Half-Life Alyx

Half-Life Alyx Test+

Durchgespielt-Test zum VR-Hit

Hagen Gehritz / 26. März 2020 - 20:26 — vor 2 Jahren aktualisiert

Teaser

Über die Jahre wurde "Half-Life 3 confirmed" zum Treppenwitz der Spielekultur. Nun erweitert Valve die Saga um einen vollwertigen wie grandiosen VR-Titel mit Alyx statt Gordon in der Hauptrolle.
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

2007 erschien Half-Life 2 - Episode Two. Die episodischen Fortsetzungen waren der Versuch von Entwickler und Steam-Betreiber Valve, den Fans schneller neue Abenteuer um den stummen Protagonisten Gordon Freeman zu bringen, der außerirdische Besatzer der Erde mit seinem schwarzen Gürtel im Brecheisen das Fürchten lehrt.

Es kam anders: Episode Two endete mit einem Cliffhanger und sollte für mehr als ein dutzend Jahre das vorerst letzte Kapitel in der Saga bleiben. Jahrelang warteten Fans auf die erlösenden Worte, dass Half-Life 3 (oder Episode Three) endlich kommen wird. Nun ist stattdessen der VR-Titel Half-Life Alyx erschienen. Die neue Geschichte um Gordons Sidekick Alyx ist zwischen Teil 1 und 2 von Half-Life angesiedelt und enthält zahlreiche Bezüge zur Saga. Ohne Vorwissen wird die Story keine rechte Wirkung entfalten.

Aber Uneingeweihte kommen in den Genuss von Dialogen voller Humor und Charme, cleverer Rätsel, der bis dato vielleicht schönsten VR-Grafik und nicht zuletzt richtig spaßiger Ballereien. Ich habe mich mit viel Körpereinsatz durch die vierzehnstündige Kampagne von Alyx gespielt – und nun höllischen Muskelkater in den Oberschenkeln. Und obwohl mir das Spiel also körperliche Schmerzen zugefügt hat, kann ich nicht anders, als eine Top-Note zu zücken.
Mit den Handschuhen macht Sammeln Spaß! Leider schleudern sie nicht Dinge auf Feinde wie die Gravity Gun aus Half-Life 2.

Ihr seid in City 17

Wie nach den Vorgängern nicht anders zu erwarten, nimmt sich Half-Life - Alyx zunächst Zeit für einen stimmungsvollen Einstieg ganz ohne Waffen, damit ihr in City 17 ankommt. Und Dank VR fühlt ihr euch wirklich mitten in der futuristischen Stadt unter der Knute der Combine. Valve bietet zahlreiche Feintuning-Optionen, damit ihr das Spielerlebnis ganz an eure Toleranz für Motion Sickness anpassen könnt. Ebenso führt euch das Spiel behutsam an die Steuerung und die ersten Gegner. Die Spielwelt von Half-Life Alyx sieht wirklich fantastisch aus (ist dafür aber auch sehr RAM-hungrig) und uns kamen beim Test nur vereinzelt Bugs unter.
Zusätzlich zur realistischen Optik klingt die Welt wuchtig aus dem Headset und gleichzeitig könnt ihr die allermeisten Dinge in die Hand nehmen, um zum Beispiel etwas
vor euer Gesicht zu halten, um eine
Headcrab abzuwehren.
 
In Half-Life Alyx scannen eure Augen die Umgebung stets auf Munition und Polymere, mit denen ihr eure Waffen modifiziert. Regale mit einem Wisch leerzufegen ist simpel und doch befriedigend, aber richtig gut wird das Aufsammeln der Objekte erst durch die Gravity Gloves (oder die Russels, wie ihr Erfinder Russel sie nennt). Die Dinger sind zum einen clever, da sie Fummelei und Kollisionsproblemen beim normalen Aufheben entgegenwirken. Zum anderen folgen sie der alten Design-Philosophie, dass auch grundlegende Aktionen im Spiel Spaß machen sollten. Mir jedenfalls wurde es nie langweilig, die Teile mit einem Ruck meines Handgelenks wie mit einem unsichtbaren Lasso zu mir zu ziehen und sie danach (meistens) lässig aufzufangen.
Die Ballerei gegen die Combine-Soldaten ist ein packendes Highlight - allerdings trefft ihr die Soldaten nicht innerhalb der ersten Minuten wie in Half-Life 2.

Packende Schießereien

Ihr ladet Pistole, Schrotflinte und Schnellfeuer-Gewehr in Half-Life – Alyx angenehm greifbar: Bei der Schrotflinte schiebt ihr etwa die Patronen in den Lauf, lasst selbige mit einem Handgelenk-Schwung herunterklappen und zieht zum Abschluss den Hebel neben der Mündung. Habt ihr sie an einer Mod-Station um einen Granatwerfer-Aufsatz erweitert, steckt ihr einfach gefundene Granaten an die Halterung vorn, müsst aber noch den Aufsatz am Griff vor den Lauf schieben, um wirklich die Granate abzufeuern. Beim Test mit der HTC Vive Pro fackelte ich nicht lange, warf mich hinter Deckungen auf die Knie und zog den Kopf ein. 
Nur Herumsitzen und durch die kleinsten Lücken auf den Gegner ansetzen ist allerdings auf Normal schwerlich der Schlüssel zum Sieg, denn die Combine-Soldaten sind keine Pappfiguren. Sie flankieren euch, werfen Granaten und hetzen Drohnen auf jedweden Camper-Hintern. Umgeht ihr Gegner geschickt, erwischt ihr vielleicht die Granaten an ihren Gurten oder die Tanks auf ihrem Rücken. Nicht weniger befriedigend:  Ihnen postwendend die eigenen Granaten zurückwerfen!

Da ihr nicht viele Schuss aushaltet und maximal zwei Heilspritzen bei euch tragt (eine an jedem Handgelenkfach) sterbt ihr jedoch auch flott. Dadurch ist die langsame Laufgeschwindigkeit bei der direkten Steuerung oft nicht ausreichend, um schnell genug von Deckung zu Deckung zu kommen – doch teleportiert ihr auch bei dieser Steuerungsmethode komfortabel per Sprung-Knopf, den Alyx bei der Fortbewegung in den Levels öfter braucht. Ärgerlicher ist da schon, wenn in der Hitze des Gefechts das Aufheben einer Granate oder das Nachladen nicht beim ersten Versuch erkannt wird und daraus der Bildschirm-Tod folgt oder ihr mangels HUD-Hinweis nicht orten könnt, aus welcher Richtung ihr getroffen werdet. Doch ist dies kein so häufiges Problem, dass es merklich auf den Spielspaß drückt. Wenn ihr es weniger herausfordernd mögt, wechselt ihr fließend im Spiel zwischen Story (dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad) und Hart.
Mit etwas Glück laufen auch Feinde den an der Decke lauernden Barnacles in den Tentakel.

Hochspannung

Doch Half-Life - Alyx packt nicht nur mit Deckungs-Schießerei. Wer schon im Zombie-verseuchten Ravenholm in Half-Life 2 leicht erschreckt wurde, dem wird in stockfinsteren Tunneln voller Headcrabs das Herz bis zum Hals schlagen. Valve terrorisiert euch hier nicht ohne Unterlass, doch sind die Umgebungen gelungen düster, die Schreie der Zombies eindringlich und nicht zuletzt ist es doch was anderes, eine Headcrab in VR auf euch zuspringen zu sehen. Ihr solltet aber die Ruhe bewahren und gut zielen, denn ohne Munition ist Alyx wehrlos. Es gibt keinen Nahkampf.

Richtig meisterhaft treiben die Entwickler die Spannung in einem Kapitel in die Höhe, in dem euch ein besonderer Mutant unablässig verfolgt. Durch das Werfen von Flaschen müsst ihr das Ding von euch weglocken, doch zugleich werdet ihr auf unterschiedliche Weise den Feind immer wieder ungewollt auf euch aufmerksam machen. Das Kapitel hat jedoch auch ein kleines Steuerungs-Manko: An manchen stellen müsst ihr (ohne zu viel zu verraten) eine Hand ans Gesicht halten. Nehmt ihr dafür jedoch die linke Hand, könnt ihr euch bei der Teleportsteuerung nicht mehr bewegen, weil ihr mit der Linken zielt, wohin ihr teleportieren wollt.  
Jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen und zügig, aber mit gemessenen Bewegungen die Mine entschärfen.

Rätselspaß

Auch auf andere Weise sorgt Half-Life - Alyx für Tempowechsel und Spannung. In einer Halle voller Sprengfässer etwa müsst ihr nahe an Bewegungsminen, um sie zu entschärfen. Kommt ihr aber zu nah, stoßt ihr vielleicht Kisten in den Laser und fliegt in die Luft. Dazu sorgen Rätsel, in denen ihr Stromleitungen neu verkabelt, Physik-Umgebungsrätsel, Hacking-Minispiele und mehr für etwas Abwechslung. Feuergefechte gegen Combine, der Kampf gegen Alien-Lebensformen und die Bandbreite an Minispielen wiederholen sich zwar in ihrem grundlegenden Ablauf, doch sind die Anteile an sich gut durchmischt und so wirken die 14 Stunden in den vielseitigen Umgebungen alles andere als Überlang, zumal sich Half-Life - Alyx zum Ende hin sogar nochmal steigert und euch mit einem wirklich befriedigenden Finale entlässt.

Etwas Kritik hat noch die deutsche Fassung verdient. So gibt es keine deutsche Vertonung und die deutschen Hilfs-Texte im Spiel werden vereinzelt mitten im Satz abgeschnitten. Am Anfang leistet sich die Übersetzung zudem einen Faux Pas. Da heißt es, die Handlung spiele fünf Jahre nach dem Tod von Alyx Vater, dabei spielt sie natürlich fünf Jahre davor.

Autor: Hagen Gehritz, Redaktion: Jörg Langer (GamersGlobal)

 
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Meinung: Hagen Gehritz

Mit Half-Life Alyx meldet sich Valves Kultserie fulminant zurück. Vom stimmungsvollen Einstieg (noch ohne Waffen) an bin ich mitten drin in City 17: Von Barnacles zur Decke gezogen zu werden oder die überwucherten Quarantäne-Zonen mit der Taschenlampe zu Durchqueren sind nur einige Beispiele für die hervorragenden VR-Erlebnisse in Alyx. Dank der komfortablen Gravity-Gloves gehe ich gern mit den abwechslungsreichen Umgebungen auf Tuchfühlung. Jedes Kapitel wartet mit hochspannenden Szenen oder cleveren Ideen auf, und das Finale setzt dem ganzen die Krone auf.

Die Action kracht ordentlich: Es macht Spaß Granaten zu Gegnern zurück zu werfen, ihre Schwachpunkte ins Visier zu nehmen und sich hinter der Deckung klein zu machen, wenn die gegnerischen Salven über mich hinwegsausen.

Zwar bemerke ich gerade im hitzigen Feuergefecht auch einige Nerv-Faktoren von Alyx: Wenn ich scheiterte, weil ich einen Gegner in meiner Flanke nicht orten konnte, weil ich eine nahe Granate nicht beim ersten Versuch zu packen bekam. Doch auch wenn Valve bei der Steuerung nicht alles perfekt gemacht hat und mir der Nahkampf im Spiel fehlt, ist Half-Life Alyx aktuell das beste VR-Spiel, das Virtual-Reality-Brillenträger und auch Half-Life-Fans keinesfalls verpassen wollen.

Meinung: Jörg Langer

Alle Achtung, Alyx: Auf Anhieb gelingt dir der Sprung in die Spitzengruppe der "echten Spiele" im VR-Bereich, zusammen mit Asgard's Wrath und Lone Echo. Und nimmt man, natürlich ist das alles subjektiv, noch Beat Saber und Super Hot VR dazu, ist das Spitzenquintett perfekt.

Perfekt ist Half-Life Alyx freilich nicht. Einige Versatzstücke wiederholen sich – kein Wunder bei der für ein Solo-Actionspiel, erst recht aber für ein Solo-VR-Spiel, sehr langen Spielzeit von rund 15 Stunden. Es ist zudem ziemlich schwer, ich habe nach vier Stunden zähneknirschend von Normal auf Leicht gestellt, der zweitniedrigsten von vier Stufen. Vor allem fehlt mir eine Nahkampfwaffe, das ist ein echter Designschnitzer aus meiner Sicht, sowohl in Sachen Munitionsmangel als auch gesundem Menschenverstand als auch Half-Life-Feeling. Und die Gravitationshandschuhe sind dann doch eingeschränkter, als ich gedacht hätte. 

Doch auf der Habenseite gibt es so viel mehr! Alyx sieht toll aus. Es steuert sich überwiegend klasse. Es ist einsteigertauglich, aber auch für Profis herausfordernd. Es hat viele Ideen, gerade im Leveldesign. Die Stimmung ändert sich je nach Level, von humorig über krawallig bis hin zum blanken Horror. Ganz ehrlich: Wer eine VR-Brille besitzt und Half-Life Alyx außen vor lässt, macht was falsch. Rechtfertigt umgekehrt Alyx den immer noch viele hundert Euro teuren Einstieg in VR? Allein sicher nicht. Aber in Verbindung mit anderen Spitzentiteln, siehe oben, dann doch schon.
 
Half-Life - Alyx PC
Einstieg/Bedienung
  • Gelungen haptische Steuerung
  • Heranziehen und Fangen von Items grandiose Idee
  • Mechaniken werden einsteigerfreundlich eingeführt
  • Stimmungsvoller Einstieg
  • Viele Optionen, um Motion-Sickness zu vermeiden
  • Vier Schwierigkeitsgrade ("Story" bis "Hard")
  • Gesten werden nicht immer auf Anhieb erkannt
  • Laufgeschwindigkeit bei direkter Steuerung ist zu langsam
  • Steuerung bei ein paar Aktionen unhandlich
Spieltiefe/Balance
  • Circa 14 Stunden Spielzeit mit grandiosem Finale
  • Intensive, spaßige Ballerei
  • Headcrabs & Co sorgen in düsteren Abschnitten für Horror-Stimmung
  • Clevere Rätsel und Ideen in jedem Kapitel
  • Sympathische und witzige Charaktere
  • Hack-Minispiele werden langsam komplexer
  • Richtung von Angriffen lässt sich in der Hitze des Gefechts schwer orten
  • Kein Nahkampf = wehrlos ohne Munition
  • Schon auf Normal recht happiger Schwierigkeitsgrad
  • Wenige Gegnertypen und Waffen
Grafik/Technik
  • Sehr detailreiche Grafik
  • Vielseitige, hübsche Level
  • Schöne Umgebungs-Spielereien (auf Tafel malen, Tiere füttern)
  • Sieht selbst auf niedrigster Grafik-Einstellung gut aus
  • Vereinzelte Bugs
  • Sehr RAM-hungrig
Sound/Sprache
  • Sehr gute englische Synchro
  • Wuchtige Sound-Effekte
  • Keine deutsche Sprachausgabe
  • Fehler in deutschen Texten
  • Deutsche Untertitel nicht gut positioniert
Multiplayer
Nicht vorhanden
9.5
Userwertung9.3
Mikrotransaktionen
Hardware-Info
Minimum: Win 10, i5-7500/ Ryzen 5 1600, GTX 1060/ RX 580 mit 6GB VRAM, 12 GB RAM
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
Hagen Gehritz 26. März 2020 - 20:26 — vor 2 Jahren aktualisiert
Hagen Gehritz Redakteur - P - 97089 - 26. März 2020 - 20:26 #

Viel Spaß beim Lesen! Und Hören. Und Schauen. Und natürlich: Beim Selberspielen. (Die VR-Brille bei Freunden benutzen ist ja in der aktuellen Zeit leider keine wirkliche Option...)

LRod 19 Megatalent - P - 13300 - 26. März 2020 - 20:28 #

Hui, überzeugt, spätestens nächste Woche starte ich damit!

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28111 - 26. März 2020 - 20:36 #

Ich hoffe mal auf eine Umsetzung für PS VR2 / PS5 oder Ähnliches, Vive Index etc ist mir zu teuer, aber ich will das schon noch irgendwann spielen.

yagee 15 Kenner - P - 3662 - 26. März 2020 - 22:19 #

Mit der Auflösung der PSVR-Brille kann ich leben, aber die Move-Controller sind Mist. Bin gespannt, ob da bei der PS5 was neues kommt...

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 26. März 2020 - 23:33 #

Rift S oder Quest mit Link-Kabel ist doch nicht zu teuer. =)

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 26. März 2020 - 23:45 #

Du brauchst ja nicht zwingend eine Index. Oculus kostet nur die Hälfte und geht auch. ;-)

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28111 - 27. März 2020 - 1:31 #

Nee hab ja die PS VR, wenn ich mir was Neues hole dann nur eine Generation weiter.

gnadenlos 17 Shapeshifter - - 7189 - 27. März 2020 - 16:52 #

Index ist nicht eine Generation weiter, sondern nur ein etwas anderes Konzept als Rift-S und Quest. Alle davon sind weiter als PSVR, wo das Tracking über eine einzelne Webcam läuft und die Controller an schlechte Wii-Fuchtelspiele zurückerinnern.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9428 - 27. März 2020 - 17:06 #

Was die Trackingqualität angeht würd ich sagen:
PSVR < Inside-Out Tracking (Rift S / Quest) < externe Sensoren (Vive / Index / Rift CV1)

Was die Userfreundlichkeit angeht:
PSVR <= externe Sensoren < Inside Out

Externe Sensoren nehmen halt alles auf und nicht nur "um" die Brille. Wenn man sie vor sich stehen hat kann man sich aber nicht drehen, das geht jedoch jederzeit mit Insise Out Tracking.
Optimal ist wenn externe Sensoren diagonal zueinander über dem User hängen, sprich richtig mit USB-Verlängerung usw. Die dürfen dann auch keinesfalls bewegt werden ohne neu kalibriert zu werden. Viel Aufwand, bestes Erlebnis.

Inside-Out Systeme sind definitiv nicht schlecht beim Tracking und stellen die niedrigsten Ansprüche bei größtmöglicher Freiheit. Hier nur nicht unbedingt die billigsten kaufen (gehen schon bei 130€ los), da die Controller auch sehr wichtig sind, sprich da würd ich schon klar Rift S bzw Quest empfehlen. Der HTC-Controller ist imo sogar ein wenig schlechter, die Index haben dann noch die einzelnen Finger dabei, was aber bisher nur Spielerei ist.

gnadenlos 17 Shapeshifter - - 7189 - 27. März 2020 - 17:34 #

Ich habe mich auch gezielt für die Quest entschieden, obwohl ich mir auch die Index leisten könnte.

Mit der Quest kann ich einfachere Spiele wie Beat Saber kabellos spielen, bin durch das Inside-Out Tracking flexibel was die Spielfläche angeht (sitzend vor dem PC, stehend an einem anderen Ort) und habe vernünftige Controller. Außerdem im Gegensatz zur Rift-S die bessere Schwarz-Darstellung und einen einstellbaren Augenabstand.

Nachteil ist das Gewicht, das ich mit Frankenmod und VR-Cover (vorne und hinten) aber in einen akzeptablen Bereich bringen konnte.

euph 29 Meinungsführer - P - 114810 - 26. März 2020 - 20:45 #

Das muss ich mir wohl wirklich ansehen. Danke für den Test

Talakos 16 Übertalent - - 5150 - 26. März 2020 - 21:06 #

Ich kann dem Test nur beipflichtigen. Bin zwar noch lange nicht durch (aktuell Kapitel 4) aber was Valve bis hierher schon gezaubert hat ist einfach phänomenal.

Und mir tun jetzt bereits die Oberschenkel weh xD

Freue mich auf alles was noch kommt.
Dieses Spiel sollte einfach jeder der etwas mit Half-Life oder VR anfangen kann spielen, es lohnt sich.

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 25572 - 26. März 2020 - 21:52 #

Cooler Test. SChade dass ihr nicht mit einem Testmuster versorgt wurdet. Hättet ihr verdient.
@ Jörg, beim nächsgen mal könntest du doch die Stunde der Kritiker LIve spielen. Free for all, aber eben nur live und die zusammenfassung gibts nur im ABo :) DIe IDee ist mir am Montag oder war der Release dienstag? gekommen.

Bei -heise waren nämlich beim live spielen auch "nur" 400 Leute dabei. Das wäre vielleicht auch ne kleine Promoaktion - spricht jetzt nicht unbedingt das zu tun, aber vielleicht bringt es doch was.

Ueberlegt doch auch ein 4K Symbol in die Videovorschau reinzumachen (also bei Youtube). Dann muss man nicht immer im Videotitel danach suchen.

RoT 20 Gold-Gamer - P - 20727 - 26. März 2020 - 22:38 #

toller test :)

Slaytanic 25 Platin-Gamer - - 60200 - 27. März 2020 - 9:22 #

Tolles Spiel. :)

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 26. März 2020 - 23:35 #

Super Test. =)
Kann dem nur beipflichten, obwohl noch nicht durch.
Die Untertitel stören mich übrigens überhaupt nicht, im Gegenteil, ich finde die sehr gelungen eingebunden. Was es da sonst so für Systeme in VR gibt....

Hagen Gehritz Redakteur - P - 97089 - 27. März 2020 - 10:21 #

Aber durch die recht mittige Platzierung überdeckt der Text teils wichtige Bildteile wie Gesichter bei meiner bequemen Kopfhaltung.

direx 22 Motivator - - 31726 - 27. März 2020 - 11:04 #

Ich kann mir denken, warum die UT so platziert wurden. Valve wollte einfach nicht, dass man zum lesen so weit nach unten schauen muss, um dann zwangsläufig die visuellen Eindrücke zu verpassen, weil man es eben nicht sieht, beim lesen.

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 27. März 2020 - 11:33 #

Ja, dafür aber immer gut lesbar ohne die Atmosphäre zu verlieren.
Ich bleibe bei Dialogen meist sowieso stehen und höre erst mal zu um mich dann wieder auf das Spiel zu konzentrieren. Bei den meisten Dialogen (bisher/7h) klappt das auch gut.

COFzDeep 22 Motivator - - 32077 - 26. März 2020 - 23:55 #

Ach Leute, musste die Note wirklich so hoch sein? Wollt ihr mich wirklich zwingen, das Spiel jetzt gleich zu kaufen? Hmpf...

direx 22 Motivator - - 31726 - 27. März 2020 - 0:36 #

Wie ich schon bei der Stunde des Kritikers sagte: Für mich ist dieses Spiel schon jetzt ein gaaaaaaaanz heißer Kandidat für das Spiel des Jahres. Ich hab jetzt ca. 6h gespielt und es war noch nicht einmal langweilig. Jeder Level spielt sich anders und manche Areale strotzen nur so vor Details und Ideen. Absolut großartig. Das sollte man nicht verpassen ...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 27. März 2020 - 0:39 #

Verdammt guter Test und ein ebenso verdammt gutes Spiel :) . Es ist ein Fest und ich nehme ihm die kleinen Mängel viel weniger übel als man denken könnte (sonst zetere ich immer sehr schnell, siehe Saints&Sinners oder Boneworks).

euph 29 Meinungsführer - P - 114810 - 27. März 2020 - 7:37 #

Kleine Mängel kann ich immer gut verzeihen, wenn der Rest eines Spiel sonst keinen Grund zum meckern gibt - wie aktuell bei Ori. Alyx muss ich mir wohl mal ansehen, nach den beiden positiven Tests :-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 27. März 2020 - 13:05 #

Sind ja schon mindestens drei, wenn man die VR-Legion mitzählt :D . Und ja, musst du. Spiel aus der Zukunft.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217586 - 27. März 2020 - 0:44 #

Ujj, da freu ich mich aber schon drauf!

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32103 - 27. März 2020 - 8:19 #

Danke für den Test. Dann werde ich den Schwierigkeitsgrad gleich auf "Leicht" stellen. In VR ist mir das Erlebnis wichtiger als eine spielerische Herausforderung.

LRod 19 Megatalent - P - 13300 - 27. März 2020 - 9:22 #

Vor allem fehlen in VR die lange trainierten Reflexe. Das ist mir in Doom VFR aufgefallen, dass ich letztlich auch nur auf leicht durchgespielt habe. Dadurch kam es mir viel schwerer vor.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 27. März 2020 - 9:44 #

Wow. Das scheint ja eine Bank für VR zu sein. Danke für den sehr gut geschriebenen Test! Fehlender Nahkampf ist ein Manko, aber wahrscheinlich auch etwas nervenschonender. Für ein Weichei wie mich wohl besser so ;)

BruderSamedi 18 Doppel-Voter - P - 11111 - 27. März 2020 - 10:12 #

Dann weiß ich ja, was ich mir mit der VR-Hardware 2-3 Generationen entfernt von heute mal anschauen kann.

Sh4p3r 16 Übertalent - P - 4834 - 27. März 2020 - 10:22 #

Wenn es eines Tages für die PS VR(2) kommen sollte, dann wäre ich dabei. Denn ein zweites VR-System ist aktuell keine Option für mich.

Gorkon 19 Megatalent - P - 16140 - 27. März 2020 - 10:36 #

Liest sich gut. Ich warte aber mal den "Ohne-VR-Mod" ab. :-) Allen anderen wünsche ich viel Spass beim spielen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 27. März 2020 - 10:42 #

Ist jetzt nicht auf dich bezogen, aber ich bin schon gespannt, wie dann die ganzen Nicht-VR Spieler und Let'sPlay Schauer versuchen werden, anderen das "mittelmäßige" Spiel madig zu reden ;)

Gorkon 19 Megatalent - P - 16140 - 27. März 2020 - 11:27 #

Da bin ich froh, denn mir ist wohl bewusst, dass da eine ganze Dimension für den Spielspass fehlt. ;-) So habe ich die Möglichkeit wieder male ein wenig neue Half-Life Story zu konsumieren. ;-)

Inso 18 Doppel-Voter - - 9428 - 27. März 2020 - 10:41 #

Da es ja hier auch ein wenig die VR-Ecke ist: ich überlege nach Alyx direkt ein Spiel nachzulegen. Lone Echo und Superhot VR hab ich schon genossen, jetzt stellt sich die Frage: Asgards Wrath oder TDW Saints n Sinners? Jörg hat zweiteres gar nicht erwähnt, ich hatte beim Stöbern jedoch den Eindruck es sei recht gut gelungen. In VR hab ich vor allem Spaß beim Fernkampf (Schusswaffen / Bögen), aber da scheinen beide ja bei mir nicht zu punkten..

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 27. März 2020 - 10:45 #

Hast du eigentlich schon mal Fallout 4 VR angetestet? Das ist zwar ein rechter Brocken, kommt aber in VR erstaunlich gut rüber.

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 27. März 2020 - 11:31 #

Ist aber so gar nicht für VR entwickelt worden, was man an allen möglichen Ecken auch merkt. Habs relativ schnell, nach etwa 1h, wieder sein lassen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 27. März 2020 - 11:47 #

Die Umsetzung finde ich gar nicht mal schlecht. Die Kämpfe haben durchaus Spaß gemacht. Das Spiel selber ist halt völlig überdimensioniert für den Modus. Wer hat die Kapazität ein Spiel, dass so schon leicht 200+ h dauert in der halben Geschwindigkeit in VR durch zu spielen?

Inso 18 Doppel-Voter - - 9428 - 27. März 2020 - 18:06 #

Mit der Rift CV1 hatte ich trotz Anpassung schon starke Probleme, daher hab ich das relativ schnell wieder weg gelegt.
Danach hiess es ja mal es soll jetzt auch die Oculus-Geräte unterstützen, da hat sich glaub ich aber noch nicht viel getan..

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 27. März 2020 - 18:52 #

Kann natürlich sein. Ich hab die Vive mit Deluxe Strap und da ist technisch alles super - wenn man von den Hardwareanforderungen absieht.

LRod 19 Megatalent - P - 13300 - 27. März 2020 - 11:31 #

Doom VFR hat auch (nur) Fernkampf und ist ganz grandios!

Zu den anderen kann ich leider nichts sagen. Fallout 4 VR war mir zu lang und nicht gut genug angepasst (ist ja auch nicht dafür entwickelt), aber hat schon was. Everspace bietet auch VR, das hat mein Magen aber nicht durchgehalten.

Dann gibt es noch ein VR-Bards Tale-Spinoff, habe gerade den Namen vergessen. Das war auch fernkampflastig, war aber eher mittelgut.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 27. März 2020 - 12:17 #

Saints & Sinners wurde ebenfalls von Hagen getestet, er war recht angetan.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 27. März 2020 - 13:06 #

Wenn du Bögen magst: In Death! Definitiv In Death! :)

Inso 18 Doppel-Voter - - 9428 - 27. März 2020 - 18:07 #

Danke für eure Rückmeldungen hier, Doom und In Death werd ich mir gleich direkt mal anschauen, direkt nach Hagens TWD-Test :)

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22051 - 28. März 2020 - 10:02 #

Asgard’s Wrath ist toll! :) Schwerpunkt liegt mehr auf dem Nahkampf, auch wenn es darin auch Fernkampf gibt (Zauberstab, Bogen und sehr cool mit der Wurfaxt). Insgesamt aber von der Grafik, Erzählung, Bedienung her ein super Erlebnis.

Goremageddon 15 Kenner - 3809 - 27. März 2020 - 12:14 #

Toll, jetzt musste ich das Video nach der Anfangszene schon unterbrechen um mitzuteilen das ihr bei den Cuts echt mächtig zugelegt habt. Wirklich eine sehr schöne Entwicklung die die Videos noch ein mal viel professioneller wirken lassen. Wer auch immer dafür verantwortlich ist fühle sich kräftig auf die Schulter geklopft. (darf man sich das noch vorstellen oder bedarf es da auch schon den 1,5-2m Abstand?)

Wie auch immer...zurück zum Testvideo!

andima 15 Kenner - P - 3543 - 27. März 2020 - 14:49 #

Tja, da fehlt mir ganz eindeutig die Hardware dazu... Und die ist mir nur für das eine Spiel dann doch zu teuer.

TheRaffer 22 Motivator - - 33864 - 27. März 2020 - 15:20 #

Das klingt doch mal nach DER Gelegenheit sich eine VR-Brille zu gönnen ;)

BIOCRY 16 Übertalent - P - 5536 - 27. März 2020 - 17:18 #

So schön das auch klingt, VR lege ich mir auch dafür nicht zu!

vgamer85 21 AAA-Gamer - - 28209 - 27. März 2020 - 18:49 #

same here.

Lucius Solari 12 Trollwächter - - 1187 - 27. März 2020 - 23:08 #

dabei bräuchtest Du nur ein klitzekleines "r" und du wärst der vrgamer;-)

direx 22 Motivator - - 31726 - 28. März 2020 - 9:46 #

Ich muss gestehen, dass ich nach wie vor einfach nicht verstehen kann, wie man als Gamer in Bezug auf VR mit verschrenkten Armen da stehen kann und sich dieser Technik komplett verweigert. Einfach so, aus Gründen.
Ist es denn kein faszinierender Gedanke eine interaktive Spielwelt nicht nur durch ein Fenster (Monitor) zu betrachten, sondern tatsächlich mittendrin zu stehen und physisch mit dieser Welt interagieren zu können? Mir will das einfach nicht in den Kopf ...

Goremageddon 15 Kenner - 3809 - 28. März 2020 - 10:00 #

Ich denke eine Faszination wird wohl nahezu jeder in VR finden der sich auch für Spiele faszinieren kann. Womöglich geht es vielen so wie mir denn obwohl ich seit den ersten News zu VR voll gehyped bin habe ich einfach keine Lust verhältnismäßig viel Geld für HW zu investieren bei keiner Hand voll Titeln die einen wirklich interessieren. Zumal die Zukunft ungewiss ist ob und wann die wirklich spannenden Titel (wie Alyx) erscheinen und ob für diese dann vlt schon wieder eine neue Brille von Nöten ist.

Außerdem ist die Möglichkeit VR irgendwo testen zu können nach wie vor sehr spärlich. Hinsichtlich Verträglichkeit und und um bei Leuten ohne VR Erfahrung den Funken überspringen zu lassen nicht unbedeutend denke ich.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22051 - 28. März 2020 - 10:04 #

Es gibt schon jetzt mehr tolle Sachen als man spielen kann. Also die Sorge ist wirklich unbegründet.

Goremageddon 15 Kenner - 3809 - 28. März 2020 - 10:22 #

Wie ich sagte... Mich interessieren keine Hand voll Titel, insofern ist das durchaus begründet. Das es bei anderen auch so sein könnte habe ich wie geschrieben lediglich vermutet.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22051 - 28. März 2020 - 10:29 #

Beschäftigst du dich denn so intensiv mit VR dass du so einen Überblick hast? Ich hab die Brille jetzt erst einen Monat und bin überrascht, wie viele und welche unterschiedlichen Spiele es schon alles gibt. Selbst meine Freundin, die sonst nicht zockt, fängt an die Stores zu durchstöbern und Sachen zu finden. Leider, jetzt müssen wir uns die Brille demnächst teilen...

Goremageddon 15 Kenner - 3809 - 28. März 2020 - 20:15 #

Sagen wir so ich schaue regelmäßig auf ehemals Vrodo jetzt mixed.de vorbei und verfolge auf GG die vorgestellten VR-Titel recht aufmerksam.

Mich interessieren hauptsächlich VR-Titel die vergleichbar mit herkömmlichen SP Titeln sind. Resident Evil 7, Alien Isolation mit Mod und jetzt Alyx sind eigentlich die einzigen Titel die mir direkt einfallen welche mich wirklich etwas trauern lassen noch keine entsprechende Hardware zu besitzen.

Simulationen spiele ich gelegentlich auch mal aber im Grunde beschränkt sich mein Interesse auf Storybasierte SP Sachen.

Wenn ich da voll out of Date bin oder du eine empfehlenswerte Seite hast welche sich mit eben jener Art Spielen beschäftigt dann gerne her damit und vlt revidiere ich meine Meinung.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22051 - 28. März 2020 - 22:54 #

Also vollwertiges storybasiertes Singleplayer-Erlebnis in VR, da kuck dir unbedingt Asgard‘s Wrath an. Sehr gutes, umfangreiches Spiel und voll für VR entwickelt. Und als Seite kann ich dir Dennis‘ VR-Legion.de empfehlen, mit vielen Infos rund ums Thema und guten Tests. Ich bin wie gesagt auch erst seit Kurzem mit einer Rift-S dabei, aber hab jetzt schon mit Asgard‘s Wrath, HL Alyx,, Beat Saber etc. das Problem, dass ich neben VR nichts anderes mehr gespielt bekomme. Und ich habe beim Durchstöbern der Shops nicht das Gefühl, dass potentielle Spiele knapp werden - im Gegenteil. Meine Freundin fängt an sich dafür zu interessieren und möchte The Climb ausprobieren. Klar, das geht nach deiner Definition in Richtung Techdemo, aber die Bewertungen klingen ziemlich gut, glaube es ist kein Scheiß, und alleine durch den 3D-Effekt freu ich mich auch drauf, das mal auszuprobieren. Und dann wartet auch mal wieder Elite Dangerous, für das ich im Moment gar keine Zeit habe.

Goremageddon 15 Kenner - 3809 - 28. März 2020 - 23:45 #

Danke für den Tip mit Dennis‘ VR-Legion.de und auch für Asgards´s Wrath, schaut interessant aus!

Das ich früher oder später auf den VR Zug aufspringen werde ist so oder so klar. Ich stöbere mal durch die Seite und schaue ob ich genug beisammen bekomme um einen Kauf in absehbarer Zeit zu rechtfertigen.
Über das Zeitproblem darf ich gar nicht nachdenken. Allerdings habe ich in letzter Zeit eher selten das Bedürfnis dazu "normale" Spiele zu spielen, irgendwie gerade eine Art Müdigkeit erreicht....vlt wäre VR ja etwas was mich wieder begeistern kann da es mal neues einbringt.

Danke in jedem Fall für die Infos! Sehr nett von dir!

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22051 - 29. März 2020 - 14:17 #

Sehr gerne. Vielleicht noch zum Thema Müdigkeit: ich komme mir mit VR manchmal wieder so vor wie damals als Kind zu C64-Zeiten. Alles ist neu und noch nie dagewesen und faszinierend, und man hat vom großen Nachbarn eine große Diskettenbox voll mit unentdeckten Schätzen kopiert bekommen. Wo sicherlich auch Müll dabei ist, aber auch viel tolles für einen kurzen Snack zwischendurch und die ein oder andere Perle, die einen richtig lange fesselt. :)

Inso 18 Doppel-Voter - - 9428 - 29. März 2020 - 15:34 #

TL:DR : Erfahrung mit / in VR, nichts "Essentielles". Sorry, hab mich mitreißen lassen^^

Ich stimme hier mal mit ein:
mein Interesse an "normalem" Gaming hat in den letzten Jahren sehr stark abgenommen (ab 30+ sag ich mal). Alles schon gehabt, gesehen, wiederholt sich, gleiches Muster, Einheitsbrei. Die Top-Spiele des vergangenen Jahrzehnts die im Gedächtnis blieben und länger als ne Stunde oder zwei liefen konnte ich fast an einer Hand abzählen (sieben^^).

VR ist hingegen (zumindest aktuell noch) dieses Wow-Erlebnis. Ich spiele es nicht jeden Tag sondern eher phasenweise. Meist spiele ich einen neuen Titel durch bzw mich daran satt, und dann reicht es auch erstmal.
Aber das macht auch nach zwei Jahren immer noch ungeheuren Spaß. Hinter einer Ecke zu luken, rauszuschauen um ein paar Schüsse abzugeben, mit dem gespannten Bogen zu zielen - und immer mal wieder dieser Wow-Effekt wenn man mal wo steht wo die Aussicht umwerfend ist, oder man von etwas neuem überrascht wird.
Sogar der Körper reagiert nah an Abgründen manchmal immer noch damit das er die Zehen verkrampft. Als das erste mal ein Alien bei From Other Suns aus dem Luftschacht vor mir auf den Boden sprang und in meiner Magengegend mit den Krallen gewütet hat bin ich trotz knallroter Anzeige zurück und voll gegen die Schrankwand. Denn ich habe oft immer noch das Gefühl, wirklich da zu sein. _Ich_ ziele gerade. _Ich_ habe gerade diesen Feuerball erschaffen und geworfen. Auf _mich_ kommt gerade etwas zu, und ich will unbedingt ausweichen.
Setze ich die Brille ab kommt dann der Kulturschock des eigenen Arbeitszimmers^^.

VR ist sicherlich subjektiv und mag bei jedem anders wirken. Und es mag ein teures Hobby sein, vor allem da auch die Spielepreise nicht so sehr fallen.
Aber bei mir persönlich war es bisher echt jeden Cent wert.
Denn irgendwie ist heute viel zu viel Routine. Doch jedes mal wenn ich mal in VR eintauche, ist es anders. Ich werde mitgerissen, überrascht und noch vieles mehr. 250€ Für Brille und Spiele auf Ebay Kleinanzeigen (Rift CV1 vor zwei Jahren) hätte und habe ich nicht selten schon deutlich deutlich schlechter angelegt.
Im Endeffekt hat der Verkäufer wohl so viel allein für die beiliegenden Spiele gezahlt, sein Oculus-Account war nämlich dabei bzw haben wir vor Ort umgeschrieben. Dafür bin ich gern 50km gefahren :)

Vielleicht noch mal zum Einstieg: ich glaube ich würde keinem raten mit Alyx anzufangen. Waltz Of The Wizard gibts bei Steam umsonst und man hat erstmal Spaß damit, Sprüche zu bauen, mit der Physik zu spielen usw. Das gleiche mit Valves The Lab.
Dann weiter mit Eleven Table Tennis oder Beat Saber, und ein wenig betätigen. Das sind halt unspektakulär aussehende Evergreens die man gern immer mal wieder auspackt.
Als Shooter dann Robo Recall, Arizona Sunshine oder wie ich jetzt gelesen hab In Death, stumpf mal ein wenig ballern. Die Grafik ist okay aber nicht umwerfend, aber man hat sicherlich Spaß bei der Action.
Noch das ein oder andere testen. Es gibt mehr VR-Spiele als man vermutet. Bei The Climb mal einfach einen Berg besteigen und die Aussicht genießen, bei Defense Grid mal mitten im Tower Defense sitzen, bei Moss ein wenig Puzzle-JnR erleben. Ein Rennspiel wie R³E, AC oder PC2 starten und im echten Rennwagen sitzen.
Und _dann_ ab nach City 17, Lone Echo raus oder Asgards Wrath an.
Am Anfang in VR (und oft auch einfach mal so) reichen simple Dinge erstmal zum ausprobieren. Jedes Spiel fügt etwas hinzu, bis man dann bei Alyx schon ein sehr rundes Gesamtpaket bekommt.

MicBass 20 Gold-Gamer - P - 22051 - 30. März 2020 - 0:25 #

Sehr schön beschrieben. Ich wusste gar nicht dass es Defense Grid auch für VR gibt. Mein Lieblings-Tower Defense :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 30. März 2020 - 13:53 #

Oh da habe ich viele Stunden reingesteckt :)

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 28. März 2020 - 11:03 #

Das meiste sind aber nur Spielereien, Experiences oder Mini-Games. Vollwertige gute Spiele wie Alyx lassen sich an 1-2 Händen abzählen.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 28. März 2020 - 12:27 #

Eher drei bis vier Hände. Und wenn du einfach mal „meine Top-5“ nimmst – Alyx, Lone Echo, Asgard‘s Wrath, Beat Saber, Super Hot VR, hast du mit einen Investment von zusätzlichen 200€ zu den initialen 450€ (Rift S) für zwei Monate hochwertigen VR-Spielspaß (Sachen wie Super Hot und Beat Saber machen zudem immer wieder Spaß, finde ich). Dann holst du dir jeden Monat einen weiteren der bestimmt 10, 15 weiteren guten Titel, so die Liga Resident Evil 7, Star Trek Bridge Commander, Stormland, Doom VR, Lighthouse. Oder eine der Zu-VR-Konvertierungen eines alten Lieblingsspiels, wie Skyrim VR oder No Man‘s Sky VR oder Fallout VR (alles nichts für mich, btw). Oder eines der vielen kleineren Spiele, die aber mächtig Spaß machen können, wie Space Pirate Training.

Ja, 650€ „Startkosten“ sind viel Geld. Ja, die Technik entwickelt sich noch, ja, die HW-Hürde ist höher als bei einem normalen 2D-Spiel. Und es gibt viel Schmumpf oder überteuerte Angebote (Vader Immortal). Aber es ist nicht so, dass es einen Mangel an guten Titeln gäbe. Mit Oculus hat man zudem den vollen Zugriff sowohl auf exklusive als auch SteamVR-Titel.

Mein persönlicher Tipp wäre die Oculus Quest mit Link-Kabel. In dieser Kombi zwar ein Stück teurer, aber damit hast du sowohl das „Einfach mal drauflos spielen“ (i.d.R. schneller als beim Hochfahren eines Laptop/PCs!) als auch die grafisch aufwändigen, großen Sachen.

Inso 18 Doppel-Voter - - 9428 - 28. März 2020 - 13:11 #

Gibts Resident Evil 7 jetzt auch für PC in VR? Bei Steam steht zumindest nichts von dem Modus, das würde mich ja auch noch reizen..
Bridge Commander ist in VR (ich wurde die Tage da auch freundlich korrigiert) Bridge Crew. Wer da übrigens mal Lust auf ne MP-Runde hätte kann mir gern ne PM schreiben :)
Was bei mir noch zu den VR-Highlights zählt (völlig subjektiv): Eleven Table Tennis, From Other Suns (FTL in 3D von den Oculus Studios) und Arizona Sunshine (Zomies schiessen).

rammmses 21 AAA-Gamer - P - 28111 - 28. März 2020 - 13:51 #

Superhot VR, Blood and Truth und The Persistance sehe ich auch weit vorne.

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 28. März 2020 - 16:21 #

Mich brauchst du doch nicht überzeugen, ich habe doch die Quest als auch Rift S. ;)

Aber ich meinte nun wirklich VR-Triple-A-Titel, die außer einem bestimmten Aspekt eben alles bedienen. Da mangelt es halt. Alyx, Lone Echo, Asgards's Wrath würde ich auch dazu zählen, vielleicht noch 5-6 weitere. Fallout VR oder Skyrim VR eher nicht, die sind einfach zu schlecht optimiert für VR finde ich.

Beat Saber zähle ich da auch nicht dazu, aber ja, es ist natürlich ein essentieller Must-Have-Titel der immer und immer wieder gespielt wird.

VR lohnt sich, definitiv, auch für kleinere Titel oder Indie-Produktionen. Aber es mangelt nach wie vor an Triple-A-Titeln.

gnadenlos 17 Shapeshifter - - 7189 - 30. März 2020 - 14:22 #

Mit der Kombination aus Steam und Oculus Store komme ich locker auf 50-100 lohnenswerte Spiele.

Klar ist nicht alles davon AAA mit 10+ Stunden Spielzeit, was aber nichts daran ändert, dass man damit insgesamt mehrere hundert Stunden Spaß haben kann. Titel wie Beat Saber (und davon gibt es auch mehrere gute Variationen) kann man schon alleine hunderte Stunden spielen.

Die schon verfügbaren Spiele nachzuholen, wenn man erst jetzt einsteigt, dürfte einen bei normaler Nutzung auf Jahre beschäftigen. Und alle paar Wochen kommt ein mind. gutes, oft auch sehr gutes Spiel nach.

Mit der Oculus Quest ist man dabei auch sehr flexibel, da man keinen festen VR-Spielplatz braucht. Man kann damit sitzend vor dem PC spielen oder auf eine gesonderte Fläche für VR wechseln - bei den nativen Quest-Apps komplett unabhängig von Kabeln auch in einen ganz anderen Raum. Dank Inside-Out-Tracking und der Speicherung von mehreren Guardian-Zonen ohne irgendwas umbauen oder aufbauen zu müssen.

BruderSamedi 18 Doppel-Voter - P - 11111 - 28. März 2020 - 14:13 #

Man kann ja auch beide Seiten sehen: mehr Immersion durch mehr Bild und Mittendrin-Gefühl, weniger Immersion durch schwere Brille, Bewegungsbeschränkungen, verhedderte Kabel. Und "physisch interagieren" ist ja auch übertrieben, oder welche Technik kann Oberfläche, Form und Gewicht simulieren? Man greift irgendwo in die Luft und merkt spätestens dann ja schon, dass der Gegenstand eben nicht wirklich da ist.

Ich sehe da eine Art Uncanny Valley: das Spielgefühl ist näher dran an der Realität, aber vom StarTrek-Holodeck noch Lichtjahre entfernt, obwohl es anderes vorgibt.

LRod 19 Megatalent - P - 13300 - 28. März 2020 - 9:13 #

Habe gestern auch angefangen und es ist wirklich großartig!

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 132870 - 29. März 2020 - 19:57 #

Ein schöner Test, Hagen. Hätte ich ein VR-System, würde ich mir das Spiel direkt kaufen.

floppi 24 Trolljäger - - 51125 - 29. März 2020 - 20:54 #

Bin jetzt durch nach 14h.
Ganz großartiges Spiel! Auch wenn es mich im letzten Drittel teils ganz schön genervt hat, hatte da dann auch auf Leicht zurückgestellt.

Dieser Mutant -- Gott bewahre, hat der mich genervt. Da bin ich dutzende Bildschirmtode gestorben. Besonders super, wenn man beim letzten Autosave eine Flasche in der Hand hat und der Mutant 2m neben einem steht. Keine Chance mehr sich da wieder rauszuretten, da die Flasche beim Neuladen runterfällt -- also ein Speicherstand weiter zurück. Glücklicherweise legt das Spiel an solchen Stellen alle 1-2 Minuten einen Spielstand an. Genervt hat es dennoch. Ladezeit ist nämlich trotz M.2-SSD gute 6-10 Sekunden.

Und ab und an habe ich nicht genau gewusst, wie es nun weiter geht und bin sinnlos hin und her gelaufen. Etwa als ich einen Kran bedienen musste und die Kransteuerung hinter einem stehenden Brett versteckt war. (Wohlgemerkt: Eine von drei nötigen war versteckt, die anderen beiden sichtbar, aber woanders.) Ich bin bestimmt sinnlos 30-40 Minuten umher gelaufen und habe gesucht wo es weitergeht. Das kam auch an anderen Stellen mal vor, aber nie ganz so lange.

Aber die beiden Punkte sind Meckern auf hohem Niveau. =) Wer eine VR-Brille für Steam hat: Kaufbefehl. Bestes VR-Spiel am Markt. ;)

Gekko Goodkat 18 Doppel-Voter - - 11568 - 31. März 2020 - 7:34 #

Also ich bin auch absolut begeistert. Habe gerade Kapitel 6 erreicht.

Da das bisher noch keiner erwähnt hat: Ich spiele es auf der Oculus Quest via Virtual Desktop komplett kabellos. Funktioniert einwandfrei.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 31. März 2020 - 8:14 #

Fast hätte ich dich als "Neuen" begrüßt, aber du bist ja quasi schon ein Veteran ;)
Keine Lags bei der Wirelessübertragung?

Gekko Goodkat 18 Doppel-Voter - - 11568 - 31. März 2020 - 9:23 #

Ajo, ich bin halt eher ein "stiller Veteran". ;)

Also von der Performance her bin ich super zufrieden. Ich hab sehr sporadisch mal nen kleinen Ruckler, der vermutlich beim Linkkabel nicht wäre. Trotz meiner niedrigen Toleranzgrenze bei sowas würde ich das aber als nicht störend einordnen.

Lags sind mir noch garnicht aufgefallen. Alles sehr präzise und akurat.

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 31. März 2020 - 9:28 #

Cool, danke für deine Eindrücke.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 31. März 2020 - 9:30 #

Wow. Klingt gut.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 31. März 2020 - 9:57 #

Ich wusste nicht, dass das geht. Kann das ein normal begabter Spielechefredakteur einrichten, gibt es da ne Anleitung?

Gekko Goodkat 18 Doppel-Voter - - 11568 - 31. März 2020 - 10:16 #

Ist nicht schwierig.

Auf https://www.vrdesktop.net/ im FAQ der rechten Spalte "Mobile Version" den Eintrag "Can I play SteamVR or Oculus Rift games?" anschauen.

Kurzfassung:

1. Virtual Desktop im Quest Store kaufen und installieren
2. Auf dem PC die StreamerApp installieren
3. Mit SideQuest (https://sidequestvr.com/) die aktuellste Virtual Desktop Version sideloaden
4. Die Spiele lassen sich dann über das Virtual Desktop Menu starten, nicht SteamVR auf dem Desktop starten
5. Kabellose Freiheit genießen

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 31. März 2020 - 10:46 #

Jörgs Turn. Sport, Spiel, Spannung! :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 31. März 2020 - 13:51 #

Ist wichtig darauf hinzuweisen, dass die Verbindung unbedingt über ein 5GHz-WLAN erfolgen muss um die Latenz annehmbar zu halten. Und ein guter Router/AP mit wirklich hochwertiger WLAN-Implementierung ist ebenfalls wichtig. Mit dem auch sonst eher mülligen Speedport Hybrid kannst du es leider total vergessen, das gilt auch für viele andere billige Providerrouter. Eine Fritzbox oder ein Ubiqui-AP machen es deutlich besser. Wenns hakt ist meistens entweder die Entfernung zum Router zu groß oder das WLAN des Routers zu mies.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32103 - 31. März 2020 - 19:55 #

Im Vergleich zu dem Telekom-Router, den wir davor hatten (Telekom Speedport W 700V), ist der Speedport Hybrid ein Traum. ^^

VR würde ich damit aber nicht ausprobieren.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 1. April 2020 - 1:51 #

Na nu, schlimmer geht immer :D .

Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 31. März 2020 - 19:17 #

Huch, das ist doch 10% komplexer, als ich dachte, da ich offenbar drei Tools installieren und richtig bedienen muss. Also auf jeden Fall vielen Dank, und das ist durchaus intellektuell bewältigbar, aber nichts für mich zur Ersteinrichtung, wenn ich so ab 22:00 Uhr noch etwas Zerstreuung suche :-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 30766 - 31. März 2020 - 19:20 #

Verständlich erklärt hat das Paco hier im Video: https://youtu.be/SMftRKZXKVI