Müder SF-Shooter

Aliens - Colonial Marines Test

Mehr als sechs Jahre warteten nicht nur Alien-Fans auf Gearbox' SF-Shooter. Wir haben unzählige der fiesen Extraterrestrier im Schein unserer Taschenlampe ins Jenseits befördert. Spielten wir so schlau oder die Feinde so dumm? Die Zeit muss dabei wie im Fluge vergangen sein, denn sehr schnell, so kam es uns vor, sahen wir das Ende...
Benjamin Braun 12. Februar 2013 - 11:00 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Fans des Alien-Franchise mussten sich in den vergangenen Jahren mit den Crossovers der Predator-Serie begnügen. Abgesehen vom 2011 erschienenen Sidescroller Aliens – Infestation ist seit bald sechs Jahren kein Spiel mehr erschienen, das sich einzig und allein mit den fiesen, vom Schweizer Künstler H.R. Giger kreierten Monstern beschäftigt. Selbst Ridley Scotts filmisches Prequel Prometheus (GG-Report) erfüllte die Erwartungen vieler Fans nicht. Nach mehr als sechs Jahren Entwicklungszeit steht nun mit Aliens - Colonial Marines ein neues Kapitel in den Startlöchern, das die Ereignisse zwischen dem zweiten und dritten Alien-Film in den Mittelpunkt stellt. Wir haben den auch kooperativ spielbaren Shooter gespielt und verraten euch, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat.

Rückkehr nach LV-42617 Wochen liegt der per Funk übermittelte Hilferuf  von Corporal Hicks zurück, als die USS Saphora beim Truppentransporter Sulaco eintrifft. 17 Wochen nach den Ereignissen, die Millionen SF-Fans in James Camerons Filmfortsetzung Aliens erlebt haben. Noch weiß niemand auf der Saphora, welche Zustände auf der Sulaco oder dem Planeten LV-426 herrschen und ob irgendwer bis zum Eintreffen der Marines durchgehalten hat. Das ist der Moment, in dem Corporal Christopher Winter auf den Plan tritt und mit anderen Colonial Marines zur Sulaco übersetzt. Dort allerdings ist längst die Hölle losgebrochen; überall haben die Außerirdischen ihre Eier gelegt und die Marines finden auf dem Truppentransporter nur noch die untere Hälfte vom Androiden Bishop. Dass dieser unterdessen per Fluchtkapsel gemeinsam mit Ellen Ripley, Corporal Hicks und dem Mädchen Newt geflohen ist (siehe auch unser Report zum Aliens-Universum), können die Neuankömmlinge ja nicht wissen. Die Marines dringen weiter ins Innere des Schiffs vor, um Informationen über die Geschehnisse an Bord zu sammeln. Noch ahnen sie nicht, dass aus der Rettungsmission ein Kampf ums Überleben wird, der sie auch zur Kolonie auf dem Mond unter ihnen führen wird. Trotz der Gefahr bleiben die Marines ihrem Kodex treu, dass kein Kamerad zurückgelassen wird. Doch das Schlimmste liegt noch vor ihnen, denn die Xeno-Königin erwartet sie mit triefenden Beißwerkzeugen...

Action auf Koop zugeschnitten
Massenschlachten gegen Aliens oder menschliche Gegner sind so ziemlich alles, was Colonial Marines kann.
Auch wenn ihr die Kampagne von Colonial Marines im Solomodus erleben könnt, zeigt sich doch schnell, dass das Spiel stark auf die kooperative Spielvariante ausgelegt ist. So gut wie nie seid ihr mit Corporal Winter allein unterwegs und seine Begleiter können jederzeit von anderen Mitspielern übernommen werden. Immer wieder gibt es kleinere Abwehrschlachten gegen Xenomorphs, bei denen es von großem Vorteil ist, sich von echten Mitspielern anstatt von der KI den Rücken freihalten zu lassen. Egal, ob ihr die elf Missionen nun allein oder mit bis zu drei Mitspielern angeht, gilt es ständig, Räume von Horden von  Feinden zu räumen, um weiterzukommen.  Befehle erteilen dürft ihr euren Begleitern dort zwar nicht, aber auf ihre Unterstützung hoffen.

Allzu effektiv treffen die KI-Kameraden zwar erwartungsgemäß nicht, theoretisch könnt ihr sie an vielen Stellen aber die ganze Arbeit machen lassen, wenn ihr nicht gerade einen von ihnen verteidigen müsst. Sie haben nämlich unendlich viel Munition und können nicht sterben. Für euch selbst gilt das nicht, und da Wiederbelebungen nur im Koop-Modus möglich sind, müsst  ihr gut auf eure Gesundheit und eure Rüstung achten. Beides frischt ihr genauso wie die Munition für eure Waffen mit Items auf. Es reicht aber nicht, einfach drüberzulaufen, ihr müsst manuell einsammeln. Das nervt schon an sich, wird aber dadurch verschlimmert, dass sich die Objekte öfters n
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icht gut anvisieren lassen. Wir sind allein aus diesem Grund zu oft gestorben, um Colonial Marines dieses Nervdetail zu vergeben. Zumal die Checkpoints teils unnötig weit auseinander liegen.

Allzu viel Abwechslung solltet ihr von der Kampagne nicht erwarten, obwohl ihr sowohl in Innen- als auch in Außenlevels unterwegs seid. Hier mal einen Schalter aktivieren, dort ein paar Gegnerwellen abwehren, Türen auf- oder auch auf der Flucht vor einem großen Xenomorph verschweißen. Oft seid ihr aber auch längere Zeit unterwegs, ohne dass irgendwas passiert. Und wenn dann mal ein geskriptetes Event eingeschoben wird, bei dem ein Teil der Außenhülle der Sulaco weggesprengt wird, kann es unfreiwillig komisch werden. Denn während eure Gegner sofort aus dem entstehenden Loch ins All gerissen werden, bleiben wir direkt daneben vom Sog der entweichenden Atmosphäre verschont. Nicht so spektakulär wie erhofft ist auch ein Kampf, in dem wir einen der Werkzeugroboter besteigen. Ohne etwas zu spoilern: So etwas Langweiliges haben wir schon lange nicht erlebt! Intensive Horror oder Panikmomente gibt es generell so gut wie nie.
Die Waffen der Colonial Marines
In diesem Kasten möchten wir euch ein paar der Waffen und Upgrades vorstellen, die ihr in Aliens - Colonial Marines einsetzen könnt. 1 Das Sturmgewehr erhaltet ihr bereits recht früh im Spiel. Es ist vor allem auf kurze und mittlere Distanz effektiv. Erweitert es um den Flammenwerferuntersatz und seid ihr bestens gerüstet. 2 Für das Pulsgewehr steht ein Granatwerfer zur Verfügung, mit dem ihr gleich mehrere Feinde auf einmal erledigen könnt. 3 An manchen Stellen dürft ihr Automatikgeschütze aufstellen, die euch bei Abwehrschlachten gegen Aliens unterstützen. 4 Das Kampfgewehr könnt ihr für Fern- und Nahkampf gleichzeitig ausbauen, indem ihr Scharfschützenvisier und Schrotflintenuntersatz anbaut. 5 Dieses MG erhaltet ihr ausschließlich an bestimmten Stellen im Spiel. Genauso wie andere Großwaffen wie Granat- und Flammenwerfern ist die Munition begrenzt und ihr habt die Waffen nie dauerhaft im Inventar. 6 Keine Waffe im eigentlichen Sinne, aber dennoch in diesem Bosskampf unabdingbar ist der Powerloader, mit dem Ellen Ripley sich im Kinofilm Aliens bereits zu helfen wusste.
 
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