Freie Erkundung als Meisterdieb

Thief Preview

Steckbrief
PCPS3PS4360XOne
Action
Schleich-Action
16
Eidos Montreal
Square Enix
28.02.2014
Link
Amazon (€): 17,90 (Xbox One), 19,95 (PlayStation 4), 28,99 (PS3), 89,95 (360)
GMG (€): 18,99 (STEAM), 17,09 (Premium), 16,79 (STEAM), 15,11 (Premium), 44,99 (STEAM), 40,49 (Premium), 0,99 (STEAM), 0,89 (Premium), 8,99 (STEAM), 8,09 (Premium), 2,50 (STEAM), 2,25 (Premium), 19,99 (STEAM), 17,99 (Premium), 6,99 (STEAM), 6,29 (Premium), 4,99 (STEAM), 4,49 (Premium), 32,99 (STEAM), 29,69 (Premium), 0,99 (STEAM), 0,89 (Premium), 4,99 (STEAM), 4,49 (Premium), 6,99 (STEAM), 6,29 (Premium), 0,99 (STEAM), 0,89 (Premium)
Fast zehn reale Jahre sind seit Garretts letztem Meisterdieb-Auftritt vergangen. Für die Wiederbelebung der Serie hat sich Eidos Montreal einiges einfallen lassen, unter anderem einen freien Erkundungsmodus. Wir haben uns in die Dunkelheit der Nacht gestürzt und uns mit dem Meisterdieb auf die Jagd nach fetter Beute begeben.
Christoph Vent 9. Oktober 2013 - 17:12 — vor 5 Jahren aktualisiert
Thief ab 0,99 € bei Green Man Gaming kaufen.
Thief ab 17,90 € bei Amazon.de kaufen.
Mit Deus Ex – Human Revolution (GG-Test: 9.0) und Tomb Raider (GG-Test: 9.0) hat Square Enix bereits bewiesen, dass sie es verstehen, bekannte Spieleserien wieder auferstehen zu lassen. Nun planen sie mit Thief den nächsten Streich. Auch hier soll es sich um keine klassische Fortsetzung, sondern um ein Reboot, also eine Neuinterpretation der Serie handeln. Auf Hauptdarsteller Garrett müsst ihr nicht verzichten, dennoch erlaubt sich Eidos Montreal einige Änderungen am Spielprinzip. So sorgt das Fokussystem, das euch diverse Hilfestellungen bietet, bereits seit der ersten Ankündigung für Diskussionen unter Serienkennern. Nach einer ausführlichen Demomission auf der E3 (GG-Angespielt) konnten wir nun eine neue Preview-Version des Schleichspiels (in Ego-Perspektive) anspielen. In dieser erlebten wir erstmals nicht eine vorgegebene Hauptmission, sondern erforschten einen Stadtteil auf eigene Faust und erledigten dort Nebenmissionen.

Garrett im Glockenturm
Die Neuauflage von Thief spielt in einer großen Stadt, die in mehrere frei erkundbare Stadtteile aufgeteilt ist.
Thief ist in einer fiktiven, von Korruption geplagten Stadt angesiedelt. Der Baron unterdrückt seine Bürger, Hunger steht an der Tagesordnung. Als sich ein Mann namens Orion zur Stimme des Volkes ernennt, bahnt sich eine gewalttätige Revolution an. Und das, obwohl noch vor wenigen Jahren das "goldene Zeitalter" in der Stadt herrschte.

Was in den früheren Serienteilen passierte, interessiert die Entwickler wenig, stattdessen haben sie eine neue Hintergrundstory ersonnen. In dieser lernt der Dieb Garrett das Waisenmädchen Erin kennen. Nachdem sie aus der Gefangenschaft eines Bordells entkommen war, nahm Garrett sie unter seine Fittiche, um sie ebenfalls zur Diebin auszubilden. Doch während er auf seinen Beutezügen nur dann tötete, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gab, sah Erin das Morden als Mittel zum Zweck. Bald gingen die beiden deshalb wieder getrennte Wege, bevor sie Jahre später für einen gemeinsamen Auftrag angeheuert wurden. Der lief schief, Erin kam bei einem gemeinsamen Sturz ums Leben, Garrett überlebte.

Ein Jahr später kehrt Garrett in die Stadt zurück, und wir dürfen aktiv ins Geschehen eingreifen. Als Heimat dient für ihn wie schon früher der Glockenturm, wohin er sich nach ausgedehnten Schleicheinsätzen unbemerkt zurückziehen kann. Es ist dunkel hier oben, nur der Mondschein spendet etwas Licht. In einer Ecke entdecken wir mehrere Schaukästen, die wir mit besonderem Diebesgut bestücken dürfen. Noch sind sie aber leer, der Kirchturm ist aktuell lediglich Levelhub und Ausgangspunkt unserer Abenteuer. Auf einem Fenstersims finden wir eine Nachricht von Basso, den Fans der Serie schon aus dem ersten Teil kennen. Er habe Aufträge für uns! Mit einem beherzten Sprung in die Nacht machen wir uns auf den Weg.

Der erste Beutezug
Bassos Versteck ist ein Keller nicht weit vom Glockenturm. Um hinzukommen, müssen wir in dem vom Mondlicht und wenigen Laternen beleuchteten Viertel erstmal eine Route finden. Wir könnten ohne große Umwege auf den Kirchplatz hinunter klettern und den direkten Weg einschlagen. Doch die vom Baron ausgesprochene Ausgangssperre wird von seinen Wachen genauestens kontrolliert. Weshalb einige wenige NPCs sich dennoch draußen aufhalten dürfen, erschließt sich uns nicht. Wir entscheiden uns für einen Weg, der uns über die Dächer führt. Aber auch hier oben müssen wir uns in geduckter Hal
Anzeige
tung und möglichst im Schatten fortbewegen. Eine Lichtkugel in der linken unteren Ecke zeigt uns an, ob wir sichtbar sind oder nicht. Befinden wir uns im Dunkeln, wird das Bild an den Rändern zudem mit einem Grauschleier überdeckt, der uns allerdings schon auf der E3 störte.

Auf einem Balkon kommen wir an einem Fenster des Büros der Stadtwache vorbei. Mit wiederholtem Drücken der Aktionstaste öffnen wir es. Allerdings dauert die folgende Animation fast zehn Sekunden, sodass wir schon genervt waren, als wir später über denselben Weg wieder ins Freie kamen. Ob diese Zwangspause immer so quälend lang sei, wollen wir von Joe Khoury, dem Producer von Thief, wissen. Die Entgegnung: "Wahrscheinlich werden wir daran noch was ändern." Zurück zum Spiel: Das Büro ist glücklicherweise nicht besetzt, sodass wir es in aller Seelenruhe inspizieren können. Kein Wertgegenstand ist vor unseren Griffeln sicher, jede Schublade wird von uns durchkämmt. In einem Wandsafe finden wir eine Notiz, aus der sich eine Nebenmission ergibt – sie erscheint automatisch in unserem Journal. Doch bevor wir ihr nachgehen, statten wir noch Basso einen Besuch ab.
Der Glockenturm ist das Zuhause von Garrett. In den Vitrinen in der unteren Etage bewahrt er besondere Fundstücke auf.
Um über diesen Inhalt mitzudiskutieren (aktuell 35 Kommentare), benötigst du ein Fairness- oder Premium-Abo.