In der Halle des Goblinkönigs

Lego Der Hobbit Preview

Nach dem Erfolg von Lego Der Herr der Ringe verwunderte es wohl niemanden, als TT Games ein Lego-Spiel zu den Hobbit-Filmen ankündigte. Wir haben uns vorab zwei Levels angesehen und eines davon sogar selbst gespielt. Lego Der Hobbit setzt zwar viel auf Bewährtes, bringt aber auch einige interessante Neuerungen mit.
Florian Pfeffer 27. Februar 2014 - 13:42 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Für Fans der Lego-Spiele von TT Games verspricht 2014 ein gutes Jahr zu werden, denn bereits in der ersten Jahreshälfte erscheinen mit Lego Der Hobbit und The Lego Movie Videogame nahezu zeitgleich zwei Vertreter der Klötzchen-Reihe. Wir haben uns das erste der beiden Spiele angesehen, das bei uns am 11. April erscheinen soll. Bei der Präsentation wurden uns zwei Levels vorgeführt – Beutelsend und die Hallen des Goblinkönigs, wobei wir letzteres auch selbst spielen konnten. Insgesamt sollen im fertigen Spiel 16 Levels enthalten sein. Lego Der Hobbit wird eng an die beiden bisher erschienenen Filme der Trilogie angelehnt sein und Inhalte aus den ersten beiden Teilen Eine unerwartete Reise und Smaugs Einöde bieten. Ob und wann ein weiteres Hobbit-Spiel zum letzten Teil Hin und zurück erscheinen wird, wollte uns der Hersteller noch nicht verraten.

Viele der für die Serie typischen Spielelemente hat TT Games beibehalten. So dürft ihr natürlich wieder allein oder im Koop-Modus Lego-Objekte in rauen Mengen kurz und klein hauen und dabei fleißig Lego-Studs einsammeln. Außerdem sind wieder ein paar kleinere Rätsel und auch sehr viele spielbare Charaktere mit von der Partie. Mindestens achtzig Figuren sollt ihr freischalten können, wie uns James Norton, seines Zeichens Senior Producer bei TT Games, versicherte. Jede von ihnen habe ihre ganz eigenen Spezialfähigkeiten, sodass ihr nicht nur für jede Spielsituation den richtigen Charakter braucht, um weiter zu kommen, sondern eben auch oft hin- und herwechselt – ganz genau so, wie ihr das schon von den früheren Serienteilen kennt.

Hört auf Saruman!
Die Licht- und Schatteneffekte wurden im Vergleich zum Vorgänger noch einmal deutlich verbessert.
Der erste Level, den wir vorab zu Gesicht bekamen, ist gleichzeitig auch der Einstieg ins Spiel: Bilbo ist noch glücklich zuhause in Beutelsend – ganz unwissend der Abenteuer, die auf ihn zukommen werden. Doch nach und nach trudeln die Zwerge sowie Gandalf ein und machen es sich bei ihm gemütlich. Die Stimmen für die inzwischen zum festen Bestandteil der Reihe gehörende Sprachausgabe stammen aus den Original-Tonspuren der Filme. Auch in der deutschen Version wird das, im Gegensatz zu Lego Der Herr der Ringe (GG-Test: 8.5), so sein. Einzig für die in schönem Bleistiftstil gezeichneten Ladebildschirme verpflichtete man einen anderen, aber ebenso tolkienerfahrenen Sprecher, nämlich Christopher Lee (Saruman), der dort die Geschichte weiter erzählt. Ob dessen deutsche Synchronstimme Otto Mellies diesen Part ebenfalls übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Positiv sind uns sofort der legotypische Humor, der den Ausgangsstoff immer mit einem kleinen Augenzwinkern versieht, und die musikalische Untermalung aufgefallen, die natürlich von der filmischen Vorlage zehren kann. Norton beteuerte, dass das Team auch bei Lego Der Hobbit wieder mit dem nötigen Respekt an die Adaption dieser Vorlage herangegangen sei und nicht nur Slapstick daraus gemacht habe. In der Vergangenheit hatten uns auch immer diejenig
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en Lego-Spiele besser gefallen, die auf irgendeiner Art von Vorlage basierten, als die, bei denen die Story direkt von TT Games stammte. Für die Dialoge jedenfalls habe man sich die witzigsten Stellen der beiden Filme herausgepickt.

 
Gleich im ersten Level werdet ihr auch auf mehrere der neuen Funktionen stoßen, die sich der Hersteller für das Spiel einfallen hat lassen. Zum einen scheint er ebenso wie wir bemerkt zu haben, dass die ständigen Texteinblendungen, welcher Charakter an welcher Stelle was tun kann, ein wenig störend waren, insbesondere wenn man schon längst darüber Bescheid wusste. Daher wurden diese Hilfstexte durch Hinweissteine ersetzt, die nun wie Obelisken in der Spielwelt herumstehen und erst bei Bedarf einen Tipp abgeben. Des Weiteren wurde uns eines der neuen Mini-Spielchen vorgeführt, von denen zahlreichen Varianten enthalten sein sollen. Bei diesem speziellen mussten wir, immer im Takt der Musik, Teller für das Festmahl in Bilbos Haus von Zwerg zu Zwerg werfen. Diese Spielchen erinnern ein wenig an Quick-Time-Events, sind aber zum Fortkommen nicht wichtig, sondern rein optional, um mehr Studs damit zu verdienen.
Oft teilt sich die Gruppe auf und ist dann in mehreren kleinen Teams auf den Stegen und Holzbrücken unterwegs.
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