Mit Batmobil und Urschrei

Batman – Arkham Knight Preview

Nach dem nicht von Rocksteady Studios stammenden, dennoch hervorragenden dritten Teil ist nun wieder die Originaltruppe dran: In San Francisco wurde uns, von Urschreien begleitet, ein Batman-Spiel präsentiert, das größer, actionreicher und PS-haltiger ist als seine Vorgänger. Wird es vielleicht sogar noch besser?
Jörg Langer 27. März 2014 - 11:11 — vor 5 Jahren aktualisiert
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Rocksteady Studios' Batman - Arkham Asylum schlug 2009 ein wie eine Bombe (GG-Test: 9.0): ein Superhelden-Titel, der ebenso spielerisch gehaltvoll war wie grafisch opulent und packend in der Story? Unerhört sowas, normalerweise setzte die Spielebranche uns in solchen Comichelden-Versoftungen immer gequirlte Grütze vor! Batman - Arkham City legte 2011 noch eine Schippe drauf, vergrößerte die Spielwelt und baute sowohl Open-World- als auch Sammel-Aspekte aus (GG-Test: 9.5). Im letzten Jahr schob Warner Bros. Interactive mit Batman - Arkham Origins ein Prequel nach, das zwar vom internen Studio in Montreal stammte, aber dennoch das Niveau der beiden ersten Teile erreichte (GG-Test: 9.0). Was aber machte Rocksteady derweil? Den vierten Serienvertreter, Batman - Arkham Knight. Und der soll als offiziell letzter Teil der Arkham-Serie noch mal einen, zwei oder sogar drei draufsetzen. Mindestens.
 
Die etwa 45minütige Präsentation von Arkham Knight letzte Woche in San Francisco während der GDC war aus gleich zwei Gründen beeindruckend: des eigentlichen Spiels wegen, das uns auf einem Groß-Display live vorgestellt wurde, und des Menschen wegen, der das alles live und lautstark kommentierte. Da auch Spielejournalisten mit zwei Jahrzehnten Dienstzeit auf dem Buckel das nicht alle Tage erleben, haben wir etwa ein Siebtel (sprich: 7 Minuten) der Performance von Rocksteadys Brand Marketing Producer Dax Ginn als Audiodokument festgehalten, das ihr hier abrufen könnt.
 
Sei der Fledermausmann!"Be the Batman" ist das Motto des "finalen Teils" des Open-World-Gadget-Superhelden-Prügelspiels. Zwölf Monate nach den Ereignissen in Arkham City (der 2013er Titel war ja wie gesagt ein Prequel) scheint es der düsteren Millionenstadt Gotham langsam besser zu gehen. Doch weil man mit zufriedenen Menschen in Einkaufspassagen dann doch kein spannendes Actionspiel machen kann, ist der Frieden selbstverständlich ein trügerischer. Denn Scarecrow kehrt nach Gotham zurück und spielt seine größte Stärke aus, seine psychologischen Fähigkeiten. In Windeseile vereint er all die Bösewichte, Kleinganoven, Großgangster und Schläger, die es in Gotham nun mal traditionell hinter jedem zweiten Kanaldeckel gibt, zu einer Streitmacht des Abschaums. Auch Der Pinguin, Two Face, Harley Quinn und ein neuer, exklusiv fürs Spiel entwickelter Superschurke namens Arkham Knight (Arkham-Ritter) werden Batman das Leben schwer machen.

Als Gotham mit chemischen Massenvernichtungswaffen bedroht wird, ordnen die Behörden die sofortige Räumung der gesamten Stadt an.
Mit dieser hektischen, nein, panischen Evakuierung startet unsere Demo. Wir sehen schreiende Menschen, schreiende Polizisten, Busse, die vollgestopft das Stadtzentrum verlassen. 6,2 Millionen Einwohner müssen binnen kürzester Zeit aus der Stadt. Oder besser gesagt: 6,195 Millionen Einwohner, denn zurück bleiben natürlich die (von uns geschätzt) 5.000 Vertreter der Kategorie "Abschaum". Für sie ist das evakuierte Gotham quasi ein Kindergeburtstag an Weihnachten mit anschließender Ostereiersuche. Doch es gibt noch einige letzte ordnungsliebende Heroen, die Gotham nicht kampflos dem Gesindel überlassen wollen...
 
Polizist und Sympathieträger Gordon schüttelt Batman die Hände. Er weiß aber noch nicht, dass seine Tochter in Gefahr ist.

Erstmals ganz Gotham in einem SpielDer erste Teil der Trilogie beziehungsweise Quadrologie bildete "nur" das ausufernde Gefängnis von Gotham ab, der viermal so große zweite Teil den Stadtteil Arkham City. Der neueste Batman-Ableger jedoch lässt euch ganz Gotham durchschweifen und soll fünfmal so groß wie Arkham City sein. In der Demo sahen wir unter anderem Hafenanlagen und das farbenprächtige Chinatown, gerade letzteres schien uns guten Gebrauch von der b
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esseren Technik der Nextgen-Konsolen zu machen.
 
Um uns in der riesenhaften Stadt nicht zu verlieren, helfen uns gleich mehrere Dinge. Zum einen das Bat-Symbol, das (theoretisch von Flak-Scheinwerfern mit spezieller Batman-Silhouetten-Stanzform erzeugt) weithin sichtbare Leuchtkegel in die Wolken malt. Am Fuße der Lichtsäule ist unser Ziel, einfacher geht's nicht. Aber wie dorthin kommen? Dabei hilft uns die berühmte Beweglichkeit Batmans, die dank Neuerungen wie dem "Full Grapple Reverse" nun endgültig nicht mehr hinter der von Spiderman (der ja bekanntlich in den Activision-Videospielen seine Schwing-Netzseile in der Luft befestigen kann...) zurücksteht. Wobei, was heißt hier zurück-"steht"? Batman kann ja zusätzlich auch noch mit seinem Cape gleiten, als wäre er eine Fleder... ähm, ja, okay, das wisst ihr vermutlich schon. Dank neuer Grafikengine prasselt der Regen schwer auf den Umhang unseres grauen Rächers, während er durch die Nacht segelt. Doch es sind nicht ein, zwei neue Moves, die Batman in Arkham Knight beweglicher und schneller machen als je zuvor, und auch nicht ein kleines zusätzliches Gadget. Blättert um, wenn ihr euch traut...
Irgendetwas müssen solche Big-Ben-Imitate haben: Nicht nur Garrett in Thief, auch Batman in Arkham Knight hat dort sein HQ. Wobei es im Fall von Batman eher das Hauptquartier von Oracle ist (siehe "Virtual Head-Up-Screen" im Bild).
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