Fummelige Wächterbeschwörung

Masters of Anima Preview+

Dennis Hilla 30. März 2018 - 15:09
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Die per Schlachtruf gestärkten Jäger legen die Explosionspfeile an.
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Sprechertext


Hinweis: Sprechertext und Audio-Fassung zu Tests und Previews sind eigentlich Premium-exklusiv, zum Start aber (bis 28.4.2018) für alle User zugänglich.

Hallo, hier ist Dennis Hilla von GamersGlobal mit der Preview des Action-Strategie-Hybriden Masters of Anima von Passtech Games. Spielerisch handelt es sich um einen Mix aus dem Diablo-Prinzip und Pikmin, der comichafte Grafikstil erinnert an Torchlight.

Im Land Spark liegt Einiges im Argen. Ihr steuert den frisch gebackenen Former Otto, der sich aufmacht, seine Verlobte Ana zu retten. Die wurde nämlich vom bösen Lord Zahr zerteilt, was auch immer das genau heißen mag. Als wäre das aber noch nicht genug, zerstört er auch das Herzensschild des Funkenbergs. Und dadurch ziehen nun wieder Golems durch die Welt und verbreiten Angst und Schrecken. Wirklich innovativ oder spannend finde ich die Story von Masters of Anima nicht, sie dient maximal als Mittel zum Zweck.

Deutlich interessanter ist hingegen der Genremix aus Action und Strategie. Während Masters of Anima auf den ersten Blick wie ein klassisches Action-Rollenspiel anmutet, kommt schnell das Element der Truppenbeschwörung zum Tragen. Habt ihr genug Anima, eine alles durchströmende Energie, so könnt ihr Truppen, hier Wächter genannt, beschwören und für euch kämpfen lassen. Gebt ihr ihnen keine konkreten Befehle, so folgen sie euch, bis sie die nächste Order erhalten.

Ähnlich wie bei Pikmin gibt es unterschiedliche Arten von Untergebenen. Während die Protektoren mit Schild und Schwert gerüstet in den Nahkampf ziehen, halten sich die Jäger lieber im Hintergrund. Die schlecht gepanzerten Fernkämpfer greifen auf Pfeil und Bogen zurück, und können so auch schwebende Objekte aus den Lüften schießen. Bereits durch diese zwei Klassen erhält Masters of Anima eine angenehme taktische Spieltiefe, von der ich mir sicher bin, dass sie im weiteren Spielverlauf noch zunimmt. Außerdem könnt ihr nach jedem Spielabschnitt Fähigkeitspunkte verteilen, um Ottos Kräfte und die seiner Mitstreiter, weiter auszubauen.

Ihr könnt auch mit Otto selbst zuschlagen. In den Kämpfen solltet ihr euch aber vor allem darauf konzentrieren, eure Truppen zu befehligen. Durch Schlachtrufe wiederum verseht ihr eure Kämpfer mit bestimmten Effekten. Jäger feuern dann beispielsweise einen Explosionspfeil anstatt eines normalen ab.

Die Auseinandersetzungen spielen sich in den meisten Fällen sehr gut, allerdings wurden sie mir ab einer gewissen Menge an Wächtern auf dem Schlachtfeld bisweilen zu hektisch und unübersichtlich. Dazu trägt auch die nicht ideale Controllersteuerung ihren Teil bei. Zwar gehen sämtliche Tastenbefehle schnell in Fleisch und Blut über. Allerdings kann ich nicht verstehen, warum der Zeiger zum Bewegen der Wächter fest an meine Laufrichtung gekoppelt ist. Viel besser hätte ich es gefunden, hätten die Entwickler hierfür auf den ungenutzten rechten Stick zurückgegriffen. Ich gehe auch nicht davon aus, dass dieser Kritikpunkt bis zum Release in bereits zwei Wochen noch ausgebessert wird. Als Spielspaßkiller würde ich die Steuerung aber auf keinen Fall bezeichnen. Jedoch bin ich mir sicher, dass ich mit Maus und Tastatur mehr Freude gehabt hätte.

Grafisch ist Masters of Anima kein Brett, durch den leichten Cel-Shading-Look aber trotzdem sehr nett anzusehen. Hier und da täten den Umgebungen allerdings ein paar mehr Details, wie die aufgescheuchten Vogelschwärme in Diablo 3 gut. Nichts zu meckern gibt es hingegen am Sound. Die Effekte sind knackig und werden passend eingesetzt. Auch die englischen Synchronsprecher leisten einen guten Job.

Das Konzept von Masters of Anima mit seinem Mix aus Truppenmanagement und indirekten, aber gleichzeitig actionreichen Kämpfen, gefällt mir gut. Durch die unterschiedlichen Truppentypen, hat es hier und da auch etwas von Pikmin und Overlord. Ich muss stets dynamisch und situationsbedingt auf die Attacken meiner Gegner reagieren und schon zu Beginn immer wieder abwägen, ob ich gerade das wertvolle Anima für einen Schlachtruf einsetze.

Die Controllerbedienung ist hingegen weniger gelungen. Ich habe meine Truppen mehr als einmal in die falsche Richtung geschickt, wodurch sie schnurstracks in die Felswurfrichtung eines Golems marschiert sind. Mehr Kontrolle wäre hier von Vorteil – meine Hoffnungen beruhen hier auf der PC-Version mit Maus-und-Tastatur-Steuerung.
Dennis Hilla 30. März 2018 - 15:09
Dennis Hilla 30 Pro-Gamer - P - 172474 - 30. März 2018 - 15:10 #

Viel Spaß beim Ansehen!

Kinukawa 21 AAA-Gamer - P - 25707 - 30. März 2018 - 15:21 #

Sieht aus wie Overlord ohne schwarzen Humor. Dann ist es nix für mich.

xan 18 Doppel-Voter - P - 11649 - 30. März 2018 - 17:44 #

Sieht sehr nett aus und auch das Konzept ist mal was anderes. Aber die von dir angesprochene Steuerung klingt echt ungünstig und nervig. Schade, aber vielleicht kommt ja noch ein Patch für sowas. Patchen ist ja Trendsport momentan, wenn nicht gerade remastered wird ;)

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 266425 - 30. März 2018 - 18:26 #

Die Optik gefällt mir ja. Torchlight hab ich gern gespielt und Pikmin ist eh klasse. Mal sehen, vielleicht ändern sie ja noch was an der Steuerung. Würde es ungern nur auf Tasta&Maus spielen.

Slaytanic 25 Platin-Gamer - - 62062 - 31. März 2018 - 0:32 #

Das fixt mich mal so überhaupt nicht an.

firstdeathmaker 18 Doppel-Voter - 9333 - 7. April 2018 - 13:11 #

Also irgendwie werd ich mit dem neuen Format von GG nicht ganz warm. Ich hab auf meinem Smartphone keine unbegrenzte Internet-Flat und gerade in der Mittagspause, wo ich gerne mal den ein oder anderen Test gelesen habe, fehlt mir das frühere Format. Braucht ja nicht ganz so lang sein (4 Seiten hab ich auch selten ganz gelesen), aber etwas mehr als die Teaser-Texte zum Video fänd ich dann doch schön.

Tasmanius 21 AAA-Gamer - - 28807 - 7. April 2018 - 21:16 #

Gibt doch den Sprechertext, ich finde, das ist ein guter Kompromiss.