Bester Superheld auch auf WiiU?

Batman - Arkham City (WiiU) Test

Batman - Arkham City ist aus unserer Sicht das wohl beste Superheldenspiel aller Zeiten. Bislang stellte es seine Klasse auf PC, Xbox 360 und PS3 unter Beweis. Nun kämpft der Fledermausmann auch auf WiiU gegen den Joker und Hugo Strange – in der "Armoured Edition" mit einigen Erweiterungen und eifrigem Gamepad-Touchscreen-Gebrauch.
Benjamin Braun 10. Dezember 2012 - 16:46 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Gehofft hatten es ja alle Superhelden-Fans, dass Rocksteady mit Batman - Arkham City den Überraschungshit des Jahres 2009, Batman - Arkham Asylum, noch übertreffen würde. Doch die Steigerung, die den britischen Entwicklern im Vergleich zum gelungenen ersten Teil tatsächlich gelang, hatte wohl niemand erwartet. Arkham City brach die linearen Strukturen der Irrenanstalt auf und betonte stärker die Open-World-Elemente. Das Ergebnis war ein überragendes Action-Adventure. Etwas mehr als ein Jahr nach dem Release für Xbox 360, Playstation 3 und PC hat das Spiel als Armoured Edition seinen Weg auch auf Nintendos neue Konsole gefunden. Wir haben uns für euch nochmals nach Arkham City begeben, um die Touch-Features mit WiiU-Gamepad unter die Lupe zu nehmen und die technische Umsetzung mit den Konsolenfassungen zu vergleichen. Wenn ihr mehr über Batman - Arkham City erfahren möchtet, stehen euch unser großer Haupttest und unser Testvideo zur Verfügung, dazu ein Guide mit allgemeinen Tipps und ein oft geklickter Walkthrough, wie ihr alle Riddler-Rätsel löst.

Touch-Bedienung mit Pfiff Batman - Arkham City gehört zu den Launch-Titeln für Nintendos neue Heimkonsole, die umfangreich und sinnvoll Gebrauch von der Touch-Steuerung über das Gamepad der WiiU machen. Während Spieler auf Xbox 360 und Playstation 3 schon nach wenigen Spielstunden mit einer leicht überladenen Steuerung zu kämpfen haben und nur umständlich ihre Gadgets wechseln konnten, fällt die Lösung auf WiiU deutlich handlicher aus: Statt irgendwelcher Verrenkungen mit D-Pad beziehungsweise Steuerkreuz, müsst ihr in der Armoured Edition für WiiU lediglich das Inventarmenü aufrufen und tippt dann auf das Gadget, das ihr einsetzen wollt. Einfacher geht es nicht!

Am Freeflow-Kampfsystem hat sich in der WiiU-Version nichts geändert. Es funktioniert genauso wie auf PS3 und 360.
Einen großen Zeitvorteil habt ihr dadurch aber nicht, da die Häufigkeit der Gadget-Wechsel durch die Touch-Auswahl nicht seltener werden. Beim Einsatz eurer Ausrüstungsgegenstände habt ihr allerdings einen großen Vorteil: Wenn ihr die Taste zum Vorbereiten des Gadgets haltet (das müsst ihr auch auf allen anderen Plattformen tun), braucht ihr nicht mehr mit den Analogsticks zielen, sondern könnt alternativ das WiiU-Gamepad auf den Fernseher ausrichten und die Bewegungssteuerung zum Anvisieren des Ziels nutzen.

Das geht genauso mit Batmans Wurfgeschoss Batarang wie auch mit der Distanz-Stromladung, mit der ihr Rolltore öffnen oder auch Generatoren anwerfen könnt, um Feinden damit Stromschläge zu versetzen. Aus unserer Sicht erhöht dieses Feature das Mittendrin-Gefühl deutlich, besonders in Sequenzen, in denen Batman sich als Detektiv betätigt und Objekte in der Umgebung analysiert. Diese Punkte mit dem WiiU-Gamepad zu suchen und zur Analyse schließlich den Finger auf dem Hotspot zu halten, fühlt sich einfach echter an. Nicht ganz so gut gefallen uns die Entschlüsselungen mit dem Kryptografischen Sequenzer, die zwar nicht schwieriger geworden sind, dafür aber deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als zuvor.

Wie bei ZombiU (oder auch in den anderen Versionen, wo das jedoch nur kurz angedeutet wird, weil dann ja der Bildschirm umschaltet) seht ihr während der Touchscreen-Bedienung auf dem Hauptscreen, wie euer Batman gebannt auf seinen Unterarm-Computer blickt – auch dieser Aspekt gefällt uns. Ebenfalls neu in der Armoured Edition ist der B.A.T.-Modus: Euer Kampfanzug sammelt automatisch Energie, ist diese voll, dürft ihr im Kampf ein dickes blaues Icon auf dem Touchscreen drücken – für mehrere Sekunden teilt ihr nun mehr Schaden aus, während der Bildschirm rötlich gefärbt wird. Dieses Feature ist ebenso unter "nett, aber nicht weltbewegend" zu verbuchen wie das neue Sonar, das ihr alternativ zur Karte anzeigen lasst, und das euch Feinde im Umkreis zeigt.

Die Armoured Edition von Batman - Arkham City macht umfangreich Gebrauch von den Touch-Features der WiiU. Nur auf dem Controller könnt ihr auf die Ingame-Menüs zugreifen, um die Kartenfunktionen zu nutzen, die Ausrüstung zu verbessern oder auf die Datenbank zuzugreifen. Das Ausrüstungsmenü (rechts) ist Pflicht. Ohne das könnt ihr die Gadgets nicht wechseln.

Alles zum AntippenIn Batman - Arkham City Armoured Edition sind generell sämtliche Menüs, wie wir sie von den anderen Versionen kennen, ersetzt worden. Egal, ob ihr beim Stufenaufstieg neue Ausrüstung kauft oder verbessert, euch die Biografien von Schurken und Verbündeten im Menü anschaut – alles ist neu und kann mit dem Finger oder alternativ mit dem Stylus bedient werden. Genauso bedient ihr auch die Karte, informiert euch über die aktuellen Missionsziele oder markiert selbstständig Wegpunkte auf der Karte.

Wie die meisten WiiU-Spiele könnt ihr auch nur per Gamepad spielen, dann aber logischerweise mit Unterbrechungen beim Blick auf die Karte oder Herumwursteln im Inventar. Dennoch müssen wir euch von der WiiU-Version abraten, wenn ihr generell allerg
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isch auf Touch-Features reagiert (ihr beantwortet uns dann aber im Gegenzug bitte die Frage, wieso ihr euch ausgerechnet eine WiiU zugelegt habt...): Die Armoured Edition von Batman - Arkham City erklärt nicht alle, aber einige davon zur Pflicht. Ein Gadgetwechsel ist ohne das Touchpad des WiiU-Controllers zum Beispiel nicht möglich, was auch beim Umschalten auf den Gamepad-Screen gilt. Aus diesem Grund gibt es auch keinen optionalen Support für den WiiU-Pro-Controller.

Das Gamepad wird auch noch in einer anderen Weise verwendet, nämlich für die zahlreichen, von Batman abgefangenen Funksprüche. Egal ob sich Butler Alfred bei ihm meldet oder er aus der Ferne zuhört, was die Schergen von Joker sich zu sagen haben, erklingen eure Gesprächspartner aus den Controller-Lautsprechern – eure eigene Stimme und die eines nahen Gegners kommen aus dem TV. Ändern könnt ihr daran nichts, sondern allenfalls die Soundausgabe des Gamepads runterregeln. Dann allerdings hört ihr nichts mehr von dem, was euch etwa Alfred mitzuteilen hat. Aber wie gesagt: Es ist ein durchweg netter Effekt, den man nicht abzustellen braucht.
before
after
... der PS3-Version auf der rechten Seite. Zudem ist der Kontrast etwas höher. In der Playstation-Variante fällt die Schattenqualität etwas geringer aus, dafür zeigt sie wesentlich seltener Ruckler und hat die kürzeren Ladezeiten. Auf PS3 ist allerdings auch eine Teilinstallation auf der Festplatte notwendig, die in der WiiU-Version entfällt.
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