Exzellente Umsetzung für PS4

Diablo 3 Ultimate Evil Edition Preview

Blizzard hielt die PC-Exklusivflagge lange Zeit in der Luft. Mittlerweile hat der Publisher aber auch die Konsolen für sich (wieder-)entdeckt und veröffentlicht sein aktuelles Hack and Slay im August als Ultimate Evil Edition auch für PS4 und Xbox One. Wir haben den Titel auf PS4 solo und im Koop-Modus gespielt.
Benjamin Braun 5. Juli 2014 - 8:30 — vor 4 Jahren aktualisiert
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Alle Screenshots stammen von GamersGlobal
 
Den ersten Ausflug ihres Hack-and-Slay-RPGs auf Konsole wagte Blizzard bereits mit Diablo auf der ersten PlayStation. Dem Hörensagen nach war dieser Versuch nicht ganz so erfolgreich, wie es sich der Publisher erhofft hatte. Mit Diablo 3 (GG-Test: 9.0) versuchte Blizzard es erneut und veröffentlichte das Spiel im September des letzten Jahres bereits auf PS3 und Xbox 360 (zum Test). In diesem September werden auch PS4 und Xbox One bedient. Allerdings nicht bloß mit dem Hauptspiel, sondern als Ultimate Evil Edition, die ihre ultimative Bösartigkeit durch das integrierte vorzügliche Add-on Reaper of Souls (GG-Test: 9.5) und einigen weiteren Neuerungen definiert. Von letzteren konnten wir uns beim (Koop-) Anspielen in unserer Redaktion überzeugen.
 
Starke Nextgen-GrafikWährend die Lastgen-Fassungen von Diablo 3 noch ein vergleichsweise grobkörniges Bild zeigten, ist von diesen Nachteilen in der PS4-Version nichts mehr zu spüren. Alles läuft in butterweichem, nativem 1080p (Hinweis: unsere Screenshots sind aus technischen Gründen in 720p), die Ladezeiten beim Betreten größerer Dungeons sind schon in der Vorabversion so kurz, wie es der durchschnittliche Spiele-PC wohl kaum hinbekommen würde – zumindest auf dem alles anderen als schlechten Heimrechner des Autors dieser Zeilen fallen sie merklich länger aus. Unterschiede können wir zur PC-Version mit höchsten Grafikeinstellungen keine erkennen. Die Effekte sind exzellent, die Umgebungen vielfältig und detailliert gestaltet.
 
Überall ist zu erkennen, dass "High Production Values" bei Blizzard nicht bloß ein Schlagwort ist. Egal ob beim Design der Monster, dem exzellenten Sound, den Animationen oder der Kollisionsabfrage, die selbst im Getümmel einem genaueren Blick standhält, hier wird scheinbar nichts dem Zufall überlassen. Ob die gebotene Qualität auch gleichsam für die Xbox-One-Version gilt, können wir aktuell noch nicht sagen. Bestätigt ist, dass das Spiel auf Xbox One nur in 900p laufen wird, gesehen haben wir die Version noch nicht. Wir gehen allerdings davon aus, dass es zumindest keine gravierenden Unterschiede geben wird. Eure auf 360 oder PS3 erspielten Charaktere könnt ihr in jedem Fall mitnehmen, egal auf welche der beiden Nextgen-Plattformen.
Die Grafik der PlayStation 4 steht der der PC-Fassung in nichts nach.

Alles Gute übernommenGespielt haben wir einen Abschnitt aus Reaper of Souls, das in der so genannten Ultimate Evil Edition (die für Last- und Nextgen erscheint) von Beginn an vollständig enthalten ist. Ihr spielt also mit jedem Durchgang grundsätzlich fünf und nicht bloß die vier Kapitel der PC-Ursprungsfassung. Damit sind auch sämtliche Verbesserungen beim Balancing mit in die Konsolenfassung integriert. Darunter fällt auch das Loot-2.0-System. Im Rahmen dessen findet ihr im (weiterhin individuellen) Loot häufiger Items, die von eurer Charakterklasse verwendet werden können. Die Chance ist also geringer, dass ihr mit dem Mönch Waffen für den Barbar findet. Umgekehrt sind besonders mächtige Artefakte seltener zu finden. Mit dem Kreuzritter gesellt sich zudem eine sechste Charakterklasse hinzu, die das Angebot um Barbar, Hexendoktor, Dämonenjäger, Mönch und Zauberer ergänzt.
 
Übernommen wurde auch der so genannte Lehrlingsmodus, der die Stärke und Zähigkeit eures Helden automatisch anpasst, wenn ihr mit höherstufigen Mitspielern im Koop-Modus unterwegs seid. So seid ihr also nicht mehr automatisch den Feinden unterlegen, bloß weil deren Stärke an der höh
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eren Stufe eures Mitspielers ausgerichtet ist. Wer die Herausforderung sucht, muss dafür aber eh nicht in den Koop-Modus gehen. Der Hardcore-Modus, in dem ihr nicht sterben dürft, ist genauso wie sämtliche Schwierigkeitsstufen und Anpassungsmöglichkeiten für die Monsterstärke auch in der PS4-Fassung enthalten. Gleiches gilt für den Abenteuermodus, den ihr nach dem ersten Spieldurchlauf wählen könnt. Hier spielt ihr ohne Story und reist frei durch die Welt. In dieser Spielvariante könnt ihr auch Kopfgeldjagden annehmen oder durch die Nephalemportale reisen, um in zufallsgenerierten Dungeons gegen besonders mächtige Feinde anzutreten. Davon gibt es übrigens auch einen exklusiven für die Ultimate Evil Editions für PS3 und PS4, in dem ihr es mit den Infizierten aus The Last of Us (GG-Test: 9.0) zu tun bekommt. Sehr nett ist auch das Nemesis-System. In dessen Rahmen begegnen euch zufällig generierte Feinde. Greift ihr diese an, werden sie kurz vor ihrem Ableben durch ein Portal zu einem eurer Freunde geschickt, damit derjenige das Loot abgreifen kann. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass er gerade online ist.
Die Ultimate Evil Edition umfasst das Hauptspiel inklusive Reaper of Souls mitsamt allen Verbesserungen. Auch der Kreuzritter, den wir hier spielen, ist als sechste Charakterklasse selbstverständlich enthalten.

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