Alien - Isolation (Switch) Test+

Xenomorph in der Hose

Dennis Hilla / 5. Dezember 2019 - 18:11 — vor 6 Wochen aktualisiert
Steckbrief
LinuxMacOSPCPS3PS4Switch360XOne
Action
Survival-Action
18
Sega
07.10.2014
Link
Amazon (€): 16,79 (PlayStation 3), 49,50 (Xbox 360), 54,90 (PlayStation 4), 17,99 (Xbox One), 89,90 (PC)

Teaser

Der Horror-Titel von Creative Assembly traf bei seiner Veröffentlichung 2014 nicht nur auf Gegenliebe. Nun ist das Gruselspiel rund um Amanda Ripley auch für die Switch erschienen.
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Alle Screenshots und Videoszenen stammen von GamersGlobal

Wir schreiben das Jahr 2137. Amanda Ripley ist immer noch auf der unermüdlichen Suche nach ihrer Mutter Ellen, die 15 Jahre zuvor einen Notruf von der Nostromo abgesetzt hat. Kenner der Alien-Filme wissen natürlich, welchen Weg ihre Erzeugerin eingeschlagen hat, im 2014 erstmals veröffentlichten Alien - Isolation (im Haupttest, Note: 6.5) verfolgt ihr aber eine andere Spur. Der Androide und Mitarbeiter der Weyland Yutani Corporation Christopher Samuels hat Informationen, die ihr verraten könnten, wo sich der Flugschreiber der Nostromo befindet. Also macht sich Amanda auf zur Raumstation Sevastopol, um mehr über die Geschehnisse an Bord des Schiffes ihrer Mutter zu erfahren. Dabei ahnt sie noch nicht, dass sie bald selbst Bekanntschaft mit dem Xenomorph machen wird.

Auch wenn die Story sich wie Fan-Service par excellence liest, so hatte Alien - Isolation bei seinem Release mit einigen spielmechanischen Problemen zu kämpfen und stieß nur bedingt auf Gegenliebe. Denn wenn auch die Geschichte rund um Amanda durchaus gelungen war und auch der Horror-Ansatz so manchem Spieler nervöse Schweißperlen auf die Stirn trieb, so gab es einige Ungereimtheiten im Spielverlauf und zahlreiche Elemente, die klar der Spielzeitstreckung dienten. Doch auch wenn nicht alle Reaktionen positiv ausfielen, so konnte Alien - Isolation einige Fans für sich gewinnen und wurde nun sogar mit einer Portierung auf die Nintendo Switch bedacht.
Auch auf der Switch gilt: Die Licht-und-Schattenspiele sind hübsch, der Weg nicht immer klar ersichtlich.
 

Gruselig gute Grafik

Erfahrungsgemäß sieht es bei Portierungen für die Nintendo Switch oft so aus, dass ihr einige technische Abstriche in Kauf nehmen müsst. Wenn ihr das nun auch bei Alien - Isolation befürchtet, dann kann ich euch beruhigen: Auf der Hybrid-Konsole sieht das Spiel überraschend stark aus. Denn obwohl der Titel bereits 2014 erschienen ist, kann er noch heute durch seine stimmungsvollen Licht-und-Schattenspiele punkten. In der Dunkelheit gehen eben auch viele nicht ganz so schöne Texturen verloren, das hat schon auf PS3 und Xbox 360 einiges kaschiert. Und auch auf der Switch wird die Sevastopol in ein schaurig-schönes Licht getaucht.

Interessant fand ich aber, dass die Switch-Portierung nicht nur ohne weiteres mit den Lastgen-Konsolen mithalten kann, sondern oftmals auch auf Augenhöhe mit der PS4 und Xbox One ist. Beispielsweise in Sachen Kantenglättung, hier nutzt der Entwickler der Portierung, Feral Interactive, eine besondere Technik, die vor allem die Treppchenbildung in Bewegungen reduziert.
Das Biest ist angefressen, vermutlich weil die Auflösung immer wieder runter geht, wenn es seinen großen Auftritt hat.
 

Optionale Körnung und Aberration

Nicht nur durch gekonnte Lichtstimmung werden etwaige Nachteile der Grafik verdeckt, auch die Filmkörnung und die chromatische Aberration tragen dazu bei. Durch letztere treten (in dieser Form gewollt) Artefakte an Kanten auf, dadurch soll das Spiel einen filmischeren Look erhalten. Und auch wenn die Entwickler ihr optisches Ziel erreichen, so werden eben auch einige vielleicht nicht so hübsche Elemente geschickt kaschiert. Wenn ihr nicht so auf den cineastischen Stil steht, dann dürft ihr die Effekte auch jederzeit deaktivieren.

Auf Framerate-Seite peilen die Entwickler 30 Bilder pro Sekunde an, die Alien - Isolation die meiste Zeit über auch gut hält. Allerdings gibt es immer wieder kleinere Absacker der Bildrate, ohne für mich deutlich erkennbaren Grund. Diese kommen aber nur ziemlich selten vor und sind meist so kurz, dass sie den Spielablauf nie empfindlich stören.
Auch wenn die Filmkörnung optische Nachteile kaschiert, sieht das Spiel, wie hier zu sehen, auch ohne sie ziemlich gut aus.
 

Umfang, Akkulaufzeit und Auflösung

Ebenfalls nicht konstant halten kann Alien - Isolation auf der Hybridkonsole die angepeilten 1080p im Dockmodus. Speziell wenn es etwas heftiger zugeht oder sich beispielsweise ein Xenomorph auf den Bildschirm drängt, sackt die Auflösung gerne mal etwas ab. Da ihr in solchen Szenen aber meistens ohnehin unter Strom steht, fällt das nicht weiter auf. Ebenso wenig wie der Umstand, dass die 720p im Handheldmodus nicht immer gehalten werden. Interessant fand ich aber, dass mir das Spiel im Dock-Modus deutlich besser gefallen hat. Sonst wirken Titel auf dem kleinen Display dank der erhöhten Pixeldichte normalerweise hübscher.

Die Akkulaufzeit, wenn ihr unterwegs zockt, ist mit etwa zweieinhalb Stunden auf der normalen und etwa drei Stunden auf der Switch Lite durchaus in Ordnung, aber doch eher am unteren Ende der Skala. Nett ist aber, dass ihr ihr nicht nur das Hauptspiel, sondern auch alle DLCs bekommt. In den circa 18 Gigabyte großen Download quetschen sich also auch die Erweiterungen Besatzung ersetzbar und Letzte Überlebende, in denen ihr in die Haut von Ellen Ripley schlüpft. Und auch der Überlebensmodus ist mit von der Partie.

Autor: Dennis Hilla (GamersGlobal)

 
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Meinung: Dennis Hilla

Auch wenn Alien - Isolation mittlerweile satte fünf Jahre auf dem Buckel hat, so sieht es dank der gekonnt eingesetzten Schattenspiele auch heute noch durchaus gut aus und hat eine intensive Stimmung. Diese Kompetenzen konnte Entwickler Feral Interactive ohne große Abstriche auf die Switch packen. Sicher, dank der chromatischen Aberration und der standardmäßig sehr hoch eingestellten Film-Körnung wird einiges kaschiert, die Effekte tragen aber auch zu dem optischen Flair des Spiels bei. Zumal ihr, sollten sie euch stören, sie jederzeit abstellen könnt. Und auch dann sieht die Umsetzung noch erstaunlich gut aus – mit Ausnahme ein paar grober Texturen. Die Bewegungssteuerung beim Zielen mit beispielsweise dem Revolver hätte ich zwar nicht gebraucht, sie ist aber ein netter Zusatz.

Schön ist auch, dass ihr das volle Alien-Isolation-Paket bekommt, wenn ihr euch für die Switch-Version entscheidet. So dürft ihr zwei Kapitel auch in der Haut von Ellen Ripley erleben, oder anderen Charakteren. Und auch, wenn das Spiel dank Spielzeitstrecker und teils schwachsinniger KI durchaus seine Probleme hat, so ist es doch ein insgesamt brauchbarer Horror-Titel. Solltet ihr also Fans des Genres oder Anhänger der Filme sein, dann dürft ihr definitiv einen Blick riskieren. Ich würde euch gar die Switch-Version empfehlen, da sie technisch nahezu perfekt umgesetzt ist und den „großen“ Fassungen in fast nichts nachsteht – Plus, sie bringt den Vorteil des portablen Zockens. Übrigens treffen alle positiven Punkte auch auf die Switch-Lite-Version zu.
 
Alien - Isolation (Switch) Switch
Einstieg/Bedienung
  • Fünf Schwierigkeitsgrade
  • Gute Controllerbedienung 
  • Optionales Zielen via Bewegungssteuerung
  • Spielerführung nicht ideal
Spieltiefe/Balance
  • Volles Hauptspiel plus DLCs und Überlebensmodus
  • Alien ist eine echte Bedrohung
  • Story nicht nur für Fans
  • Packende Zwischensequenzen
  • Sinnvolles Crafting
  • Faire Speicherpunkte
  • Alien kommt manchmal aus dem Nichts
  • Doofe KI mit vielen Fehlern
  • Spielzeit wird oftmals künstlich gestreckt
  • Wenig Abwechslung im Missionsdesign
Grafik/Technik
  • Schicke Licht-und-Schatten-Spiele
  • Meist stabile Bildrate
  • Hübscher Filmeffekt durch Körnung und Aberration
  • In der Regel schicke Texturen
  • Seltene Ruckler
  • Lange Ladezeiten zwischen Levels
Sound/Sprache
  • Durchweg gute deutsche Sprecher
  • Stimmige Soundatmosphäre, lädt zum Gruseln ein
  • Geschickt eingesetzte Musik
  • Lippensynchronität der deutschen Fassung nicht existent
Multiplayer

Nicht vorhanden
 
7.0
Note für Switch-Version : 7.0
Userwertung8.0
Mikrotransaktionen
Hardware-Info
 
Eingabegeräte
  • Maus/Tastatur
  • Gamepad
  • Lenkrad
  • Anderes
Virtual Reality
  • Oculus Rift
  • HTC Vive
  • Playstation VR
  • Anderes
Kopierschutz
  • Steam
  • Kopierschutzlose GoG-Version
  • Epic Games Store
  • uPlay
  • Origin
  • Hersteller-Kontoanbindung
  • Ständige Internetverbindung
  • Internetverbindung beim Start
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Dennis Hilla 5. Dezember 2019 - 18:11 — vor 6 Wochen aktualisiert
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