Nur mal *kurz* die Welt retten

Lightning Returns – FF13 Preview

Jörg Langer 28. Oktober 2013 - 17:19 — vor 5 Jahren aktualisiert
In den "Klagenden Dünen" liegen halb verschüttete Grabanlagen, in denen mancher Schatz auf den Mutigen wartet.
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Ewiger Wettlauf Doch auch in der Weltkarte darf Lightning die Zeit beeinflussen: Per "Chronostasis" stoppt sie kurzerhand die Zeit, sodass sie die Chance hat, einen bestimmten Ort noch zu einer bestimmten Zeit zu erreichen. Denn bestimmte Ereignisse und Nebenaufgabe sind an bestimmte Zeitpunkte oder Tageszeiten geknüpft, an derselben Stelle könnt ihr also morgens etwas anderes vorfinden als nachmittags, abends  oder in der Nacht. Diverse Quests werdet ihr also beim ersten Durchgang gar nicht erst erleben, weil ihr nicht zur rechten Zeit am rechten Ort seid. Von der Herausforderung, diese dann auch hinreichend schnell abzuschließen, um nicht das Voranschreiten auf der Hauptquest zu gefährden, mal ganz abgesehen.
 
Nach Aussagen der Designer ist es unmöglich, in einem Durchgang alle Nebenmissionen zu lösen. Wenn man aber genau wisse, was man tue, und seinen Charakter schon weit hochgelevelt hat (man fängt immer wieder neu an zu spielen, mit den bis zum Schluss der vorigen Partie errungenen Fähigkeiten und Waffen), dann könne man durchaus das ganze Spiel in einem Durchgang erleben – was übrigens einer früheren Aussage Toriyamas widerspricht. Dazu gehört dann aber sicherlich auch, in geradezu perfekter Weise über die Inseln zu reisen, was ja jedes Mal mit einem Zeitverlust verbunden ist.

Lightning durchstreift mit Fang einen Dungeon – darf diese Tür aber offensichtlich nur zu einer bestimmten Zeit passieren.

Sturm-Chocobo retten und aufpäppeln
Den Engel Valhallas (aka "Sturm-Chocobo") müssen wir retten und reiten.
In unserer Preview-Fassung sind wir mittlerweile in der Ruinenstadt angekommen, und siehe da: Tatsächlich ist voraus ein wildes Monster, das so etwas wie ein weißes Federvieh in seinen Klauen hält. Ein erster Bosskampf! Wir könnten nun behaupten, wir hätten ihn allein gewonnen, aber nach drei Fehlversuchen (einer davon immerhin knapp) bitten wir den britischen Product Manager um Hilfe, der zwar über unsere Wahl der Kampfgarnituren etwas die Nase rümpft, das riesenhafte Untier aber gekonnt zerlegt. Übrigens wird es im Spiel auch die Gegnerklasse der "Last Ones" geben: Das ist ein besonders fieses, mächtiges Exemplar einer Monstergattung. Wird sie besiegt, gilt die ganze Gattung fortan als ausgestorben.
 
Wir haben aber erst mal den weißen Chocobo befreit und wundern uns am Kampfende über die Stimme aus dem Off, "Als hätten wir zusammen gekämpft!". Zurück im Dorf eröffnet uns Dr. Gizar, dass es sich wirklich um den Engel Valhallas handelt. Der aber sei vor Hunger geschwächt und müsse erst mal aufgepäppelt werden: "Er ist zu stolz, um Nahrung von jemandem anderen als seinem Meister zu empfangen." Zum Glück, ihr ahnt es, ist der Engel Valhalla dazu zu bringen, Lightning als Herrin zu akzeptieren. Die letzte Viertelstunde unseres Preview-Durchgangs verbringen wir damit, im Dorf und im näheren sowie ferneren Umland nach diversen Nahrungsmitteln für den Sturm-Chocobo Ausschau zu halten. Jedes Mal, wenn wir ihn füttern, erholt er sich ein bisschen, bald dürfen wir ihm einen Namen geben (in unserem Fall: "Gerd". Fragt nicht!).
 
Dieses Hochpäppeln wird sich durchs ganze Spiel ziehen: Bald lässt sich der Vogel-Engel ausreiten, mit bestimmten Nahrungsmitteln lernt er, höher und weiter zu springen, was nach und nach weitere Orte in der Spielwelt zugänglich macht. Für uns aber nähert sich die Preview-Stunde (die wir ein wenig überzogen haben...) ihrem Ende.
 
Autor: Jörg Langer (GamersGlobal)

Mehr Infos findet ihr in unserem aktuellen Interview mit den FF13-Machern.
 
Lightning Returns – FF13
Vorläufiges Pro & Contra
  • Große Welt mit viel Erkundungspotenzial
  • Spannende Geschichte
  • Action-Kämpfe sind definitiv nur mit guter Taktik "würdig" zu meistern
  • Sehr viele NPC unterwegs, mit denen sich teils auch etwas anfangen lässt
  • Abgedrehte Schauplätze
  • Extrem viel Kombinationspotenzial bei den Kampfgarnituren
  • Chocobo-Aufpäppeln könnte ein das Spiel hindurch motivierendes Element sein
  • Unter Umständen fehlt das Gefühl einer Rollenspielgruppe
  • Wie groß ist die Hektik in der Kampagne, schafft man sie im ersten Versuch überhaupt?
  • 3D-Grafik und insbesondere die Texturen wirken alles andere als taufrisch
Aktueller Zustand:
Spielbare Beta-Version
Aktuelle Einschätzung:
Die Kämpfe wirken schon noch mal eine Idee stressiger als im eh schon adrenalinreichen Vorgänger, doch zu reinen Action-Schlägereien sind sie keinesfalls verkommen: Taktik und Timing schlagen dumpfes Drauflosprügeln in 99 von 100 Fällen, möchten wir behaupten, und wer nicht weiß, wie er einem Gegner Schaden zufügt, wird peinliche Niederlagen erleben. Dennoch müssen Einsteiger nicht verzagen: Notfalls scheitert man ein oder zweimal an der Hauptquest, beginnt stärker von vorn, und gewinnt irgendwann auch ohne perfekte Taktik die Kämpfe. Wie groß allerdings die Hektik insgesamt wird, weil man ständig dem Tages-Countdown hinterherläuft, wird erst die Testversion zeigen können. Ansonsten stehen die Zeichen bereits gut: Sympathieträgerin Lightning als Heldin, viel zum Herumoptimieren, eine große, meist offene Welt, und wieder viele viele Gegner und tolle Cutscenes. Wir haben aktuell das Gefühl, als könnte der letzte Teil der FF13-Trilogie die Qualität des direkten Vorgängers erreichen – und vielleicht sogar übertreffen.
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Userwertung
7.7
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JRPG
16
Square Enix
Square Enix
14.02.2014
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PCPS3360XOne
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Jörg Langer 28. Oktober 2013 - 17:19 — vor 5 Jahren aktualisiert
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