Preview: Der König der Funracer

Mario Kart 8 Preview

Auch im neuen Mario Kart hauen wir uns rote Schildkrötenpanzer um die Ohren, heizen per Motorrad durch Unterwasserabschnitte oder schweben am Fallschirm über Abgründe. Erstmals rasen wir sogar an Wänden entlang, um kostbare Sekunden zu gewinnen. Wir haben uns Teil 8 angesehen und verraten euch, worauf ihr euch sonst noch freuen könnt.
Christoph Vent 3. April 2014 - 9:01 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Seit dem SNES erhielt jede Nintendo-Konsole ihr eigenes Mario Kart – bald ist der König der Funracer zurück und mit Mario Kart 8 im Mai auch die WiiU an der Reihe. Das eigentliche Spielprinzip bleibt, wenig überraschend, dasselbe, doch hat sich Nintendo einige Neuerungen wie die sogenannte Gravity-Funktion einfallen lassen. Bei einem Besuch von Nintendo in der GamersGlobal-Redaktion konnten wir uns auf ganzen 16 Strecken austoben und den lokalen Multiplayer-Modus antesten.

Seliges GrinsenEs dauert tatsächlich nur wenige Runden: Innerhalb kürzester Zeit stellt sich auch in Mario Kart 8 das bekannte Spielgefühl ein, das wir seit dem Debüt der Reihe Anfang der 90er lieben – und das bei vielen Spielern, wir wollen uns da nicht ausnehmen, mal für seliges Grinsen und mal für konzentriertes Zusammenkneifen der Augenpartie sorgt. In den Sitz eines Karts gepresst, kämpfen wir mit unserem Liebling – Schildkröte Koopa – um den Rennsieg. Der Rest des zwölf Boliden starken Teilnehmerfelds besteht aus Promi-Charakteren wie Mario, Toad oder Bowser, aber auch unbekannteren wie Baby Luigi oder einigen Vasallen Bowsers. Bis zur letzten Kurve wird gedrängelt und gerempelt, was das Zeug hält. Dass unsere Gegner zusätzlich die ganze Zeit mit rutschigen Bananenschalen oder anderen Hilfsmitteln um sich werfen, stört uns dabei kein bisschen, denn: Das ist Mario Kart!

Wer den Drift perfekt beherrscht, freut sich nach einer Kurve über einen kurzen Geschwindigkeitsboost.
Beim Fahrgefühl vertraut Nintendo weiter auf die bewährte Erfolgsformel. Die Beschleunigung erfolgt über die A-Taste, dosiertes Gasgeben über analoge Trigger wird es auch in Mario Kart 8 nicht geben. Die Lenkung funktioniert gewohnt präzise und ermöglicht selbst engste Kurvenfahrten, ohne von der Strecke abzukommen. Selbst Einsteiger werden so schnell erste Erfolgserlebnisse feiern.

Mehr in die Tiefe geht die Steuerung der Karts mit dem Drift, den wir wie üblich über eine der Schultertasten und einen daraufhin folgenden kurzen Sprung einleiten. Halten wir den Drift lange genug, laden wir einen Boost auf, der gleich im Anschluss aktiviert wird. Auf Teufel komm raus durch die Kurven rutschen und damit quasi im Dauerboost über die Strecken heizen – wie es beispielsweise in Mario Kart DS möglich war – dürfen wir aber nicht mehr: Einige Kurven sind hierfür einfach zu kurz, zudem dürfen wir auf der folgenden Gerade nur noch begrenzt unseren Kurs korrigieren. Den Drift müssen wir daher nicht selten abbrechen, bevor wir den Beschleuniger überhaupt aufgeladen haben. Auch der Schnellstart zu Beginn eines Rennens ist wieder mit an Bord, wobei der Zeitpunkt, erstmals aufs Gas zu drücken, wieder leicht verschoben wurde, sodass hier etwas Übung nötig ist.

Schwebekarts auf tollen Strecken
Die abwechslungsreichen Kurse teilen sich auf jeweils 16 neue sowie Retrostrecken auf.
Neu in Mario Kart 8 ist das Gravitations-System, durch das wir alternativ auch an der Wand entlang fahren. Allerdings funktioniert das nicht an jeder senkrechten Seitenbegrenzung, sondern nur dort, wo wir vorher über eine blaue Leiste fahren, die unser Gefährt in Windeseile in ein Schwebekart verwandelt. Die Wände eignen sich besonders dann, wenn wir dem Trubel auf der Hauptstrecke für wenige Sekunden aus dem Weg gehen wollen. Da uns hier meist weniger Hindernisse erwarten, können wir in Verbindung mit einem Pilzboost auch gleich einige Zeit gut machen. Eine Universallösung, um an die Spitze zu fahren, sind die Wandfahrten aber nicht. Die Auffahrten zu den Streckenabschnitten sind relativ eng und müssen meist genau angefahren werden. Das Risiko, an einer Kante hängen zu bleiben und dadurch letzten Endes sogar Zeit zu verlieren, fährt immer mit.

Überhaupt gibt es am Streckendesign in Mario Kart 8 kaum etwas auszusetzen. Ob wir nun durch das Schloss von Prinzessin Peach, Donkey Kongs Dschungel oder die staubige Wüste rasen – die Kurse glänzen durch enorme Abwechslung. Das bezieht sich übrigens nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die Streckenführungen inklusive ihrer etlichen geheimen Routen. Immer wieder passiert es uns, dass wir im letzten Moment eine versteckte Einfahrt am Straßenrand entdecken, die wir in der nächsten Umrundung gleich ausprobieren möchten. Wie bei den Wandabschnitten gilt aber auch bei den Abkürzungen: Sie sind mit einem gewissen Risiko verbunden. In Bowsers Schloss etwa nehmen wir eine Alternativroute, die uns aufgrund ihres abweichenden Fahrbahn
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belags – Teppich statt Steinboden – mächtig ausbremst. Laden wir hier nicht schnell genug unseren Boost auf oder haben wir nicht zufällig einen Pilzbeschleuniger im Gepäck, verlieren wir massiv Zeit. Auf einer anderen Strecke am Strand entlang können wir die letzte Kurve vor dem Ziel auslassen, müssen hier aber im richtigen Moment einen manuellen Sprung ausführen, um eine kleine Lücke zu überwinden und nicht im Wasser zu landen.

In Mario Kart 8 erwarten euch insgesamt 32 Strecken, die sich auf acht Pokale mit jeweils vier Rennen aufteilen. 16 Kurse sind komplett neu, die zweite Hälfte sind beliebte Retrokurse aus den Vorgängern. Letztere wurden an die neuen Spielelemente angepasst, sodass es auch für Serienkenner genug Neues zu entdecken gibt. Unter den Rückkehrern befinden sich die "Staubtrockene Wüste" aus Double Dash (GameCube), die "Kuhmuh-Weide" aus der Wii-Version oder die "Donut-Ebene 3" aus dem Ur-Mario Kart auf dem SNES. Rallyekurse wie in Mario Kart 7 (GG-Test: 8.5) für den 3DS, die euch von A nach B fahren lassen, konnten wir bisher keine ausmachen.
In den Gravitationsabschnitten wird die Schwerkraft außer Kraft gesetzt, sodass wir auch Wände entlang fahren können.

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