter. In klassischen Modi wie Teamsieg (Team-Deathmatch), Abschuss bestätigt oder Gartenzwergbombe (eine Bombe muss eingesammelt und an bestimmten Punkten gelegt werden) messt ihr eure Kräfte mit anderen Spielern, pro Seite stehen euch zehn Charaktere zur Auswahl.

Dabei ist die Kämpferriege sowohl auf Zombie- als auch auf Pflanzen-Seite angenehm abwechslungsreich. Ob die Standard-Soldateneinheiten Erbsenkanone, beziehungsweise Zombie-Fußsoldat, die Fernkämpfer Käpt’n Totbart und Kaktee oder die schweren Tanks Eichel und Wicht, für jeden Spielertyp wird etwas geboten. Das Balancing ist den Entwicklern von Popcap dabei in den meisten Fällen gelungen, allerdings gab es zum Testzeitpunkt noch ein paar Unstimmigkeiten. Die Sonnenblume beispielsweise ist als Heilerin deutlich effektiver als ihr Zombie-Pendant, der Wissenschaftler. Hier kann durch Patches aber noch nachgebessert werden.

Aus den Standard-Modi stechen vor allem der Horde-Modus Kommando und die an Overwatch (im Test, Note: 9.5) erinnernde Revier-Übernahme heraus. Als gänzlich neue Spielvariante hat Kampf-Arena ihren Weg in das Gartengemetzel gefunden. Hier treten zwei Teams zu je vier Spielern gegeneinander an. Der Clou ist, werdet ihr einmal erledigt, dann seid ihr zum Zusehen verdonnert und respawned nicht. Dazu wird in der nächsten Runde der in der vorherigen von euch gespielte Charakter gesperrt. Die erste Mannschaft, die vier Runden für sich entscheidet, gewinnt. Auch wenn Kampf-Arena im weitestgehenden Sinn nur ein abgewandeltes Team-Deathmatch ist, so bringt es durch die deutlich stärker in den Fokus gerückte Taktik-Komponente doch etwas Auflockerung in die Spielspaß-Erde.
Sogar Bosskämpfe gibt es im Singleplayer-Modus, wie gegen diesen freshen Yeti.
 

Solo-Modus als Bootcamp

Wenn ihr lieber alleine spielt ist Battle for Neighborville nur bedingt für euch geeignet. Zwar gibt es eine rudimentäre Story, diese ist erwartungsgemäß aber gänzlich irrelevant. Ihr absolviert auf Pflanzen- und Zombie-Seite kleinere Aufträge, wie die Eskorte eines Rasenmähers. Zwischenzeitlich stellen sich euch immer wieder Bosse in den Weg, wie ein Yeti-Zombie. Diesen müsst ihr gerne mal mit besonderen Angriffsmustern begegnen oder ihre Attacken kennen lernen, damit ihr siegreich aus dem Kampf hervorgeht.

Auch wenn die Missionen keinesfalls mies sind und es sogar zwei frei erkundbare Stadtbereiche gibt, so ist der Solo-Modus doch maximal schmückendes Laubwerk. Denn wenn ihr euch rein auf die Kampagnen konzentriert, so haben sie pro Seite nur um die drei Stunden und muten mehr wie ein Trainingslager für den Kernpart, den Multiplayer, an. Dafür sind sie aber bestens geeignet, zumal ihr mit euren Lieblingscharaktern schon ein paar Levels aufsteigen könnt. Das bringt allerdings keine spielentscheidenden Vorteile, sondern alle zehn Stufen ein paar neue Upgrades. Die rüstet ihr im Charaktereditor für jede Klasse einzeln aus und sie gewähren euch beispielsweise Lebensregeneration bei Treffern oder Boni für viele Wiederbelebungen hintereinander. Da ihr von Beginn an bereits eine satte Anzahl Upgrades zur Verfügung habt und die Neuen nur in Nuancen Verbesserungen bringen, sind neue Spieler nicht im Nachteil.
In der Kampf-Arena ist taktisches Vorgehen wichtig, denn der Tod ist (für die aktuelle Runde) endgültig.
 

Mikrotransaktionen & Ingame-Währung

Angenehm fand ich, dass ich im Testzeitraum keinerlei Möglichkeit gefunden habe, echte Euros zu investieren. Wie EA aber bereits angekündigt hat, wird es diese in der Zukunft schon geben. Allerdings wohl nur im Rahmen von saisonalen Events, wie aktuell der Halloween-Veranstaltung Rasen der Verdammnis. Und was ihr euch damit kaufen könnt, das sind lediglich kosmetische Items wie Outfits für eure untoten Hirnfanatiker oder ungestümen Unkrautsoldaten. Diese bringen im Zweifel sogar eher Nachteile, da sie deutlich höher und bunter sind, als das Standard-Charaktermodell und ihr so leichter von euren Gegnern gesehen werden könnt.

Doch auch wenn ihr kein Echtgeld investieren wollt, habt ihr die Chance auf neue Klamotten für eure Recken. Das Zauberwort lautet hier Belohn-O-Tron 9.000. Die Slotmaschine lässt euch in bester Lootbox-Manier neue Objekte ziehen, allerdings nur gegen den Einsatz von Ingame-Währung. Diese verdient ihr über das Spielen von Matches oder findet sie in der Singleplayer-Stadt. So fährt EA für mich eine Politik, die durchaus akzeptabel ist.

Technisch läuft Battle for Neighborville weitestgehend rund, von ein paar kleineren Lags im Testzeitraum einmal abgesehen. Allerdings hatte ich hier und da noch kleinere Bugs, wie einen Spieler, der einfach unsichtbar war. Das kam aber nur höchst selten vor, ebenso wie ein kompletter Spielabsturz, den ich nur ein einziges Mal hatte.

Autor: Dennis Hilla (GamersGlobal)

 
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Meinung: Dennis Hilla

Das zweite Garden Warfare war ein kleiner Überraschungshit für mich. Plants vs. Zombies war mir bis dahin lediglich als Tower Defense bekannt und plötzlich war da dieser gelungene Third-Person-Heldenshooter, der trotz der kindlichen Präsentation durchaus Skill verlangte. Und in eben genau diese Kerbe schlägt auch Battle for Neighborville. Die neuen Charaktere fügen sich gut ein und sind in aller Regel sauber ausbalanciert. Allerdings verstehe ich nicht, warum die Eichel sich nahezu sofort in den Stamm verwandelt darf, während der Zombie-Wicht teils minutenlang auf die Beschwörung seines Z-Mechs warten muss.

Solche Feinheiten können aber per Patch ausgebügelt werden. Grundsätzlich bietet die umfangreiche Kämpferriege für jeden Spielstil seinen Liebling. Schnell kann in das Spiel gefunden werden und wenn ihr die grundlegenden Mechaniken verstanden habt, dann bieten die Eigenheiten der Klassen genug Material, um sich tiefgehend mit den Vor- und Nachteilen auseinanderzusetzen. Den Solo-Modus klammere ich an dieser Stelle einfach aus, da er nur Beiwerk ist. Auf Multiplayer-Seite stechen abermals die Revier-Übernahme und der Horde-Modus Kommando besonders heraus. Die Kampf-Arena ist eine nette Deathmatch-Variation, die etwas Taktik in das Chaos bringt.

Wie schon seine Vorgänger leidet Battle for Neighborville aber auch unter dem etwas geringen Umfang. Ein oder zwei Modi mehr und runde 15 statt nur zwölf Maps, die ja nicht alle in jedem Modus spielbar sind, das hätte noch ein deutlich schöneres Multiplayer-Paket ergeben. Und auch das Matchmaking darf noch etwas überarbeitet werden. Abgesehen von diesen Punkten ist das neue Garden Warfare aber ein gelungenes Online-Fest geworden, das sich hinter Konkurrenten wie Call of Duty oder Battlefield nicht verstecken braucht.
 
Battle for Neighborville XOne
Einstieg/Bedienung
  • Eingängige Steuerung
  • Erklärungen von Skills im Pausen-Menü
 
Spieltiefe/Balance
  • Zwanzig abwechslungsreiche Charaktere
  • Erweitertes Solo-Angebot...
  • Ob Pflanze oder Zombie, alles ist möglich
  • "Klasse statt Masse" im Spielmodi-Bereich
  • Herausforderungen steigern Motivation
  • Teamplay wird gefordert und gefördert
  • Spaßiger Kampf-Arena-Modus
  • Zahlreiche optische Anpassungsmöglichkeiten zur Freischaltung
  • Viele Upgrades zu Beginn, kein Pay-to-Win
  • Ein, zwei Spielmodi mehr wären schön
  • ...das immer noch ziemlich mau ist
  • Nur zwölf Maps
  • Keine Minimap
Grafik/Technik
  • Herrlicher Cartoon-Look
  • Stets flüssiger Spielablauf
  • Besonders in 4K mit HDR knackige Farben
  • Teils fast schon zu bunt
Sound/Sprache
  • Überarbeitete, bekannte Musik
  • Witzige comichafte Soundeffekte
  • Keine Sprachausgabe, nur Gebrabbel
Multiplayer
  • Stabiler Netzcode
  • Flottes Matchmaking
  • Wahlweise im Splitscreen spielbar
  • In den Standardmodi keine manuelle Auswahl möglich, automatische Zuweisung
  • Kleinere Lags
8.5
Userwertung0.0
Mikrotransaktionen
Aktuell: Nein; Zu einem späteren Zeitpunkt kosmetische Items im Rahmen von Ingame-Events
Hardware-Info
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
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  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
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Amazon.de Aktuelle Preise (€): 12,00 (Playstation 4), 12,00 (Xbox One), 22,99 (Nintendo Switch)
Dennis Hilla 18. Oktober 2019 - 9:03 — vor 2 Jahren aktualisiert
Dennis Hilla Redakteur - P - 162111 - 17. Oktober 2019 - 17:03 #

Viel Spaß beim Lesen/Sehen/Hören!

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 18. Oktober 2019 - 9:15 #

Danke für den Test, klingt gut! Kommt das Spiel tatsächlich für Switch? Das würde ja so gar nicht zu EA passen, die die Switch bisher weitestgehend ignorieren...

Wunderheiler 21 AAA-Gamer - 30415 - 18. Oktober 2019 - 11:08 #

Aktuell ist da soweit ich weiß nichts angekündigt.

paschalis 30 Pro-Gamer - - 209219 - 18. Oktober 2019 - 14:44 #

Es gab mal Gerüchte, daß es auf die Switch kommt. Ich habe die Angabe jetzt aber aus dem Steckbrief entfernt, da ich sie nicht verifizieren konnte.

Specter 18 Doppel-Voter - 11704 - 18. Oktober 2019 - 15:12 #

Danke für die Info!

Kinukawa 20 Gold-Gamer - 24725 - 18. Oktober 2019 - 10:25 #

Spielerisch kann es so gut sein, wie es will, aber die Charaktere lassen mich sehr weit Abstand von diesem Titel nehmen.

Wunderheiler 21 AAA-Gamer - 30415 - 18. Oktober 2019 - 11:09 #

Ist "Masse statt Klasse" wirklich ein Pluspunkt?

Dennis Hilla Redakteur - P - 162111 - 18. Oktober 2019 - 11:12 #

Da hast du natürlich Recht, das war ein Wortdreher.

Wunderheiler 21 AAA-Gamer - 30415 - 18. Oktober 2019 - 12:10 #

Das ergibt dann natürlich mehr Sinn :)

Zup 15 Kenner - P - 2748 - 18. Oktober 2019 - 12:31 #

Ich habe das gute alte Tower-Defense PvZ geliebt. Es war das ideale Spiel für zwischendurch. Mit dem neuen Warfare-Gedöns kann ich echt nix anfangen.

Rainman 23 Langzeituser - P - 39509 - 19. Oktober 2019 - 6:40 #

Dem schließe ich mich an.

Michael D. 19 Megatalent - - 17627 - 20. Oktober 2019 - 22:42 #

Ja, volle Zustimmung. Das habe ich auf der 360 ausgiebig gespielt.

SupArai 24 Trolljäger - P - 50141 - 18. Oktober 2019 - 14:26 #

Da bin ich doch tatsächlich überrascht, mit so einer guten Bewertung hätte ich nicht gerechnet, als ich mich vor einiger Zeit mit dem Titel für das Schreiben einer News beschäftigt habe. Das wirkte auf mich so völlig abgedreht und so richtig ernst habe ich den Titel überhaupt nicht nehmen können... ;-)

TSH-Lightning 25 Platin-Gamer - - 56114 - 18. Oktober 2019 - 15:32 #

Sieht wirklich knuddelig aus, aber fast nur MP ist nicht so mein Fall.

TheRaffer 22 Motivator - - 33863 - 18. Oktober 2019 - 18:17 #

Dem möchte ich mich vollumfänglich anschließen.

Dukuu 15 Kenner - 3473 - 18. Oktober 2019 - 16:17 #

Ist ne gelungene Evolution von Garden Warfare. Bin mir nicht sicher, ob das Balancing okay ist, dafür hab ich es (noch) zu wenig gespielt. Macht jedenfalls Spaß und Fans des Vorgängers sind hier gut aufgehoben. For The Plants :D

Alain 21 AAA-Gamer - P - 27905 - 18. Oktober 2019 - 19:45 #

Splatoon Konkurrenz sozusagen?

Wunderheiler 21 AAA-Gamer - 30415 - 19. Oktober 2019 - 9:28 #

Ich sehe da quasi keine Gemeinsamkeiten mit Splatoon (außer das es ein Shooter in 3rd Person ist)...

RoT 20 Gold-Gamer - P - 20727 - 19. Oktober 2019 - 0:09 #

bin auch überrascht, dass es ein shooter und kein TD ist...
sieht in der tat nett aus ;)

iYork 18 Doppel-Voter - 9513 - 19. Oktober 2019 - 5:07 #

Das sieht nach einen Spiel für mich aus! Ist ja bald Weihnachten :))

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 26. Oktober 2019 - 16:31 #

Ich fand die Grundidee von Garden Warfare immer eher sinnlos. Der Erfinder von PvZ hat ja Pflanzen als "Einheiten" genommen, weil die sich nicht bewegen können, und Zombies als Gegner, weil sie langsam sind. Daraus jetzt einen schnellen MP-Shooter zu machen, ist schon merkwürdig. Na ja, egal. Wenn's Spaß macht...