Alte Stärken, weniger Macken

Divinity 2: Flames of Vengeance Test

Mit Divinity 2 - Ego Draconis schufen die Larian Studios einen Titel, der auf der Habenseite vielfältige Quests und eine detaillierte Landschaft bot, der aber andererseits durch viele Bugs und eine miserable KI viel kaputt machte. Ein Jahr später erscheint nun ein ausführliches Addon -- wir haben uns erneut nach Rivellon begeben.
Jörg Langer 31. Juli 2010 - 21:22 — vor 6 Jahren aktualisiert
PC
Addon für Divinity 2 - Ego Draconis
Um Divinity 2: Flames of Vengeance spielen zu können benötigt ihr eine Vollversion von Divinity 2 - Ego Draconis. Solltet ihr noch euren alten Spielstand haben, so dürft ihr euren Recken importieren -- alternativ startet ihr mit einem neu erstellten Helden. Um das Addon mit eurem alten Helden anzugehen, müsst ihr mit diesem das Ende erreichen, die Handlung geht dann direkt weiter und beginnt nach dem Abspann von Ego Draconis.
von Kevin Stich

Fast genau ein Jahr ist es her, seit wir gegen Damian und die Schergen vom Schwarzen Ring losgezogen sind. Zunächst als Drachentöter; später als Drachenritter, samt Drachenflug. Doch trotz spannender Spielanlagen verhinderten diverse Mängel eine Top-Wertung für Divinity 2 Ego Draconis (GG-Test: 7.5). Mit dem Addon Divinity 2: Flames of Vengeance wird die Handlung nahtlos fortgesetzt, die Engine aber um einige der bekannten Macken beseitigt.. Bevor wir aber nun richtig in den Test einsteigen und euch ein wenig von der Story verraten, schicken wir eine Spoilerwarnung voraus: Im nächsten Absatz verraten wir das Ende des Hauptprogramms -- wer dieses noch spielen möchte, sollte ihn also besser überspringen. 

Frisch ans Werk: Auch in Flames of Vengeance seid ihr als Drachenritter unterwegs -- zur Verwandlung in das geschuppte Wesen kommt es jedoch nur ein einziges Mal. Mit diesem Kunstgriff umfliegt das Addon zwei Mängel am Hauptprogramm, nämlich ermüdende Dauerkämpfe am Himmel und die Unmöglichkeit, Gegner am Boden zu attackieren.


Nahtloser Übergang und ein neuer AuftragDas Ende von Ego Draconis ist ein Cliffhanger aus dem Lehrbuch: Kaum glaubten wir, unser Auftrag wäre erfüllt und der Tag gerettet, mussten wir erfahren, dass alles umsonst war und wir von Ygerna und Damian überlistet worden waren. Anstatt dafür belohnt zu werden, schier unendliche Massen von Schurken getötet zu haben, wurden wir in einen Kristall verbannt -- mit der Aussicht auf eine lange, unerfreuliche Wartezeit. Ganz allein sind wir aber nicht, schließlich ist da noch der tot geglaubte Göttliche, der im Kristall direkt gegenüber steckt. 

Zu Beginn fasst euch Flames of Vengeance in einem kurzen Clip die wichtigsten Ereignisse aus dem Hauptprogramm noch einmal zusammen -- allerdings mehr schlecht als recht. Besser ist es, ihr lest euch den Story-Hintergrund im (nur digital vorhandenen) Handbuch durch. Ansonsten werdet ihr eine Weile brauchen, um euch in im Land Rivellon zurechtzufinden. Wobei "Rivellon" nicht richtig ist: Im Addon durchstreift ihr einzig und allein die Stadt Aleroth. Genügend Abwechslung gibt es dennoch, durch Gruften und allerlei skurriles Beiwerk und verrückte NPCs.

Aus unserer misslichen Lage befreit uns schließlich Behrlihn, der als Geist angeschwebt kommt und uns frei lässt. Das macht er selbstverständlich nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit: Wir sollen seinen Körper aus dem Untergrund der Stadt befreien, wo er seit Urzeiten gefangen gehalten wird. Im Gegenzug verspricht er, den Göttlichen frei zu setzen. Wir können nun natürlich ablehnen und das Addon wieder von der Festplatte werfen, aber stattdessen lassen wir uns in die Stadt Aleroth teleportieren. Die wird vom bösen Damian belagert, mit einer Flotille seiner fliegenden Festungen. Nur ein Schutzschild, den der Magier Zandalor aufrecht erhält, steht noch zwischen Aleroth und der völligen Vernichtung.

Zandalor -- der Herr im Lichtstrahl -- hält freundlicherweise den Schutzschild aufrecht, der Aleroth vor der Vernichtung bewahrt. Auf den Straßen könnt ihr beobachten, wie Damians Armee mit Feuerbällen den Schild bombardiert.
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