Test: Weniger Blut, mehr Spaß?

Injustice Test

Benjamin Braun 16. April 2013 - 15:00 — vor 6 Jahren aktualisiert
In den schön gestalteten Hintergründe ist immer was los und ihr könnt sie mit euren Aktionen in Schutt und Asche legen.
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Mäßige Story, jede Menge ModiInjustice stellt euch neben diversen anderen Spielmodi einen rund vierstündigen Storymodus zur Verfügung, der zu einem guten Teil aus übelst-trashigen Filmsequenzen besteht. Darin übernehmt ihr abwechselnd die Rollen von DC-Helden und Schurken wie Batman, Lex Luthor oder Green Lantern und prügelt euch fröhlich durch wechselnde Arenen. Damit auch sogenannte Mirror-Matches möglich sind, geht es in der Story um zwei Paralleluniversen – ihr müsst nicht weniger als die Zerstörung von Metropolis verhindern.

Wer einfach nur zuhauen möchte, kann sich in normalen Kämpfen (nichts anderes als eine Arcade-Ladder) mit einem wechselnden Angebot an Feinden auseinandersetzen. Die normale Arcade-Ladder ist nur ein kleiner Teil des Kampf-Modus. Dort stehen auch Ranglisten zur Verfügung, in denen ihr nur gegen Helden oder Schurken ran müsst oder Varianten wie "Überleben". Darin müsst ihr eine Ladder überstehen, ohne für jedes Match eine vollständige Lebensenergie-Regeneration zu haben. Stattdessen verschafft ihr euch durch besonders umfangreiche Kombos und Spezialangriffe Lebensenergie-Boni. Wem das noch nicht als Challenge reicht, kann sich in 240 weiteren Herausforderungen messen. Hier gilt es dann, Gegner unter Zeit-, Aktions- und sonstigen Restriktionen zu besiegen. Eines der Achievements verrät, dass Warner hier weitere Challenges als DLC plant. Weitere Kämpfer dürften ebenfalls folgen.

Online prügeln ohne Lags
Alternativen
Wer nicht auf Comic-Helden steht, wohl aber auf bebende Brüste und brachiale Kämpfe, ist bei Dead or Alive 5 (GG-Test: 8.5) gut aufgehoben. Soll es ein Waffenprügler sein, ist Soul Calibur 5 (GG-Test: 8.5) keinesfalls zu verachten. Für eine Extraladung Comic-Look und verrückte Ideen könnt ihr einen Blick auf Tekken Tag Tournament 2 (GG-Test: 8.0) oder das Crossover Street Fighter X Tekken riskieren. Anime-Fans, denen Story und Charaktere wichtiger sind als ein gelungenes Kampfsystem, können auch einen Blick auf Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 2 (GG-Test: 6.5) riskieren.
Online erwarten euch 1-gegen-1-Kämpfe, die ihr einfach über die Spielersuche oder auch als Ranglistenspiel erreicht. Zudem hat es der "King of the Hill"-Modus in Injustice geschafft. Hier müssen alle Teilnehmer gegen den Champion antreten, bis irgendjemand siegreich ist. Der übernimmt dann die Königsstellung und kämpft so lange weiter, bis die stetig nachrückenden Kämpfer wiederum ihn besiegt haben. Wer verliert, fliegt natürlich nicht raus, sondern wird wieder ganz ans Ende des Herausforderfelds gesetzt. Die nächste Chance kann in diesem Modus also auch mal etwas länger auf sich warten lassen. Egal welchen Modus ihr wählt, am Ende eines Kampfs winken Erfahrungspunkte (online auch durch weitere, zeitlich begrenzte Herausforderungen wie "Schaffe 10 Levelübergänge"), mit denen ihr in Stufen aufsteigt und so weitere Kostüme, Artworks und vieles mehr freischaltet. Jäger und Sammler können dabei gut und gerne 50 Stunden und mehr im Spiel auf den Kopf hauen.

Autor: Benjamin Braun / Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

Benjamin Braun
Ich bin ein großer Fan der Mortal-Kombat-Serie. Mir hätte es also nicht unbedingt etwas ausgemacht, wenn Ed Boon direkt wieder die blutrünstigen Recken in die Arena geschickt hätte. Aber so gut mir der letzte Serienteil auch gefallen hat, war doch langsam etwas die Luft raus. Von daher begrüße ich es sehr, dass diesmal von Kung Lao und Lui Kang keine Spur ist. Spätestens seit Tim Burtons Batman-Verfilmungen bin ich außerdem für Comic-Helden (und Schurken) äußerst empfänglich. Und mir gefällt, was die Netherrealm Studios aus dem Konglomerat der DC-Comics gemacht haben. Injustice sieht richtig gut aus, die Kämpfer sind toll animiert und spielen sich vor allem so gut und vielfältig, dass bei mir eigentlich keine Wünsche offenbleiben. Dem kann selbst die teils ungenaue Gamepad-Eingabe keinen Abbruch tun.

Ob schneller Kampf zwischendurch oder die perfekte Beherrschung jedes einzelnen Kämpfers, Injustice bieten für jeden Genre-Fan etwas – vor allem offline, aber auch online. Bis ich die 240 Challenges und weiteren Herausforderungen bewältigte, würde ich wohl noch zig Stunden brauchen. Mal schauen, ob ich so lange am Ball bleibe! Was mir allerdings trotz der vielen positiven Punkte bei Injustice fehlt, ist der ganz besondere Reiz. Es hätte ja nicht der extreme Grad der Gewaltdarstellung eines Mortal Kombat sein müssen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich an dieses Prügelspiel in zehn Jahren nur noch die Wenigsten erinnern werden. Nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil es außer den berühmten Comic-Helden und -Schurken nichts hat, was es aus der Masse an Prüglern heraushebt.

 Injustice - Götter unter uns
Einstieg/Bedienung
  • Gutes, umfanreiches Tutorial
  • Übersichtliche Aktionslisten
  • Fünf von Beginn an frei wählbare  Schwierigkeitsgrade
  • Gamepad-Eingabe teils zu ungenau (vor allem mit Xbox-Controller)
Spieltiefe/Balance
  • Großes Kämpferfeld (12 Schurken, 12 Helden)
  • Jeder Charakter spielt sich anders
  • Charaktere gut ausbalanciert
  • Spaßige „Super-Aktionen“
  • Arenen meist auf mehreren Ebenen
  • 240 Challenges
  • Diverse, teils herausfordernde Arcade-Ladders
  • Jede Menge freischaltbare Extras
  • Kurze, etwas zu trashige Kampagne (ca. 4 Stunden)
  • Selbstlaufsequenzen bei Super-Aktionen und Ebenenwechseln nicht abbrechbar
Grafik/Technik
  • Schön gestaltete, teilweise zerstörbare Arenen
  • Detaillierte, überwiegend sehr gut animierte Kämpfer
  • Kurze Ladezeiten (360)
  • Schöne Effekte
  • Kollisionsabfrage mit Schwächen
  • Videosequenzen mit durchwachsener Qualität (Kampagne)
  • Etwas zu lange Ladezeiten (PS3)
Sound/Sprache
  • Gute englische Sprecher
  • Starke Soundeffekte
  • Unpassende deutsche Sprecher
Multiplayer
  • „King of the Hill“-Modus
  • Lobby-Kämpfe
  • Online-Duelle ohne Lags
  • Teils lange Verbindungszeiten
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Userwertung
7.5
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Action
Prügelspiel
16
19.04.2013
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PCPS3PSVitaWiiU360
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Benjamin Braun 16. April 2013 - 15:00 — vor 6 Jahren aktualisiert
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