Nichts für Hirnlos-Ballerfans

The Bureau - Xcom Declassified Preview

Schon vor ein paar Monaten konnten wir diesen Taktik-Shooter ausprobieren und feststellen, dass das kein Spiel für "Augen zu und durch"-Freunde wird. Nun hatten wir eine Version in der Redaktion und konnten in Ruhe die ersten Spielstunden genießen. Wir erlebten die Gründung von Xcom und erhielten Einblicke in Story und Rekrutierung.
Christoph Vent 17. Juli 2013 - 17:17 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal

Bereits nach unserem ersten Anspieltermin (GG-Preview) vor zwei Monaten waren wir positiv von The Bureau - Xcom Declassified überrascht. Den Entwicklern von 2K Marin scheint es tatsächlich zu gelingen, das Konzept der Rundentaktik-Vorlage, zu der zuletzt mit Xcom - Enemy Unknown (GG-Test: 8.5) ein neuer Teil erschien, den wir auch in der iPad-Version kürzlich testeten, in ein Shooter-Gewand zu packen, ohne dass ein x-beliebiger Standard-Shooter dabei herauskommt. Nun ist eine neue Preview-Version bei uns in der Redaktion aufgeschlagen – und erstmals erleben wir die Anfänge der namensgebenden Geheimorganisation live mit.

Wir schlüpfen im Jahr 1962 in die Haut von Agent William Carter, der sich auf einer Militärbasis befindet. Dort soll er einem ranghohen Offizier einen Koffer mit geheimem Inhalt übergeben. Doch soweit soll es nicht kommen, denn außerirdische Lebewesen machen uns einen Strich durch die Rechnung und greifen den Stützpunkt an. Dieser Angriff markiert den ersten Schlag einer groß angelegten Alieninvasion. Warum die Außerirdischen zum Start ausgerechnet diesen Ort ausgewählt haben, wird uns schnell klar: Im Untergrund der Basis befindet sich ein geheimes Labor, in dem Tests mit dem vor wenigen Monaten entdeckten Weltraumgestein Elerium durchgeführt werden. Doch die Außerirdischen greifen nicht nur in ihrer ursprünglichen Form an, sondern sind auch in der Lage, in die Haut von Menschen zu schlüpfen und sich als diese auszugeben.

Die Ruhe vor dem Sturm
Die Aliens greifen erstmals an, und wir sind live vor Ort.
Am Anfang der ersten Mission sind wir noch allein auf der Flucht durch die Militärbasis und lernen dort zunächst die grundlegende Steuerung kennen. Wir bewegen uns in der Schulterperspektive und können hinter allen möglichen Objekten wie Kisten in Deckung gehen. Davon müssen wir auch zwingend Gebrauch machen, denn ansonsten dauert es bei Feindkontakt nur wenige Sekunden, bis wir das Zeitliche segnen. Die Steuerung via Gamepad geht leicht und genretypisch von der Hand. Allerdings empfinden wir es als störend, dass wir nur dann auf Knopfdruck Hindernisse mit einem Sprung überqueren dürfen, wenn wir vorher die Deckungsposition einnehmen. Möchten wir schnell an die Front stürmen, kostet dieser Zwischenschritt wertvolle Sekunden.

Im späteren Spielverlauf werden wir gleich zwei Begleitern Befehle erteilen, doch zu Beginn stellt uns The Bureau erstmal nur einen KI-Soldaten zur Seite. Gute Idee, denn ohne Übung kann das „Battle Focus“-Befehlssystem schnell überfordern. Hier geben wir unseren Begleitern Anweisungen der Art "Bewege dich zu diesem Punkt" oder "Schieße auf diesen Gegner". In dieser Ansicht schaltet das Spiel glücklicherweise in eine Art Wärmeansicht um, sodass wir auch Feinde als Ziel markieren können, die sich gerade ebenfalls in Deckung befinden.
Das "Battle Focus"-System wirkt auf den ersten Blick verwirrend, doch nach kurzer Eingewöhnung funktioniert es sehr intuitiv.

Rekruten Marke Eigenbau
Neben den Standardfunktionen verfügt jeder Soldat zudem über Spezialfähigkeiten, die sowohl von seiner Klasse als auch von seinem Rang abhängen – neben dem eigenen Charakter steigen nämlich auch unsere Gefährten im Level auf. Das spielt insofern eine Rolle, da wir unser Squad zu Beginn einer Mission selber zusammenstellen. Greifen wir lieber auf einen erfahrenen Kollegen oder einen Neuling zurück? Die Vorteile eines Veteranen liegen klar auf der Hand: Er ist die Karriereleiter bereits empor geklettert und verfügt daher über spezielle Fähigkeiten wie zum Beispiel ein Lasergeschütz, das er den Aliens in den Weg stellt. Sollte einer von ihnen aber i
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m Kampf fallen und nicht schnell genug von unserem zweiten Kollegen oder von uns wiederbelebt werden, stirbt er und ist damit endgültig aus dem Spiel raus – haben wir uns bis dahin nicht um neue Rekruten gekümmert, heißt es mit dem Leveln von vorn zu beginnen.

In der Folge kommen wir nicht drum herum, uns um Nachwuchs zu kümmern. Hierfür rekrutieren wir im Squadmenü einen neuen Soldaten, den wir zunächst nach einer von vier Klassen – Support, Recon, Engineer oder Commando – auswählen. Jede von ihnen bringt ihre eigenen Vorzüge mit: Die Treffer eines Recon sind beispielsweise fast immer tödlich, allerdings ist der Sniper auch hauptsächlich auf Kämpfe aus der Entfernung geschult. Der Commando hingegen kann Aliens durch provokante Gesten aus ihrer Deckung locken. Im zweiten Schritt dürfen wir unseren kommenden Elitesoldaten spezialisieren. Hier stehen etwa ein Veteran des Koreakriegs oder ein auf Ausdauer trainierter Recke zur Verfügung. Wenn wir möchten, können wir unserem neuen Freund abschließend noch einen eigenen Namen verpassen und seine Optik anpassen.
Der "Lift" ist eine der Spezialfähigkeiten unseres eigenen Charakters. Durch ihn heben wir Gegner hinter einer Deckung hoch, die nun für eine kurze Zeit betäubt sind. Feuer frei!

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