F1 2020

F1 2020 Test+

Update: Mikrotransaktionen und Items

Benjamin Braun / 16. Juli 2020 - 14:49 — vor 1 Jahr aktualisiert
Steckbrief
PCPS4XOne
Sport
Rennspiel
3
Codemasters
Koch Media
10.07.2020
Link
Amazon (€): 14,76 (PlayStation 4), 28,99 (PEGI-AT)
GMG (€): 19,99 (STEAM)

Teaser

Erstmals quasi parallel zum Start der regulären F1-Saison brettert ihr in Codemasters' Rennsim auf allen 22 Strecken über den Asphalt. Oben drauf kommt ein komplexerer Karrieremodus samt eigenem Rennstall.
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Update: Codemasters hat via Update die Release-Version um Mikrotransaktionen erweitert. Am Ende des Artikels findet ihr  einen Absatz, der sich mit diesen befasst.

Alle Screenshots stammen von GamersGlobal


Von jährlich erscheinenden Serien behaupten manche, es würde sich vom einen aufs andere Jahr praktisch nichts tun. Das ist zwar generell eine falsche Behauptung, aber es ist auch nicht gerade verkehrt, dass nicht mit jeder neuen Iteration gleich eine Serien-Revolution ansteht. Mit F1 2020 schickt der britische Rennspiel-Experte Codemasters am 10. Juli (beziehungsweise ab dem 7. Juli für Käufer der Michael Schumacher Deluxe Edition) die neueste Ausgabe seiner Formel-1-Simulation ins Rennen.

Technisch tut sich in der Tat ziemlich wenig im Vergleich zur Vorjahresversion. Allerdings gibt es mit dem neuen "My Team"-Modus eine Neuerung, die nicht bloß eine kleine Dreingabe ist – zudem kehrt auch der Splitscreen-Modus zurück und die Handling-Optionen wurden insbesondere für Einsteiger erweitert. Ich konnte mich in F1 2020 in My Team bereits zum Weltmeister hocharbeiten. Ob ich den Titel Rennspielfreunden empfehlen würde, erfahrt ihr in meinem Test.
Im Laufe des neuen "My Team"-Modus müsst ihr zunächst einen Nachwuchsfahrer aus der Formel 2 hochzüchten. Habt ihr ausreichend Geld, könnt ihr aber auch versuchen, einen der aktuellen F1-Fahrer anzuheuern.


Mit eigenem Rennstall zum Titel

Die bedeutendste Neuerung in F1 2020 ist eindeutig My Team, ein Karriere-Modus, in dem ihr nicht nur mit einem eigenen Fahrer um die WM-Krone kämpft. Hier gründet ihr nämlich euer eigenes Team, das die zehn regulären Teams der aktuellen Saison ergänzt und das Fahrerfeld auf 22 Teilnehmer erhöht. Dabei geht es natürlich nicht nur darum, den Wagen in den gewünschten Farben anzupinseln oder dem Fahrer ein paar hübsche Handschuhe über die Hände zu streifen oder einen individuellen Helm auf den Kopf zu setzen. Hier macht ihr es wie etwa der mehrfache Weltmeister Jack Brabham, betreibt also euer eigenes Team und fahrt gleichzeitig selbst in der Meisterschaft mit.

In der neuen Karriere, die zusätzlich zur regulären Fahrerkarriere anwählbar ist, müsst ihr euch entsprechend um nahezu alles kümmern. Ähnlich wie in der normalen Karriere sammelt ihr also Ressourcen-Punkte vor allem in Trainingssessions, um nach und nach den Wagen zu verbessern. Ihr müsst aber dazu viel umfangreicher das gesamte Team managen, neue Sponsoren an Land ziehen, die Forschungsabteilungen aufwerten und euch zudem um die Ausbildung eures zweiten Fahrers kümmern. Zu Beginn von My Team könnt ihr nämlich nur einen der Nachwuchsfahrer aus der F2-Meisterschaft wählen, der noch nicht allzu erfahren ist. Durch Trainings-Programme, die ihr manuell dem Kalender hinzufügt, erhöht ihr dessen Fahrerskills, damit er effektiver Punkte für euren Rennstall sammelt.

Mit dem Geld der Sponsoren, die unter bestimmten Voraussetzungen auch Boni zahlen, baut ihr wiederum eure Forschungsabteilungen oder auch die Marketing-Sektion aus, um parallel mehrere neue Bauteile entwicklen zu können oder die Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern des Unterfangens zu reduzieren. Der Modus ist also tatsächlich wesentlich komplexer und insgesamt deutlich aufwendiger inszeniert. Der Nachteil ist, dass ihr euch wirklich relativ intensiv darum kümmern müsst. Viel schneller als in der normalen Karriere geratet ihr bei der Entwicklung des Fahrzeugs in einen Rückstand im Vergleich mit den anderen Teams, was teils drastisch eure Siegchancen beeinflusst. Da ihr den Schwierigkeitsgrad des Management-Parts nicht separat anpassen könnt, sind Spieler, die nicht viel Zeit in den an sich optionalen Trainingsabschnitten vor einem Rennen investieren wollen, langfristig im Nachteil. Da sollte Codemasters noch mal schauen, ob man den Modus auch in der Hinsicht nicht stärker an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann, wie es weiterhin bei KI-Stärke oder Fahrhilfen der Fall ist.
Auf der Strecke selbst verändert sich wenig im Vergleich zum Vorjahr. Das ist aufgrund der gewohnt hohen Qualität von Grafik, Fahrmodell oder Anpassbarkeit keineswegs ein Manko, sondern eher eine anhaltende Stärke der Reihe.


Genauso hübsch wie letztes Jahr

Wo sich mit Abstand am wenigsten tut, ist eindeutig die technische Umsetzung. Denn F1 2020 sieht im Wesentlichen genauso gut aus wie der direkte Vorgänger. Das ist keineswegs ein Manko, da bereits F1 2019 optisch einiges hermachte und vor allem eben bereits jenes Spiel mit einem starken Fahrmodell sowie einem tollen Geschwindigkeitsgefühl glänzte. Dennoch habe ich (gerade da abseits der Piste selbst weniger los ist als etwa in F1 2018) das Gefühl, dass Codemasters auf der aktuellen Konsolengeneration keine technischen Entwicklungsoptionen mehr sieht oder diese schlichtweg nicht nutzt.

Dieser meinerseits gefühlte Stillstand ist aber, wie gesagt, kein Nachteil. Gerade der strömende Regen oder die tollen Lichteffekten, wenn ich der strahlenden Sonne entgegenfahre und von ihr geblendet werde, lassen keinen Zweifel an der hochwertigen Umsetzung. Mehr hätten die Briten aber sicherlich erreichen können. Die (gute) KI hätte man wohl stärker anpassen, sie etwas aggressiver gestalten oder weniger stoisch auf der Ideallinie fahren lassen können. Dafür aber gibt es mehr Optionen, die das Fahrmodell realistischer respektive arcadiger gestalten. Davon aber profitieren eher die Einsteiger, weniger die Profis, die das Spiel aber wie gehabt auch zur Hardcore-Simulation machen können, wenn sie entsprechend auf die in Rennspielen gängigen Hilfsfunktionen verzichten und die (weiterhin relativ unpräzise) auf einer Hunderterskala regelbare Gegnerstärke aufs Maximum einstellen. Dagegen ist dann auch ein Grand Prix 3 von Geoff Crammond ein einziges Zuckerschlecken im Vergleich mit F1 2020.
Klassische Formel-1-Fahrzeuge gibt es einige in F1 2020. Vier der berühmtesten Boliden des siebenmaligen Formel-1-Champions Michael Schumacher gibt es allerdings nur für Käufer der nach ihm benannten Deluxe Edition.


Gib Gas, lieber Michael Schumacher

F1 2020 erscheint neben den Standard-Versionen für PC, PS4 und Xbox One auch in der sogenannten "Michael Schumacher Deluxe Edition" (falls ihr den siebenmaligen Weltmeister übrigens mit einem "h" schreibt, ist Motorsport vielleicht doch nichts für euch). Die gewährt euch einerseits einen früheren Zugriff aufs Spiel, nämlich bereits drei Tage vor dem regulären Verkaufsstart am 10. Juli 2020. Ihr erhaltet damit auch Zugriff auf vier zusätzliche klassische Rennfahrzeuge, konkret Schumachers Weltmeister-Boliden aus den Jahren 1994 und 1995 (Benetton) sowie den Ferrari der 2000er-Saison, mit dem der Kerpener den ersten von fünf aufeinanderfolgenden WM-Titeln für Ferrari holte. Das vierte Auto ist der Jordan 191, in dem Schumacher in der Saison 1991 debütierte. Der Circuit de Spa-Francorchamps ist auch im vollständigen,  zwei Rennen umfassenden, Rennkalender der FIA enthalten, der ehemals für die 2020er-Saison geplant war. Daher könnt ihr Schumis Debüt also auch im Spiel virtuell nacherleben. Vielleicht ja auch ohne schadensbedingten Ausfall in der ersten Rennrunde...
Wie bei anderen virtuellen Ersatzzahlungsmitteln gibt es die Pitcoins in unterschiedlich großen Paketen, bei denen es nur sehr schwer möglich sein dürfte, nach Item-Käufen nicht immer einen kleinen Rest übrig zu haben.
 

Pitcoins: Wo Items sind, sind auch Mikrotransaktionen

In der Grundversion von F1 2020 beklagen sich manche Spieler darüber, dass  standardmäßig lediglich ein paar wenige Lackierungen für das Fahrzeug im eigenen Rennstall zur Verfügung stehen. Ich persönlich finde die Auswahloptionen ausreichend, zumal sie vorgefertigt sind und, von Sponsorenaufklebern einmal abgesehen, optisch nicht weiter verändert werden können. Erweitern kann man das Angebot an Lackierungen, Posen für den Fahrer und so weiter, indem man sie über höhere Ränge im sogenannten "Podium Pass" freischaltet. Erfahrungspunkte dafür gibt es in kleinen Einzelchallenges und Serien-Herausforderungen, die in regelmäßigen Zeitabständen gewechselt werden.

Nicht nur die Schwaben könnten aber ein Geschmäckle im Zusammenhang damit wahrnehmen, denn wer schneller an Erfahrungspunkte kommen möchte, kann auch sogenannte Pitcoins investieren. Die kann man nur in geringer Menge über die "Podium Pass"-Ränge verdienen, aber eben auch gegen Echtgeld erwerben. Konkret gibt es fünf Preisstufen, beginnend mit 1,99 Euro für 2.000 Pitcoins und maximal 34,99 Euro für 50.000. Kaufen kann man damit im Shop einzelne, zeitlich begrenzt verfügbare Individualisierungen. Aktuell umfassen die wöchentlichen Angebote alternative Handschuhe (800 Pitcoins), eine weitere Fahrerpose auf dem Siegerpodest (1.750), eine Kappe (2.000) und eine Lackierung (2.250). Für die Lackierung im täglichen Angebot werden 2.500 Pitcoins fällig. Darüber hinaus könnnt ihr einen VIP-Zugang für 9.000 Pitcoins freischalten, der Zugriff auf nur dann verfügbare Challenges bringt, also potenziell mehr Erfahrungspunkte für den Podiums Pass. Zudem spielt ihr im VIP-Pass weitere, exklusive kosmetische Items frei, die laut Codemasters beim (wohl nicht möglichen Kauf über den Item-Shop) Objekte im Wert von rund 35.000 Pitcoins bringen, wenn ihr bis Stufe 30 spielt.

Man kann Mikrotransaktionen gewiss verteufeln, gerade in einem Vollpreisspiel, und als positives "Feature" stufe ich die in F1 2020 gewiss nicht ein. Allerdings geht es hier tatsächlich nur um rein kosmetische Objekte, denn die VIP-Challenges bringen abseits dessen keine neuen Spielfunktionen, sondern bloß mehr Optionen, Erfahrungspunkte freizuspielen. Einfluss auf die Wertung nehmen die Mikrotransaktionen deshalb keine, zumal F1 2020 auch so einen Umfang bietet, der den Vollpreis rechtfertigt. Dennoch wollte ich transparent darstellen, wie die Sachlage in F1 2020 ist, sodass jeder selbst entscheiden kann, ob ihn das Vorhandensein der Mikrotransaktionen stört oder aufgrund selbiger womöglich lieber von einem Kauf Abstand nehmen möchte.

Autor: Benjamin Braun, Redaktion: Hagen Gehritz (GamersGlobal)

 
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Meinung: Benjamin Braun

Rein technisch und auf der Strecke selbst verändert sich zum Vorjahr letztlich nicht so viel, als dass man als Besitzer von F1 2019 in Bezug darauf unbedingt auch dieses Jahr noch mal zugreifen müsste. Allerdings bietet F1 2020 zum einen weiterhin eine erstklassige Formel-1-Simulation mit guter Grafik, starkem Fahrmodell und tollem Geschwindigkeitsgefühl, das noch dazu naturgemäß mit dem größten Streckenangebot der Seriengeschichte aufwartet. Mit My Team bringt Codemasters zum anderen einen neuen Karriere-Modus, der weit mehr als nur ein kleiner Bonus ist.

Endlich kann ich meinen eigenen Rennstall in der F1 etablieren und nach meinen eigenen Wünschen anpassen. Mir hat aber das gesamte Konzept mit der Verwaltung des Teams, der Finanzen, der Forschung und der Ausbildung meines zweiten Fahrers richtig gut gefallen. Wer sich damit nicht intensiv auseinandersetzen möchte und einfach nur sein eigenes Team haben will, kann später zwar Probleme kriegen, die Codemasters mit optionalen Schwierigkeitseinstellung für den Managing-Part hätte vermeiden können. Gut ist der My-Team-Modus deshalb aber nicht weniger und durchaus auch für Besitzer der Vorjahresversion ein guter Grund, auch dieses Jahr wieder zuzuschlagen. So oder so gibt es hier ein tolles Gesamtpaket einer starken Rennsimulation.


 
F1 2020 XOne
Einstieg/Bedienung
  • Präzise Gamepad-Eingabe
  • Üppiger Lenkrad-Support
  • Fahrhilfen und KI-Stärke weitreichend individuell anpassbar
  • Keine separaten Einstellungen für den Management-Part in My Team
Spieltiefe/Balance
  • Toller neuer, komplexer My-Team-Modus mit eigenem F1-Team
  • Sehr gutes Fahrmodell
  • Starkes Geschwindigkeitsgefühl
  • Alle Rennen und Teams der 2020er-F1-Saison (ohne Corona-Abstriche) enthalten
  • Nettes Angebot an klassischen F1-Flitzern (besonders toll in der teureren "Michael Schumacher Deluxe Edition")
  • Kader der F2 2019 enthalten, 2020er-Fassung kommt kostenfrei nach
  • Üppiges, motivierendes Upgradesystem
  • Selbst zusammenstellbare Saisons und Einzelrennen
  • Benzinverbrauch und Verschleiß bei längeren Rennen und in Karriere zu massiv
  • Auf der Strecke nichts wesentliches Neues zum Vorjahr
Grafik/Technik
  • Erstklassige Regeneffekte
  • Authentische Beleuchtung
  • Allgemein sehr detaillierte, flüssige Grafik
  • Recht lange Ladezeiten
  • Abseits der Piste war in der Reihe schonmal mehr los
Sound/Sprache
  • Cool-realistische Motorengeräusche
  • Allgemein sehr gute Soundeffekte
  • Ordentliche deutsche Sprecher
  • Leicht verbesserter Boxenfunk
  • Immer Heiko Waßer im Kommentar
Multiplayer

Nicht getestet
 
9.0
Userwertung8.6
Mikrotransaktionen
Ja (kosmetische Items und zusätzliche Herausforderungen)
Hardware-Info
Minimum: Win 10 (64-Bit), i2 2130/ FX 4300, GT 640/ HD 7750, 8 GB RAM, 80 GB HDD
Maximum: Win 10 (64-Bit), i5 9600K/ Ryzen 5 2600X, GTX 1660 Ti/ RX 590, 16 GB RAM
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
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Benjamin Braun 16. Juli 2020 - 14:49 — vor 1 Jahr aktualisiert
Jörg Langer Chefredakteur - P - 439560 - 6. Juli 2020 - 10:18 #

Viel Spaß beim Lesen oder Ansehen oder Anhören!

Mersar 17 Shapeshifter - P - 6276 - 6. Juli 2020 - 10:34 #

Hätte mir noch einen Satz zu den übermäßigen Strafen und deren Überarbeitung (Abkürzung, Kollision etc.) gewünscht. Ist das 2020 besser (realistischer) geworden?

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 6. Juli 2020 - 10:56 #

Was meinst du mit übermäßig? Ich fand die Höhe der Strafen eigentlich bislang ziemlich gut geregelt. Verwarnungen werden dieses Jahr tendenziell seltener ausgesprochen, zu Bestrafung kommt es ja ohnehin. Gerade wenn man schlecht aus einer Kurve kommt und man über Curbs drüber fährt, gibt es seltener Verwarnungen als letztes Jahr. Da ist das Spiel nicht mehr so kleinlich, wobei das imo schon in F1 2019 besser geworden war.

Ich glaube, ich habe im Spiel nur einmal einen Zeitstraft erhalten. Ansonsten blieb es so gut wie immer bei Verwarnungen. Bei sehr groben Verstößen (überholen bei Gelb usw.) musst du halt wie üblich bzw. in Wirklichkeit den Platz zurückgeben. Wenn man bewusst Verstöße begeht, merkt man, wie umfangreich und gut das Regelwerk umgesetzt wird. Aber wie gesagt, wenn man "normal" fährt ist es definitiv so, dass man nicht mehr so schnell für jeden Mist eine Verwarnung kassiert.

Mersar 17 Shapeshifter - P - 6276 - 6. Juli 2020 - 13:01 #

Super, danke.

Amonamarth 16 Übertalent - P - 4475 - 8. Juli 2020 - 8:37 #

Das Überholmanöver gegen Bottas am Videoanfang war schon sehr grenzwertig und sollte eigentlich bestraft werden.
Beim echten Rennen gäb´s danach sowieso kein weiterfahren mehr ;-)

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 8. Juli 2020 - 15:38 #

Sicherlich. Das Problem ist halt, dass ähnliche Kollisionen auch mal so aussehen können, dass man in Wirklichkeit niemand eine Schuld unterstellen würde. Und eine KI kann das eben noch schlechter entscheiden als ein echter Mensch. Was also machen? Ganz einfach: Bei Strafen im Zweifel zugunsten des Spielers entscheiden (online wird es dann natürlich schon kniffliger als bei Rennen gegen den Computer). Aber auch, wenn das so nicht optimal sein mag, es ist imo die beste Entscheidung, die man treffen kann. Da war das Strafensystem in den letzten Forza-Motorsport-Teilen aus meiner Sicht blöder geregelt, zumal es da ja weniger um rüdes Fahren als vielmehr um angebliches Abkürzen ging. Weiß nicht mehr aus dem Kopf, wie es diesbezüglich beim letzten Teil genau aussah. Aber im Vorgänger ist es mir teils ziemlich auf den Sack gegangen, wenn mir teils ohne einen wirklichen Grund die Registrierung einer Online-Bestzeit verwehrt wurde oder aber ich bei etwas zu viel Curbs, auch wenn ich dadurch eigentlich eher Zeit verloren habe, für die paar Sekunde "ausgebremst" werde.

Amonamarth 16 Übertalent - P - 4475 - 8. Juli 2020 - 17:01 #

Klar,die Strafen machen wenig Spaß,das war schon bei den Vorgängern so.
Das Runterbremsen(glaub F12018) bei zu viel Curb-Räuberei ist zumindest eine Warnung,aber das man den Gegner in Stockcar-Manier ungestraft abdrängen kann,sollte eigentlich auch nicht sein.
Zerstört ein wenig die Immersion,genauso wie diese 90°-Boxenabbiege-Sequenzen,die werden sie wohl auch nie richtig hinbekommen.
Trotzdem geiles Spiel und natürlich auch der Test ;-)

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 132870 - 6. Juli 2020 - 10:34 #

Danke für den Test, der Managementpart hört sich schon sehr interessant an.

yankman 17 Shapeshifter - P - 6259 - 6. Juli 2020 - 11:32 #

Hat sich im Vergleich zu 2019 etwas am Setup der Fahrzeuge geändert ?
Hast du mit einem Lenkrad getestet ?

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 6. Juli 2020 - 20:11 #

Ich habe kein aktuelles Lenkrad, der Test basiert also auf der Gamepad-Steuerung, die indes auch geschätzt 90% der Spieler zum Zocken nutzen. Hätte ich ein Lenkrad für Xbox One (oder auch eine der anderen Plattformen, glaube kaum, dass mein aber eh nicht in München befindliches, ca. 15 Jahre altes Logitech-Wheel noch unterstützt würde), hätte ich mir das natürlich angeschaut und was dazu gesagt. Da ich nichts in der Richtung habe, geht das halt nicht. Als Freelancer könnte ich aber eh kaum noch mehr Hardware hier bunkern. So groß ist meine Wohnung nicht. Und echte Rennsimulationen oder Spiele, die man dazu machen kann, gibt es nicht in der Menge, als dass sich da eine Anschaffung rechtfertigt, die womöglich schon drei Jahre später nicht mehr unterstützt wird.

Ich halte einen Test mit Lenkrad für die Allgemeinheit, abseits der "oberen 5 Prozent" der Spieler, auch für vernachlässigbar. Klar wäre das ein Mehrwert, aber die Gamepad-Variante ist auf allen Plattformen relevanter, denn das Ding muss auch mit Controller gut funktionieren, was für die Masse entscheidend ist. Bei F1 2020 kann ich es zwar nicht beantworten, aber gemessen an früheren Preview-Sessions zu F1 und anderen Rennserien ist der Wheel-Support gut bis sehr gut. Würde mich wundern, wenn sich das auch nur ansatzweise verändert hätte.

yankman 17 Shapeshifter - P - 6259 - 6. Juli 2020 - 21:22 #

Ok, danke. F1 2019 funktioniert gut mit Lenkrad.
Ich hab ein Logitech G25 aus Zeiten als ich noch viel online Rennsimulationen gespielt habe. Das müsste auch schon >10 Jahre auf dem Buckel haben. Aber noch funktioniert es.

Olipool 18 Doppel-Voter - P - 11007 - 6. Juli 2020 - 11:49 #

Splitscreen...immer diese modernen Dinge...am Amiga gabs noch Hotseating während des Rennens, das war spaßig ("Maaan jetzt bin ich in die Bande gefahren, weil du nicht schnell genug vom Stuhl aufgestanden bist!")

Danywilde 30 Pro-Gamer - - 132870 - 6. Juli 2020 - 13:07 #

Sorry, aber ich hatte mich im Kabel des Competition Pro verheddert. ;)

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19015 - 16. Juli 2020 - 17:22 #

Splitscreen gab's schon auf dem C64. Pitstop II.

soulflasher 15 Kenner - P - 3024 - 7. Juli 2020 - 11:02 #

Das FIFA unter den Rennspielen.
Nicht einmal virtuell werde ich diesen "Sport" ausüben.
Das Rundendrehen im Hamsterrad des Lebens ist schon öde genug.
Im Managerteil kann man nicht mal Vater mit 89 werden.
Unrealistisch.

Aladan 24 Trolljäger - 55218 - 8. Juli 2020 - 5:37 #

Danke für den Rest. Wieder ein sehr guter Ableger der Serie.

malkovic 15 Kenner - 3176 - 8. Juli 2020 - 10:41 #

Schön fände ich mal einen Formel-1-Titel mit dem Setting der 70er, so James-Hunt-vs-Lauda-mäßig, ohne Funk und Schnickschnack wie Pace-Car oder so, mit Schildern und der ganzen Motoren-Bastelei kleinerer Teams. Der Reiz, ein aktuelles F1-Game zu zocken ist für mich ungefähr so hoch wie die aktuelle F1 insgesamt, also bei nahe null.

Trotzdem schöner Test. :)

Dodacar 16 Übertalent - 4245 - 9. Juli 2020 - 9:59 #

"Recht lange Ladezeiten", kann ich nicht verstehen. Ist das Spiel bei dir nicht auf einer SSD gewesen? Bei mir lädt es im Vergleich zu 2019 deutlich schneller. Innerhalb einer Minute (inkl. Spielstart durch Steam) bin ich wieder in meinem Savegame drin und sitze vor dem Monitor um zu wählen, ob ich noch ein Training fahre oder gleich zum Qualifying über gehe. :)

"Immer noch Oberstümper Heiko Waßer dabei", magst du ihn einfach nur nicht oder hast du berechtigte Kritik, warum du ihn als Oberstümper betitelst? Und ja ich meine die Frage tatsächlich ernst. :) Ich muss gestehen, ich kenne die Formel 1 von klein auf nur mit ihm und habe es nie anders gesehen (Ausnahmen sind einzelne Videos mit internationalen Kommentatoren). :) Wenn würdest du dir denn lieber dort wünschen? :)

Ich persönlich kann bei den Kommentatoren das "hölzerne" und teilweise sehr neutrale nur kritisieren. Ansonsten machen sie einfach ihren Job. Aber das ist das Selbe, was ich auch bei den FIFA-Kommentatoren kritisiere. :)

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 9. Juli 2020 - 13:13 #

Der Heiko nervt mich einfach nur. Nachdem er seit so vielen Jahren dabei ist, hat er garantiert viel Ahnung von der F1, und natürlich auch mehr als ich. Aber das stellt er quasi nie unter Beweis, sondern labert ständig mehr über nebensächlichen Kram wie Promis, die an dem Tag an der Strecke zu Gast sind, über Freundinnen/Frauen von Fahrern usw., diese Nicole Scherzinger hat er während eines Rennens im Zweifel häufiger als jeden Fahrernamen erwähnt. Aber abseits dessen war das eher ein Gag bzw. als "Easter-Egg" gedacht, dessen Hintergründe genauer zu erklären den Rahmen sprengen würde.

Edit: Aber du hast recht, ich muss ich nicht gleich noch beleidigen, von daher kritisiere ich jetzt nur noch, dass der immer noch im Kommentar zu hören ist.

Was die Ladezeiten betrifft: Es geht ja hier um die Konsolenfassung, bei der es nur um die "Standard-Hardware" gehen kann. Ist ja schön, dass man etwa die extremen Ladezeiten in Bloodborne mit einer SSD erheblich reduzieren kann. Aber das entspricht ja nicht der Konsolenkonfiguration, die die meisten zuhause haben. Auch PC kann man, wenigstens beim den Lesern einer Spielewebsite, wohl inzwischen davon ausgehen, dass standardmäßig eine SSD verbaut ist. Ich fand die Ladezeiten in F1 2020 jedenfalls insgesamt etwas zu lang für das Spiel bzw. auch gemessen daran, was da teilweise so lange geladen wird.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 10. Juli 2020 - 8:08 #

Heiko Wasser wurde seinerzeit ja durch Christian Danner halbwegs ausgeglichen, da ging das noch. Wobei ein wenig Unterhaltung bei Autorennen auch nicht schadet. Andere Sender waren da teils extrem öde.

Bin aber eh schon seit geraumer Zeit raus. Die F1 hat für mich zu viel verloren.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 10. Juli 2020 - 15:29 #

Das war halt immer so geregelt. Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob vor Christian Danner noch mal kurz jemand anders als Experte an seiner Seite war, aber bis 1996, 1997 oder so stand ihm ja Jochen Mass zur Seite. Kann mich noch gut daran erinnern, dass er damals in den Werbepausen so gut wie immer in einem Werbespot für Brinkhoffs Nummer 1 zu sehen war. "Mit Brinkhoffs Nummer 1, auf die Nummer 1." ;) https://www.youtube.com/watch?v=4usUQ8oowt4

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 10. Juli 2020 - 18:41 #

OMG ... haben wir das damals wirklich so im Fernsehen gesehen ;)
Dennoch: die Jungs waren damals eindeutig cooler. Fahrer wie Jackie Stewart oder von mir aus auch Stuck hätten heute keinen Platz mehr im Zirkus.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 10. Juli 2020 - 19:05 #

Denkt mal an den alten Haudegen Ken Tyrell, der bis Mitte der 90er oder so noch mit einem eigenen F1-Team in der WM unterwegs war. Generell ist das halt ein bisschen so wie bei heutigen Profi-Fußballern, die extrem "geschult" werden, was Interviews betrifft und vielen Fällen gar keine Erlaubnis haben, sich für Interviews zur Verfügung zu stellen. Das ist bei F1-Fahrern nicht anders, wobei das dort im Zweifel noch deutlich früher anfing. Sowohl auf als auch abseits der Strecke, schau dir mir mal F1-Dokus etwa aus den 70ern an. Lauda und Hunt, das waren andere Zeiten, und bessere, jetzt mal von der wesentlich höheren Gefahr, einen tödlichen Unfall zu haben einmal abgesehen.

Thomas Schmitz Freier Redakteur - P - 11668 - 10. Juli 2020 - 19:28 #

Ich find's tatsächlich momentan bei Sky sehr gut - besonders dann, wenn Ralf Schumacher mitkommentiert. Fand den als Fahrer ja immer im Schatten seines Bruders stehend. Aber der ist als Co-Kommentator und Experte total locker und vor allen Dingen noch nah dran. Er widerspricht auch mal, wenn der Kommentator Unsinn erzählt und gibt meines Erachtens spannende Einblicke in das, was ein Formel-1-Fahrer wirklich so auf der Strecke erlebt oder welche Folgen irgendwas haben könnte. Und er ist besonnen. Was mich ja früher so genervt hat bei RTL: Michael Schumacher war in der letzten Runde eine Minute hinter dem Führenden, hatte in einer Zwischen 0,1 Millisekunden aufgeholt und Waßer überschlug sich mit Aufhol- und Überholszenarien.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19015 - 16. Juli 2020 - 17:26 #

Nicole Scherzinger sieht auch deutlich besser aus jeder Fahrer.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 16. Juli 2020 - 17:30 #

Aus Sicht ein Hetero-Mannes gewiss. Aber was juckt mich Nicole Scherzinger, wenn ich Autorennen sehen will? Wenn die hinter dem Steuer eines F1-Boliden sitzen würde, dann schon. Aber sonst?

RoT 20 Gold-Gamer - P - 20727 - 9. Juli 2020 - 23:46 #

ups, lange keine F1 mehr geguckt... haben ja mächtige aufbauten erhalten, die boliden

TheRaffer 22 Motivator - - 33864 - 11. Juli 2020 - 21:14 #

Ich hätte gern den My-Team-Modus ohne selber fahren zu müssen. ;)

Maverick 33 AAA-Veteran - - 781776 - 10. August 2020 - 8:18 #

Schau dir doch mal den folgenden Titel an, wenn dein Fokus auf dem Managen liegt: https://store.steampowered.com/app/415200/Motorsport_Manager/

TheRaffer 22 Motivator - - 33864 - 11. August 2020 - 17:56 #

Cool, danke. Habs auf die Beobachtungsliste gepackt. :)
Hast du dazu Erfahrungswerte?

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 12. Juli 2020 - 10:41 #

Kudos für die letzte Zwischenüberschrift. :-)

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 12. Juli 2020 - 17:23 #

Als Ärzte-Freund ging das gar nicht anders.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19015 - 16. Juli 2020 - 17:25 #

Den Test+ hätte man jetzt aber auch auf zwei Seiten verteilen können ... und natürlich schreibt man Michael Schumacher mit "h", mit drei sogar. :)

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 16. Juli 2020 - 17:33 #

Halt die Leute, die es nicht besser wissen. Aber ich gebe zu, halt einfach, das Schuh eben Schuh und nicht "Schu" geschrieben wird, hätte ich Michael Schmumacher Mitte der 90er im Zweifel auch mit h geschrieben.

Aber mich hätten ja eher mal Reaktionen auf meine Zeilen zu den Mikrotransaktionen im Spiel interessiert...

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 16. Juli 2020 - 21:52 #

Der Name Michael Schumacher enthält drei H's, da hat Alex schon recht. :-)

Green Yoshi 22 Motivator - P - 32103 - 16. Juli 2020 - 18:03 #

Schade, dass es offenbar Leute gibt, die für so einen Mist Geld ausgeben. In Online-Spielen wie Fortnite kann ich den Reiz von kosmetischen Items ja noch irgendwie nachvollziehen, aber in einem F1-Spiel? Da ist das doch nur ein "Nice to have" und nichts für das ich zusätzlich Geld ausgeben würde.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 16. Juli 2020 - 18:43 #

Das sehe ich ählich, wobei mir das Geschätsmodell bei Titeln wie Fortnite wesentlich weniger schmeckt. Denn das ist, ja, schön, ohne Kaufpreis, zentral drauf ausgelegt. Ich halte es nicht für falsch, Vollpreis-Titel, die Mikrotranaktionen umfassen, aus Prinzip zu boyottieren. Das ist völlig in Ordnung. F1 2020 biete jedoch unabhängig davon mehr als genug Inhalte, um den Vollpreis zu rechtfertigen, und zudem eine angemessene Qualität der Inhalte. Im MP von Call of Duty etwa sieht das imo ganz anders aus, wenn wir schon über Spiele sprechen, die man (meist) zum Vollpreis erwerben muss.

Ich finde diese "F2P"-Sachen allerdings schlimmer. Denn vermeintlich lade ich ein Spiel runter, das mich nichts kostet, ohne das hätte bis heute von Fortnite, das ja (zurecht) als kostenpflichtes Spiel massiv untergegangen ist, niemals jemand Kenntnis genommen. Von irgendwelchen "Pay-to-win-Titeln" primär im Mobile-Bereich mal ganz zu schweigen. Aber wenn, nur meine Meinung, ich ein Spiel wegen Mikrotransaktionen schmähe, dann Fortnite, durchaus auch CoD im MP, aber F1 2020 geht zwar auch aus meiner Sicht in eine falsche Richtung, ist dabei aber bei weitem nicht so grenzwertig wie manch andere Spiele.

Um es noch mal klar zu sagen: Für mich haben Mikrotransaktionen generell nichts in Vollpreisspielen verloren. Das gilt auch für das neue F1. Und ja, man muss aufpassen, dass man den Entwickler-Studios für diesen Dreck künftig nicht Tür und Tor öffnet. Aber du kannst mir glauben, dass ich zu den ersten gehöre, die die Entwickler oder Publisher dafür anpissen, wenn es zuweit geht. Aber das tut Codemasters mit völlig überflüssigen kosemetischen Items aus meiner Sicht noch nicht. Ich verfolge das kritisch, denn Schule darf das nicht machen. Denn das Ziel ist, das in einem "schleichenden Prozess" zu etablieren. Nur wie weit geht man da? Kritisiert man den Hersteller bereits generell massiv für deartige Mechaniken? Reduziert man die Wertung, die eigentlich primär bzw. ausschließlich den Spielspaß widerspiegeln soll?

Das ist in der Tat schwierig, aber noch mal: Auch wenn ich die Hersteller und deren Vorgehenweise, um auch langfristig weitere Umsätze zu erzielen, durchaus verstehen kann, und nicht gleich ausraste, wenn es "normale Spieler" wie mich im Prinzip nicht tangiert. So sehr ich Mikrotransaktionen allgemein ablehne, müssen für mich darunter mein Spielerlebnis oder eben auch mein Erfolgschancen leiden, wenn ich nichts zusätzliches investiere. Und das habe ich in Vollpreispielen bislang noch nie erlebt. Sollte sich das je auch nur ansatzweise ändern, dann kannst du mir glauben, dass ich hart auf diese Spiele einschlagen werde. Aber nicht einfach deshalb, weil Mikrotransaktionen enthalten sind. Denn wenn die so unbdeutend sind wie in F1 2020, mag ich die zwar als überlüssig und blöd empfinden (was ich tue), aber sie zerstören nicht das Kernspielerlebnis und ändern auch nichts am Umfang, der einem Vollpreistitel angemessen ist.

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 217586 - 16. Juli 2020 - 19:12 #

Ok, aber für eine Abwertung hats nicht ganz gereicht? Ich verurteile ja MTs auch nicht pauschal, muss einfach zum Titel passen und nicht nach purer Gier aussehen, aber in Vollpreistiteln ists nur schwer zu akzeptieren.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 16. Juli 2020 - 19:33 #

Nun, Geburtstagkind, damit dir heute auch noch jeder gratulieren mag (sorry, ich bin da wie Google und kenne keinen Datenschutz), ich dachte, ich hätte das halbwegs plausibel begründet. Ich finde Mikrotransaktionen generell und vor allem in Vollpreisspielen kacke. Aber das reduziert kein bisschen das, was F1 2020 im Kern bietet in der normalen Karrie, im neuen MyTeam-Modus, in Einzelrennen oder im Online-Modus.

Wenn ein Vollpreisspiel, und noch mal, von dieser F2P-Kacke mit Mikrotransaktionen oder dem Dreck, den Activision seit Jahren in CoD treibt, halte ich weit weniger, dann halte ich mich mit auch persönlicher Kritik nicht zurück. Aber ich watsche ein Spiel, so blöd ich das an sich finde mag und hier auch emfpinde, nicht für etwas ab, das an sich niemanden interessiert oder jucken müsste. Ja klar, die jungen Spieler. Aber das ist dann, aus meiner Sicht, eher ein Erziehungsproblem, wenn die Eltern ihrem Sprößling (damit meine ich genauso auch weiblichen Nachwuchs, falls man das dann anders nennt) die KK in die Hand geben, damit er Geld für so einen überflüsssigen Kram ausgibt. Und wenn ein Erwachsener das tut? Nun, da sage ich am besten nichts zu. Klar ist, niemand braucht es, es schränk den echten Spielumfang nicht ein. Absolut, allein das Vorhandensein in einem Vollpreisspiel ist kritikwürdig und für den ein oder anderen viellecht gar ein Grund zum Boykott. Aber es ist gewiss kein Grund in diesem Fall, die Wertung anzupassen, groß zu warnen oder gar zum Kaufverzicht zu raten.

AlexCartman 19 Megatalent - P - 19015 - 17. Juli 2020 - 18:14 #

Ich sehe das mit Mikrotransaktionen inzwischen völlig emotionslos. Der Preis für neu veröffentlichte Spiele liegt seit Jahren trotz Inflation und gestiegener Budgets wie angenagelt bei 59-69 Euro. Also müssen DLC her, um die eigentlich notwendige Preiserhöhung durch die Hintertür zu erzielen. Ein DLC-Käufer finanziert mir also den eigentlich zu günstigen Kaufpreis, und das tut er freiwillig.
Solange das Vorhandensein von DLC meine Spielerfahrung nicht schmälert, finde ich eine Abwertung daher auch nicht gerechtfertigt. Anders natürlich, wenn beispielsweise die Progression mit Absicht so gestreckt wird, dass ich quasi gezwungen werde, XP-Boosts zu kaufen, um einigermaßen voranzukommen. Aber rein kosmetische DLC sind mir echt egal.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 17. Juli 2020 - 18:51 #

Absolute Zustimmung.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 21726 - 18. Juli 2020 - 0:06 #

So sehe ich das auch.

Dan Sky 14 Komm-Experte - - 2492 - 17. Juli 2020 - 11:41 #

Wer sich den Begriff "Pitcoin" ausgedacht hat, sollte Mitarbeiter des Jahres werden!

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 71365 - 17. Juli 2020 - 12:45 #

Ja, der ist echt gut. Wenn schon böse Mikrotransaktionen, dann wenigstens mit so einem genialen Namen. :D

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 17. Juli 2020 - 18:56 #

Besser als "Boxenluder" ist der Begriff allemal.

zer0t0xin 08 Versteher - 171 - 17. Juli 2020 - 15:49 #

Kann man ein reines CPU-Rennen laufen lassen? Bzw. gibt es die Möglichkeit, ein Rennen gleich am Anfang durch Crash zu beenden und dann den Rest anzuschauen?

Benjamin Braun Freier Redakteur - 425916 - 17. Juli 2020 - 18:55 #

Ich habe nicht noch ein weiteres Mal reingeschaut, aber in Rennen gegen die CPU dürfte das nicht gehen. Entweder nutzt du die Rückspulfunktion nach einem Crash oder beendest die Session, wodurch der Rest des Rennens simuliert wird. Es gibt halt diese Highlight-Filme, die man auch dauerhaft speichern können müsste. Die dürften aber nie das gesamte Rennen umfassen, sondern "ausgewählte" Highlights. Damit habe ich mich allerdings nicht näher beschäftigt, dass ich es genau sagen könnte. Ich persönlich hätte allerdings kein Interesse daran, mir ein Rennen der CPU anzuschauen.