Pathfinder - Wrath of the Righteous Test+

Routinierte Rollenspielumsetzung

Rüdiger Steidle / 2. September 2021 - 10:33 — vor 2 Wochen aktualisiert

Teaser

Das neue Pathfinder hat fast alle Anlagen für ein Hit-RPG: Eine interessante Fantasy-Welt, ein gewissenhaft umgesetztes Regelwerk und eine epische Story. Aber ist das Abenteuer auch spannend?
Dieser Inhalt wäre ohne die Premium-User nicht finanzierbar. Doch wir brauchen dringend mehr Unterstützer: Hilf auch du mit!
Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Das Pathfinder-Universum baut auf den Klassiker Dungeons & Dragons auf. Das Pen & Paper zeichnet sich laut Wikipedia unter anderem dadurch aus, dass es Elemente traditioneller Sagen und Mythen verschiedener Kulturen mit Klischees moderner Fantasy-Literatur vermengt. Der Meinung einiger Fans nach konnte man teilweise sogar dem Vorbild den Rang ablaufen. Computer- und Videospieler durften erstmals 2018 die imaginäre Welt Golarion erkunden, in Pathfinder – Kingmaker, dem Vorläufer von Wrath of the Righteous. Der Nachfolger übernimmt die Unity-Technik, viele Spielinhalte und natürlich die grundlegenden Mechaniken, schreibt aber seine eigene Geschichte.

Wie es sich für ein Rollenspiel klassischer Machart gehört, dürft ihr euch vor dem Prolog ein Alter Ego basteln oder aber aus vorgefertigten Heldinnen und Helden wählen. Es gibt eine beinahe unüberschaubare Vielfalt an Spielerklassen, Persönlichkeitswerten und Fähigkeiten. Weil aber für jede Option ausführliche Erklärungen im begleitenden Nachschlagewerk abrufbar sind, sollte der Charaktergenerator auch für Rollenspielneulinge kein unüberwindbares Hindernis darstellen. Habt ihr euch für eine Laufbahn entschieden, unterzieht euch Wrath of the Righteous auch schon der Feuertaufe. Denn die mittelalterliche Stadt Kenabres, in der ihr gerade erst als unbeschriebenes Blatt angelangt seid, wird prompt von einer Dämonenarmee heimgesucht, die alles in Schutt und Asche legt. Euer Charakter kann gerade noch in die Katakomben unter der Stadt entkommen, wo Ihr Unterstützung bei den "Mongrels" findet, eigenartigen Mischwesen aus Menschen und Fabelmonstern. Bald schließen sich euch die ersten Begleiterinnen und Begleiter an und das Abenteuer kann beginnen.
Das Pathfinder-Universum ist beeindruckend fantasievoll ausgestaltet und enthält Elemente aus Sagen und Legenden aller möglicher Kulturen, einschließlich moderner Fantasy-Klischees.
 

Auf dem Kreuzzug gegen das Böse

Euer Ziel ist klar: Befreit die Stadt von den höllischen Invasoren! Doch bevor ihr diesen ersten großen Meilenstein der Story erreicht, gibt es wie bei jedem anständigen Rollenspiel jede Menge Leute zu treffen, Gespräche zu führen, Bösewichte zu vermöbeln und Aufträge zu absolvieren. Als Basislager für euren Feldzug dient ein alter Gasthof, in dem sich ein Haufen Kreuzritter gegen die marodierenden Horden verschanzt hat. Von dort aus unternehmt ihr auf einer Übersichtskarte Streifzüge zu interessanten Orten in der Umgebung. Ihr müsst regelmäßig rasten, um Energie zu tanken, Wunden zu verarzten und eure Zaubersprüche zu erneuern – eine etwas lästige Pflicht, die im D&D-System aber nun einmal dazugehört.

Ab und an stolpert ihr zufällig über Feinde, wobei das Programm die Herausforderungen automatisch eurer Spielstufe anpasst. Bei den Quests selbst nimmt das Spiel weniger Rücksicht. Für manche Aufgaben müsst ihr erst ausreichend Erfahrungspunkte sammeln und eure Ausrüstung aufwerten (neudeutsch: grinden). Insgesamt zeigt sich Wrath of the Righteous allerdings nicht allzu fordernd. Rollenspielveteranen sollten die Kampagne auf der vierten oder fünften von sieben Stufen spielen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich netterweise jederzeit ändern und sogar in Details modifizieren. Im Test war das durchaus nützlich, denn in der Vorabversion gab es ein paar überraschend heftige Bosskämpfe, die deutlich anspruchsvoller waren als der Rest. Am Balancing hätten die Entwickler ruhig noch etwas feilen können.
Das Charaktersystem ist der Vorlage entsprechend wahnsinnig komplex und erlaubt vielfältige Ausrichtungen und Laufbahnen, ist aber so detailliert erklärt, dass auch Einsteiger durchblicken sollten.
 

Mit Liebe geschriebene Geschichte

Auch die umfangreichen Beschreibungen und vielen Dialoge unterstreichen das Pen-&-Paper-Erbe von Wrath of the Righteous. Einige Gespräche sind auf Englisch vertont, aber bei weitem nicht alle. Bei der enormen Textmenge ist das aber auch kein Wunder. Ich habe mich im Test sogar gelegentlich dabei erwischt, wie ich die Texte nur überflogen oder mich einfach von einem Bildschirm zum nächsten geklickt habe. Die Story ist eigentlich solide geschrieben und ordentlich übersetzt, aber nicht jede Zufallsbekanntschaft ist interessant genug, dass ich mich seitenlang durch ihre Kindheitsgeschichte blättern möchte. Die Dialoge komplett zu überspringen, ist aber keine Option, schließlich weiß ich nie, hinter welcher Zeile sich der entscheidende Hinweis für die aktuelle Quest oder ein neuer Auftrag verbirgt.

Generell lassen mir die Macher die Wahl, wie ich mich verhalten möchte. An vielen Schlüsselstellen darf ich mich zwischen guten, bösen, rechtschaffenen und chaotischen Aussagen oder Handlungen entscheiden – und muss dann die Konsequenzen tragen. Beispielsweise schließen sich mir schon früh zwei Mongrels an, Woljif und Wenduag. Woljif möchte sein Volk an die Oberfläche führen, Wenduag traut "denen da oben" nicht über den Weg. Je nachdem, wen von beiden ich unterstütze, folgt mir entweder der eine oder die andere. Ich kann meine Meinung ändern, aber nicht beide glücklich stimmen. So beeinflussen meine Entscheidungen nicht nur den Verlauf der Geschichte, sondern auch den Werdegang meines Spielcharakters. Nach der Befreiung von Kenabres steigt mein Alter Ego nämlich zum mythischen Helden oder Antihelden auf (dieser kleine Spoiler sei erlaubt) und unterschiedliche Handlungspfade führen zu sehr unterschiedlichen Ausrichtungen. So sehr ich diese Freiheit genieße: Die chaotischen und insbesondere bösen Optionen ergeben im Handlungszusammenhang nur selten Sinn. Ich muss es schon wirklich darauf anlegen, einen B-Movie-Bösewicht zu mimen.
Immer wieder müsst ihr moralische Entscheidungen fällen, die den Verlauf der Geschichte und euren Werdegang beeinflussen.
 

Komplexe Gefechtsmechanik

Wenn ihr euch nicht gerade durch Dialogbildschirme hangelt, steckt ihr häufig in Gefechten. Von wilden Raubtieren über fanatische Kultisten bis hin zu absurden Ausgeburten der Hölle will euch offenbar die halbe Spielwelt an den Kragen. Ihr tragt die Scharmützel wahlweise in Echtzeit mit einstellbaren Pausen oder aber ganz gemütlich rundenbasiert aus. Wenn ihr euch für den Echtzeit-Ablauf entscheidet, könnt ihr viele Aktionen eurer Mitstreiter automatisieren, die sich dann selbständig Ziele suchen oder Zauber wirken. Bei kritischen Ereignissen, etwa wenn ein Mitglied eurer Gruppe schwer verletzt wird, wird der Ablauf unterbrochen. Zum Action-RPG à la Diablo wird Wrath of the Righteous also nicht, spielt sich aber wesentlich temporeicher als mit der Runden-Option. Im taktischen Modus könnt ihr dafür eure Jungs und Mädels präziser kontrollieren und besonders haarige Auseinandersetzungen leichter meistern.

Hinter den Kulissen passiert zwar viel, beispielsweise berechnet das Programm automatisch die Initiative, also Zugreihenfolge, im Wesentlichen beschränken sich eure Aktionsmöglichkeiten aber darauf, eure Schützlinge zu bewegen und Kontrahenten anzugreifen. Gerade am Anfang haben eure Recken noch nicht allzu viele Tricks auf Lager: Paladine schwingen einmal pro Runde ihr Schwert, Waldläufer schicken einen Pfeil in Richtung Gegner, Hexen brennen eine ihrer kostbaren "Magic Missiles" ab oder verarzten Kameraden mit einem halbgaren Heilzauber. Weil die Trefferwahrscheinlichkeiten sehr niedrig sind und mutige Manöver durch Gelegenheitsattacken bestraft werden, spielen sich die Auseinandersetzungen anfangs etwas träge und statisch. Später lernen aber insbesondere die anfangs schwächlichen Magier viel dazu und auch die Gegner werden abwechslungsreicher. Trotzdem verlaufen die meisten Konflikte, insbesondere die Zufallsbegegnungen auf der Weltkarte, nach einem ähnlichen Schema. Ich hätte weniger, aber dafür forderndere Gefechte bevorzugt.
Anzeige
Magiebegabte sind zu Anfang eher eine Bürde für die Party als eine echte Unterstützung, gehören aber später zu den mächtigsten Kämpfern.
Dennis Hilla Redakteur - P - 142014 - 2. September 2021 - 10:33 #

Viel Spaß beim Anschauen und Lesen!

-Stephan- 14 Komm-Experte - P - 1952 - 2. September 2021 - 10:46 #

Danke für den Testbericht :)

Das wäre für mich ein Kandidat für einen Sale muss ich zugeben. Ich habe den Vorgänger mehrfach auf der Xbox angefangen und gerade zu Anfang war ich da auch regelrecht in einem Bann gefangen. Aber irgendwie ließ die Motivation dann auch relativ schnell nach. Zumal das manuelle Verfrachten und Inventarsystem in den Kämpfen eher nervig war, was aber halt an der Konsolenversion liegen mag. Eine wirklich gute Party habe ich nicht zusammen bekommen, was aber an meinem Umvermögen liegt denke ich, weniger am Spiel selbst.

Bis da die Konsolenfassungen kommen, dauert es ja eh noch. Mal sehen was sich bis dahin tut und ob ich den Vorgänger nicht doch noch mal neu starte :)

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 10:58 #

Ich habe den ersten Teil nicht gespielt, aber deine Schilderung gleicht meinen Erlebnissen im Nachfolger: Grandioser Einstieg, dann flacht die Motivationskurve zunehmend ab.

Player One 15 Kenner - P - 3946 - 2. September 2021 - 21:14 #

Das ist für mich ebenfalls ein Sale-Kandidat, wenn überhaupt. Mit dem Vorgänger bin ich nicht ganz warm geworden und hatte hier eigentlich auf ein paar Verbesserungen gehofft. Vor allem haben mich in Teil 1 die kleinen Areale gestört, die auch ziemlich lieblos ausgesehen hatten. Gefühlt habe ich da überwiegend auf die Karte gestarrt, zumindest aus meiner verklärten Erinnerung heraus.

Goremageddon 15 Kenner - 3654 - 2. September 2021 - 10:47 #

Danke für den Test. Den Titel hatte ich absolut nicht auf dem Schirm. Das gesehene sagt mir durchaus zu. Kommt auf jeden Fall auf meine Liste.

Odinsronja 04 Talent - 28 - 2. September 2021 - 11:12 #

Moinsen, erstmal Danke für den Test ich lese Eure Seite echt gern, aber ich finde den Test seltsam, ein Spiel zu testen was auf einer Testversion basiert und noch nicht fertig ist, und dann schon nach 25 Std eine Wertung abzugeben obwohl es ein RPG ist was meistens mehr als 25 Std beinhaltet, sehr unpassend und Verfälscht das Testergebnis und zeigt nicht das Wirkliche Potentials des Spiels. Bitte macht auch einen Nachtest wenn das Spiel richtig erschienen ist und Ihr evtl. mehr Std. ins Spiel geschaut habt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 2. September 2021 - 11:23 #

Wir können für ein Nischenprodukt wie Pathfinder 2 schlicht nicht 100 Stunden investieren. Die Alternativen wären a) gar nicht zu testen oder b) über die tatsächliche Spielzeit Stillschweigen zu bewahren, so wie das sicher an einigen anderen Stellen im WWW gemacht wird.

Aus meiner langen Spieletester-Erfahrung weiß ich jedoch: Ein Spiel wird sich nach 100 Stunden nicht grundsätzlich anders darstellen als nach 25 Stunden (wobei es glaube ich sogar ein paar mehr waren bei Rüdiger). Selbst JRPGs, die traditionell sehr langsam ihre Systeme einführen, sind in der Regel nach 20 Stunden weitgehend "komplett". Natürlich kann ein Plot-Twist nach 30 oder 40 Stunden dann erst den Extrakick geben, aber genauso kann dem Spiel nach 50 Stunden auch extrem die Luft ausgehen. Insofern denke ich, dass Rüdigers Tests eine hinreichend sichere Einschätzung des Spiels liefert, wenn auch keine perfekte.

Zum "nicht fertig": Wenn der Hersteller der Meinung ist, dass ein Spiel testfähig ist, wieso sollten wir es dann nicht testen, sofern auch wir es für testfähig halten? Rüdiger hat vor Schreiben des Tests einen 11-GB-Patch abgewartet (und auch noch mal mehrere Stunden gespielt). Aber wir können doch nicht Monate warten, bis Pathfinder 2 dann zu Ende gepatcht ist (und angesichts des Vorgängers ist das keine unrealistische Erwartung). Stärkstes Argument ist aber: die getestete Fassung wird so auch verkauft ab heute, da gibt es bestimmt keine wahrnehmbaren Unterschiede.

Was einen Nachtest anbelangt, so kann ich dir wenig Hoffnungen machen: Ich glaube schlicht nicht, dass Wrath so relevant sein wird, dass sich dieser Aufwand lohnt. Ausgeschlossen ist es aber auch nicht, wenn nämlich ein Redakteur oder Autor doch weiterspielt und dann von sich aus sagt ein halbes Jahr später, "da sollten wir noch mal draufschauen". Aber es ist unwahrscheinlich. Zum Glück gibt es bei GamersGlobal mehrere Alternativen: Nämlich die erneute Betrachtung durch einen User, etwa in einem User-Artikel oder in der schönen Rubrik "Das spielen unsere User", wo es sich quasi um Minikolumnen zu Spielen handelt.

Mersar 17 Shapeshifter - P - 6174 - 2. September 2021 - 12:31 #

"Nischenprodukt wie Pathfinder 2" ... ähm ... wenn das kein Rollenspiel-Blockbuster ist, dann weiß ich nicht, ob das Genre "Rollenspiel" überhaupt noch lebt. Neben Pillars und Divinity ist Pathfinder ein Aushängeschild für Rollenspiele - zumindest in meiner Einschätzung.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 2. September 2021 - 13:49 #

Bitte nicht beleidigt sein, aber das ist es für mich. Selbst Pillars und Divinity (dich beide oberhalb von Pathfinder 1 einordnen würde) sind Nische. Oldschool-RPGs sind Nische, mit Ausnahme vielleicht von Baldurs Gate 3.

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 15:11 #

Soweit ich weiß, hatte Pathfinder Kingmaker mehr Sales (1 mio) als Pillars (700K) und Divinity (500k). Ich halte das für einen großen Erfolg. Von "Nische" kann man da kaum sprechen.

Das hat auch nichts mit "beleidigt sein" zu tun, sondern vielleicht eher mit Definitionen. Der Begriff "Nische" wird überstrapaziert. Nach deiner Definition ist "Nische" wohl alles, was nicht genug Klicks bringt, nach meiner ist "Nische" eher etwas, was zwar Fans, aber kommerziell keinen (großen) Erfolg hat. Das trifft auf Pathfinder Kingmaker nicht zu. Trotz der vielen Bugs wurde es durchweg gut aufgenommen von Spielern und Presse und war zurecht erfolgreich. Die Korrelation zwischen Klicks und Erfolg werde ich aber eh nie verstehen ;-)

Dass ihr nur 25 Stunden investiert, ist nachvollziehbar, aber traurig. Wirtschaftliche Notwendigkeiten sind einfach schei....

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 15:23 #

Du, die Spielzeit hat mit Wirtschaft nicht viel zu tun. Die Testversion kam Freitagmittag. Dienstagabend musste das Video fertig sein, gestern Abend der schriftliche Artikel. Bleiben effektiv etwa vier Tage, das macht also im Durchschnitt über sechs Stunden reine Spielzeit pro Tag. Fürs Schreiben, Schneiden, Bilder machen und dergleichen muss ich auch noch ein paar Minuten aufwenden, und ich mache das alles in meiner Freizeit.

Klar hätte man auch schon früher loslegen können, es gab vorher wohl schon Betas zur Preview. Nur ist dann die Frage, wie repräsentativ die für die Verkaufsfassung sind, angesichts der Tatsache, dass kurz vor Schluss gleich noch zwei Updates erschienen sind, von dem zumindest das erste auch spürbar viel verändert und verbessert hat.

Ich glaube nicht, dass mehr Spielzeit zu einer signifikant anderen Wertung führen würde. Wie weiter oben erläutert: Zum Ende der Testdauer hatte ich alle grundlegenden Spielbereiche so weit erkundet, dass ich sie ausreichend sicher beurteilen konnte.

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 15:47 #

Naja, ihr hättet ja auch wie die GameStar schreiben können, dass der Test später kommt, weil das Spiel so umfangreich ist. Und Heiko begründet es doch auch mit wirtschaftlicher Notwendigkeit ("Mehr geht bei Nische nicht"). Richtig ist natürlich, dass ihr gameplaytechnisch nach 25 Stunden alles gesehen habt und beurteilen könnt, aber gerade bei einem Rollenspiel legt man ja auch viel Wert auf die Story (auch der Nebenquests), und die kann man halt nach 25 Stunden noch nicht vollständig beurteilen und in die Wertung einfließen lassen. Das meinte ich mit traurig, dass nicht mehr geht. Ist ja keine Kritik, eher Beileidsbekundung.

Edit: Mit Heiko meinte ich Jörg. Ich komme von der GameStar und bin da Heiko als Chef gewöhnt, sorry ;-)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 2. September 2021 - 15:49 #

Ich bin passionierter Rollenspieler, und dass man nach 25 h die Story noch nicht beurteilen kann ist Unsinn. Kann man sehr gut. Wenn dich die Story nach 25 h noch nicht gepackt hat, tut sie es auch nach 50 h nicht. Nach 25 h kann man aber sehr wohl beurteilen, ob man dranbleibt oder nicht.
Oder was ist mit Nebenquest Monstern wie Skyrim? Story passt auf n Bierdeckel und ist bei nur sie spielen nach 20 h durch. Trotzdem hast du da nicht mal die Hälfte des spiels gesehen. Ich bezweifle dass Skyrim von einer Redaktion damals komplett gezockt wurde. Aber da beschwerst du dich nicht, weil es alle trotzdem hochgejubelt haben! ;)

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 16:03 #

Du verstehst das falsch. Ich habe mich nicht beschwert. Kein Grund für den Verteidigungsmodus ;-) Und ich schrieb übrigens "vollständig beurteilen". Da kannst du noch so passioniert sein, das wird dir nicht gelingen.

Und Skyrim kann ich nicht ausstehen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 2. September 2021 - 16:18 #

Skyrim war auch nur ein Beispiel. Ich bin auch nicht im Verteidigungsmus. wenn, dann eher im Unverständnis Modus. :)
Von einer Redaktion zu verlangen dass ein Spiel komplett durchgespielt werden muss um es beurteilen zu können ist für mich Nonsens.
Ich weiß nicht wie Jörg das hält, aber für mich als Leser sind am Test drei Sachen wichtig.
1. Ist die Story so vorhanden interessant?
2. Funktioniert das Gameplay, KI etc?
3. Gibt es Bugs, unverständliche Spielspaß behindernde Designentscheidungen?
Alle diese sachen sind im Test ausführlich behandelt worden.
Welche Note am Ende dabei rausspringt, ist so man davon nicht den Kauf abhängig macht (und das tue ich nie) nebensächlich.
Von mir aus könnten Wertungen komplett entfallen, da ohnehin jeder ein Spiel anders empfindet.
Nehmen wir wieder Skyrim, viele loben es in den Himmel, viele so wie wir beide empfinden es als Beleidigung des Genres.
Schreibt nun der Tester sagen wir ne 9 darunter, ist er um es überspitzt zu sagen, für uns beide ein Trottel der keine Ahnung von seinem Job hat.
Schreibt er ne 5 drunter, ist er für die Liebhaber ein Trottel der keine Ahnung von seinem Job hat! :D
Also nieder mit der Redakteursknechtschaft durch Noten!

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 16:32 #

"Von mir aus könnten Wertungen komplett entfallen, da ohnehin jeder ein Spiel anders empfindet."

Das predige ich auch seit Jahren. Es wird durch die Wertung eine Objektivität suggeriert, die es de facto nicht gibt, weil eben doch der subjektive Geschmack des Testers sehr viel Einfluss hat. Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich Wertungen sofort verbieten ;-)

Zum Rest: Ich finde halt, dass die Story gerade bei Rollenspielen sehr wichtig ist und da tut es mir schon leid, wenn professionelle Tester nicht genügend Zeit investieren können/dürfen, um die Story in Gänze beurteilen zu können.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 2. September 2021 - 16:45 #

Du kannst Wertungen hier ausblenden und dir frei von Zahlen eine eigene Meinung zum Test bilden :)
Die Moderation achtet auch darauf, dass diw Wertung unter des Tests zeitnah nicht "gespoilert" wird.

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 16:47 #

Schon in den Einstellungen gesehen, tolles Feature!

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 2. September 2021 - 17:02 #

Die Wertungen auf GamersGlobal sind seit 2018 ganz offiziell subjektiv, die Note spiegelt die persönliche Meinung des Testers wider. Eine Expertenmeinung, ja, aber es soll keine Objektivität oder Vergleichbarkeit zu anderen Spielen/Genres suggeriert werden.

Hier wird erklärt, was das genau bedeutet:
https://www.gamersglobal.de/sonstiges/sotestenwir

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 18:12 #

Ich sags mal so, finanziell lohnt sich ein Durchgespielt-Test sicher nicht. Wenn ich mir überlege: 100+ Stunden Spielzeit, schreiben, Video usw. Sagen wir mal 120 Stunden zu je 9,5 Euro = 1140 Euro.

Daher finde ich die Zeitangabe gut, um die Erkenntnisse besser einordnen zu können.

Aber:

1. Dazu muss man imho durchspielen. Sehr oft nimmt eine Story Fahrt auf oder flaut ab (z.B. auch Geld wird knapp und Release gerusht!). Manche Enden sind so bescheuert, dass es alleine deshalb eine Abwertung geben müsste.

2. Viele Spiele, gerade RPG, entfalten sich. Was anfangs noch gut geht, geht später vllt. nicht mehr. Oder es wird hintenraus immer (positiv) komplexer. In Solasta erlebe ich nach 50 (?) Stunden immer noch neues.

3. Bugs kann ein Test imho nie alle aufdecken. Erst recht nicht am PC. Zu unterschiedlich sind die Rigs und imho auch zu unterschiedlich die Einschätzung der Bugs. Und manche Leute haben bestimmte Bugs, andere nicht. Manche Bugs werden nur in bestimmten Konstellationen getriggered, die sieht ein Spieler vllt. nie. Darum gibt es z.B. nach Paradox DLC Releases oft rants. Missionen von 5 Ländern in Asien gehen nicht mehr. Findet man im Test nur durch Zufall raus. Tausende Spieler finden es schnell raus und der Rant nimmt Fahrt auf. Oder was ist mit dem Gamebreaking Bug nach 30 Stunden? Aber zumindest kann man schonmal erkennen, ob ein Spiel tendenziell ein Bugfest ist oder nicht. Die Einordnung der Bugs ist dann natürlich die zweite Sache (Cyberpunk PC Version z.B. fielen die subjektiv nicht so sehr ins Gewicht).

Auch aus all diesen Gründen finde ich die Zeitangabe gut. Und natürlich auch die subjektive Bewertung.

Larnak 22 AAA-Gamer - P - 33584 - 3. September 2021 - 10:58 #

"Sehr oft nimmt eine Story Fahrt auf oder flaut ab"
Auch beim Gameplay trifft das ja gern mal zu - wir kennen alle genug Spiele, in deren "letztem Akt" plötzlich nur noch irgendwie lieblos Monstermassen hingeklatscht worden sind, mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Spaß. Oder völlig verkorkste Endgegner / Endkämpfe.

Verständlich, dass Entwicklerstudios auch wirtschaftlichen Zwängen unterliegen, aber als Spieler:in will man darüber doch gern vor dem Kauf Bescheid wissen, zumindest wenn man Tests noch im Sinne einer Kaufberatung versteht.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 3. September 2021 - 11:22 #

Stimmt, das kommt auch noch dazu!

Oder ein gutes Spiel wird zu zäh und lang.

Bin daher auch Fan von Durchgespielt-Reviews.

Wunderheiler 21 Motivator - P - 29474 - 4. September 2021 - 17:09 #

„Und Skyrim kann ich nicht ausstehen“

Sorry für den kleinen Seitenhieb, aber sicher dass du das „vollständig beurteilen“ kannst ;)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 17:44 #

Hat eine gewisse Ironie ;)

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 8. September 2021 - 12:38 #

Dass ich Skyrim nicht ausstehen kann? Ja, das kann ich vollständig beurteilen. Habe ich ja nicht nur 25 Stunden gespielt. Ich nehme mein Hobby schließlich ernst. Sorry für den kleinen Seitenhieb ;-)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 2. September 2021 - 15:52 #

Die GameStar hat sich im Mai nach 15 Stunden zu einer Preview-Wertung hinreißen lassen. Jetzt sagt der Haupttester, dass er selbst nach 70 Spielstunden noch keine abschließende Wertung abgeben kann...

Das zeigt für mich zwei Dinge:
Erstens, das Spiel ist kein Nischentitel, sondern stößt auf breites Interesse, sogar bei einer nicht so retrolastigen Community wie GS. Sonst würden die da nicht so viel Zeit reinstecken.

Und zweitens, GS hat wohl wieder das Problem, ein Spiel im Vorfeld vielleicht etwas zu sehr gehyped zu haben und mobilisiert nun alle Kräfte, um zurückzurudern. Kann mir doch keiner erzählen, dass man selbst nach 70h keine fundierte Wertung abgeben kann. Ich denke, die wollen sich absichern, weil sie einen Shitstorm fürchten.

Larnak 22 AAA-Gamer - P - 33584 - 3. September 2021 - 12:08 #

Die Gamestar hat den Vorabtest vom Mai nochmal in die Highlights auf der Startseite gepusht. Es ist unwahrscheinlich, dass man das getan hätte, wenn man derzeit darum bemüht wäre, ob des vermeintlich zu hypenden Urteils nun durch Mobilisierung aller Kräfte zurückzurudern.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 2. September 2021 - 15:34 #

"Nach deiner Definition ist "Nische" wohl alles, was nicht genug Klicks bringt," -- Nein, wie kommst du darauf?

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 15:40 #

"Wir können für ein Nischenprodukt wie Pathfinder 2 schlicht nicht 100 Stunden investieren."

Habe ich da rein interpretiert.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 2. September 2021 - 16:52 #

Also so rum hast du schon Recht mit deiner Vermutung, denn würde ich mir deutlich mehr Clicks versprechen von einem Pathfinder-Test, könnten wir schon mehr Aufwand investieren. Nur haben für mich Clicks erst mal nichts mit Nische zu tun respektive gibt es auch "Mainstream-Inhalte", die zumindest bei uns nur wenige Clicks bringen.

Für mich ist Nische auch überhaupt nicht abwertend, meine Lieblingstitel sind sehr oft Nische, gerade im Rundentaktikbereich.

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 2. September 2021 - 17:17 #

Ja, wie weiter oben gesagt, wirtschaftliche Notwendigkeiten sind schei...

Der Begriff "Nische" ist für mich halt negativ konnotiert, so nach dem Motto "interessiert keine Sau" und das tut mir bei meinem Lieblings-Genre halt weh. Sag doch lieber "nicht Massenmarkt tauglich", da kann ich mir wenigstens einreden, dass mein Geschmack feiner als der der Masse ist ;-)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 3. September 2021 - 8:22 #

Ich würde Nische als "Special Interest" definieren. Man kann auch als Normalo reinschauen, wird es dann bald wieder zur Seite legen. Eigentlich muss man sich aber etwas reinfuchsen. Gilt ja auch für die meisten Sims. Wer fliegt denn schon einen Airbus mit MCU Programmierung und Originalkarten, wenn man derweil auch eine gemütlich einfache Runde im Sichtflug über seinen Wohnort drehen kann?

Also eigentlich nichts Negatives ;)

Zu den 25h. Wenn mich, als Genrefan, ein Spiel nach 25h meiner Lebenszeit immer noch von einem ergreifenden Spielerlebnis abhält, dann ist das aus meiner Sicht relevant genug für eine Bewertung. In dieser Hinsicht finde ich die GS Aussage extrem schwurbelig und tippe auch eher auf unauffälliges Zurückrudern im Dunst der Nebelkerze ...

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 3. September 2021 - 8:39 #

Die Gamestar wertet glaube ich nicht subjektiv sondern ordnet im Konkurrenzverhältnis ein. Da ist Durchspielen imho noch wichtiger.

Wenn ich 25h spiele und nicht wirklich Spaß habe sind das eigentlich doch fast schon subjektive 0 Punkte und man muss eigentlich Strafpunkte für Lebenszeitverschwendung geben :D

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 3. September 2021 - 8:59 #

Was heißt Konkurrenzverhältnis? Im Vergleich z.B. zu einem D:OS2, also zu einer Referenz? Von meinem Eindruck her ist man dort auch eher darauf bedacht die großen Gefühle der Hypewellen gewinnbringend zu nutzen, da kann dann auch mal was schiefgehen.

Ja, das mit der Lebenszeit habe ich jetzt extra etwas lockerer formuliert. Immerhin scheint es ja 25h so halbwegs getragen zu haben. Und wenn jetzt, wie hier, Rüdiger sagt dass er das Ende der Geschichte noch erfahren will, aber die Nebenmissionen einschränkt, dann ist das natürlich keine negative Extremerfahrung ;)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 3. September 2021 - 9:11 #

Ja, genau, die ordnen das ein. Falls die "So testet Gamestar" Erklärung, die ich eben ghegoogled habe, noch aktuell ist.

Also, das ist die offizielle Version. Den Hype und Hatewellen Eindruck habe ich auch. Dazu sind sie mir werbemäßig doch oft sehr eng verbandelt und machen Promotions usw.

Ja, da ist es jetzt bei Rüdiger tatsächlich noch halbwegs positiv gelaufen :)

Nick2000 06 Bewerter - 75 - 3. September 2021 - 9:00 #

Man muss dabei beachten, dass der Test bei der GameStar hinter der Paywall ("GameStar Plus") versteckt sein wird. Deswegen rechnet es sich für die GameStar im Großen und Ganzen, dass ein Tester eine ganze Woche investieren kann. Sonst wäre der Test mit Sicherheit an einen Freelancer ausgelagert worden. Das hätte ich übrigens sehr begrüßt. Sascha Penzhorn hatte Bock drauf und wäre auch mein Favorit gewesen.

Maestro84 19 Megatalent - - 14294 - 3. September 2021 - 9:10 #

Auch der Engländer will bezahlt werden, wobei der Umrechnungskurs "Euro-Milchshakes" recht günstig sein müsste. Hehe.

Aber ja, ohne GS+ gäbe es auch dort weniger Tests. Das Kostenproblem betrifft ja alle Seiten, egal ob GG, GS oder PC Games. Was da nicht, wie Age of Empires, für massive Klicks sorgt, geht nur hinter der Bezahlschranke. Ist ja auch ok, war ja früher auch nicht anders.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 3. September 2021 - 9:11 #

Das spricht natürlich Bände über den Hungerlohn, den der Freelancer dann kriegt.

Maestro84 19 Megatalent - - 14294 - 3. September 2021 - 9:50 #

Ist ja nicht neu, aber anders sind viele Inhalte nicht mehr zu stemmen. Gerade bei GS ist mir schon vor Ewigkeiten aufgefallen, dass die altgedienten und somit sicher noch teuren Redis im Hintergrund arbeiten, während so der Alltagskram gerne ausgelagert wird ("Gesucht: Sklave m/w/d, für viel Arbeit, ohne dauerhafte Übernahme und einen armseligen Lohn, jung und dumm...naiv bevorzugt.").

LRod 18 Doppel-Voter - P - 11900 - 3. September 2021 - 9:53 #

Ja, selten kaufe ich mir die Zeitschrift zum Blättern für unterwegs, und Stelle dann immer wieder fest, dass der ganz überwiegende Teil der Tests extern vergeben wird. Da wundert man sich schon, was die Redaktion selbst eigentlich für das Heft macht, außer den Sprüchen auf der Team-Seite...

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 3. September 2021 - 13:57 #

Glaub mir, freie Mitarbeiter anzuleiten und deren Ausstoß zu verwalten, macht eine Menge Arbeit. Die Auftragsvergabe an externe Selbständige mag für Verlage günstig sein, ist aber auch fürchterlich ineffizient.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 3. September 2021 - 10:34 #

Stimmt. Entsprechend lesenswert ist die Clickbaitstar leider auch nur noch. Weil auch die Inhalte entsprechend ausgerichtet sind. Top 10 usw. Viele Advertorials etc.

derbeoida 06 Bewerter - P - 63 - 9. September 2021 - 22:52 #

Es ist mir recht schleierhaft wo du diese Zahlen herhast.
Was Verkaufszahlen angeht sagen alle Quellen, dass hier D:OS 2 der Platzhirsch ist. Die Zahlen variieren zwar leicht, dies dürfte jedoch an den unterschiedlichen Zeitpunkten der Veröffentlichungen dieser liegen. Auf Wikipedia etwa werden über 2 Millionen Verkäufe aufgeführt, also das Vierfache deiner Angabe.

Bei Pillars of Eternity scheint deine Angabe stimmig, die Zahlen decken sich mit einer Recherche. Bei Pathfinder Kingmaker gestaltet sich das Ganze schwieriger, hier findet sich lediglich ein Artikel, welcher Outward zusammen mit Kingmaker etwa 1,2 Millionen Verkäufe zuschreibt. Welches Spiel welchen Anteil daran hat, wird jedoch nicht angegeben.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass das ganze Genre, im Vergleich, eher ein Nischendasein pflegt, wenn man sich vor Augen führt, dass ein Fallout 4 etwa 12 Millionen Exemplare verkauft hat. Der Platzhirsch, im cRPG Bereich, sowohl bei User- und Pressewertungen, als auch bei Verkaufszahlen ist somit D:OS 2.
Dahinter ist unklar ob Pathfinder oder Pillar of Eternity folgt, aber beide mit gutem Abstand zu DO:S 2.

So sind in diesem Bereich alle drei Titel nicht gefloppt, was die Verkaufszahlen angeht, aber als Nische kann man das schon bezeichnen.

Mersar 17 Shapeshifter - P - 6174 - 5. September 2021 - 18:33 #

Nur eine Nachfrage: Warum ist Baldurs Gate 3 dann die Ausnahme?

derbeoida 06 Bewerter - P - 63 - 9. September 2021 - 22:55 #

Baldurs Gate 3 verkauft sich für ein cRPG schon vor dem finalen Release ziemlich gut.

Markus K. 13 Koop-Gamer - 1623 - 2. September 2021 - 23:38 #

Endlich schreibt es mal jemand! Ein Spiel, egal welchen Genres, was es innerhalb von 25 Stunden nicht schafft zu überzeugen, wird auch nach weiteren 25 Stunden nicht besser. Und wenn ein Spiel zwar ein tolles Ende hat, ich mich auf dem Weg dahin aber zu Tode langweile, ist es dennoch kein gutes Spiel.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 12:58 #

Nach 25 Stunden hat man meines Wissens nach alle Spielbestandteile gesehen. Vielleicht nicht in ihrer jeweiligen Endausprägung, aber es werden dann keine zusätzlichen Mechaniken eingeführt. Ich habe so viel Zeit investiert, wie mir das im Testzeitraum möglich war. Es wäre sicher interessant gewesen, beispielsweise noch andere Handlungswege und mystische Pfade zu verfolgen, aber das ist nicht mit vertretbarem Aufwand zu leisten. Ich hätte noch mal mindestens 15 Stunden ins Spiel stecken und den kompletten Anfang wiederholen müssen, um etwa als Lich oder Schwarm zu spielen.

Mit dem erwähnten Patch war das Spiel auch technisch weitgehend auf dem Stand der Verkaufsfassung. Es gab heute zum Release noch ein Mini-Update, das sich meiner Information nach auf kleine Bugfixes beschränkt.

Lacerator 16 Übertalent - 5172 - 2. September 2021 - 14:05 #

Zur Einordnung für mich: Hast Du auch Kingmaker gespielt und wenn ja, wie würdest Du es im Vergleich zu Wrath of the Righteous bewerten?

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 14:26 #

Nein, habe ich nicht.

Lacerator 16 Übertalent - 5172 - 2. September 2021 - 14:28 #

Schade. :)

Maestro84 19 Megatalent - - 14294 - 2. September 2021 - 13:02 #

Bei Assassin's Creed verbringt auch gerne über hundert Stunden und hat nach fünf schon Alles gesehen :D

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 11:14 #

Das klingt ja sehr ernüchternd :( Wie lange bist den denn der Hauptstory nach den 25 Stunden noch gefolgt und hat es dann mehr Spaß gemacht?

"interessante Minigames wie Schlösserknacken" Welches Spiel hat denn ein interessantes Minigame zum Schlösserknacken :D

Sothi 13 Koop-Gamer - P - 1389 - 2. September 2021 - 11:23 #

Gleicher Gedanke zum Thema "Minigames" ;)

Vollmeise 20 Gold-Gamer - 24504 - 2. September 2021 - 11:27 #

skyrim? :)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 11:53 #

Beim ersten Mal witzig, dann hat es mich aber nur noch genervt. Und man konnte ohne Aufskillen alles öffnen. Das war letztlich eine Einladung zum Quickload (ja, muss man nicht). Fand ich nicht gut.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 12:59 #

Naja, spannender als ein automatisierter Skill-Check.

Sothi 13 Koop-Gamer - P - 1389 - 2. September 2021 - 13:08 #

Empfinde ich genau andersrum: Selbst die spannensten Minigames sind irgendwann eher nervig, als spielspaßfördernd. Von den Minigames, die von Anfang an schlecht designed sind, möchte ich gar nicht anfangen. Da wäre man oft froh, es könnte automatisch ausgerechnet und durchgeführt werden.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 13:11 #

Du sprichst mir aus der Seele.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 59262 - 2. September 2021 - 13:14 #

Volle Zustimmung von meiner Seite aus.

Zille 20 Gold-Gamer - - 22982 - 3. September 2021 - 15:57 #

Stimmt meistens. Es gibt aber auch Beispiele wie Shadowrun Returns - Dragonfall, wo bspw. das Hacken sehr gut gelöst ist.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 13:11 #

Finde ich nicht. Bin froh, wenn so Nervmechaniken nicht drin sind. Nur die Türcodes in Elex fand ich ganz nett, wenn ich drüber nachdenke. Gab aber auch kaum welche und teils konnte man die glaube ich sogar finden.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 13:21 #

Das Ding ist halt, dass sich Pathfinder 2 fast ausschließlich auf Dialoge und Kämpfe beschränkt und ansonsten wenig "Spiel" zu bieten hat. Mir hätten ein paar Minigames zur Auflockerung gut gefallen, zumal, wie beschrieben, das Kampfsystem jetzt auch nicht super spannend umgesetzt ist und die Strategiegefechte eher enttäuschen. Irgendein zusätzliches Betätigungsfeld wäre zur Abwechslung nett gewesen.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 14:58 #

Das finde ich gut :D Solange die Kämpfe gut sind und die Dialoge was taugen. Storys sind ja im Genre eh meistens solide bis gut (praktisch nie schlecht und praktisch nie Meilensteine).

Denke, das ist Geschmackssache. Minispiele nerven mich eigentlich immer hart. Ab und zu in die Spielwelt integrierte Rätsel wie bei Solasta finde ich gut.

Lacerator 16 Übertalent - 5172 - 2. September 2021 - 14:00 #

Was ich am Anfang zu Pathfinder: Kingmaker gelesen haben klang auch alles ernüchternd. Nachdem ich mich jetzt der 200h-Marke nähere, ist es für mich das beste Old-School-RPG seit Baldur's Gate II.

Besser als Neverwinter Nights I+II, besser als Pillars of Eternity I+II, 500x besser als Divinity - Original in I+II... :)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 2. September 2021 - 14:16 #

PF: Kingmaker war für mich (trotz üblem Plotstopper-Bug und 40 verlorenen Spielstunden !!) eine wirklich großartiges Spiel. Auch wenn ich da natürlich tierisch sauer war, aber das sagt doch einiges, dass ich bereit war, dem Spiel so einen Bug zu verzeihen. Ich kenne nicht viele Spiele, bei denen ich das tun würde :)

Cpt. Metal 17 Shapeshifter - P - 6297 - 2. September 2021 - 16:10 #

...die du auch alle 200+ Stunden gespielt hast? Was soll denn immer dieses "Ich bin die Elite"-Gefasel? Pathfinder macht dir Spaß? Herzlichen Glückwunsch, es sei dir und allen Menschen herzlich gegönnt. Warum musst du die anderen Spiele schlecht machen..."500x besser als Divinity"... natürlich...ich glaube, die Teile hast du nicht vernünftig gespielt.

Lacerator 16 Übertalent - 5172 - 2. September 2021 - 17:58 #

Ich habe die Spielzeit nur erwähnt, um klarzumachen, dass mich das Spiel trotzdem nach wie vor begeistert (tatsächlich habe ich nur The Witcher 3 ähnlich lange gespielt und ja, das ist für mich sehr viel Zeit). Ich spiele solche Spiele aufgrund endlicher Freizeit i.d.R. auch nur 1x, dafür möglichst komplett durch. Schon allein deshalb habe ich in die anderen genannten Titel weniger investiert. Sie sind schlicht nicht so ausufernd. Ich halte mich deshalb auch nicht für elitär und bin auch alles andere als ein D&D 3.5- / Pathfinder-Profi.

Und die 500x-Bemerkung konnte ich mir leider nicht verdrücken, weil ich die Original Sins für extrem überschätzt halte. Vor allem in Sachen Story, Lore, Charaktere und Writing allgemein sind sie bestenfalls schwach (D:OS I) bzw. mittelmäßig (D:OS II).

Markus K. 13 Koop-Gamer - 1623 - 2. September 2021 - 23:42 #

Ich sehe es genau umgekehrt: Wenn ich erst 200 Stunden (oder auch nur 10 Stunden - das ist auch zu viel) investieren muss, bevor mich ein Spiel packt, dann taugt es für mich einfach nichts. Anderen sei ihr Spaß gegönnt, aber gut oder schlecht ist halt sehr individuell und lässt sich mit Sicherheit nicht am Umfang festmachen.

Maestro84 19 Megatalent - - 14294 - 3. September 2021 - 5:48 #

Jo, das ist wie bei Serien, bei denen man unbedingt (!!!) die ersten drei Staffeln überwinden muss, denn dann wird eine solche echt gut. Oder ein Roman, bei dem ich erst zweihundert Seiten durcharbeiten soll. Ne, da gibt es Unterhaltungsprodukte, die dies ab der ersten Seite oder Minute schaffen.

Maestro84 19 Megatalent - - 14294 - 2. September 2021 - 11:19 #

Da begann die Zukunft der Rollenspiele so gut mit Mass Effect und dann sowas.
Nenene.

Lacerator 16 Übertalent - 5172 - 2. September 2021 - 14:11 #

Du meinst Story, Charaktere, Setting und Inszenierung filmreif, dafür simpelstes Deckungsshooter-Gameplay? ;)

Nicht falsch verstehen, Ich liebe Mass Effect.

Maestro84 19 Megatalent - - 14294 - 2. September 2021 - 15:21 #

Ich mag das Kampfsystem in ME2 und 3.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 15:26 #

Bin ich eigentlich der einzige, der Mass Effect ausschließlich als Shooter gespielt und den ganzen Deckungs- und Taktikkram nie* verwendet hat?

*Ich glaube, im dritten Teil gab es eine Stelle, die wohl als Tutorial gedacht war, wo man sein Team befehligen musste, weil es sonst schlicht nicht weiterging, aber abgesehen davon habe ich Mass Effect als Quake Effect gespielt.

Player One 15 Kenner - P - 3946 - 2. September 2021 - 17:57 #

So habe ich die Serie auch immer gespielt.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 2. September 2021 - 18:02 #

Auf Easy hm?

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 3. September 2021 - 8:02 #

Huh? Nee. Bei den meisten Konsolen-Shootern reicht es ja schon, mit Maus und Tastatur zu spielen, um den Schwierigkeitsgrad zu reduzieren. ;-)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 3. September 2021 - 8:14 #

Spätestens auf Wahnsinn überlebt du ohne Team Einsatz und Deckung aber keine 2 Sekunden. Egal bei welcher Steuerung. ;)

vgamer85 20 Gold-Gamer - - 26344 - 2. September 2021 - 11:23 #

Mit der Wertung wohl kein Pflichtkauf. Schade.

Odinsronja 04 Talent - 28 - 2. September 2021 - 11:25 #

@ Maestro84, naja die Story ist dann erst gut wenn man alles liest und auch keine nebenquest auslässt.

Fazit anderer Webseiten die auch das Spiel spielten.

Pathfinder: Wrath of the Righteous verspricht eine spannende Story mit einer enormen Fülle an Fähigkeiten, Attributen und Möglichkeiten. Entwickler Owlcat Games baut im Prinzip den Vorgänger neu und ergänzt ihn um weitere Dinge.

Das dürfte gerade Hardcore-RPG-Fans gefallen, die gern in die Optimierung und Entwicklung ihrer Lieblingshelden investieren. Sie werden mit dem D&D-Regelset, einer unglaublich großen Auswahl an Gegenständen, Quests und Orten und teilweise tollen Charakteren belohnt.

Das hat allerdings seinen Preis: So werden eher die wirklich enthusiastischen Fans auf ihre Kosten kommen, während wir uns bei Einsteigern nicht wundern würden, wenn sie das Spiel nach einigen Stunden wieder ausschalten. Dieser Zielgruppe würden wir Spiele wie Divinity: Original Sins 2 empfehlen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 2. September 2021 - 12:04 #

Mit anderen Webseiten meinst du nicht zufällig Wir bejubeln alles Star?

Gorkon 19 Megatalent - P - 13828 - 2. September 2021 - 12:10 #

Die zum Spiel noch gar kein Test veröffentlicht hat... ;-)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 2. September 2021 - 13:14 #

Macht nichts. Schon ihre Previews erübrigen jeden Test weil sie da schon oft wissen dass dies ein kommender Superhit ist. :D
Mal abgesehen davon kann ich Wertungsdiskussionen einfach nicht nachvollziehen. Wenn es denn wie früher wäre, wo Tests noch wirklich den Kauf beeinflusst haben, ok. Aber ich denk mal, dass hier die wenigsten ein Spiel nicht kaufen weil die Bewertung keine 9 - 10 ist. Die Note ist nur der Eindruck des Testers. Wenn jemand das Spiel kauft und für ihn ist es as beste Spiel ever, super für ihn. Aber deshalb zu drängen " Ihr müsst nochmal testen, da steht ja gar keine mir genehme Bewertung" empfinde ich einfach als verschwendete Lebenszeit. Seit jeher. Wenn mir zb ein Spiel irgendwie zusagt spiele ich es. Mir Latte ob da ne 10 oder ne 1 steht.

Berndor 15 Kenner - P - 3675 - 2. September 2021 - 13:30 #

Ich denke, wer wie ich, Kingmaker mochte, wird sich auch den aktuellen Teil kaufen. Aber etwas Wartezeit für Patches ist sicherlich noch angebracht. Das kann beim nochmals gesteigerten Umfang wieder gut ein Jahr dauern. Darüber hinaus gibt es ja auch wieder 3 DLCs im Season Pass, die sich, unter Umständen wie im ersten Teil, teilweise in die laufende Kampagne integrieren.

Gorkon 19 Megatalent - P - 13828 - 2. September 2021 - 13:53 #

Ich denke, dass es noch genügend Leute gibt, die den Kauf eines Spiels von der Wertung abhängig machen. Aber inzwischen ist die Qualität der Spiel im AA - AAA Segment ja so hoch, dass man für diese eigentlich keine Test bräuchte. Ich bin da auch bei Dir. Ich entscheide ob mir das Spiel gefällt oder nicht. Der Test ist da meisten zweitranging für mich. Hinzu kommt, dass mit dem Game Pass ein Instrument da ist, wo ich in viele neue Spiel auch einfach reinspielen kann, um zu sehen, ob sie mir gefallen.

Und um zurück zu Pathfinder zu kommen: Ich werde es wahrscheinlich nicht spielen, weil mir der "Strategie-Teil" gar nicht zusagt.

vgamer85 20 Gold-Gamer - - 26344 - 2. September 2021 - 13:46 #

Ja die verdienen bestimmt was an Kohle/Anzeigenwerbung durch die Jubelperserartikel und Videos ^^

Larnak 22 AAA-Gamer - P - 33584 - 3. September 2021 - 12:36 #

Nein, das Zitat ist von Golem
https://www.golem.de/news/pathfinder-wrath-of-the-righteous-d20-charismawurf-fuer-hardcore-fans-2109-159276.html

Interessanterweise geht der Test überhaupt nicht auf die Qualität der Story ein.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 3. September 2021 - 12:45 #

Den Test von Golem fand ich aber auch irgendwie merkwürdig. Eigentlich wird da nur DnD mit den Spielsystemen verglichen und der, nach Einschätzung des Testers, hohe Schwierigkeitsgrad angesprochen. Dann noch ein bisschen HoMM-Vergleiche im Crusade-System und ein bissl meckern wegen der Ladezeiten.

Ich kann nach dem Test auf jeden Fall nciht einschätzen, ob sich das einarbeiten in die Systeme lohnt (es "lohnt" sich laut Überschrift ja für DnD-Fans). Gefühlt die Hälfte des Spiels, die Story, kommt gar nicht vor.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 3. September 2021 - 14:01 #

Die Kritik am "hohen" Schwierigkeitsgrad wundert mich wirklich. Ich habe jetzt noch mal neu angefangen und bis auf die Gegnermenge und die Crits so ziemlich alles hochgedreht. Es gab im Test wie beschrieben einige üble Spikes bei ein paar Bossgefechten aber die Standard-Kämpfe fand ich eher zu simpel. Allerdings hängt das freilich auch davon ab, was für einen Charakter man spielt und welche Gruppenmitglieder man aussucht (und wie man wiederum diese skillt, wenn man das nicht der Automatik überlässt).

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 4. September 2021 - 8:47 #

Ich habe den zweiten Durchgang eben wieder abgebrochen. Ich glaube, ich warte erst mal ab, bis das Spiel durchgepatcht ist. Es scheint mir, als ob die Schwankungen im Schwierigkeitsgrad in der Verkaufsversion noch stärker ausfallen. Ohne groß zu spoilern: Es kommt schon relativ früh im Kampf um Kenabres zu einem Angriff der Dämonen auf das Lager der Kreuzfahrer. Das Gefecht soll vermutlich besonders dramatisch sein, weil man Seite an Seite mit Dutzenden Kreuzrittern gegen eine Horde von Baphomet-Jüngern antritt. Tatsächlich ist genau dieses Scharmützel bis dahin das langweiligste im Spiel, weil man die meiste Zeit über nichts tun kann, außer der KI dabei zuzuschauen, wie sie ihre Truppen über die Karte schubst (und teilweise nicht mal das: viele Kreuzritter verharren statisch auf ihrer Startposition). Man dreht also Däumchen, bis man wieder selbst an der Reihe ist. Der Kampf war in der Testversion schon ziemlich lang. Ich habe den damals auf "Normal" gespielt, wenn ich mich recht entsinne. Das war kurz, bevor ich den Schwierigkeitsgrad wegen Unterforderung hochgeschraubt hatte. Jetzt hatte ich ja noch mal neu begonnen, gleich in einem höheren Level. Jetzt hat das Spiel eben diese Schlacht nicht nur wesentlich früher getriggert als beim ersten Mal. (Ich weiß nicht, was der Auslöser war, aber der Überfall kam direkt nach meinem ersten Ausflug in die Umgebung. Beim ersten Durchgang hatte ich da schon mehrere Subquests abgeschlossen und meine Truppe mindestens einmal aufgelevelt.) Obendrein kommen in dieser Schlacht dann plötzlich mindestens doppelt so viele Gegner, ich würde vermuten, sogar dreimal so viele. Was im Endeffekt dazu führt, dass das Gefecht noch langweiliger wird, weil man noch seltener drankommt - und die Kreuzritter wirklich haushoch verlieren. Also im Sinne von "keine Chance, das ist nicht zu schaffen" haushoch. Klar, könnte ich jetzt noch mal einen alten Spielstand laden und mich noch mal durch das 30-Minuten-Gefecht quälen, aber so ein Balancing-Fail verheißt nichts Gutes für den Rest des Spiels. Ich glaube, ich deinstalliere das Ding erst mal wieder und schau's mir Richtung Weihnachten noch mal an.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 9:11 #

Ein schlechtes Balancing versaut alles. Bin da mittlerweile auch sehr empfindlich geworden. Mir kommt es auch so vor, dass immer weniger auf ein wirklich gutes System geachtet wird. Am schlimmsten finde ich, wenn es schlicht zum Puzzle wird und jede taktische (bzw. langfristig strategische) Vielfalt im Keim erstickt wird.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 4. September 2021 - 16:25 #

Den schwankenden Schwierigkeitsgrad haben nicht allein die Macher von Owlcat zu verantworten. Dungeons & Dragons hat eben auch ein in meinen Augen veraltetes, statisches und zufallsbetontes Kampfsystem, das Feinheiten wie Stellungsverhältnisse oder Angriffsrichtungen, die bei Computer-Taktikspielen seit Jahrzehnten spannender Standard sind, weitgehend ausblendet. Wenn ein typisches Duell mal in "Gegner tot, Spieler unverletzt" und mal in "Spieler tot, Gegner unverletzt" endet, weil die Würfel einmal so und das andere mal eben anders fallen, und du daran mangels Eingriffsmöglichkeiten schlicht nichts ändern kannst, dann zeugt das in meinen Augen nicht gerade von einem ausgewogenen Kampfsystem. Das ist nicht bös gemeint, D&D war eben der große Rollenspiel-Pionier, hat sich zweifellos viele Verdienste erworben und wurde über die Jahre auch immer wieder verbessert, aber es macht halt der Spielbarkeit zuliebe viele Kompromisse, die ein natives Computer-Rollenspiel nicht eingehen müsste. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Pathfinder besonders Einsteiger frustrieren kann, wenn die, sagen wir, in den ersten zwei, drei Kämpfen einfach Pech haben und auf die Mütze kriegen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 16:48 #

Ja, da ist schon was dran. Mir fiel auch gerade wieder BG1 ein, mit seinen OneHit-Kill Anthegs. So viel zu "früher" ... andererseits sind die ersten beiden Dragon Ages auch gute Beispiele wie man aus D&D etwas PC taugliches machen kann.

Meine Referenz liegt halt immer noch in der Vielfalt eines Wizardry 8, das sicher einige Härten hatte, aber letztlich stets ein spannendes Spiel in endlos vielen Charakterkonfigurationen möglich machte.

maddccat 19 Megatalent - P - 13493 - 4. September 2021 - 17:16 #

Wieso "aus D&D"? Dragon Age nutzt doch ein eigenständiges "Regelwerk".

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 19:12 #

Ah, stimmt. Da haben sie sich ja von D&D gelöst. Deshalb funktioniert es wohl so gut ;)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 18:21 #

Bei D&D hat (je nach Edition) die Stellung doch eine mehr oder minder große Auswirkung. Flanking, Attack of Opportunity, Height Advantage (letzteres glaube ich nicht bei Pathfinder) spielen doch eine Rolle. Deckung auch. Dazu kommen dann Waffen- und Zauberreichweite oder auch, dass man seine eigenen Leute schädigt wenn die im Weg vom Feuerball stehen oder in der Reichweite eines AoE spells.

Zufallafaktor haben doch auch fast alle Spiele, außer zB dieses Schachartige Indiespiel, Name fällt mir gerade nicht ein.

paschalis 28 Endgamer - - 179342 - 4. September 2021 - 20:08 #

Into the Breach?

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 5. September 2021 - 10:42 #

Ich kenne D&D nur sehr oberflächlich und mein letzter Kontakt liegt bestimmt 25 Jahre zurück (frag mich nicht, welche Edition das war). Was die Pathfinder-Umsetzung anbelangt, kann man kann aus den Logs leider nicht allzu viel rauslesen, aber soweit ich das erkennen kann, spielen weder die Stellung zum Gegner noch Höhenverhältnisse eine Rolle. Deckung wird manchmal mit einbezogen, viele sichtbare Hindernisse sind aber offenbar "durchlässig". Ebenso kann man durch Verbündete oder Gegner "durchschießen" und es scheint auch nicht möglich, ein anderes als das anvisierte Ziel zu treffen. Nur AoE-Zauber und Gelegenheitsattacken scheinen umgesetzt worden zu sein. Letztere sind mit verantwortlich für die extrem statischen Gefechte.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 5. September 2021 - 11:28 #

Wenn du es nur oberflächlich kennst, erklärt das natürlich die nicht zutreffende Aussage :)

Es kommt dann auf die Unsetzung im Spiel an. Solasta ist zB 3D und hat sowohl Cover als auch Höhenkram (hat WotR mangels Höhen denke ich nicht).

WotR hat auf jeden Fall Flanking, AoE friendly fire, Attack of opportunity. Dann debuffs für Fernkämpfer im Nahkampf. Fernkämpfer müssen nach hinten. Man kann Chookepoints nutzen. Da ist denke ich schon einiges am Positioning drin.

Das Log kenne ich nicht, kann also sehr gut sein, dass das Spiel seine Mechaniken schlecht erklärt und man sie als D&D Neuling nicht erkennt. Das wäre ein sehr berechtigter Vorwurf. Drin ist so mancher Kram aber schon.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 5. September 2021 - 12:59 #

Gut, dann lass mich das relativieren. D&D (die Vorlage, wie ich sie kenne) registriert die Positionierung von Kämpfern zueinander, leitet daraus aber nur unbedeutende* Kampfeinflüsse ab. Pathfinder (die Computerumsetzung, wie ich sie erlebe) scheint eben diese ohnehin kleinen Effekte wiederum nur zu einem Teil umzusetzen. Es gibt definitiv keine Höheneinflüsse, das habe ich ausprobiert. Ich kann nicht ausschließen, dass es Flankenangriffe gibt, die von der Stellung der Kontrahenten zueinander abhängen (Flankenangriffe als "Skill" gibt es definitiv, aber da ist die Positionierung wurscht). Nur wenn, dann machen die so albern wenig aus, dass sie im Vergleich zum Faktor Würfelglück nahezu keine Rolle spielen. Ob sich dein Held gegen einen Angreifer vor ihm oder hinter ihm verteidigt, macht im Computerspiel praktisch keinen Unterschied.

Eine echte Schuss- und Sichtlinienberechnung scheint es ebenfalls nicht zu geben, Deckung ist nicht erkennbar, Fehlschüsse werden nicht weiterverfolgt und Friendly Fire gibt es nur bei AoE-Effekten. Treffernachteile für Fernkämpfer im Nahkampf kann ich nicht ausschließen, aber wiederum: Die Auswirkungen sind im Vergleich mit anderen Faktoren vernachlässigbar. Das Spiel selbst weist einen nur auf einen Debuff hin, wenn das *Ziel*, nicht der Angreifer, in den Nahkampf verwickelt ist. Engstellen und durchdachte Manöver haben bei keinem einzigen Kampf, den ich in Pathfinder erlebt habe, auch nur ansatzweise eine Rolle gespielt. Und dass Fernkämpfer ... nun ja ... aus der Ferne kämpfen und Nahkämpfer nah ran müssen, würde ich nun nicht gerade als "da ist einiges an Positioning drin" bezeichnen. Das sind so absolute Basics, dass sie nicht mal erwähnenswert sind. Die Gelegenheitsattacken sind so ziemlich die einzige offensichtliche "Feinheit" des Pathfinder-Kampfsystems und die machen meiner Meinung nach nicht nur herzlich wenig Sinn, sondern im Endeffekt die Gefechte vor allem extrem statisch.

Ich bleibe dabei: Das D&D-Kampfsystem, wie ich es erlebt habe, ist im Vergleich mit halbwegs aktuellen nativen Computer-Taktikspielen stark vereinfachend, unrealistisch und lässt den Spielern wenige taktische Freiheiten und Handlungsmöglichkeiten (zumindest Low-Level-Charakteren). Und dieses wenig aufregende Kampfsystem setzt Wrath of the Righteous dann noch mal reduziert um. Das Ergebnis ist dann, dass du bis auf bewegen und angreifen in den ersten zwei, drei Dutzend Spielstunden einfach nicht viel machst. Du rennst mit deinen Nahkämpfern halt auf den Gegner zu und klickst ihn dann so lange an, bis er umfällt, während deine Fernkämpfer aus der zweiten Reihe feuern und deine Magier ... sich nutzlos fühlen und hoffen, dass sie irgendwann groß und stark werden. Die eine taktische Feinheit, die tatsächlich spürbar Einfluss hat, ist die Zugreihenfolge. Weil die KI-Gegner praktisch immer die Helden attackieren, die ihnen am nächsten sind beziehungsweise die als erstes in Reichweite kommen, muss man schauen, dass man diese als erstes auf die Gegner zubewegt und andere Kämpfer zunächst bewusst zurückhält.

Ich habe WotR gestern deinstalliert, weil ich wirklich ein paar Patches abwarten will, bevor ich weiterspiele, aber wenn es notwendig ist, kann ich gerne für weitere Feinheiten die dortigen Hilfstexte durchforsten. Allerdings sollte man bedenken, dass WotR manche Beschreibungen einfach direkt aus der Vorlage kopiert hat und sich diese sich nicht auf das Computerspiel beziehen.

*Für meine Vorstellung. Versuch du dich mal gegen jemanden zu "verteidigen", der dir von hinten eine Keule über den Schädel zieht, während du mit zwei anderen Angreifern vor dir beschäftigt bist.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 7. September 2021 - 0:06 #

Mir geht es eigentlich nur um die allgemeine Aussage zu D&D, weil ich die nicht für zutreffend halte (ich habe in den letzten 25 Jahren diverse (A)D&D-Spiele gespielt).

WotR habe ich nicht gespielt, und möchte mich daher auch nicht aus dem Fenster lehnen, da ich z.B. das Balancing nicht kenne (im Vorgänger gab es schon zu Beginn schwere (manche könnten sagen unfaire) Kämpfe, zumindest etwas abseits der Pfade, kann gut sein, dass das für den Nachfolger "gestreamlined" wurde).

WotR ist glaube ich nur 2D, hat daher klar keine Höhengeschichten. Solasta (D&D) hat z.B. Höhenverhältnisse, Sichtlinien, Deckung, Flankieren usw. Das Vorhandensein von dem Kram liegt dann imho nicht an D&D (oder einer Spielart) sondern der jeweiligen Umsetzung bzw. ggf. auch Editionswahl des Spiels. Das ist was völlig anderes als deine Pauschalkritik an D&D.

Das Flanking in Pathfinder bringt +2 Punkte, und das ist in dem System schon ziemlich viel (man schaue sich nur die inkrementellen Verbesserungen bei den Rüstungsteilen an oder die, im Vergleich zu anderen Systemen, niedrigen Auswirkungen magischer Waffen). Wenn sich das alles nicht spürbar auswirkt, ist meines Erachtens (wie gesagt, ich habe es nicht gespielt) eher das Balancing nicht gut gelungen.

Warum schreibst du eigentlich: "Ich bleibe dabei: Das D&D-Kampfsystem, wie ich es erlebt habe, ist im Vergleich mit halbwegs aktuellen nativen Computer-Taktikspielen stark vereinfachend, unrealistisch und lässt den Spielern wenige taktische Freiheiten und Handlungsmöglichkeiten (zumindest Low-Level-Charakteren)." statt "Die Umsetzung in Pathfinder WotR"? Ich meine, 25 Jahre kein/kaum Kontakt mit D&D (und Ablegern) und dann nach 25 Stunden WotR so eine Pauschalkritik :-/ (soll nicht heißen, dass es in WotR nicht mies ist! Pauschal ist das aber sicher nicht korrekt).

Was sind denn die guten Referenzspiele? (für mich ein Referenztitel: Phoenix Point; Sachen wie mehr Schaden von hinten gibt es aber glaube ich nicht)

Ganz strenggenommen müsste man jetzt natürlich auch sagen, dass Pathfinder überhaupt kein D&D ist. Den Sprung auf D&D 4 hat der Publisher von Pathfinder nicht mitgemacht. Stattdessen haben die ein eigenes System namens Pathfinder entwickelt. (mittlerweile 2nd edition). Das basiert auf D&D 3.5 (was auch erlaubt war), ist aber nicht D&D 3.5 und heißt auch nicht D&D. Unter Genrefans hat es den Spitznamen D&D 3.75. Korinthenkackerisch müsstest du also EIGENTLICH sagen, "Das Pathfinder-Kampfsystem" ;) (Edit: Die Unterscheidung ist schon wichtig, da es ja diverse Unterschiede gibt, welche das im Detail sind, müsste ich aber auch recherchieren, z.B. gab es in 3.5 wohl einen Höhenvorteil, in 4e nicht mehr, in Solasta, also 5.1, gibt es den).

Ich möchte übrigens auch nicht bestreiten, dass die Kämpfe so öde sind wie du sie schilderst. Habe es ja nicht gespielt. Kann es mir aber gut vorstellen. Und das ist auch ein Grund (mal abgesehen von Bugs, Zeit und es kommt eh noch mehr raus), dass ich noch warte :)

Zur Fußnote: Ja, das ist merkwürdige. Aber gibt man dann stattdessen garantierte Treffer oder Tötungen? Welches Spiel macht das? Bei Pathfinder/D&D würfelst du ja glaube ich auch gegen die (modifizierte) Rüstungsklasse. Und wenn da einer im Plattenpanzer vor einem steht geht auch nicht jeder Stich durch, so kann man es sich schöndenken ;) Gerade in D&D / Pathfinder geht man ja schonmal schneller down, da ist das noch halbwegs human. In praktisch allen Rollenspielen oder auch Shootern (The Division!!!!) ist das doch sogar noch VIEL schlimmer.

Mich würde sehr der Direktvergleich von den reinen Kämpfen WotR - Solasta interessieren. Das wäre auch mein Spieltipp für Kämpfe, denn das hat sehr schön gemachte Kämpfe und auch immer wieder Spikes (v.a. bei Bossen). Das ist dann D&D SRD 5.1 :)

Edit 2: Zur Sicherheit. Auch die Note will ich gar nicht zur Diskussion stellen. Zum einen ist es eh subjektiv, zum anderen gibt es viele valide Kritikpunkte. Geht mir wie gesagt um die Pauschalkritik.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 9. September 2021 - 9:04 #

Ich würde die Diskussion an dieser Stelle gerne beenden, denn wir kommen vom Hundertsten ins Tausendste. Ich fasse meine ursprüngliche Aussage bezüglich des Kampfsystems noch einmal zusammen. Die Scharmützel in WotR sind nicht sonderlich spannend und gerade mit Low-Level-Charakteren (sagen wir mal, bis Stufe 5 oder 6) mangels Aktionsmöglichkeiten nicht gerade abwechslungsreich. Das liegt in meinen Augen zum einen an der Vorlage (D&D, als Sammelbegriff, soweit ich sie kenne), die manche Gefechtsmechaniken bestenfalls oberflächlich einbindet, die bei vielen guten Computer-Taktikspielen Standard sind. Zum anderen daran, dass WotR wiederum nicht alle Mechaniken der Vorlage umsetzt, soweit ich das aus dem Spiel herauslesen kann. Dabei möchte ich es belassen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 2. September 2021 - 12:30 #

Kleiner Tipp: Wir haben einen „Antworten“-Link direkt unter jedem Comment :-)

Haben diese anderen Websites das Spiel eigentlich durchgespielt, oder gefällt dir nur das Fazit besser?

Berndor 15 Kenner - P - 3675 - 2. September 2021 - 12:49 #

Also Divinity 2 empfinde ich deutlich sperriger als das erste Pathfinder Kingmaker. Auch muss man den Grafikstil und den Humor mögen. Ausserdem kommt noch der Zwang zum rundenbasierten Kampf hinzu.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 3. September 2021 - 16:26 #

Bei Divinity:OS 2?
Was ist da an dem Humor problematisch?

Berndor 15 Kenner - P - 3675 - 3. September 2021 - 19:15 #

Stimmt, trifft eher auf den ersten Teil zu, aber dennoch reißt mich da dann immer noch die Grafik heraus. Auch befürchte ich, dass BG3 eher ein Divinity 3 wird.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 3. September 2021 - 19:43 #

Spiels doch auf 640x480 ;P

Also ich habe ein gutes Stück in BG3 reingespielt und es ist ein extrem großformatiges, eigenständiges tolles Spiel. Auch wenn ich jetzt noch die Finger davon lassen würde, wenn du nicht mit jedem größeren EA Patch von vorne anfangen möchtest.

Ich habe den Eindruck dass da schon einige nicht besonders nachvollziehbare Vorverurteilungen unterwegs sind. Aber für diese Leute gibt es doch die ganzen "authentischen" Pathfinders etc.?

Berndor 15 Kenner - P - 3675 - 3. September 2021 - 23:01 #

Ich lasse mich am Schluss gerne eines Besseren belehren, denn dazu spiele ich zu gerne Rollenspiele und wünsche ihnen den verdienten Erfolg. ;-)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 7:40 #

Ich liebe RPGs merke aber auch, dass ich immer mehr an die Zeitressourcengrenze komme.

BG 3 ist fast schon übermächtig: Es ist ein langsames Spiel. Man braucht dafür Zeit, Aufmerksamkeit, muss ein Verständnis für die Zusammenhänge entwickeln. Das ist schon fast ein wenig zu heftig. Ein Skyrim ist da lockerer, man macht dann eben mal nur ein zwei Dungeons oder ein paar Aufträge ...

Aber ja: Dafür dass das Genre schon richtig totgesagt wurde, geht es doch gut voran ;)

Sothi 13 Koop-Gamer - P - 1389 - 2. September 2021 - 11:26 #

Die Wertung liegt wohl eindeutig unter den gängigen Erwartungen. Da bin ich mal gespannt, wie die Kollegen werten und begründen. Gamestar-Prognose war ja irgendwo zwischen 82% und 92%.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 2. September 2021 - 11:32 #

Ich freu mich drauf. Die Minuspunkte stören mich nicht so arg.
Ich hab vor allem Lust auf die Story und die Welt. Der Schwierigkeitsgrad muss dafür auch nicht so hoch sein.

Slaytanic 24 Trolljäger - - 59262 - 2. September 2021 - 12:50 #

So sieht das bei mir auch aus.

Rhisdil 08 Versteher - 167 - 2. September 2021 - 11:55 #

Hallo Rüdiger,

vielen Dank für deinen Test, mich interessiert jetzt nur noch welches Volk, welche Klasse ( Unterklasse ) und welchen mythischen Pfad du gewählt hast.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 12:52 #

Zwergenkrieger und Aeon mit ganz kurzem Ausblick auf den Engel.

Faerwynn 19 Megatalent - - 15565 - 2. September 2021 - 12:10 #

Klingt für mich alles nicht als Nachteil. Im Gegenteil, wenn das Spiel keine "moderne Mechanik" bringt, sondern die der Klassiker ist das für mich eher ein Pluspunkt. Ich muss wohl mal den ersten Teil nachholen und dann das hier.

el_Matzos 16 Übertalent - - 5707 - 2. September 2021 - 12:13 #

Ich habe den Vorgänger eigentlich sehr gemocht. Er hatte so seine Schwächen (unausgewogener Schwierigkeitsgrad, Story mit Längen, Unklarheiten was bei bestimmten Quests zu tun ist, unterwältigender Königreich-Verwalten-Modus). Wie es aussieht, erbt der neue Teil einen Großteil der Schwächen von seinem Vorgänger. Aber natürlich auch die Stärken. Ich werde ihn mir als großer CRPG-Fan auf jeden Fall zulegen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3762 - 2. September 2021 - 12:43 #

„Doch bevor ihr diesen ersten großen Meilenstein der Story erreicht, gibt es wie bei jedem anständigen Rollenspiel jede Menge Leute zu treffen, Gespräche zu führen“

Das schreckt mich, ehrlich gesagt, mittlerweile an solchen Rollenspielen ab.

Man macht sich noch mit dem Interface und seinen Charakterfähigkeiten vertraut, da wollen mir schon im ersten Ort ein dutzend NPCs gleichzeitig ihre Lebensgeschichte und Sorgen und Nöte erzählen, von denen jeder einzelne einen eigenen Handlungsstrang mit wiederrum zig Namen und Orten aufbaut.

Das ist mir echt zu anstrengend. ;)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 13:06 #

Bei Black Geyser und Solasta geht es praktisch gleich mit der Hauptstory los :)

LRod 18 Doppel-Voter - P - 11900 - 3. September 2021 - 9:14 #

Das ist auch mein größter Kritikpunkt am sonst grandiosen Baldurs Gate 2. Man startet gleich in einer riesigen Stadt und wird von labernden NPCs erschlagen.

Überhaupt sind diese Riesenstädte, auch in Pillars of Eternity, oft die Punkte, an denen ich aussteige.

antares 16 Übertalent - P - 4165 - 2. September 2021 - 12:53 #

Wer wie ich den etwas langatmigen Vorgänger durchgespielt hat und Spaß daran hatte, kann hier wohl bedenkenlos zugreifen. In keinem anderen Rollenspiel gibt es eine derartige Vielfalt in der Charakterentwicklung, das Regelsystem ist angenehm komplex und das Spielgeschehen wird von einer soliden Story vorangetrieben.

Für mich war bereits Kingmaker mehr als die Summe seiner Einzelteile und hat mich deswegen über 200 Stunden fesseln können. Als alter Baldur's Gate Liebhaber behaupte ich, dass Kingmaker bisher am dichtesten am großen Vorbild dran ist.

Vom Nachfolger erwarte ich und die bisherigen Reviews scheinen dies zu bestätigen, dass er nochmal eins draufsetzt.

DarthTK 14 Komm-Experte - P - 2147 - 2. September 2021 - 19:09 #

Ich habe erst heute mit Kingmaker auf der PS5 angefangen, es hat mich sofort gefangen. Zudem haben wir diese Kampagne beim Pen&Paper Vorbild ebenfalls gespielt. Von daher bin ich schon sehr gespannt.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 2. September 2021 - 14:53 #

Danke für den Test dieses Nischenspiels (eine relativ große Nische...). Die Wertung stecke ich vorläufig in meine Special-GG-Schublade, wo auch schon Shadowrun: Returns und einige andere, wunderbare Spiele schlummern. Man darf eben heutzutage keinen direkten Vergleich mehr zu anderen Genres wie "Toodee and Topdee" oder "Twelve Minutes" machen, sonst wird man kirre.... :]

Der Test ist wie immer sehr kompetent und informativ, die Screenshots sind allererste Sahne und spielen werde ich PF:WotR so oder so, weil der Vorgänger einfach toll war. Und dann schauen wir mal, ob ich in der DU-Galerie die eher ernüchternde Wertung teilen werde. Ich hoffe aber ehrlich, dass meine Userwertung höher ausfallen wird.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 14:54 #

So,bin durchs Video. Hinweis: Du kannst den Kreuzzugskram glaube ich komplett automatisieren uns verpasst, anders als bei der automatisierten Reichsverwaltung, wohl auch keine Storyelemente.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 2. September 2021 - 15:14 #

Ist das wirklich so? Das Tutorial, das man zur Einführung des Elements bekommt (ich meine, ich habe das noch irgendwo ge-screenshottet ... screen-geshottet?), habe ich so verstanden, dass der Teil quasi Pflicht ist. Kann ich aber gerne mal probieren, Savegames funktionieren auch mit der Release-Fassung netterweise noch.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 2. September 2021 - 17:44 #

Laut dem Youtuber meines Vertrauens für westliche RPG: Ja.

Kurze google Suche eben hat das bestätigt. Gab im Vorgänger auch schon die Automatikfunktion. Jetzt aber (laut youtuber) besser implementiert. Man schneidet sich nix mehr ab.

Faith 18 Doppel-Voter - - 9325 - 2. September 2021 - 18:33 #

Genau, man findet die Option bei der Schwierigkeitsgrad-Einstellung ganz unten :)

angelan 14 Komm-Experte - P - 2386 - 2. September 2021 - 23:36 #

Ist das wirklich so?
Beim Vorgänger war das erst nach Monaten mit Patch möglich, bei release nicht.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 3. September 2021 - 8:16 #

Ja, von dem Automationsmodus liest und hört man an vielen Orten.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 3. September 2021 - 8:22 #

So, gerade ist noch mal ein 19-Gigabyte-Patch erschienen und ich habe ganz kurz den Automatik-Modus für den Kreuzzug probiert. Ja, der lässt sich in den Spieloptionen aktivieren, aber dann nicht mehr deaktivieren. Laut Beschreibung (um das zu verifizieren, reicht die Zeit nicht) gewinnt der Computergeneral alle Schlachten, er kann nicht verlieren. Er "arbeitet" Stück für Stück alle Gegnerarmeen ab, allerdings kann man die Reihenfolge nicht beeinflussen und muss gegebenenfalls auf das Eingreifen der KI warten, bevor man weiterquesten kann. Außerdem steht in der Beschreibung, dass manche Sub-Quests durch die Automatik deaktiviert beziehungsweise verändert werden können. Ganz ehrlich: Toll klingt das nicht. Ist wahrscheinlich eine Erleichterung für Spieler, die überhaupt kein Interesse an den strategischen Gefechten oder der (ohnehin praktisch unbedeutenden) Ressourcenverwaltung haben. Dürfte das Spiel auch etwas leichter machen. Allerdings geht dann eines der wenigen Features verloren, die Wrath of the Righteous überhaupt von der RPG-Konkurrenz abhebt. Das ist schade.

Ich werde wahrscheinlich jetzt mit den Patches noch mal neu anfangen; bin inzwischen auch mit dem Charaktersystem besser vertraut und vor allem weiß ich, welche Gefährten ich bekomme, und kann deshalb meine Party weiter optimieren.

malkovic 15 Kenner - P - 3068 - 2. September 2021 - 15:46 #

Ein Spiel, das mich interessiert (für den Winter dann) und Rüdiger testet? Perfekt. Leider passt das Testergebnis nicht ganz zu dieser für mich beinahe traumhaften (*schleim*) Konstellation, mal sehen, ob ich mich in das Game fuchse. Gerade die Staatslenker-Mechaniken des ersten Teils haben mich letztlich vom Durchspielen abgehalten, und hier läuft ähnliches, noch dazu auf diesen simplen Karokarten? Puh ...

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 5697 - 2. September 2021 - 15:53 #

Danke für den Test. Ich bin bei dem Spiel etwas ratlos. Ich habe den Vorgänger bis zum Beginn der Königreich-Verwaltung eigentlich ganz gern gespielt. Dann verstand ich aber ehrlich gesagt nicht mehr, was das Spiel von mir wollte, und hatte keine Motivation mehr, mich da reinzufuchsen. Scheinbar kann man diesen Spielmodus automatisieren, aber auch dazu fehlte mir der Antrieb. Vor ein paar Wochen bekam ich aber doch wieder mal Lust auf Pathfinder - und erst da erfuhr ich, dass Wrath of the Righteous praktisch vor der Türe stand.

Ich kann Rüdigers Kritikpunkte nachvollziehen und bin jetzt erstmal etwas ernüchtert. Ich denke, ich gebe zuerst Kingmaker nochmals eine Chance - ohne die mühsame Herrschaftsverwaltung. Und mit etwas Abstand und Patches schaue ich mir dann den Nachfolger an.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 2. September 2021 - 15:54 #

Das nervigste an der Reichsverwaltung waren eigentlich die langen Ladezeiten... ^^

antares 16 Übertalent - P - 4165 - 3. September 2021 - 14:57 #

Oh ja. Das ist das, was mich mit Abstand am meisten an Kingmaker genervt hat. Ich hoffe wirklich, dass sich die Ladescreen-Orgien im Nachfolger in Grenzen halten.

rexcel 11 Forenversteher - - 741 - 2. September 2021 - 16:47 #

Danke für den ausführlichen Test. Habe mir die YT-Variante angesehen.

xan 18 Doppel-Voter - P - 11273 - 2. September 2021 - 16:59 #

Hui, da habe ich ja eigentlich wirklich Lust drauf. Aber das Inventar und generell die Menüs auf der Konsole haben mich hart genervt. Aber ist leider so als Konsolero. Mal schauen, ob es mich doch packt.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 2. September 2021 - 19:19 #

Grad im Prolog erstmal abgeraucht ;D
Lief auch langsam wie sau. Ich aktualisier mal die GraKa-Treiber

edit: Treiber waren schon die aktuellsten. Ein normaler Neustart des Spiels hat genügt.

Jahnu 16 Übertalent - - 5235 - 2. September 2021 - 20:03 #

Danke für den Test! Ich emfpinde "Nische" als Beschreibung gar nicht negativ, ich mag meine kuschelige CRPG-Nische. Ich müsste allerdings noch Teil 1 fertigspielen, diese Spiele sind einfach verdammt lang. Tyranny war da deutlich angenehmer.

angelan 14 Komm-Experte - P - 2386 - 2. September 2021 - 23:38 #

geht mir auch so. Tyranny fand ich so toll, weil es nach 20 (?) Stunden rum war.
Ich scheue mich davor wieder ein Spiel zu kaufen, wo ich 100 Stunden am PC sitze, einfach keine Zeit und Lust mehr.

Metalboy75 (unregistriert) 3. September 2021 - 22:46 #

Richtige Rollenspiele müssen so lang sein, 20h ist ein Witz. Wenn man sich für ein größeres Spiel keine Zeit nehmen will oder kann, sollte man sich ein anderes Hobby suchen.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 3. September 2021 - 23:00 #

Nenene, es ist gut, wenn es ein möglichst breites und vielfältiges Angebot gibt. Kurze Spiele, lange Spiele, schwere Spiele, leichte Spiele... für jeden etwas. Wenn du kurze Spiele nicht magst, zwingt dich ja niemand, sowas zu spielen.

"Richtige Rollenspiele" machen vor allem eins: Spaß, egal ob sie 25 oder 100 Stunden lang sind. Lass doch jeden Gamer sein eigenes Glück finden, am Ende profitieren wir alle davon, wenn es ein breites Angebot gibt. Dein "such dir ein anderes Hobby" ist deshalb ziemlich kurzsichtig. Je kleiner die Nische, desto geringer das Angebot! Denk mal drüber nach...

Berndor 15 Kenner - P - 3675 - 3. September 2021 - 23:05 #

Man kann auch kurze und lange Spiele gleichzeitig mögen. ;-) Nach einem schweren Brocken wie Pathfinder spiele ich auch gerne mal einen kurzen 3D-Shooter zur Entspannumg zwischendurch.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 3. September 2021 - 23:11 #

Geht mir doch ganz genauso :)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 3. September 2021 - 6:16 #

Das ist ein sehr schön geschriebener Test, rund und informativ. Freut mich sehr, dass Rüdiger hier schreibt.

Leider ein Spiel, das eigentlich interessant wäre, aber zu einem Zeitaufwand nötigt, bei dem es dann doch noch mal in einer anderen Klasse spielen müsste.

Ich würde mir wünschen, dass aktuelle OldschoolRPGs sich mehr auf markante Szenarien und knackigere Geschichten fokussieren würden. Für diffuses Breitband fehlt mir mittlerweile der Sinn.

LRod 18 Doppel-Voter - P - 11900 - 3. September 2021 - 8:44 #

Hmm, vielleicht sollte ich doch einmal den Vorgänger anspielen...

MachineryJoe 17 Shapeshifter - P - 8912 - 3. September 2021 - 8:54 #

Toller Test, schön geschrieben. Das Interface sieht super aus. Könnte man mal spielen, anstatt ein Buch zu lesen. Nur so kann ich Baldurs Gate und diese ähnlichen RPGs angehen.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17559 - 3. September 2021 - 22:04 #

Schöner Test, aber nicht mein Spiel. Ich mag CRPGs, aber warum muss da noch ein Strategieteil drin sein?

Gorkon 19 Megatalent - P - 13828 - 3. September 2021 - 22:12 #

Das muss so eine Macke der Entwickler sein. Der erste Teil "glänzte" ja auch mit dee Verwaltung eines Königreichs. Fand ich auch doof und habe es nie so richtig weit gespielt.

Metalboy75 (unregistriert) 3. September 2021 - 22:50 #

Der Test ist ein Witz und eine Frechheit 25h ha ha ha. Das Game ist so grandios und umfangreich, wie es heute kaum noch gibt. Bitte hört auf solche Perlen zu testen, Ihr solltet euch auf einfache Handyspiele konzentrieren, die sind simpel und schnell getestet.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 3. September 2021 - 23:10 #

Dir gefällt der Test nicht? Kein Problem, darfst du sagen. Du darfst auch sagen, was genau dir fehlt, welchen Aspekt Rüdiger im Test "übersehen" hat, warum das Spiel grandios ist. Das fänd ich interessant.

Aber "hört auf zu testen"? LOL. Du bist keine 15 Minuten hier angemeldet und fällst schon solche harten Urteile - meckerst aber über Experten, die nach 25h ein Urteil fällen? Das nenn ich mal Ironie... ^^

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 3. September 2021 - 23:53 #

Solche Typen sollen sich bitte wieder abmelden und trollen. Braucht hier niemand.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 4. September 2021 - 0:02 #

Ach, er ist einfach verletzt und traurig, dass sein Lieblingsspiel bei Rüdiger so schlecht wegkommt. Hatten wir doch auch alle mal, so nen schlechten Tag. Ich wette, der kann auch nett sein. Oder, Metal?

Not Guilty 14 Komm-Experte - P - 1928 - 4. September 2021 - 0:39 #

Ich wette dagegen.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 4. September 2021 - 0:47 #

Pöh, das ist nicht sehr mutig. ;P

Metalboy75 (unregistriert) 3. September 2021 - 23:35 #

Deswegen musste ich mich anmelden. Experten LoLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL Ironie^^^^^^. Der Rüdiger ist doch kein Experte. Warum ist das Game grandios? Weil ich schon den Vorgänger gespielt habe und jetzt in dem Game versinke. Das Game ist komplex, Texte sehr gut geschrieben, Story bis her sehr gut, gibts nicht zu meckern.

Hier mal von einer anderen Seite, was das Game auch verdient.

Ein absolut fantastisches Game

"Pathfinder: Wrath of the Righteous" ist ein fantastisches Rollenspiel und bietet im Kern genau das, was am Vorgänger so gefallen hat: Die sich je nach Entscheidung verändernde Handlung, ein tiefgehendes Figuren-System mit zahlreichen Spezialisierungen und eine Freiheit, selbst nach moralischen Werte oder bösen Absichten vorgehen zu können. Dazu haben auch viele Figuren ihre eigenen Storys und Quests bekommen und viele neue Klassen sowie Subklassen wurden eingeführt. Auch die Zugänglichkeit für Anfänger ist nun gegeben.

Mit seiner exzellenten Handlung, faszinierenden und extrem gut geschriebenen Figuren und einer unglaublichen Komplexität und Tiefe ist "Pathfinder: Wrath of the Righteous" ein gigantisches Rollenspiel, das jeder Fan spielen sollte. Spielestoff für die nächsten Tage, Wochen und Monate bietet "Pathfinder: Wrath of the Righteous" jedenfalls, denn schon bei nur einem Durchgang wächst die Spielzeit schnell in dreistelligen Stundenbereiche. Wobei das Game dermaßen gut ist, dass man sich dabei keine einzige Minute langweilt.

Steamwertung bisher 87%

Reicht das du AAA Gamer?

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 3. September 2021 - 23:52 #

Schon wieder einer, der meint dass alle Idioten sind die seinem Lieblingsspiel nicht den gebührenden Respekt zollen. Meld dich am besten gleich wieder ab.

Metalboy75 (unregistriert) 4. September 2021 - 10:48 #

Das mache ich jetzt. Das Blatt hier ist noch unterirdischer als der Gamestar.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 4. September 2021 - 10:52 #

Dein Wunsch ist mir Befehl. Du scheinst ja nur zum Trollen hier zu sein.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 4. September 2021 - 11:21 #

Metal-Tölpel ist leider gutes Beispiel dafür, was wir uns mit unregistrierten Kommentatoren (auch) einhandeln würden. Ein einzelnes schlichtes Gemüt hat es mit ein paar hingerotzten Posts geschafft, etwa ein Dutzend User sowie den von ihm beleidigten Autoren zu beschäftigen und das Niveau der Diskussion zu senken. Metal-Tölpel musste sich in einem mehrminütigen Prozess erst anmelden. Unregistrierte Tölpel müssten das nicht…

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 11:23 #

Im Prinzip ein gutes Timing, um deinen kürzlich gemachten Punkt zu demonstrieren.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 4. September 2021 - 11:39 #

Den Mumpitz hätte ich auch nie freigeschaltet. Die Intention war ja doch eindeutig.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 4. September 2021 - 11:43 #

Dann wirst du aber wenig freischalten, was nicht der vorherrschenden GG-Meinung entspricht. Dass der Kurzzeit-User auf Nichtdiskussion und Trollen aus war, war dem krawallig-kritischen Ausgangspost m.E. nicht sicher zu entnehmen bzw. es bestand schon eine zumindest kleine Hoffnung, ihm (wie Q-Bert es versuchte) von der Ebene des Blökens auf die Ebene des Diskurses hochzuhelfen.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 4. September 2021 - 11:58 #

Dem ersten nicht, nein. IMHO aber dem 2. Top-level-Post, da hast du aber mehr Erfahrung und daher vsl Recht.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 3. September 2021 - 23:53 #

Expertentipp: Es gibt einen Antwortbutton unter jedem Kommentar. Da fällt das Zuordnen leichter ;)

Ich hab den Vorgänger auch gespielt, finde den auch fantastisch, und werde sicher auch WotR spielen. Aber wenn du "jetzt in dem Game versinkst", dass gestern erst rausgekommen ist, hast du doch sicher noch KEINE 25h auf der Uhr?! Na, merkste was? ^^

Bin übrigens kein AAA Gamer, sondern eher so ein Indie-Kuschler. Expertentipp 2: Einfach mal meinen Usernamen anklicken und Profil anschauen ;)

Ach, und herzlich willkommen auf GamersGlobal. Ernst gemeint. Bleib ruhig da, lern uns kennen. Wir sind hier alles Experten, Bundestrainer und Kanzlerinnen.

Metalboy75 (unregistriert) 4. September 2021 - 10:45 #

Betri für dich auch nochmal. Du Experte weißt schon, dass man im Vorfeld die Beta spielen konnte. Na merkste was.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 5. September 2021 - 3:26 #

Echte Experten bewerten keine Betaversionen, sondern Releasefassungen.

Und deinetwegen hab ich jetzt meine Wette verloren. Schäm dich.

maddccat 19 Megatalent - P - 13493 - 4. September 2021 - 0:30 #

Der Werbetroll trommelt ja ganz schön...=)

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 4. September 2021 - 0:39 #

Ja, der Kommentar erinnert mich an die amerikanischen Commercials im Nachtprogramm bei Eurosport.

Eigentlich geht es da nur um beschichtete Pfannen, Staubsauger oder Gemüsehobler. Aber so wie die Moderatoren die Produkte vorstellen, habe ich mich oft gefragt, wie ich bislang ohne diese Teile überleben konnte! ;-)

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 4. September 2021 - 0:43 #

Bei mir löst dein Kommentar erstmal nur einen Fluchtreflex aus...

Haste mal den Link zu der Seite? Interessiert mich schon, wo so enthusiastisch geschrieben wird.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 4. September 2021 - 0:48 #

Na das ist sein eigener Steam-Kommentar nach 2 Stunden Spielzeit. Grins. :)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 4. September 2021 - 1:00 #

Ha, Google sagt:
https://www.heute.at/s/pathfinder-wrath-of-the-righteous-im-test-gewaltig-100160884

Heute.de ist so ne österreichische Bild-Zeitung mit Nacktmodels auf der Startseite und deren "geheimer Sexbeichte". PWNED.

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 4. September 2021 - 9:34 #

Und die haben einen Redakteur, der für einen Test eine dreistellige Stundenzahl in ein textlastiges DnD-Rollenspiel investiert und dann die ultimative Lobhudelei verfasst. Krass... ;-)

rammmses 20 Gold-Gamer - - 26451 - 4. September 2021 - 12:27 #

Für so einen Text muss man es gar nicht gespielt haben. Interessant ist aber, dass es da draußen Leute gibt, die lieber oberflächlich ihre Meinung bestätigt haben wollen als eine seriöse Auseinandersetzung, ich hoffe mal dass das nicht die Mehrheit ist, denn kann man das wirklich sein lassen mit der Spielekritik.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 4. September 2021 - 12:33 #

Ja, das ist mir auch schon oft aufgefallen, auch bei GG früher. Spielte bei Aufregerthemen wie Dark Souls und Alien Isolation eine große Rolle. Also nicht so sehr nach dem Motto „Hier, X schreibt aber dies“, sondern mehr auf der Ebene, Comments von Leuten „des eigenen Lagers“ unabhängig von deren Qualität viel eher zuzustimmen, selbst wenn sie wenig durchdacht oder böswillig sind.

Larnak 22 AAA-Gamer - P - 33584 - 4. September 2021 - 12:53 #

Wenn es denn nur bei Spieletests so wäre, hätte die Welt schon viel gewonnen. Leider sieht man das in jedem Themenbereich: Beiträge sind beleidigend oder komplett unlogisch? Völlig egal, solange sie der eigenen Ansicht zustimmen.

rammmses 20 Gold-Gamer - - 26451 - 4. September 2021 - 13:38 #

Wobei wie gesagt sicher nicht die Mehrheit in der eigenen Echokammer lebt, obgleich gerade das Internet einen idealen Nährboden dafür bietet. Ich hoffe mal der komplett auf solcher Desinformation und gegenseitiger Bestätigung basierende "Sturm auf das Kapitol" in Washington in diesem Jahr war der traurige Höhepunkt dieser Entwicklung, zumindest habe ich den Eindruxk, dass da doch so langsam etwas Relfexion beginnt.

Larnak 22 AAA-Gamer - P - 33584 - 4. September 2021 - 13:41 #

Ich weiß nicht, ob das viel mit dem Prinzip Echokammer zu tun hat. Es geht hier ja schon um Diskussion oder Auseinandersetzung mit anderen Ansichten, bei denen es dann zu diesem Verhalten kommt. Das ist ja grundsätzlich auch in unserer Psyche so angelegt, und wir machen das alle mal mehr oder weniger stark - mich irritieren nur immer die offensichtlich unsinnigen Fälle.

paschalis 28 Endgamer - - 179342 - 4. September 2021 - 6:41 #

Ich habe nach dem vierten L in LOL aufgehört zu lesen.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 6014 - 4. September 2021 - 2:15 #

Wer hat dir denn auf den Lolli gespuckt?

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17559 - 4. September 2021 - 7:13 #

Das klingt wie eine Pressemitteilung und nicht wie ein Test. Wenn Dir so etwas reicht, bist Du hier leider falsch. Und durch viele Großbuchstaben und Ausrufezeichen wird eine Meinung übrigens nicht relevanter.

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 4. September 2021 - 7:22 #

Könnt ihr bitte aufhören den Troll zu füttern? Jetzt kann ich das nicht eher löschen. Weiteres Getrolle hingegen schon.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 4. September 2021 - 8:50 #

Das Spiel kam Donnerstag raus. Selbst wenn du seither ohne Schlaf durchgezockt hast, kannst du es nach deinen Maßstäben selbst nicht ausreichend gespielt haben, um dieses Urteil abzugeben. Ich möchte wetten, du hast noch nicht mal die 25 Stunden intus, über die du dich so echauffierst. Trolling is a art!

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 9:17 #

Wäre nett, wenn du ein Zitat aus einem anderen Artikel nicht als eigenes Intelligenzprodukt ausgibst. Trittbrettfahrer finde ich jetzt nicht so spannend.

Berthold 21 Motivator - - 25912 - 4. September 2021 - 9:44 #

Danke dafür, dass ich die Funktion "User ausblenden" bei dir das erste Mal ausprobieren durfte:->

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 9:44 #

Die Gamestar (die ich allerdings nicht gut finde) nennt es das Rollenspiel des Jahres, trótz starker Konkurrenz wie Solasta.

Bei GG wird halt subjektiv gewertet, das hat Vorteile, wenn man die Leute einschätzen kann und die Kritik einordnen kann (z.B. für die fehlenden Minigames gebe ich schonmal gefühlt 0,5 Punkte mehr ;) ). Da kommen halt auch mal Noten raus, die nicht dem Metacritic-Durchschnitt entsprechen oder die man für sich selbst nicht zwingend nachvollziehen, z.B. die niedrige Note für Pathfinder, die hohe Note für Cyberpunk, die hohe Note für Resident Evil 7. Ist halt so. Ist ja keine Wissenschaft und jeder hat einen anderen Geschmack und Schwerpunkt.

Besser und interessanter hätte ich es gefunden, wenn du (statt irgendwas zu zitieren) zeigst, welche Punkte im Test du selbst anders siehst.

Warum trotz des sehr negativen Kommentars sich so viele mit noch negativeren Äußerungen draufstürzen, kann ich nicht nachvollziehen. Finde ich etwas übertrieben.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 9:48 #

Vielleicht weil er einfach nur von wo anders reinkopiert wurde und die einzige Eigenleistung in dummen Sprüchen besteht?

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 10:00 #

Das macht doch aber dumme Sprüche nicht zur besten Antwort auf dumme Sprüche :D

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 4. September 2021 - 11:07 #

Meine besten Antworten hebe ich mir gerne für was anderes auf ;)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 11:08 #

Wie diese, Kommentarkudos :)

Nebulus 10 Kommunikator - P - 414 - 4. September 2021 - 11:20 #

In dem Fall glaube ich der Gamestar sofort und unwidersprochen, obwohl ich weder Pathfinder WotW noch den Vorgänger Kingmaker bis jetzt gespielt habe. ;-)(Ich kenne nur Let`s Plays und Videos, sowie z.B. das hervorragend ausfallende Fazit von Steinwallen bzgl. Kingmaker)
Denn auch nur annähernd so komplexe und umfangreiche Rollenspiele werden dieses Jahr nicht mehr erscheinen. Daher erscheint mir der Titel durchaus gerechtfertigt.

Wo ich persönlich jedoch klar widersprechen würde:
SOLASTA ist keines Falls eine "starke Konkurrenz" für Spiele in der Liga von Pathfinder, D:OS 2 & Co. Noch nicht einmal annähernd.
Hier sind wohl so einige in ihren Bewertungen auf einen fortwährenden Hype um dieses Spiel aufgesprungen... ;-)

Habe Solasta kürzlich durchgespielt. Mit viel Vorschusslorbeeren gestartet, bleibt am Ende leider nur ein unterdurchschnittliches, belangloses Spielchen übrig. Heute gespielt, morgen schon vergessen.

Solasta mag durch die authentische Umsetzung des D&D-Regelwerks sicher ein gutes rundenbasiertes Kampfspiel sein, das in diesem Bereich auch durchaus Spaß macht, und auch das Nutzen der vertikalen Dimension in den hübschen Locations ist mal etwas anderes und schön innovativ, aber als Rollenspiel versagt es kläglich und auf ganzer Linie:

Zwar wunderschöne, aber seltsam leere Schauplätze, in denen es so gut wie nichts zu entdecken gibt. Keine nennenswerte Interaktion mit der Spielwelt, den Gegenständen, etc., blasse, austauschbare und hölzerne 08/15-Charaktere ohne jegliche Tiefe oder interessante Geschichten... und als absolutes No-Go, das auf unzureichendes Testen des Spiels von den Entwicklern hinweist:

Ich konnte nach Abschluss eines Kampfes die Location nicht mehr verlassen, da das Spiel offenbar hierzu das Vorhandenseins eines bestimmten Zaubers/Fähigkeit voraussetzt, um den vorgesehenen Ausgangspunkt zu erreichen. Anders ist besagte Stelle nicht zugänglich. Dummerweise war dieser Zauber bei mir bereits verbraucht und aufgrund mangelnder Rastmöglichkeit auch nicht mehr aktivierbar... was demnach Neuladen des Kampfes und der Zeit zuvor bedeutete, um den notwendigen Zauber aufzusparen.

Das alles wäre sogar noch irgendwie zu verkraften, wenn die Spielwelt einen mit schöner, spannender Atmosphäre, Erkundungsreiz, gekonnt geschriebenen Texten und tollen einfallsreichen Quests entschädigen würde... aber genau letzteres - was eigentlich das Herzstück und die "Kür" eines jeden guten Rollenspiels sein sollte - ist bei Solasta ein besonders dunkles Kapitel.

Es gibt eine Hauptquest, auf der man streng linear wie auf Schienen geführt wird und eine Handvoll, leider viel zu wenige, belanglose Nebenquests, die fast ausnahmslos nach Schema F ablaufen und teilweise bereits nach wenigen Minuten (dank Schnellreisefunktion) erledigt sind (Besorge Gegenstand A und bringe ihn zu Person B, Hole Gegenstand A nach soundsoviel Tagen wieder bei Person B ab und bringe ihn zum Ort C, gehe nochmal zum Ort D zurück, wo du Gegenstand F gefunden hast und sieh dich dort nochmal nach einem Dokument um, usw.)

Wer bisher noch kaum ein Rollenspiel gespielt hat, mag von Solasta begeistert sein, wer aber die berühmten Genre-Vertreter in diesem Bereich kennt und liebt, kann eigentlich nur enttäuscht sein. Denn der Qualitätsunterschied in Storytelling, dem Umfang, dem Aufbau einer interessanten Welt, den Charakteren und den Quests, ist offensichtlich.
Für mich ist der Wiederspielreiz aus den o. g. Gründen gleich Null... und Solasta ist weit, weit vom Niveau eines PoE, D:OS 2, DA:O, Pathfinder, etc., entfernt.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 11:37 #

Haha, stimmt, so gesehen ist die Aussage vermutlich doch nicht zu mutig :-D Ich empfehle übrigens auch WolfheartFPS, wenn dich klassische RPG interessieren.

Mit Solasta bin ich noch nicht durch, habe aber ca. 50 Stunden schon drin. Hatte keine Erwartungen und kenne auch keine Tests, habe mich nur von einem Charaktererstellungsguide von WolfheartFPS anfixen lassen. Habe also keine Fallhöhe. Und finde Solasta total genial. Glaube, einzige Review die ich kenne, ist der AeB Podcast.

1) Mir sind die Schauplätze nicht zu leer. Ich sage mal, die Badlands sind naturgemäß etwas leerer. Die Hauptstadt ist mir ausreichend voll. Ich brauche keine belanglosen NPC die irgendwo rumstehen. Das finde ich angenehm gestreamlined.
2) Ja, Kistenschieben oder so gibt es nicht, aber z.B. Schalterrätslchen die in die Spielwelt interessiert sind, das reicht mir völlig. Und mit dem Environment kann man, teils muss man, doch oft interagieren (alles, was mit Licht zu tun hat, dazu Objekte wie Kronleuchter).
3) Charaktere sind nicht vorgefertigt wie bei D:OS oder die Companions in BG, aber dafür sind es meine eigenen und sie bekommen für mich durch personality flags und die ständige Bezugnahme auf ihre Vergangenheit in Dialogen und auch persönliche Quests, die im Laufe der Zeit kommen, für mich ausreichend Charakter. Ist so ein Zwischending zwischen "nix" und fixe Begleiter mit Stories.
4) Das ist natürlich richtig bitter. An einer Stelle lässt man ja auch mal ein Seil runter, aber so dann da festzustecken, puh.
5) Die Spielwelt finde ich total abwechslungsreich und es gibt auch immer wieder Verstecke. Auch die Quests gefallen mir gut, z.B. wo man mal die Hochelfe "aufweckt" und dann als Begleiterin hat.
6) Die Hauptquest ist sehr linear und halt der Aufhänger. Das finde ich aber nicht schlecht. Gefällt mir besser als Fallout, wo man seine Family retten muss und erstmal eine Siedlung baut.

Habe schon viele RPG gespielt und bin trotzdem begeistert :)

Wiederspielwert sehe ich aber auch vergleichsweise niedrig, weil man z.B. keine anderen Origin Stories spielen kann, sondern nur andere Kampfmechaniken letztlich spielen könnte. Ich glaube es ist aber auch tendenziell eher auf neue Abenteuer dann ausgelegt. z.B. PoE hat bei mir aber auch 0 Wiederspielwert, weil ich in 98 Stunden so ziemlich alles gesehen habe und nicht wüsste, warum ich das nochmal spielen sollte. DA:O habe ich auf der Konsole gespielt und da war das Kampfsystem und die KI so mies, das würde ich nicht nochmal spielen ;) Da fand ich die Welt übrigens schlechter und leerer (und auch "zu klein" von den Größenverhältnissen) als in Solasta (gut, das Spiel ist auch älter).

Nebulus 10 Kommunikator - P - 414 - 4. September 2021 - 13:46 #

Okay, dann sind wir wohl unterschiedlicher Ansicht. ;-)

Natürlich gibt es auch Sachen, die Solasta gut macht. Und natürlich weiß ich, dass die Entwickler von Solasta nicht das Budget von den großen AAA-Titeln zur Verfügung hatten, aber dieses fehlende Budget merkt man dem Spiel meiner Meinung nach an allen Ecken und Enden an. Die Messlatte liegt in diesem Genre einfach mittlerweile zu hoch.

1.) Man "braucht" die vielen NPC natürlich eigentlich nicht, aber ich finde, dass sie zu einer glaubwürdigen Welt viel beitragen. :-)
Schau dir allein mal die ersten 5 Minuten(!) in Pathfinder WotR an... alleine der allererste(!)Schauplatz im Spiel, der Marktplatz. Da herrscht richtig Leben, NPC an allen Ecken und Enden... das dürften allein schon mehr sein, als in ganz Solasta zu finden sind. ;-)

2.) Ja, die Sache mit dem Licht stimmt schon. Ist auch nett gemacht. Aber ansonsten gibt es, ausgenommen von zwei, drei herumstehenden Loot-Behältern pro Level, ja eigentlich nur noch "Brücken" die man umwerfen und Felsbrocken, die man verschieben kann.
Wenn ich das mit Divinity Original Sin vergleiche, wo man jeden Gegenstand in der Welt bewegen oder mitnehmen konnte, jeden Apfel, jedes Messer, jedes Buch auf dem Tisch, jeden Inhalt von Schränken, etc. Dazu noch die Einbeziehung der Elemente Wasser, Feuer, Luft, usw.

3.) Hmm, okay... als "Zwischending zwischen "nix" und fixe Begleiter mit Stories" verstehe ich das. ;-) Mir persönlich sind vorgefertigte Begleiter, die dafür aber mit ihrer Story, Herkunft, Quests, etc., bis ins Detail ausgearbeitet sind, lieber als wenn ich zwar völlig frei den Charakter bis zur Höhe der Wangenknochen und den Abstand der Augenbrauen konfigurieren kann, dieser aber, außer zwei bis drei oberflächigen Sätzen nach jedem Kampf, kaum etwas Interessantes zur Spielwelt und Story beiträgt. ;-)

4.) Oh ja. Das war wirklich Murks im Spieldesign. :-(
Eine unglückliche aber durchaus mögliche Konstellation, die die Entwickler schlicht nicht bedacht hatten. Darf eigentlich nicht passieren.

5.)und 6.)Ich finde die Spielwelt nur optisch abwechslungsreich, ansonsten gibt es mir viel zu wenig zu entdecken. Man hat nicht wirklich den Reiz absolut jeden Winkel zu erkunden, weil man weiß, dass es kaum irgendwo eine überraschende, verborgene Location gibt oder dass es außer dem Standardkram, den man halt so in den Behältern findet, noch irgendwo ein besonders seltenes, mächtiges Artefakt gibt, man auf ein Wesen oder einen besonderen Auftraggeber stößt, den man andernfalls nicht entdeckt hätte, o.ä.

Im Prinzip habe ich ja oben schon alles zu den Quests gesagt. Auch das ständige Level-Recycling gefiel mir nicht, weshalb man z.B. zum dritten Mal zum gleichen Ort reisen muss, um dort "plötzlich" etwas zu finden, was man in den beiden vorherigen Besuchen nicht entdeckt hätte...

Richtig dämlich empfand ich eine Quest in der Hauptstadt, wo man immer und immer wieder aufgefordert wurde einen bestimmten Charakter aufzusuchen, weil dieser etwas Neues zu berichten hätte.
Man geht also dorthin, erfährt zwei neue (wenig brauchbare) Sätze vom Charakter, verlässt den Ort wieder... und wird 5 min später wieder aufgefordert ihn zu besuchen, da es wieder etwas Neues gäbe. Also wieder zurück, zwei neue Gesprächszeilen erfahren und wieder den Ort verlassen. 10 min später wieder die gleiche Nachricht. Also wieder hin zu dieser Person.... :-(
Bäääh... das ist für mich übelste Spielzeitstreckung ohne jeglichen Sinn. :-(
Und solche unnötigen Schludrigkeiten, bzw. Quests, die einfach keinen Spaß und Sinn machen, gibt es bei Solasta leider immer wieder mal.

Auf meiner persönlichen Spielspaß-Wertung habe ich Solasta eine 68%-Wertung gegeben... also Durchschnitt. :-))
Aber auch nur, wenn man den Fokus ohnehin fast ausschließlich nur auf die Kämpfe legt und eine großartige Atmosphäre oder gar eine genial geschriebene, spannende, wendungsreiche Story und viel zu Entdecken, eher als zweitrangige Nebensache ansieht.

DA:O habe ich damals 89% gegeben. :-))
Allerdings auf dem PC gespielt. Die Konsolen-Versionen waren, glaube ich, damals in der Tat relativ mies umgesetzt, daher ist deine Meinung zum Kampfsystem durchaus verständlich.
Aber ansonsten war ich von DA:O begeistert. Eines der wenigen Spiele, die es geschafft haben, mich wirklich jeden Tag für ein paar Stunden vor dem Bildschirm zu fesseln, so lange bis ich den Abspann gesehen hatte. :-)

Zwar waren die Areale klein, relativ "leer" und die Grafik war schon damals beim Erscheinen nicht mehr ganz taufrisch, aber die Story, die ausgearbeitete Welt, die spannenden Kämpfe, bei denen man bis ins Detail an die Kontrahenten heranzoomen konnte, die Charaktere mit ihren Hintergründen und Motiven, die professionellen Dialoge, die hollywoodreife Inszenierung der Zwischensequenzen... (nicht nur) für die damalige Zeit (2009) herausragend gut. Und auch heute noch ein wirklich sehr gutes Spiel mit hohem Spielreiz bis zum Schluss.
Aber ob sich in 12 Jahren noch jemand an Solasta erinnern wird oder dieses gar noch in irgendeiner Allzeit-Top-RPG-Liste auftauchen wird... da habe ich so meine Zweifel. ;-)

Und bei DA:O würde es mich auch wieder in den Fingern jucken und hätte ich auch wieder einen großen Reiz, für einen weiteren Durchlauf, diesmal mit einer anderen Origins-Hintergrundgeschichte. :-)
Aber leider gibt es da noch einen riesigen Stapel an neuen, noch nicht gespielten Spielen, die ebenfalls mal "abgearbeitet" werden müssen... :-(

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 14:14 #

Das stimmt :)

Ja, das fehlende AAA merkt man schon. Am meisten an den Gesichtern. Aber ich finde, sie setzen die richtigen Schwerpunkte.

1) Das glaube ich sofort, mit der Zahl der NPC. Und das etwas kompaktere, fokussiertere ist genau das, was ich an Solasta gut finde. Mich nerven zu viele NPC eher, als dass sie was bringen. Auch, weil ich ja mit allen reden will :D

2) Ja, sooooo viel gibt es nicht. Aber das ein oder andere Geheimversteck schon. Zum Glück gibt es auch nicht so megaviel Loot, weil zu viel Loot nervt mich auch :D Dann lieber weniger Loot und ab und zu was richtig gutes. Den Detailgrad an Interaktion eines D:OS hat es absolut nicht, das stimmt. Alleine schon in der ersten Stadt gleich die Geschichte am Hafen.

3) Ich mag das selber erstellen. Zumal man dann auch nicht Gefahr läuft, dass ein kommender Begleiter (der cool ist) genau die gleiche Klasse hat wie man selbst :D Und: Bei mehreren möglichen Begleitern ist es ja auch so, dass man zwangsläufig etwas verpasst. Das finde ich auch etwas doof. Zum Beispiel in D:OS 2. Daher finde ich es gut, dass es auch Spiele mit einem anderen Ansatz gibt. Ich hatte aber schon deutlich mehr als dreimal, dass die Hintergrundstory eines Chars oder dessen Personality Flags eine Rolle spielten :D Die jeweilige Origin Story mal außen vor :) Auch die Zwischensequenzen und Kamerafahrten tragen für mich zur Atmosphäre und dem Charakter der Figuren bei. Durch die Personality Flags kann ich immer schon erahnen, wer wie sprechen wird. Schon gut gemacht.

4) Ich würde wette, das wird noch gefixt. Hin und nicht zurück darf echt nicht sein.

5+6) Stimmt, dieses ganz krasse abgrasen der Karte wie in BG ist nicht zwingend nötig. Für mich ist das ein Pluspunkt. Im Prinzip erinnern mich die Level ein wenig an das Dungeon unter der Festung in Pillars. Und das fand ich auch gut. Leichte Diablo 1 vibes :)

Das mit dem Recycling ist so eine Sache. Das sind ja z.B. Aufgaben vom Quest Board, gehe zurück und hole Buch xy. Kann man machen, muss man nicht. Aber, dass man z.B. ein bestimmtes Buch (aus einer riesigen Bibliothek) nicht direkt als Questitem findet sondern erst im Rahmen des Auftrags finde ich schon gut.

Dieses ganz schnelle back and forth in kurzer Zeit hatte ich bislang noch nicht so. Hängt vllt. auch davon ab, wie schnell man welche Quests in welcher Reihenfolge angeht?

Persönliche Spielspaßwertung liegt bei mir derzeit (bin noch nicht durch) bei ca. 85. DA:O habe ich damals auch mehr oder minder in einem Rutsch durchgespielt. Obwohl ich viele Sachen echt nicht gut fand. Die Kämpfe, die extrem unglaubwürdige Spielwelt (also, schon aus meiner damaligen Sicht). (Konsolenversion). Dickes Minus noch für den DLC Verkäufer im Lager. Zwischensequenzen und grundsätzlich die Story, Vollvertonung (?) waren natürlich große Pluspunkte. Würde es (Konsolenversion) tendenziell aber unter Solasta ansiedeln, das mir gerade aufgrund seiner Kompaktheit, Levelvielfalt und Kämpfe extrem gut gefällt. Wiederspielwert haben beide Titel für mich aber keinen. Dafür erscheinen auch einfach zu viele Spiele. Muss ja mal endlich Kingmalker weiterspielen oder PoE2 :)

Wenn Solasta versucht hätte, im Prinzip eine Kopie von Wrath of the Righteous oder Pillars zu werden, hätte das nur komplett in die Hose gehen können (alleine schon aus Budgetgründen).

Ich glaube auch, dass in 12 Jahren die Erinnerung an Solasta nicht mehr so da sein wird. Daher ist der Fokus auf die Kämpfe und imho die Spielwelt genau richtig. Dazu alles etwas kompakter (für mich gut). Das ist aber ja nicht immer ein Qualitätsmerkmal :D Man sieht aber auch, dass z.B. der Dungeneditor noch nicht sooooo intensiv von der Community genutzt wurde. Zumindest was das Bereitstellen von Inhalten angeht. Das ist denke ich schon ein Indiz. Trotz Game Pass.

In Kürzer erscheint hier ein (sehr positiver) Artikel zu Solasta von mir, ich würde mich freuen, wenn du den kritisch liest und kommentierst :)

Nebulus 10 Kommunikator - P - 414 - 4. September 2021 - 15:07 #

Okay, dann nehme ich also einfach für mich als Fazit mit, dass ich wohl vielleicht einfach nicht die ganz richtige Zielgruppe für Solasta bin. :-)

Solasta ist dann quasi für einige eher die schnelle, kompakte, direktere, "Light"-RPG-Alternative, in die man nicht hunderte von Stunden Spielzeit versenken muss.
Durchaus eine verständliche Sicht. Denn mit deinen Argumenten z. B. zu der Vielzahl an NPC mit all ihren Gesprächen, den Unmengen von Loot, dem langwierigen Abgrasen der Karten, etc., hast du schon irgendwie recht.

Ich habe damit zwar kein Problem und das alles macht mir viel Spaß, weil gerade das für mich einfach dazugehört... quasi je komplexer, desto besser... aber das alles ist auch ganz klar ein enormer Zeitfresser auf den man sich einstellen muss. Das ist einigen vielleicht einfach "too much".

Aber diesen Aufwand akzeptiere ich gerne, wenn mich ein Spiel fesselt. Ich habe D:OS nur einmal durchgespielt, aber die Uhr zeigt für diesen Durchlauf 213 Stunden(!)an.... :-0 :-) ;-)
Das spricht also dafür, dass ich für Gewöhnlich jedes Fitzelchen und jeden Winkel der Spielwelt erkunden will. :-) (Allerdings auch dafür, dass ich manche Kämpfe zwei oder drei Mal wiederholen musste, bis ich endlich siegreich war... :-( )
Ein wahrer Zeitfresser also.
An BG I spiele ich jetzt schon seit Jahren... immer mal wieder aufgehört... weitergemacht... wieder aufgehört... weitergemacht, usw.
Da bin ich jetzt bei 123 Stunden, aber immer noch nicht ganz durch... ;-)

Unter dem Gesichtspunkt vielleicht verständlich und nachvollziehbar, dass mich daher ein Spiel wie Solasta, aufgrund der deutlich geringeren Komplexität und des Umfangs, nicht wirklich fesseln und begeistern konnte.

Übrigens hatte ich den DLC-Verkäufer bei DA:O gar nicht. Denn ich hatte schon die Ultimate-Version mit allen Inhalten. ;-). Kann somit gar nicht beurteilen, wie nervig der war. ;-)

Berthold 21 Motivator - - 25912 - 4. September 2021 - 9:39 #

Danke für den schönen Test, ich mochte den Vorgänger, daher werde ich dieses Spiel im Auge behalten, wenn es auf Konsole erscheint. Für den Herbst nehme ich mir erst mal Divinity 2 als Rollenspiel vor :-)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 11:42 #

Divinity II - Ego Draconis, da hast du dir ja Zeit gelassen ;)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 85672 - 4. September 2021 - 16:06 #

Och, das hab ich auch noch vor mir.

Berthold 21 Motivator - - 25912 - 4. September 2021 - 17:47 #

Jup, das liegt schon seit Ewigkeiten auf meinem Stapel der Schande. Jetzt ist es mal Zeit... :-)

Tasmanius 20 Gold-Gamer - - 26527 - 4. September 2021 - 20:10 #

Konnt' ich nicht lange spielen, da man Exp zahlen konnte um Gedanken von NPCs zu lesen. Teuflische Mechanik, die mich völlig fertig gemacht hat :-).

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2079 - 4. September 2021 - 11:26 #

Hmm, selten einen Nischentitel gesehen, der so viele Kommentare enthält. Seltsame Einordnung. ..scheint doch eine Menge Interessenten zu haben der Titel

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 4. September 2021 - 11:32 #

Gerade Nischentitel haben eingefleischte Fans, die auf hohem Kenntnisstand miteinander diskutieren.

GeneralGonzo 14 Komm-Experte - 2079 - 4. September 2021 - 12:40 #

Ok, so habe ich es noch nicht betrachtet

LRod 18 Doppel-Voter - P - 11900 - 4. September 2021 - 14:42 #

Die Diskussion zwischen Nebulus und Vampiro ein paar Beiträge weiter oben bestätigt das eindrucksvoll ;)

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 4. September 2021 - 23:37 #

Vielen Dank :)

rammmses 20 Gold-Gamer - - 26451 - 4. September 2021 - 12:33 #

Das war ein sehr hilfreicher und gut begründeter Test, ich muss das erstmal nicht spielen. Was die Sache mit der Spielzeit angeht, es ist ja transparent, wieviel gespielt wurde und wie und warum man an dieser Stelle zu einem Urteil kommt, da gibt es nichts zu meckern für mich. Es ist halt wichtig darauf hinzuweisen, wenn ein Spiel nicht beendet wurde für den Test und entsprechend auch nicht die Story im Gesamtkontext bewertet werden kann.

AlexT 05 Spieler - 34 - 6. September 2021 - 10:39 #

Ich befürchte, es wird so werden, wie bei allen D&D Spielen. Am Anfang noch eine Riesenmotivation (die Charaktergenerierung ist eh fast immer das Beste) und dann zieht sich der Storyfortschritt wie ein Kaugummi, weil man an jeder Ecke einen neuen Kampf bestehen muss. Natürlich sind die gut umgesetzt und entsprechen dem Regelwerk, aber mir wird es einfach zu viel. Ich möchte wissen, wie es in der Story weitergeht, ohne 5 Milliarden Kämpfe zu bestreiten. Es gibt sicherlich Leuten, denen das gefällt und die auch nicht genug Nebenmissionen haben können. Ich gehöre nun mal nicht dazu. Und wie ein Kaugummi nach einiger Zeit fad wird, ist es mMn auch mit den D&D Spielen. Aber ich genieße halt die ersten 5 Stunden ;-)

Hannes Herrmann Community-Moderator - P - 26796 - 6. September 2021 - 10:44 #

Ich erstelle einfach immer neue Charaktere. Ich bin jetzt beim 3. einer chaotisch-Neutralen Tiefling-Sorceres. :D

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8075 - 6. September 2021 - 18:22 #

Das lass ich dann mal noch schön reifen. Aktuell kommen im Stundentakt neue Patches. 1-2 Jahre kann man das noch liegen lassen. Hab mich bei Wasteland 3 schon geärgert, dass ich da reletiv früh am Werk war. Das wird auch von Patch zu Patch nicht nur bugfreier, sondern auch noch besser.

Bis dahin kann ich ja noch Teil 1 zu Ende spielen. Nach 75 h bin ich jetzt zu Beginn des 5. Kapitels von insgesamt 7.

Kirkegard 19 Megatalent - P - 17934 - 7. September 2021 - 11:41 #

Danke für den Test.
Da ich noch den mittelmäßigen Vorgänger in genervter Erinnerung habe, ist Pathfinder 2 wenn überhaupt ein typischer Sales Kandidat. Dann ist es gepatcht und günstiger.
Mein Interesse ist verflogen.

Sonyboy 13 Koop-Gamer - P - 1279 - 7. September 2021 - 20:53 #

Also erstmal schade das Rüdiger den Vorgänger nicht kennt. Für mich ein kleiner Makel. Kein Ding. Die Welt geht nicht unter.
Ich bin nicht nachtragend :-))
Der Vorgänger erschien auch für die Konsolen. Das fehlt mir hier leider auch im Test eine kleine Anmerkung dazu, das die Konsolenversionen erst im Frühjahr 2022 erscheinen werden. Ich möchte nochmal die 25 Stunden Spielzeit ansprechen. Sicherlich ist es möglich eine Wertung abzugeben.
Habe ja oben gelesen, dass das mehr ein Zeitliches Problem wäre. Es klingt aber für mich, das Rüdiger das Spiel als Spielenswert empfindet. Er möchte ja nochmal anfangen und nochmal Zeit mit diesen Spiel verbingen.
Jetzt weiß ich nicht, ob er das wegen der Technik im Spiel(Patch etc) möchte oder weil er gerne die Geschichte weiter spielen möchte.
Oben hatte sich ja jemand beschwert (Metalboy75), ich fand seine Kritik Lesenswert. Als klassischer RPG Fan kann ich sein Unmut nach voll ziehen. Was dann von einigen Leuten geantwortet wurde, fand ich Troll mäßig. Typisch Kritik ist nicht erwünscht.
Ich möchte auf etwas hinaus, damit ihr mich versteht. Ich bin jetzt bin Ü45 und habe keine Zeit mehr für schlechte Spiele.
Wenn Rüdiger weiter spielen möchte wegen der Geschichte.
Dann nehme ich seine Wertung nicht ab. Aus dieser Sichtweise kann ich Metallboy84 verstehen. Denn unter einer 8 Wertung werde ich kein Spiel mehr als 25 Stunden spielen und dann nochmal Neu anfangen.
Zeit ist eine kostbare Ressource und als Gamer habe ich davon einfach zu wenig. Je älter ich werde, desto weniger Zeit habe ich.
Danke für den tollen ausführlichen Test!

Harry67 20 Gold-Gamer - - 20300 - 7. September 2021 - 22:10 #

Na ja, du bist ja nun auch lange genug dabei, um zu wissen, dass hier nicht alles durchdreht, bloß weil jemand einen Test doof findet. Wenn harte Replik kommt, dann waren sicher schon noch ein paar Sprüche mehr im Spiel.

Geschichte ist nicht alles in einem RPG, dazu kommt dann noch die Aussicht auf einen Patch, den man noch ansehen will etc. das spricht doch eher für den Test als dagegen.

Für mich kam jedenfalls auch heraus, dass mich das Ding zu viel Zeit kosten würde, die ich lieber woanders investiere.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17559 - 7. September 2021 - 22:25 #

Die meisten haben sich am "Ton" von Metalboy gestört, und dass er nichts anzubieten hatte außer einen rauskopierten Jubeltext einer anderen Gazette.

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 8. September 2021 - 9:50 #

Eine 7.0 empfinde ich übrigens nicht als schlechte Note. Und wenn ich Klassischer-RPG-Fan wäre, sähe ich mit dem Test keine Kaufwarnung verbunden oder lese die Meinung heraus, daß Pathfinder 2 ein schlechtes Spiel ist. Es hat für mich genau die genretypischen Schwächen, die ich bei derartigen Spiele kenne, die mich aber nicht abschrecken würden - wenn ich Genre-Fan wäre. (Ich habe mir den ersten Teil kürzlich zugelegt und bin gespannt.)

Das alleinige Schielen auf eine Note und davon abhängig machen, ob ich einen Titel spiele, finde ich eh schwierig - nein, schlicht unmöglich. Dann bestünde meine Spielewelt aus Assassins Creed Valhalla, FIFA, Resident Evil 8, Yakuza-Like a Dragon (habe ich immerhin rund 15 Stunden gespielt) und anderen hochbewerteten Spielen und ich wäre unglücklich. ;-)

Andererseits habe ich nicht den Anspruch, dass meine Lieblingsspiele auf einer Seite (positiv) besprochen, bewertet und als Meisterwerke deklariert werden.

Ich würde es sogar begrüßen, wenn komplett auf Wertungen von 1-10 oder 1-100 verzichtet würde. Wie Eurogamer das handhabt gefällt mir zum Beispiel gut. Die vergeben Plaketten, wenn sie Spiele als empfehlenswert einstufen.

Und zu Metalboy: Ich finde, dass seine Kommentare nicht lesenswert waren. Ich finde sie unverschämt. Und zudem inhaltlich nicht verwertbar. Wie soll der kritisierte, der Tester, auf diese Kommentare konstruktiv reagieren? Ich finde dort leider keine Ansatzpunkte. Schade finde ich, dass du daraus ableitest, dass Kritik nicht erwünscht ist. Weil doch gerade in den Kommentaren unter diesem Text viel kritische Rückmeldung erfolgten, auf die meiner Meinung gut eingegangen wurde.

Metalboy ist genau das, wovor es mir graust: Er kam, kotzte sich aus und ging wieder. Alle die bleiben, dürfen sich um die Hinterlassenschaft kümmern. Ich möchte dir deine Meinung aber nicht nehmen oder absprechen. Sondern nur meine Sichtweise schildern.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 8. September 2021 - 11:44 #

Ich glaube, dass Sonyboy eher störte, dass die Gegenkritik ("Trollmäßig") jetzt auch net stets auf dem höchsten Niveau war.

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 8. September 2021 - 12:09 #

Unter anderem bestimmt. Aber sein Kommentar greift doch noch einige andere Themen auf.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 8. September 2021 - 14:53 #

"genretypischen Schwächen, die ich bei derartigen Spiele kenne, die mich aber nicht abschrecken würden - wenn ich Genre-Fan wäre."

Genau deshalb macht es keinen Sinn, Spiele mit Blick auf Menschen zu testen, die das Spiel eh niemals spielen werden und dann Abzüge in der Note zu machen, weil ein Nischentitel nicht die Konventionen des Massenmarkts erfüllt.

Das, was "genretypisch" vielleicht genau das ist, was die Genre-Fans lieben, kann "objektiv betrachtet" auf viele abschreckend wirken, aber wenn sowas negativ in die Wertung einfließt, dann wird da gar nicht das Spiel bewertet, sondern die Spieler! Dann kann ein Spiel nur richtig gut sein, wenn es auch "das richtige Genre" hat. Pech für Fans von Nischenspielen.

Die Note sehe ich als valide, subjektive Meinung von Rüdiger und so kann ich gut damit leben.

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 8. September 2021 - 16:16 #

Ich fasse zusammen, um zu sehen, ob ich dich richtig verstanden habe:
Der Tester sollte selbst "Fan" des Genres/Genre-Experte sein, damit er das Spiel mit anderen Titeln des Genres vergleichen kann und seine Wertung einzuordnen ist.

Ein Tester, der liebend gerne Ego-Shooter spielt, sollte im Shooter-Genre testen und bei historischen Globalstrategietiteln anderen den Vortritt lassen.

Vampiro 25 Platin-Gamer - P - 64337 - 8. September 2021 - 19:00 #

Ich finde beide Ansätze gut. Der Test des Experten ist für Genrefans sehr hilfreich, der des "Nicht-Experten" überhaupt nicht. Dafür ist der Test des "Nicht-Experten" ist für andere, potenzielle Neulinge zum Genre/Spiel interessant.

Es muss halt einfach nur transparent kommuniziert sein :)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 8. September 2021 - 22:26 #

Nein, der Tester muss kein Fan sein (schon gar nicht, wenn die Wertung rein subjektiv ist) und eine Vergleichbarkeit ist nicht notwendig. Aber man sollte genretypische Besonderheiten eines Spiel nicht GEGEN das Spiel verwenden, denn genretypische Besonderheiten sind doch genau das, was die Fans des Genres mögen - wie kann das dann ein Spiel "schlechter" machen?

Ausführliche Argumentation:
https://www.gamersglobal.de/user-artikel/q-lumne-6-sorry-falsche-zielgruppe

In den Kommentaren wird genau das Thema mit Rüdiger auch ausführlich diskutiert, der das ein bisschen anders sieht als ich... :)

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 9. September 2021 - 11:55 #

Ich habe mir Test und deine Kolumne noch einmal durchgelesen, sowie grob einige Kommentare. Kriege die Themen allerdings nicht miteinander verknüpft.

Die Problematik, dass im Test etwas gegen das Spiel verwendet wird, sehe ich nicht (möchte nicht ausschließen, dass ich etwas übersehe...).

Ich finde den Test sehr differenziert. Ich finde das ist ein richtig guter Test der das Spiel beschreibt sowie auf Schwächen und Stärken hinweist. Eventuell sogar zu wohlwollend: Nach Veröffentlichung wurden mittlerweile drei große Patches veröffentlicht (... wobei das heutzutage wohl eher Normalität ist...). Der erste Teil hatte zu Release ebenfalls große Probleme (Plotstopper-Bug z. B.), habe ich aber nur von gelesen. Worauf ich hinaus möchte: Owlcat-Titel sind zur Veröffentlichung keine "perfekten" Spiele, die haben Macken und teils "gefährliche" Kanten.

Die subjektive Bewertung macht mir überhaupt keine Freude. Aber ob mich eine objektive Bewertungs-Zauberformel zufriedener stimmt, glaube ich auch nicht. Meistens ist mir eh schnuppe, welche Note drunter steht: Ich verfalle weder bei einer 10 in ekstatische Schnappatmung noch bei einer 6.0 in einen hysterischen Schreianfall...

Spiele im AAA-Bereich machen mir mehrheitlich keinen Spaß mehr und viele 8.5 + × Titel lege ich nach ein paar Stunden gelangweilt zur Seite. Und frage mich, wie Spielejournalisten zu derart positiven Bewertungen kommen können und ich nicht! ... aber irgendwann lande ich gedanklich bei Bild-Schlagzeilen, Helene Fischer-Shows im Fernsehen, weiteren Star Wars- oder Marvel-Filmen, dem nächsten CoD und denke mir: Die Masse ist der Markt und die will sowas. Und daher kommen auch die bezahlten Spieletester, sowie deren Konsumenten.

Um meine Litanei abzuschließen: Pathfinder 2 hat bei Gamersglobal einen ehrlichen, kritischen, wohlwollenden Test und von einem Tester eine 7.0 erhalten. (Einschubfrage: In welches Genre wäre Wasteland 3 einzuordnen?) Das ist ein Grund zur Freude. Lese ich viel lieber als die nächste 9.× für Fifa Xx oder Call of Duty oder Ghost of Tsushima.

Vielleicht ist es der größte Verdienst dieses Tests, dass sich Pathfinder 2 nicht in die 9.0-Belanglosigkeit belangloser Spiele einreiht, sondern in das 7.0-Unperfektion-Regal der Nische.

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 9. September 2021 - 14:21 #

Es geht mir gar nicht um den Test von Rüdiger. Den hab ich doch sogar gelobt. Ich beziehe mich nur auf deinen ersten Absatz, aus dem ich ja oben bereits zitiert hatte:
"Eine 7.0 empfinde ich übrigens nicht als schlechte Note. Und wenn ich Klassischer-RPG-Fan wäre, sähe ich mit dem Test keine Kaufwarnung verbunden oder lese die Meinung heraus, daß Pathfinder 2 ein schlechtes Spiel ist. Es hat für mich genau die genretypischen Schwächen, die ich bei derartigen Spiele kenne, die mich aber nicht abschrecken würden - wenn ich Genre-Fan wäre."

Das ist das klassische "Genrefans schlagen 1-2 Punkte oben drauf"-Argument. Nach dem Motto, wer auf solchen Nischenkram steht, der muss halt damit leben, dass selbst absolut perfekte Spiele 1-2 Punkte abgezogen bekommen, weil die breite Masse damit nix anfangen kann, aber als Fan kann man die genretypischen Abzüge ja wieder oben drauf rechnen.

Und auf dieses Argument will ich nur sagen: Wenn DAS der Grund WÄRE, warum Rüdiger hier die Sieben vergeben hat, dann wäre es zu kritisieren. Aber das glaube ich ja NICHT, denn (Zitat): "Die Note sehe ich als valide, subjektive Meinung von Rüdiger und so kann ich gut damit leben.". Ich hab also nicht den Test in Frage gestellt, sondern deine Erklärung, warum die Note da steht. 【ツ】

Bei den Hypewertungen mancher AAA-Games sind wir uns einig. Da würde ich genretypisch 1-2 Punkte abziehen wegen Einfallslosigkeit, Langeweile und Dauergeballer ^^

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 9. September 2021 - 16:28 #

Ich glaube, ich habe mal wieder das Thema verfehlt - so fühlt es sich zumindest gerade an ... ;-)

Q-Bert 22 AAA-Gamer - - 31479 - 9. September 2021 - 16:51 #

Oder ich hatte mal wieder eine Gedankenschleife zu viel im Kopf... Aber für die Verbalprügel gegen AAA hat es sich in jedem Fall gelohnt. :]

Sonyboy 13 Koop-Gamer - P - 1279 - 9. September 2021 - 20:03 #

Eine 7.0 da gebe ich Dir Recht ist keine schlechte Wertung. Ich meinte ja nur sollte Rüdiger das Spiel Neu anfangen und dann weiter spielen. Dann nehme ich Ihn seine Wertung nicht ab.
Vielleicht spielt er ja jetzt den ersten Teil nach.

SupArai 24 Trolljäger - P - 46508 - 9. September 2021 - 21:35 #

Ich sehe das nicht so eng. Warum sollte Rüdiger, nachdem er ein Spiel professionell bewertet hat, "privat" nicht mit einem 7.0er Titel Spaß haben können oder Lust haben die für ihn interessante Hauptstory durchzuspielen?

Schau mal zu Tales of Arise. Das erhält eine 7.5 von Michael, aber er ist, wenn ich das mal so schreiben darf, trotzdem sehr angetan von dem Spiel. Benennt aber auch ein paar Schwächen, die ihn zu der 7.5 bringen.

Die Note, die drunter steht, ist echt nicht das Wichtigste an einem Spiel und nicht der eine Indikator, der anzeigt ob man mit dem Produkt Spaß haben kann.

aeri0r 03 Kontributor - 13 - 8. September 2021 - 3:18 #

Pfuh, also ich finds schade, das nur "so wenig Zeit" in das Spiel investiert wurde. Das ist ja dann eine Wertung für das erste Viertel des Spiels, aber nicht für das komplette... ^^
Ich hab mittlerweile 70 Stunden drin, bin immer noch nicht durch aber...ich genieße jede Minute! Das angesprochene Motivationsloch gab es bei mir nicht, es war eher ein Motivations-Steigflug.
Die Geschichten sind toll geschrieben und sehr spannend, die Spielwelt saugt einen förmlich rein. Ich finde es bedeutend besser als Kingmaker (welches ich aber auch immer noch als gut empfand).
Im Management Teil würde ich mir noch ein paar QoL Features wünschen, da gibt es ein paar unnötig nervige Umwege.

Aber darüber hinaus kann ich jedem der gerne liest und sich einfach entspannt und dennoch gespannt in eine Spielwelt fallen lassen möchte in der man schöne Geschichten erlebt, das Spiel bedingungslos empfehlen.
Jeder der "mal schnell" durchrushen mag, sollte lieber einen Bogen drum machen da es hier nur funkt, wenn man sich auf die Welt und viel lesen einlassen kann und etwas Zeit mit bringt.. :)

Ich bin jedenfalls schwer begeistert und hab nach den vielen Stunden noch null Ermüdungserscheinungen!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 429088 - 8. September 2021 - 9:59 #

Danke für deine EInschätzung!

AlexCartman 19 Megatalent - P - 17559 - 8. September 2021 - 16:29 #

Hätte Metalboy so geschrieben und argumentiert, hätte niemand ein Problem gehabt. Danke Dir!

Für mich ist es allerdings aufgrund des angeflanschten Strategieteils trotzdem nix. Oder kannst Du mir den schmackhaft machen? :)

Larnak 22 AAA-Gamer - P - 33584 - 8. September 2021 - 22:19 #

Ich habe bisher eigentlich überall, wo es um das Thema ging, gelesen, dass man mit den richtigen Einstellungen dafür sorgen könne, dass man sich um den Strategieteil praktisch nicht mehr kümmern müsse, weil der sich dann quasi selbst verwalte.

Rüdiger Steidle Freier Redakteur - P - 12304 - 9. September 2021 - 9:07 #

Ja, das geht prinzipiell, siehe meine Ergänzung oben. Man kann den Strategieteil automatisieren, muss dann aber gegebenenfalls warten, bis die Automatik bestimmte Bereiche der Karte zugänglich macht und es werden laut Beschreibung im Spiel einige Quests verändert oder entfernt.

aeri0r 03 Kontributor - 13 - 9. September 2021 - 14:02 #

Also der Strategieteil ist erstmal motivierend, später wird der mir im Nachgang nun etwas sehr... "grindy".

Einfach auf Automatisch stellen würde ich den aber nicht, da hier sonst Storys und Content verloren gehen.

Aber es gibt hier eine Lösung: Man baut sich eine kleine Armee vor und dann (Achtung, nicht jedermanns "Sache" ;)) editiert man den Speicherstand indem man die Armeegröße ändert und sich da einfach eine sehr hohe Zahl einträgt. Dann muss man sich nicht wirklich darum kümmern und bekommt dennoch alles mit.

In Benutzer>Dein Name>Appdata>LocalLow>Owlcat Games>Pathfinder Wrath Of The Righteous>Saved Games

mit 7-Zip den Speicherstand öffnen und in der Player.json nach count": Suchen. Dort nach den aktuellen Einheiten suchen und deren momentane größe -> Zahl ändern, Strategiegott sein :)

Darüber hinaus ist es trotz des grindigen Strategieteils aber immer noch jeden Cent wert. Viel Spaß allen!

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8075 - 8. September 2021 - 21:29 #

Danke für Deine Gegenmeinung, die mich weiter bestätigt, dass ich es reifen lasse und dann durchaus spielen möchte.

TheRaffer 21 Motivator - - 30277 - 9. September 2021 - 20:10 #

Klingt durchaus nach einem Spiel, dass mir Spaß machen könnte. Schwierigkeit auf Easy, Füße hoch und eine schöne Story genießen. :)

Slaytanic 24 Trolljäger - - 59262 - 10. September 2021 - 10:58 #

Mir macht es im Moment sehr grossen Spass. :)

TheRaffer 21 Motivator - - 30277 - 12. September 2021 - 8:06 #

Cool. Funktioniert also wie von mir angedacht? :)

Slaytanic 24 Trolljäger - - 59262 - 12. September 2021 - 11:10 #

Sollte es. Ich spiele es mit dem mittleren Schwiergkeitsgrad und das geht meistens recht gut.

Ganon 24 Trolljäger - P - 65834 - 19. September 2021 - 12:58 #

Ah, welch Wohltat. Rüdiger weiß, wie man "Wrath" ausspricht. :D

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8075 - 19. September 2021 - 19:35 #

Hab das Video gesehen, kann genau deshalb die Wertung nicht nachvollziehen. Klang eher nach einer 8.0 und nicht nach einem 7.0 Verriss. Egal, ich warte weitere Patches ab und werde sicher genauso viel Spass haben, wie mit Teil 1.

Faith 18 Doppel-Voter - - 9325 - 20. September 2021 - 20:09 #

Sooo, auch wenn der Test schon etwas älter ist, möchte ich noch meine Meinung zum Spiel kundtun, vielleicht hilft es noch jemanden beim abwägen, ob dieses Spiel etwas für ihn ist.

Ich habe in Kingmaker ~130h gesteckt und mich daher auch sehr auf das neue Pathfinder gefreut. Aktuell bin ich bei knapp 40h, der erste Akt ist geschafft und die Strategiekarte ist jetzt offen. Ich sollte bisher alle Nebenquests und Orte mitgenommen haben, soweit mit den gewählten NPCs möglich.

Die "Heroes-Kämpfe" auf der Strategiekarte sind wirklich simpel - aber sie gehen auch schnell und sind für mich eher eine nette, schnelle Abwechslung - eigentlich so etwas wie die von Rüdiger vermissten "Minispiele".

Ich finde die Story bisher sehr gut. Es ist eben nicht ein sauberes gut VS böse. Man merkt schnell, das auch die Angeblich so guten Engel/Götter schwierige Entscheidungen treffen mussten - ich will jetzt nicht spoilern.
Auch viele NPCs haben krasse Geschichten. Relativ früh findet man z.B. eine junge Hexe (Ember), die man auch in die Party nehmen kann. Sie sollte lebendig mit ihrer Mutter zusammen auf dem Scheiterhaufen von der ach so tapferen Inquisition verbrannt werden. Sie überlebte dank eines Ritters schwerverletzt. Ihr Retter wurde auch von der Inquisition zur Strafe getötet.

SPOILER

Und jetzt trifft man mit Ember in der Stadt auf den Befehlshaber von damals. Und dieser Typ bereut nichts, beschimpft sie, will sie am liebsten nochmal verbrennen... ich bekam richtig Hass auf diesen Menschen, der in der Stadt aber als eine Art Held gesehen wird. Ich hätte ihn auch Töten können - doch ausgerechnet Ember bat mich es nicht zu tun. Dieses verbrannte Mädchen ist schon jetzt so ein interessanter Charakter und ich bin gespannt, wie ihre Begleiter-Quests weitergehen.

SPOILER-ENDE

Kurz gesagt bin ich bislang sehr begeistert von dem Spiel und denke das es jedem gefällt, der auch den Vorgänger mochte.

Bugs habe ich bisher bis auf Kleinkram gar nicht gehabt.
Die Gefechte spiele ich im Rundenmodus, dadurch lerne ich jetzt auch viel besser das sehr komplexe Regelwerk kennen. Den Vorgänger hatte ich gespielt, bevor es den Rundenmodus gab.

Auch Top: Musik und Sprachausgabe. Die deutschen Texte sind bis auf wenige Fehler auch sehr gut.

Meine Wertung wäre bisher eine 9.0+. Fans sollten unbedingt zugreifen!

Lencer 17 Shapeshifter - P - 8075 - 21. September 2021 - 8:24 #

Ich danke Dir sehr für das ausführliche Statement. Das macht sehr viel Lust auf das Spiel. Ich mochte den Vorgänger auch sehr.