Into the Breach Test+

Eine Runde Mech-Schach

Hagen Gehritz / 3. März 2018 - 12:02 — vor 37 Wochen aktualisiert
Steckbrief
MacOSPC
Taktik-RPG
Subset Games
Subset Games
27.02.2018
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Beim neuen Streich der FTL-Entwickler trifft Roguelike auf knifflige Rundentaktik mit Puzzle-Charakter. Ob diese Mischung uns in ihren Bann ziehen konnte, verrät unser Test.
Bei den Entwicklern vom Indie-Studio Subset Games handelt es sich nicht um Unbekannte. Ihr bockschweres Raumfahrt-Roguelike FTL – Faster Than Light (Test der Advanced Edition) nahm im Zuge der ersten großen Kickstarter-Welle für Videospiele zunächst 200.000 von 10.000 angestrebten Dollar ein und entpuppte sich nach der Veröffentlichung als Dauerbrenner. Ihr neuer Titel Into the Breach profitiert von diesem Ruf, muss aber zugleich dem unwillkürlichen Vergleich mit dem früheren Hit standhalten, zumal das Rundentaktik-Roguelike auch mit seiner eher abstrakten Pixelgrafik und dem futuristischen Szenario an das Weltraum-Abenteuer erinnert. Spielerisch unterscheiden sich beide Titel jedoch deutlich.
 

Täglich grüßt die Mutantenspinne

Anders als bei FTL geht es bei Into the Breach geerdeter zu. Soll heißen: Es spielt auf unserem blauen Planeten. Der ist in der nicht näher definierten Zukunft sogar so blau, dass nur noch wenige bewohnbare Inseln existieren. Die werden obendrauf von fiesen Rieseninsekten, den Vek, überrannt. Da hilft bekanntlich nur eins: Zeitreisende Kampfroboterpiloten aus einer noch weiter entfernten Zukunft!
Im Zuge dieser an japanische Kaiju-Filme wie Godzilla erinnernden Prämisse übernehmen wir die Kontrolle von einem Team aus drei von 24 freischaltbaren Mechs. Die stehen auf acht mal acht Kacheln großen Miniaturkarten einer Vielzahl an angreifenden Vek gegenüber. Nur wenige Runden überleben bringt den Sieg. Doch jeder Zug muss sitzen, denn wir meiden nicht nur die Zerstörung unserer Mechs, sondern schützen wichtige Gebäude und erfüllen Nebenmissionen. Auf  etlichen Schlachtfeldern gibt es Spezialregeln, so steigt der Wasserspiegel an, es kommt zu Eisstürmen oder ein Zug fährt von A nach B und muss beschützt werden.

Und am Schluss (wenn ihr wollt, ist das schon nach zwei von vier befreiten Inseln, nur seid ihr dann vermutlich schwächer) wartet die beinharte, zweistufige  Endschlacht auf euch, die wir euch auch im Testvideo natürlich nicht spoilern.
 
Im Video erfahrt ihr unter anderem, wie hoch der Glücksfaktor ausfällt, wie der Zeitreise-Aspekt zum Tragen kommt und vor allem: ob nach einer Niederlage der Frust überwiegt oder ob wir direkt die nächste Runde starten wollen.

Autor: Hagen Gehritz, Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

 
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Meinung: Hagen Gehritz

„Das lief doch super!“ rief ich, weil ich alle Gegner mit meinen Mechs so verschoben hatte, dass sie einander angriffen. Nachdem ich genüsslich den Zug beendete, erkannte ich meinen Fehler: Ein Buff ließ alle Vek beim Ableben explodieren. Die Gebäude, die ich trickreich gerettet glaubte, zerfielen zu Trümmern, der Strom fiel auf null. So nah liegen Triumph und Versagen bei Into the Breach beieinander. Deshalb bleibt auch Partie um Partie in Folge spannend: Die verschiedenen taktischen Möglichkeiten, die angestoßenen Kettenreaktionen, die großen Hürden für einen Sieg ohne Abstriche machen aus den prozedural generierten Kämpfen angenehm fordernde Denkaufgaben. Die Rundenbegrenzung hält die Missionen dabei knackig kurz, erspielte Mech-Module und neue Pilotenfähigkeiten bringen auch in laufenden Partien neue Möglichkeiten.

Besonders groß war der Suchtfaktor für mich in den ersten Durchgängen, als ich noch nicht alle Gegner und Missionen gesehen hatte. Nach dem ersten gewonnenen Finale flaute der Noch-eine-Runde-Effekt für mich etwas ab. Alles war noch spaßig, aber vertraut. Into the Breach bietet dann immer noch neue Mechs mit sehr unterschiedlicher Spielweise, motiviert abseits davon aber vorrangig mit Achievements und Highscores. In die fließt aber nicht nur mein Können, sondern auch eine Portion Glück ein, je nachdem, was Zeitkapseln enthalten und wie nützlich die Insel-Belohnungen zum Abschluss ausfallen.

Geschenkt, dass die Pixelgrafik mit ihren groben Umgebungen nicht zu den Schönsten ihrer Art gehört, und dass auch keine Sprachausgabe vorhanden ist. Mehr ärgern mich Ungereimtheiten, wie dass Feuer zwar Eis taut, aber Regen kein Feuer löscht, vermutlich weil es die Brandstifter-Mechs zu sehr benachteiligen würde. Auch wurde der Geschichte dieser Welt, die in ihrem endlosen Überlebenskampf festhängt, zu wenig Raum gelassen. Der Autor Chris Avellone schafft es, schon mit nur wenigen vorhandenen Textblasen, die Piloten und Auftraggeber mit Charakter auszustatten. Vielleicht hätten ein paar Zufallsereignisse aus seiner Feder zur Auflockerung mich noch langfristiger in die Welt von Into the Breach hineingezogen, als es die Reihe an – stets sehr unterhaltsamen! – Taktik-Kämpfen für sich genommen konnte.
Into the Breach PC
Einstieg/Bedienung
  • Tutorial führt grundlegend in Mechaniken ein
  • Zuschaltbare Hilfsanzeigen
  • Sehr komfortable Maus-Tastatur-Steuerung
  • Keine Gamepad-Unterstützung
Spieltiefe/Balance
  • Knifflige Runden-Taktik mit Puzzle-Charme
  • Spannendes Abwägen, was verzichtbar ist
  • Fast immer clever agierende KI
  • Fünf Gebiete mit unterschiedlichen Modifikatoren
  • 24 Mechs in festen 3er-Squads sowie zum freien Kombinieren
  • Piloten leveln auf, Mechs sind aufrüstbar
  • Reaktionen der Piloten verleihen ihnen Charakter
  • Kleine Individualisierungsoptionen
  • Nicht ganz sauber balancierte Piloten
  • Inkonsequenzen (Flugzeuge lösen Minen aus)
  • Erhöhter Glücksfaktor bei Zeitkapseln und Belohnungen
  • Nach einigen Partien sind die Variablen alle bekannt
  • Nur ein Zeitreisender-Speicherplatz
Grafik/Technik
  • So gut wie keine Ladezeiten
  • Vielseitige Mech-Designs
  • Detailarme Figuren und Umgebungen
  • Immergleiche Häuser und Landschaften
  • Übersichtsprobleme bei vielen Gegnern
Sound/Sprache
  • Kleiner, aber stimmungsvoller Soundtrack
  • Keine Vertonung
  • Nur englische Texte
Multiplayer
 Nicht vorhanden
 
8.0
Userwertung7.7
Hardware-Info
Minimum: Win7, 1,7GHz-Prozessor, 1 GB RAM, Intel HD 3000, 300 MB HDD
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
Hagen Gehritz 3. März 2018 - 12:02 — vor 37 Wochen aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 378636 - 3. März 2018 - 12:03 #

Viel Spaß beim Ansehen!

Der Marian 20 Gold-Gamer - P - 22870 - 3. März 2018 - 12:54 #

Mit nur mobilem Internet derzeit, bringt mir das Video leider wenig. :(

guerillero 10 Kommunikator - 397 - 3. März 2018 - 18:53 #

Auf zu Starbucks!

Claus 30 Pro-Gamer - - 219886 - 3. März 2018 - 12:51 #

Super, danke für den Test!

floppi 24 Trolljäger - - 47388 - 3. März 2018 - 12:52 #

Finde das Spiel auch grundsätzlich sehr gut, aber die Langzeitmotivation eines FTL sehe ich leider nicht. Wenn man einmal gewonnen hat, nimmt der Reiz weiterzuspielen rapide ab.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378636 - 3. März 2018 - 13:09 #

Da gebe ich dir recht. Wie Hagen sagt: Nach einem halben Durzend Oartien hat man so ziemlich alles gesehen und auch schon due Hälfte der Mech-Squads freigeschaltet. Aber diese geschätzt zwölf Stunden macht es schon großen Spaß.

Q-Bert 17 Shapeshifter - 6118 - 3. März 2018 - 14:51 #

Ging mir bei FTL aber ganz genauso. FTL habe ich genau eine Partie gespielt, diese auf Anhieb gewonnen und seitdem das Spiel nie mehr gestartet. Eigentlich wollte ich immer nochmal ne zweite Runde spielen, um zu schauen, ob der erste Sieg nur Zufall war, aber die Motivation ist irgendwie abhanden gekommen.

Admiral Anger 25 Platin-Gamer - P - 55657 - 3. März 2018 - 15:25 #

Genau das! Ich hab zwar noch ein paar Stunden mehr reingesteckt (gerade in die Advanced Edition), aber so hoch war die Langzeitmotivation nun auch nicht.

floppi 24 Trolljäger - - 47388 - 3. März 2018 - 16:16 #

Hm, auf Anhieb habe ich FTL jedenfalls nicht geschafft. Das hat schon ein paar Versuche gebraucht. Weiterhin hatte ich noch Spaß mit den anderen Raumschiffen alles nochmal anzugehen.

Bei Into the Breach verspürte ich das nicht. Habe ein anderes Mech-Team ausprobiert und dann keine Lust mehr dazu gehabt. Es scheint mir aber auch weniger Varianz darin zu sein, als in den Zufallsereignissen in FTL.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9267 - 3. März 2018 - 18:35 #

Ja, bei FTL hatte ich viel Spaß die anderen Raumschiffe freizuschalten und es mit denen noch mal zu probieren. Dabei hat man auch noch immer wieder neue Zufallsbegegnungen gehabt.

Wer FTL auf Anhieb auf normal geschafft hat: Respekt. Oder geht es hier um easy. Das wäre dann wenig verwunderlich ;)

Noodles 24 Trolljäger - P - 48176 - 3. März 2018 - 19:22 #

Ich habs selbst auf Leicht nur einmal geschafft. :D Bin zwar oft bis zum Endkampf gekommen, aber den hab ich dann bis auf einmal halt immer verloren.

Lencer 16 Übertalent - P - 5347 - 3. März 2018 - 20:01 #

Willkommen im Club. Fand es nach dritten Versuch nur noch unfair und hatte keine Bock mehr.

Noodles 24 Trolljäger - P - 48176 - 3. März 2018 - 20:03 #

Nö, so ging es mir nicht, hab fast 30 Stunden Spaß gehabt mit FTL. Hab aber halt nur einmal das Ende gesehen. :D

TwentY3 16 Übertalent - P - 4128 - 4. März 2018 - 11:27 #

Bei mir waren es mehrere hundert Stunden...es hat auch fast ein Jahr gedauert, bis zum ersten Mal Sieg auf 'hard'. Bei easy war das bei weitem nicht so lang bei FTL.
Bei Into the Breach war der erste Sieg im dritten Durchgang auf 'easy'. Der Endkampf war auf easy nicht annähernd so schwer wie bei FTL.

Makariel 19 Megatalent - P - 16164 - 4. März 2018 - 14:08 #

Ich finde das easy in ITB zu leicht ist, während man auf normal fast schon jeden Zug perfekt planen muss. Da hätte man locker noch einen weiteren Schwierigkeitsgrad dazwischen packen können.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 7089 - 4. März 2018 - 21:23 #

Ich habe bisher nur auf normal gespielt und hatte nach 13 Stunden meinen ersten Sieg. Mal sehen, im Moment ist die Motivation raus, aber die kommt sicher bald wieder.

hex00 18 Doppel-Voter - P - 9368 - 5. März 2018 - 12:52 #

Kaum vorzustellen, dass jemand FTL auf schwer durchspielen kann. Ich hatte auf einfach bereits kaum eine Chance.
Into the Breach gefällt mir bis dato sehr gut. Mal schauen, was daraus wird.

Lencer 16 Übertalent - P - 5347 - 5. März 2018 - 14:38 #

Ich find es erfrischend zu lesen, dass nicht nur ich Probleme mit dem Schwierigkeitsgrad hatte.

NoRd 12 Trollwächter - P - 1032 - 5. März 2018 - 18:23 #

Geht mir auch so:D. Ich liebe FTL, geschafft habe ich es bisher nie. Auch nicht auf leicht, wobei ich schon X Mal im Endkampf war. 100h habe ich glaub aber noch nicht reingesteckt:). Wollte mal im Wiki schauen, was ich eigentlich falsch mache aber fand dann doch, dass ich das selber rausfinden will.

FastAllesZocker33 16 Übertalent - P - 4002 - 3. März 2018 - 20:06 #

Oh, da hast Du aber viel verpasst! Mit der zeit bekommst Du neue Raumschifftypen dazu und die spielen sich schon sehr anders!

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - P - 128970 - 3. März 2018 - 13:15 #

Klingt doch alles in allem prima!

Makariel 19 Megatalent - P - 16164 - 3. März 2018 - 14:29 #

Eben das zweite mal durchgespielt, und ich finde der Test trifft es auf den Punkt. Sobald man es mal durch hat ist es dann nicht mehr soooo spannend. Wirkliche Langzeitmotivation will sich bei mir nicht einstellen, da ich aber kein Achievement-Jäger bin. Aber als eine Runde Mech-Schach für Zwischendurch auf jeden Fall empfehlenswert.

Q-Bert 17 Shapeshifter - 6118 - 3. März 2018 - 14:59 #

Auf Gamestar und 4Players gibt es ja sehr lustige Diskussionen darüber, wie ein Spiel "mit DIESER Grafik" überhaupt eine hohe Wertung bekommen kann... :)

Ich muss sagen: Die Grafik finde ich (für diese Art Spiel) super! Macht mir richtig Lust auf das Game, da ich auf einen Blick alles Wesentliche erkenne. Schach mag ich auch am liebsten mit simplen Figuren/Symbolen. Und irgendwie fühle ich mich dabei wohlig an Klassiker wie Populous erinnert.

Ich kaufe nix mehr auf Vorrat, aber Into The Breach wird definitiv demnächst gekauft, wenn ich mit meinem aktuellen Titel durch bin.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9267 - 3. März 2018 - 15:14 #

Mir gefällt die Grafik auch sehr gut. Ich finde es auch grenzwertig bis sinnfrei das einem Spiel im Test anzukreiden, das ist schließlich schwer Geschmackssache... manche Leute können mit Kubismus nichts anfangen. Deswegen dann Picassos Werke als schlecht zu bezeichnen wäre eher vermessen.

euph 26 Spiele-Kenner - P - 66673 - 3. März 2018 - 19:13 #

Zum Glück gibt es nicht nur Grafik-Hu...

Tasmanius 19 Megatalent - - 19692 - 3. März 2018 - 20:07 #

Bin wirklich froh, dass diese Art Diskussionen hier so gut wie nie stattfinden :-)

Elfant 21 Motivator - P - 29378 - 3. März 2018 - 21:05 #

Jenes ist ja auch kein Wunder, wenn der Chef obskure ASCII - Titel als Geheimtipp vorstellt.

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12297 - 3. März 2018 - 21:32 #

Da hast du definitiv einen Punkt. :)

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9267 - 4. März 2018 - 1:07 #

Was soll daran denn obskur sein? ^_^

natural_killer_cell 11 Forenversteher - 604 - 4. März 2018 - 9:01 #

Damals, zu meiner Zeit nannte man solche Menschen Grafikh*ren.

knusperzwieback 12 Trollwächter - 956 - 4. März 2018 - 11:47 #

Ich liebe Pixelspiele. Aber diese Pixelkunst hier holt mich überhaupt nicht ab. Leider. So kann das Spiel noch so gut sein, ich werde ebenso verzichten wie auf Civ6. Das Auge ist einfach mit und gibt ja genug andere Pixelspiele die liebevoller ausschauen und auch Spaß machen.

Faerwynn 18 Doppel-Voter - P - 9267 - 4. März 2018 - 12:08 #

Geschmackssache. Mir gefällt es.

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12297 - 3. März 2018 - 17:46 #

Definitiv nicht mein Spiel. :)

schwertmeister2000 14 Komm-Experte - P - 2591 - 3. März 2018 - 18:02 #

super Videotest und sehr informativ

Slaytanic 24 Trolljäger - P - 49527 - 3. März 2018 - 21:57 #

Mein Interesse hat der Test jedenfalls schonmal geweckt.

_XoXo_ 14 Komm-Experte - P - 2416 - 4. März 2018 - 6:55 #

Danke für den Test, der mich vor einem verfrühten Kauf bewahrt hat.

Jac 17 Shapeshifter - P - 8490 - 4. März 2018 - 10:02 #

Das geht mir auch so.

Ganon 24 Trolljäger - P - 47374 - 4. März 2018 - 11:10 #

Grafisch so gar nicht meins. Und Rundentaktik mit Permadeath sowieso nicht. Da halte ich mal lieber maximalen Abstand von. ;-)

msilver 10 Kommunikator - 445 - 4. März 2018 - 12:06 #

habe nicht daran geglaubt, aber krass wie süchtig ich innerhalb eines tages nach dem spiel bin. FTL war so gar nicht mein ding und rundentaktik, da jagt man mich mit normaler weise, aber hier ist alles so stimmig.

ich hasse permadeath, hier aber so gar nicht.

Maik 20 Gold-Gamer - 23133 - 4. März 2018 - 13:46 #

Bin ja selten anderer Meinung als der Tester, doch hier hat Hagen die Note einfach zu hoch gehangen. Das Spiel hat einige Designschnitzer, doch dazu mehr in der März-DU-Galerie.

Makariel 19 Megatalent - P - 16164 - 4. März 2018 - 14:02 #

Hah dann ist der Titel schon mindestens zwei mal vertreten ;-)

Hagen Gehritz Redaktions-Praktikant - P - 14990 - 5. März 2018 - 23:52 #

Da bin ich mal auf eure Beiträge gespannt. =]

Noodles 24 Trolljäger - P - 48176 - 4. März 2018 - 20:53 #

Wobei Hagen ja noch relativ niedrig wertet gegenüber vielen anderen Magazinen weltweit. ;)

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 10377 - 4. März 2018 - 14:20 #

Bisher 3 Stunden auf der Uhr und mir gefällts sehr gut.

Witzigerweise geht die Gehirnakrobatik gleich auf der ersten Map los, hat was von Schach. :)

Aladan 24 Trolljäger - P - 49884 - 4. März 2018 - 21:45 #

Es hat auf jeden Fall einige Elemente von Schach. Gerade das vorausplanen ist teilweise Gehirnakrobatik pur.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378636 - 4. März 2018 - 22:18 #

Allerdings ist der Glücksfaktor ziemlich hoch, im Gegensatz zum Schach. In diesem Punkt gehe ich auch nicht mit Hagens Test konform: Die Anfangsaufstellung, wie die Aliens ziehen, die Grid Defence (Chance, dass ein angegriffenes Gebäude doch keinen Schaden nimmt) und ein paar Unwägbarkeiten mehr wirken sich schon sehr aus. Es gibt, wie Hagen auch schreibt, teils schlicht unfaire Situationen, die man nicht lösen kann (also ohne Verluste hinzunehmen). Das merkt man nicht unbedingt beim normalen, bedächtigen, Hauptsache-ich-komme-weiter-Spielen, aber wenn man unter Zeitdruck spielt oder auf andere bestimmte Achievements hin, kann das schon sehr nerven.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 10377 - 5. März 2018 - 15:38 #

Ich seh das wie zB bei XCom2, wo die Mission auch nicht umbedingt alle schaffbar sind.

Ich denke die Mischung "Zufällig generiert" und "immer 100% schaffbar" wird zwangsläufig zu solchen Konstelationen führen, wo man unweigerlich verliert.

Eine schlechte Map bei "They Are Billions", schlechtes Gegner placement in XCom2, "falsche" Waffendrops bei Dead Cells und man ist halt Nase.

Ob das Nervig ist auf dauer? Bestimmt, aber oft genug kommt es auch vor das man auch nicht genug Nachdenkt und der Fehler vor der Tastatur sass. Mir fallen meine Fehler auch ungefähr ne Minute nach dem total Versagen auf. ;)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378636 - 5. März 2018 - 15:42 #

Klar, nur durch die Übersichtlichkeit von Into the Breach ist es halt offensichtlich, wenn man Pech hat. Also mit ein bisschen Erfahrung. Dann auch Offensichtlichkeiten wie "gleich das erste Pod in Mission 1", was Folgevorteile bringt, oder wenn du mit dem "ADAC-Abschlepppanzer" spielst und am Stück nur Karten bekommst, wo du den mangels freien Platzes oder günstiger Wasserfelder gar nicht richtig nutzen kannst.

Die X-Com-Schlachten sind da schon durch dich beeinflussbarer und insgesamt beherrschbarer. Es wird öfter gewürfelt, was zusätzlich nivellierend wirkt. Und es gibt darin ja auch milde Formen des Scheiterns: Squad gerettet, Großteil der Squad gerettet, Squadmitglied entführt (und lässt sich noch retten per Folgemission). Oder zumindest ein "Hab zwar echt Verluste eingefahren, aber immerhin auch X und Y erbeutet". Totalfiaskos sind selten (aber umso schmerzhafter...). Bei Into the Breach ist hingegen leicht mal das Spiel vorbei oder du verlierst so viele Grids oder einen guten Piloten, dass du das Weiterspielen am besten sein lässt.

Aber ohne Zweifel: Auch da kommt es zu Feindkonstellationen, vor allem in Verrbindung mit Countdowns, wo du so gut wie keine Chance hast.

Makariel 19 Megatalent - P - 16164 - 5. März 2018 - 18:20 #

Da gibts aber ein paar Unterschiede, in XCOM hast du z.B. mehr Leute in deiner Einheit, womit du Fähigkeiten und Ausrüstung so wählen kannst das du auf alle möglichen Gegner passend reagieren kannst. In ITB hast du 3 Mechs und wenig Möglichkeit die anzupassen. Zu dem Zeitpunkt wo es genug Waffen und Equipment gibt ist man meist schon bei der letzten Insel angelangt.

Dazu sind in XCOM einfach auch die Karten größer, und du hast in der Regel Möglichkeit dich erstmal richtig zu positionieren. In ITB sind die Karten so winzig das man quasi sofort auf Tuchfühlung ist.

In XCOM ist der Nachschub an neuen Ausrüstungsgegenständen auch kontrollierter, und du kommst nach und nach an besseres Zeug. In ITB hatte ich mal die besten Waffen am Ende der ersten Insel zur Auswahl aber nicht die Rep um alle zu kaufen und die gekauften brauchten dann mehr Energie um sie überhaupt zu verwenden. Super. Später im gleichen Durchgang kam dann nichts brauchbares mehr oder 4 Science Waffen zur Auswahl wenn ich keinen einzigen Science Mech hatte. Ich hätte mir erwartet das zumindest sowas verhindert wird. Das war ja schon zu Diablo 2-Zeiten nervig wenn man mit dem Barbaren unterwegs ist und nur Paladin-Müll dropt.

Klar gibts bei XCOM auch immer wieder Probleme mit der Zufälligkeit, aber mir ist das in 200 Stunden XCOM weniger aufgefallen als in 10 Stunden Into the Breach.

Jamison Wolf 18 Doppel-Voter - P - 10377 - 5. März 2018 - 20:47 #

Mir macht beides Spass und ich kann mit dem RNG gut arbeiten.

Zudem wird sicher irgendwann das eine oder andere Mod das Licht der Welt erblicken, und vielleicht wird das dann weniger RNG.

Eines der besten Zug basierenden Spiele ist für mich eh Invisible INC. :)

That said, für knapp 13€ kann mit mit ITB keinen Fehler machen.

vermeer 11 Forenversteher - 701 - 5. März 2018 - 9:27 #

"Keine Gamepad-Unterstützung" ist ein Minuspunkt? Bei so einem Spiel? Ernsthaft?

Elfant 21 Motivator - P - 29378 - 5. März 2018 - 9:38 #

Für uns Beide ist es kein Minuspunkt, aber für Andere ist es schon einer.

Lencer 16 Übertalent - P - 5347 - 5. März 2018 - 9:44 #

Kapier ich auch nicht. Ich erwarte bei Konsolenspielen auch keine Maus/Tastatur-Unterstützung.

Elfant 21 Motivator - P - 29378 - 5. März 2018 - 10:55 #

Nur spielt heute eben auch so mancher PCler mit einem Gamepad.

Lencer 16 Übertalent - P - 5347 - 5. März 2018 - 12:05 #

Ohne Zweifel, ich übrigens auch. Witcher und Co. oder alle Hüpf- und Rennspiele. Aber eine Rundenstrategical? Da muss man das nicht unbedingt als Minuspunkt aufführen.

Elfant 21 Motivator - P - 29378 - 5. März 2018 - 12:34 #

Bei der Neuauflage von Xcom ist die Steuerung komplett für den Controller designt. ^^

Ganon 24 Trolljäger - P - 47374 - 5. März 2018 - 13:17 #

Und das empfand ich dort durchaus als Minuspunkt.

Makariel 19 Megatalent - P - 16164 - 5. März 2018 - 18:23 #

Also bei XCOM ist Tastatur & Maus > Touchscreen (Tablet-Version) > Controller, wenn das "komplett für den Controller designt" war haben sie was falsch gemacht wenn sich M&K sowie Touchscreen nach wie vor besser steuern :-P

Slaytanic 24 Trolljäger - P - 49527 - 5. März 2018 - 10:54 #

Ich würde es auch als Pluspunkt aufführen. ;)

Titus-X 16 Übertalent - - 4518 - 5. März 2018 - 11:50 #

Naja, sehe ich eher als Information (Big Picture Mode etc.) und wird sicher nicht in die Note miteinfliessen.

Hagen Gehritz Redaktions-Praktikant - P - 14990 - 5. März 2018 - 17:27 #

Hallo, vermeer! Ich habe die fehlende Controller-Steuerung bei Einstieg/Bedienung aufgenommen, um das hervorzuheben. Denn wer Into the Breach zurückgelehnt vom Sofa aus spielen will, dem steht dieser Umstand im Wege.
Da ich Rundentaktik auch problemlos mit Genuss auf Konsole oder Handhelds spiele, sehe ich eine Controllerunterstützung bei dem Genre auch am PC nicht als so etwas extravagantes, wie dein Lenkrad-Vergleich weiter unten. Wie Titus-X aber ganz richtig vermutet hat, ist dieser kleine Komfort-Malus absolut kein schwergewichtiger Faktor bei der Wertungsfindung gewesen.

vermeer 11 Forenversteher - 701 - 5. März 2018 - 22:49 #

Hi Hagen, Danke für die ausführliche Erläuterung! Die Argumente kann ich nachvollziehen und wenn‘s dann auch keine große Rolle spielt: Alles Bestens! Gruss Vermeer

vermeer 11 Forenversteher - 701 - 5. März 2018 - 13:19 #

Wenn#s nur eine Information wäre, würde ja die Info rechts bei "eingabegeräte" reichen. Fehlende Lenkradunterstützung z.B. wird ja (zu recht natürlich) auch nicht mit Minus dargestellt.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378636 - 5. März 2018 - 15:20 #

So, in etwa einer Stunde könnt ihr meinen "30 Minuten Blitzsieg"-Erfolgsversuch im Video bewundern...

Elfant 21 Motivator - P - 29378 - 5. März 2018 - 15:34 #

Versuch? Ich erwarte nichts anderes als einen eindeutigen Erfolg samt Siegesfeier!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 378636 - 5. März 2018 - 15:39 #

Ich sag nichts, nur so viel: Gestern abend bin ich doch einige Male gescheitert, zahlreiche "Bei Anblick der 1. Map sofort abgebrochen"-Zeitverkürzungen nicht mitgerechnet...

TheRaffer 18 Doppel-Voter - - 12297 - 5. März 2018 - 20:16 #

Dank deines Videos weiß ich nun wie wenig dieses Spiel für mich gemacht ist. :)

NoRd 12 Trollwächter - P - 1032 - 5. März 2018 - 18:30 #

ItB ist leider deutlich schwächer, da stimme ich dem Test zu. Die Atmo ist bei weitem nicht so gut, wie in FTL. Es fehlen z.B. die Begegnungen, welche man per Textfenster lösen konnte. Allgemein gab es mehr Story und Lore bei FTL. Die Karten waren auch immer gleich aber das stört im Weltraum halt weniger als ständige braun/grüne Matschkarten. Die Inkonsequenzen stören mich auch, besonders der Blödsinn mit den Minen. Subjektiv gefühlt, glaube ich nicht, dass FTL mehr Abwechslung bot und auch der Zufallsfaktor ist nicht frustiger oder höher in ItB (etwa gefühlt gleich), trotzdem hat man von ItB schneller genug, was wohl am oben genannten liegt...Die beschriebenen Abnutzungserscheinungen habe ich auch, bei FTL kamen die viel später...

Nichtsdestotrotz ist ItB ein feines klein-grosses Spiel (ich werde sicher mehr als 15 Stunden reinstecken). Habe es auch noch nicht geschafft, allerdings habe ich den Reset Button bisher übersehen:D. Spiele auf normal, der sich wie easy in FTL anfühlt, leicht reizt mich irgendwie nicht. Bin schon viel rascher im Endkampf gelandet, ganz so schwierig wie FTL ist es also nicht.

Witzigerweise habe ich durch ItB wieder Bock auf FTL bekommen, werde es wieder installieren und hoffe, dass das nächste Projekt ein FTL 2 sein wird:).

Makariel 19 Megatalent - P - 16164 - 5. März 2018 - 18:34 #

Das mit wieder Lust auf FTL zu kriegen ging mir ähnlich. Bin grad draufgekommen das ich FTL inzwischen als "Advanced Edition" hab, die hatte ich noch gar nicht versucht. Mal schauen ob ich heute noch ein paar Raumschiffe zerbrösel während ich warte das Kingdom Come gepatched wird ;-)

Lencer 16 Übertalent - P - 5347 - 5. März 2018 - 20:04 #

Das möchte ich gern auf dem Tablet spielen. Die Grafik ist nicht anspruchsvoll, das Gameplay umso mehr. Und die Touch-Bedienung wäre sicher optimal.

John of Gaunt 26 Spiele-Kenner - P - 75187 - 5. März 2018 - 20:59 #

Ich mochte FTL irgendwie schon, oder sehe den Reiz darin und würde es gerne mehr spielen, mir war das aber dann doch zu schwer. Bin da nie weit gekommen. Von den Videos die ich gesehen habe schaut mir Into the Breach deutlich beherrschbarer aus, deswegen werde ich das sicher spielen, vielleicht ja dann auch durch. Danke für euren Test.

Noodles 24 Trolljäger - P - 48176 - 6. März 2018 - 1:07 #

Was ich bis jetzt vom Spiel gesehen hab, macht schon Lust drauf. Und ich finds gar nicht so schlimm, dass es jetzt nicht Motivation für hunderte Stunden bietet. Wenn ich damit 15 Stunden viel Spaß haben kann, reicht mir das völlig.

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