Durchgeknallte Mörderjagd

Killer is Dead Preview

Suda 51 lässt seiner Phantasie wieder freien Lauf: Ein gewaltbereiter Vollstrecker mit Katana und Roboterarm jagt im Auftrag des Staates die Finsternis. Mit dabei sind eine tumbe Assistentin, zahlreiche Frauen mit großen Brüsten, abgefahrene Charaktere und jede Menge Albernheiten. Wir haben die ersten Missionen für euch gespielt.
BiGLo0seR 24. Juli 2013 - 22:03 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Goichi Suda ist Spielern besser als Suda 51 bekannt und steht mit seinem Studio Grasshoper Manufacture für abgedrehte Spiele wie Lollipop Chainsaw (GG-Test: 8.0) oder No More Heroes. In diesen ergeben nur wenige Dinge Sinn und vieles wird erst gar nicht erklärt, sondern muss einfach hingenommen werden. Zudem trifft „albern“ die Geschichte, Charaktere und meisten Momente seiner Spiele wohl am besten. Killer is Dead soll am 30. August erscheinen und sich nahtlos in diese Reihe einfügen. Anhand einer Preview-Version haben wir uns schon mal einen näheren Eindruck vom Spiel verschafft: Als Mondo lehrten wir der Finsternis das Fürchten, vergossen literweise Blut und ließen den Gigolo raushängen.
 
Mondo der coole Frauenheld
Im Bild seht ihr Mondo Zappa, Vivienne und Dummchen Mika, die es nicht zur Vollstreckerin geschafft hat – warum nur...
Killer is Dead spielt in der heutigen Welt, die aber nur wenig mit der Realität gemein hat. Ihr seid Mondo Zappa, ein sogenannter "Vollstrecker", und arbeitet für das gleichnamige Unternehmen unter der Leitung von Bryan. Das untersteht dem Staat und bekämpft die Finsternis, die von Menschen und Maschinen Besitz ergreift und sie zu Massenmördern werden lässt. Trotzdem handelt sie nur auf Geheiß von privaten Klienten und stellt ihnen anschließend horrende Summen in Rechnung – warum, wird in der Preview-Version nicht klar (und in der Verkaufsfassung aller Wahrscheinlichkeit auch nicht, möchten wir meinen).  Jedenfalls scheint der Mond eine entscheidende Rolle zu spielen, inklusive einem Mann im oder besser gesagt auf dem Mond namens David.
 
Wie es sich für Spiele von Suda 51 gehört, sind alle Charaktere vollkommen überzeichnet, was beim Protagonisten anfängt: Seine Erscheinung und Art sind auf unfassbar cool und abgebrüht getrimmt, was ihn, ist ja klar, zu einem Frauenheld macht. So trägt Mondo immer einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd mit schwarzer Krawatte. Zudem hat er rote Augen und ist Sonnenbrillenträger – natürlich unabhängig davon, wie das Wetter oder die Lichtverhältnisse sind. Die Sonnenbrille nimmt er zu Beginn jeder Episode oder vor besonders coolen Sprüchen der Marke "Genug geredet, Zeit für Action!" ab und blickt in Richtung Kamera. Das erinnert vom Stil her ganz klar an Horatio Caine aus CSI: Miami, nur ist es noch übertriebener und komischer. Danach fährt sich Mondo gekonnt durchs Haar und beginnt mit seiner Arbeit.
 
Auch die restlichen Charaktere könnt ihr nicht ernst nehmen. Bryan ist der unmenschlich muskulöse Boss, der schon alles erlebt und jederzeit einen lockeren Spruch auf der Lippe hat. Seine rechte Hand Vivienne reist ausschließlich per Motorrad und setzt im Gegensatz zu Bryan auf Vernunft – für Suda-51-Verhältnisse. Und dann gibt es noch Mika, der es zur Vollstreckerin nicht gereicht hat. Sie ist die Assistentin von Mondo und übernimmt den Part des Dummchens.
Mondos Roboterarm ist vielseitig einsetzbar. Unter anderem fungiert er als MG oder Bohrer und richtet viel Schaden an.

Standard-Kämpfe und -Missionen
Die Einsätze in der Preview-Version verlaufen alle nach demselben Schema: In Manier von Dante aus Devil May Cry reiht ihr Kombos aneinander. Dafür stehen euch der normale und schnelle Angriff per Katana und eine schwere Variante via Roboterarm zur Verfügung. Letzterer dient zusätzlich als Schusswaffe und kann sich in Varianten wie ein MG verwandeln. Diese Funktionen leeren euren Blutvorrat, die Allzweck-Munition des Spiels. Außerdem könnt ihr Angriffe blocken oder ihnen ausweich
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en und danach kontern. Mit diesen Möglichkeiten erledigt ihr die zahlreichen Standardgegner namens Wires. Davon gibt es bereits in den gespielten Episoden angenehm viele Typen. Die Bosse der Previewversion erfordern aber keine unterschiedlichen Vorgehensweisen. Letztendlich weicht ihr den Angriffen aus und verursacht in den passenden Momenten so viel Schaden wie möglich, bis ihr dem Monstrum eine Extremität abhackt. Das wiederholt ihr in drei Stufen und der Kampf ist gewonnen – wir hoffen das ändert sich im späteren Verlauf.
 
Von den fachgerecht zerlegten Wires und Bossen erhaltet ihr Edelsteine. Mit Mondkristallen verbessert ihr eure Waffen oder lernt neue Kombos, andere füllen eure Gesundheit und euren Blutvorrat auf. Vernichtet ihr einen Wire per Finisher, könnt ihr sogar auswählen, welche Art von Edelsteinen ihr von ihm bekommt. Nachdem ihr eine Episode erfolgreich abgeschlossen habt, erscheint eine Bewertung im amerikanischen Schulnotensystem ohne Zwischennoten, also von A bis F. Zusätzlich seht ihr die mit dem Auftrag verdiente Geldsumme, die die üblichen Punkte als Highscore-Vergleich ersetzt.
Die Bossgegner unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild sehr und sind klasse designt. Aber die Kämpfe gegen sie verlaufen immer gleich: Ihr weicht aus, verursacht Schaden und trennt am Ende jeder Phase eine Extremität vom Körper.
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