Erstmals selbst gespielt

Battlefield 4 Preview

Zwei Jahre nach Battlefield 3 schiebt DICE diesen Oktober den nächsten Ableger ihres Militärshooters nach. Dank überarbeiteter Frostbite-Engine und Next-Gen soll dieser noch realistischer und spektakulärer werden – sowohl im Single- als auch im Multiplayer-Modus. Auf der E3 gab es neues Material für Solisten und Teamkämpfer.
Christoph Vent 20. Juni 2013 - 19:43 — vor 6 Jahren aktualisiert
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Nach dem Release von Battlefield 3 (GG-Test: 8.0) Ende 2011 hatten viele Spieler bereits insgeheim mit einem neuen Teil der Bad Company-Reihe gerechnet. Doch sie irrten: Im Zuge der Veröffentlichung von Medal of Honor – Warfighter (GG-Test: 7.0) wurde bekannt, dass sich auch der nächste Militärshooter aus dem Hause DICE der Kernreihe widmen wird. Vor wenigen Monaten zeigte das schwedische Entwicklerstudio dann erstmals Material zur Solokampagne von Battlefield 4 (GG-Preview). Auf der E3 legte es nun nach und stellte unter anderem einen neuen Level vor. Der Multiplayer-Modus feierte hingegen Premiere auf der Spielemesse in Los Angeles. Wir haben uns für euch auf hohe See begeben und später in einem 64-Spieler-Match Shanghai in Schutt und Asche gelegt.

Feindliches Gewässer
Nicht von den hübschen Lichteffekten ablenken lassen: Überall können sich noch Feinde verbergen.
Die Präsentation des Soloparts startet unter Deck eines Flugzeugträgers. Der Level hört auf den Namen „Angry Sea“ („Wütende See“) – und chinesische Schriftzeichen über der Einblendung deuten es bereits an: Wir befinden uns in feindlichem Gewässer. Unsere Aufgabe liegt darin, das Schiff nach wichtigen Unterlagen zu durchforsten und diese zu sichern. Dass das in einem Shooter wie Battlefield 4 nicht ohne Ballereien vonstatten geht, dürfte niemanden verwundern. So steigen wir gleich in eine furiose Szene ein, in der uns einer unserer Kameraden nur noch ein „In Deckung“ herüber brüllt. Ehe wir uns orientieren können, explodiert nur wenige Meter von uns entfernt eine Handgranate.

Die Lampen im Technikraum unter Deck sind größtenteils erloschen, lediglich einzelne Lichtquellen weisen uns den Weg. Hier Feinde auszumachen, fällt nicht leicht. Glücklicherweise tragen einige von ihnen Taschenlampen an ihren Waffen. Die blenden uns zwar, doch können wir so wenigstens in etwa ihre Position bestimmen und das Feuer auf sie eröffnen. Spielmechanisch präsentiert sich Battlefield 4 als klassischer Egoshooter. Zwar gehen wir immer wieder hinter Mobiliar aller Art in Deckung, doch ein eigenes System hierfür gibt es nicht. Zumindest in der Demomission spielte die Story keine große Rolle, auch wollte sich so schnell keine Beziehung zu unserem eigenen Charakter oder den Kameraden aufbauen. Ob die Entwickler in diesem Punkt bessere Arbeit als noch beim Vorgänger leisten, wird sich also noch zeigen müssen.

Chaos auf dem Oberdeck
Kisten schützen uns auf dem sinkenden Schiff nicht nur vor Feindbeschuss, sondern auch vor nicht gesicherter Ladung.
Nachdem wir die geheimen Unterlagen gesichert und den ersten Raum gesäubert haben, treten wir die Flucht an. Der Weg führt uns ans Oberdeck – jedoch nicht wie üblich über Treppen: Direkt vor unseren Augen zerreißt es den Flugzeugträger – scheinbar von einem Torpedo getroffen – in zwei Hälften. Mit einem beherzten Sprung retten wir uns über das Flugdeck, wo wir auch gleich auf die nächsten Gegner treffen. Um die müssen wir uns allerdings erst mal nicht kümmern: Durch die Schieflage des Schiffs verliert dieses in einer geskripteten Sequenz einen Teil seiner Fracht. Um Haaresbreite verpasst uns ein vorbeirutschender Düsenjet und reißt stattdessen unsere Gegenüber in den Tod. Zeit zum Verschnaufen bleibt uns aber nicht, denn sogleich nimmt uns eine weitere Gruppe chinesischer Soldaten aufs Korn. Über ihnen entdecken wir einen Jet, der nur noch von wenigen Fässern aufgehalten wird. Mit einem gezielten Schuss versetzen wir ihn in Bewegung, den Rest könnt ihr euch sicherlich vorstellen.

Besonders beeindruckend präsentiert sich die Physikengine von Battlefield 4. Wenn das Kampfflugzeug polternd über das Deck kracht, zieht es eine wahre Schneise der Zerstörung hinter sich her. Erst mal ins Rutschen geraten, kann es nichts und niemand mehr aufhalten. Das macht sich auch optisch bemerkbar, wenn etwa die Tragflächen des Fliegers zuerst verbiegen und später ganz abbrechen. Auch ansonsten zeigt sich die neue Frostbite-3-Engine von ihrer besten Seite: Während wir hinter uns die stürmische See beobachten, wird unser Blickfeld in Fluchtrichtung von dicken Rauchschwaden begrenzt, die nur von der untergehenden Sonne durchbrochen werden.

Flucht auf dem Boot
Sobald wir den Flugzeugträger mit einem S
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prung ins kühle Nass verlassen haben, geht der Kampf auf dem Meer weiter. Als Novum in der Battlefield-Serie dürfen wir erstmals kleine mit Kanonen ausgestattete Kampfboote steuern. Und anders als noch in Battlefield 3, wo etwa die Mission im Jet wie auf Schienen verlief und wir nur den Bordschützen steuern durften, übernehmen wir in Battlefield 4 scheinbar selber die Kontrolle über das Fahrzeug, während wir von meterhohen Wellen ordentlich durchgeschüttelt werden – wer schnell seekrank wird, wird an dieser Stelle wohl ein Problem haben.

Der gezeigte Ausschnitt aus der Kampagne verspricht vor allem eines: Action bis zum Umfallen. Verschnaufpausen gab es im Demo-Level so gut wie keine, ständig gerieten wir von einer Explosion in eine Schießerei, bevor wir in ein weiteres Skriptereignis gerieten. Vermutlich werden wir wie im Vorgänger auch ruhigere Abschnitte absolvieren, von diesen war bislang allerdings noch nichts zu sehen. Neuerungen konnten wir jedoch bis auf das komplett selbstständige Steuern von Fahrzeugen, in diesem Fall Kampfbooten, und einem neuen Erzfeind – statt mit Russen legen wir uns dieses Mal mit Chinesen an – keine ausmachen.
Auch im Singleplayer-Modus werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder an Bord eines Panzers in die Schlacht ziehen.
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