Schizophrener Schattendämon

Shadows - Heretic Kingdoms Preview

In der Fortsetzung zu Kult - Heretic Kingdoms spielen wir einen finsteren Dämonen, der sich Seelen einverleibt, um von der Schattenwelt in die sterbliche Welt zu wechseln und dort einen finsteren Geheimbund aufzuhalten. Wir haben uns das Action-Rollenspiel mit ungewöhnlichem Partysystem angesehen.
Christoph Vent 26. Mai 2014 - 17:31 — vor 4 Jahren aktualisiert
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Das Leben als Dämon ist nicht leicht: Gefangen in der kalten, dunklen Schattenwelt benötigt ihr eine menschliche Hülle, um mit der Welt der Sterblichen Kontakt aufzunehmen. An einen Körper gelangt ihr jedoch nur über die Seelen Verstorbener. In Shadows - Heretic Kingdoms seht ihr euch genau dieser Situation ausgeliefert. Bei einem Besuch in der GamersGlobal-Redaktion präsentierte uns Producer Helge Peglow von bitComposer Games das Action-Rollenspiel der Games Farm. Er brachte nicht nur Licht ins Dunkle des etwas anderen Partysystems, sondern verriet uns unter anderem auch Details zu den Feinden und dem Levelsystem.

Shadows - Heretic Kingdoms knüpft in Sachen Story direkt an seinen Vorgänger Kult - Heretic Kingdoms an. Die Penta Nera, ein mysteriöser Geheimbund, hält unter der Stadt Thole ein Ritual ab, bei dem auch ein sogenannter Devourer – unsere Spielfigur – beschworen wird. Als Dämon aus der Schattenwelt sollen wir einem Fremden dabei helfen, den Geheimbund aufzuhalten.

Dämon in der Schattenwelt
Daniel Krauss (Mitte) und Helge Peglow (Rechts) von bitComposer zeigen uns Shadows - Heretic Kingdoms.
Spielerisch orientiert sich Shadows stark an Genrekollegen wie Diablo 3 - Reaper of Souls (GG-Test: 9.5). Wir steuern unsere Spielfigur in der Isoperspektive durch Kerker, Keller und Höhlen und schnetzeln auf Tastendruck Feinde. Allerdings können wir in Shadows - Heretic Kingdoms zu jeder Zeit zwischen der Schattenwelt und der "normalen" Welt wechseln. Während uns in Ersterer andere Dämonen oder weitere Entitäten begegnen, bekommen wir es anfangs als wiederbelebter Mensch – wie könnte es auch anders sein? – hauptsächlich mit Ungeziefer wie Ratten oder Spinnen zu tun. Im späteren Spielverlauf treten uns aber auch größere Monster oder Riesenechsen entgegen. Im fertigen Produkt sollen laut Angabe des Publishers stolze 80 Feindestypen enthalten sein – wobei in dieser Zählung etwa kleine, mittlere und große Spinnen zusammengefasst wurden.

Als Devourer setzen wir im Kampf ausschließlich auf Nahkampf oder Fernkampf, in menschlicher Gestalt zusätzlich auch auf Magie. Mehr als 180 Waffen soll es im Spiel geben, darunter auch legendäre. Bei Letzteren möchten die Entwickler aber deutlich sparsamer mit ihnen umgehen als die Kollegen aus dem Hause Blizzard. Auch legt Games Farm viel Wert darauf, dass besiegte Feinde nur sinnvolle Beute zurücklassen – schwere Rüstungen sollen wir etwa nur von Feinden erhalten, die diese vorher auch getragen haben.

Diese Riesenspinne ist der erste Endgegner. Kombiniert ihr die Stärken aller Seelen, ist sie aber ein Klacks.

Ungewöhnliches Partysystem
Da wir zum Verlassen der Schattenwelt von Shadows - Heretic Kingdoms auf die Seelen Verstorbener angewiesen sind, müssen wir gleich zu Beginn eine Entscheidung treffen. Unsere erste Seele – unser Hauptcharakter in der sterblichen Welt – ist entweder ein Waldläufer, ein Krieger oder eine Feuermagierin. Im Laufe des Spiels wächst unsere Party, mit der wir durch die Lande ziehen, immer weiter an. 15 spielbare Seelen können wir treffen – wollen wir aber alle ausprobieren, kommen wir nicht um mehrere Spielstarts herum, da wir maximal neun pro Durchgang in unsere Gruppe aufnehmen dürfen.

Wer nun aber denkt, dass wir in Shadows wie in anderen Rollenspielen mit unserer gesamten Party durch
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die Gegend laufen, täuscht sich: Der Devourer kann immer nur die Seele einer einzelnen Person verkörpern, weswegen wir abhängig von der Spielsituation die Gestalt wechseln. Der Wechsel von Charakter A zu Charakter B geschieht innerhalb weniger Sekunden, sodass wir diese Wandlungsfähigkeit auch mitten im Kampf einsetzen und die speziellen Angriffe einzelner Seelen aneinander reihen können.

Auf keinen Fall vernachlässigen sollten wir unsere Skills: Jede Seele besitzt 25 Fertigkeiten, die sich auf drei Talentbäume aufteilen. Beim Barbaren etwa widmet sich ein Talentpfad der Hellebarde, ein weiterer dem Kampfhammer und der dritte allgemeinen Punkten. Einige der Fähigkeiten wie spezielle Angriffe verlangen unser aktives Zutun, andere sind – einmal freigeschaltet – ständig aktiv. Doch gilt es einen wichtigen Punkt im Hinterkopf zu behalten: Während der Dämon mit jeder einzelnen Aktion mitlevelt, steigen Seelen nur dann im Rang auf, wenn wir sie auch tatsächlich spielen. Sind wir beispielsweise auf bestimmte Skills sowohl unseres Magiers als auch unseres Tanks scharf, kommen wir nicht drum herum, regelmäßig zwischen ihnen zu wechseln.
 
Der Krieger ist ein Meister des Nahkampfs. Wollt ihr den Bogenschützen über euch attackieren, müsst ihr entweder zu ihm hinlaufen oder aber für kurze Zeit in die Gestalt eines Fernkämpfers schlüpfen.

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