Test: Abenteuer auf Hogwarts

Harry Potter und der Halbblutprinz Test

Auf Hogwarts wird wieder gezaubert. Rechtzeitig zum Start des zugehörigen Kinofilms erscheint EAs Spielumsetzung des sechsten Bandes von Harry Potter. Doch wieviele Liebe steckt überhaupt noch in diesem Lizenzspiel?
Armin Luley 29. Juni 2009 - 19:40 — vor 9 Jahren aktualisiert
PC 360 PS3 Wii DS
Harry Potter und der Halbblutprinz ab 33,99 € bei Amazon.de kaufen.
Anders als die Konkurrenz entwickelt EA kaum noch Begleitsoftware zu Filmen. Zu dünn ist oftmals die Qualität der Titel, der Entwicklungszeitraum zu knapp und auch der Umsatz – zumindest laut EA – zu gering. Tatsächlich ist Harry Potter die letzte verbliebene Filmlizenz im Portfolio und konnte vor einigen Jahren, als die Spielserie noch neu war, durchaus positive Kritiken sammeln. Doch scheint die Zeit bei EA Bright Light langsamer zu laufen, denn die Entwicklung der Reihe wird nur sparsam vorangetrieben.
 
Unser Video zeigt euch einen typischen, kurzen Zweikampf im Duellierclub.

 Technisch: Olle Kamellen

Am deutlichsten wird die Innovationsverweigerung im technischen Bereich. Harry Potter und der Halbblutprinz könnte in dieser Form praktisch genauso gut auf der PS2 erschienen sein. Die Grafik unterscheidet sich kaum zu der des Vorgängers. Vorteil für PC-Spieler: Der Titel läuft sogar auf schwachen Konfigurationen. Angeblich unterstützt das Spiel sogar noch ein GeForce 2 MX. Das war uns ein dann doch ein wenig zu retro, doch eine Radeon X 1900 reicht vollkommen aus, um das Spiel problemlos auf höchsten Details ohne Verfall der Framerate spielen zu können (die auf 30 fps gedeckelt ist). Auf einer Nextgen-Konsole mit entsprechender Mattscheibe lässt sich mit dieser Optik jedoch kein Blumentopf gewinnen.

Die veraltete Technik zieht sich durch den gesamten Verlauf des Spiels. Eckige Kanten, flache Gesichter, nochmal niedriger auflösende Zwischensequenzen, fehlende Lippenbewegung bei manchen Charakteren: Die Liste ist lang. Wir fragen uns, wieso das Spiel dann nicht wenigstens hundertprozentig stabil läuft: Bei unserem Test der PC-Version kam es während des Gesamtablaufs zu zwei Abstürzen, meist im Zusammenhang mit dem "Zielsuchsystem" des Fast Kopflosen Nick, der euch auf Wunsch zum nächsten Handlungsort dirigiert.

Die Bilder auf der Großen Treppe verbinden die einzelnen Locations miteinander.


Nick ist auch immer noch sehr hilfreich, denn obwohl die Handlung beinahe komplett auf Hogwarts spielt und die Entwickler -- Gott sei Dank -- Abkürzungen zu den wichtigsten Schauplätze eingebaut haben, verläuft sich Harry gerne auf dem großen Schulgelände mit den vielen ähnlich aussehenden Korridoren.

Viele Minispiele
Inhaltlich handelt es sich bei Harry Potter und der Halbblutprinz um eine Sammlung kleiner Minispiele, die mehr oder weniger kreativ euer Reaktions- und Denkvermögen herausfordern. Neben lustigem Tränkebrauen warten magische Zweikämpfe, lustiges Wappensammeln (mit Hindernissen) und natürlich mehrere Quidditch-Partien darauf, von euch gemeistert zu werden. Manchmal werden diese Spielchen direkt in den Verlauf eingeflochten, oftmals dienen sie aber auch einfach nur der Unterhaltung. Ähnlich wie beim Achievement-System der Xbox erhaltet ihr je nach Geschwindigkeit und Präzision Punkte und Auszeichnungen. Ab und zu werden auch Boni für Harry freigeschaltet.

 

Kleine Zauberkunde 1 
Im Gefecht ist der Stupor der Standardzauber. Er sieht aus wie ein kleiner Feuerball. 2 Später kann man den Zauber langsam aufladen, dann werden drei Feuerbälle verschossen. 3 Der Expelliarmus wirft Gegner um und macht sie verletztlich. 4 Levicorpus lässt den Gegner Kopfüber baumeln, 5 Protego blockt Zauber und kann sie auch auf den Gegner zurückwerfen, während 6 Petrificius Totalus den Gegner lähmt.

Kommentare nicht sichtbar (17)