GC12: Until Dawn angeschaut

PS3
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Jonas Schramm 11379 EXP - Redakteur,R9,S9,C9,A9
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16. August 2012 - 17:53 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Acht Jugendliche, eine verlassene Hütte im Wald und kein Kontakt zur Außenwelt. Die Zutaten für jede Menge Sex, Alkohol und Spaß fanden in amerikanischen Slasherfilmen der Achtziger Jahre ihr blutiges Ende. Mit Until Dawn kündigte Supermassive Games im Rahmen der Sony-Pressekonferenz ein Slashermovie zum Selbstspielen an. Anhand einer 30-minütigen Präsentation konnten wir uns nun ein genaueres Bild von dem Playstation-Move-exklusiven Spiel machen.

Horror im Wald

Michael und Jessica sind verliebt und würden gerne mal eine Nacht ohne die restliche Gruppe verbringen. Zum Glück weiß Josh nicht nur von einer etwas abgelegenen Hütte, sondern besitzt auch noch den Schlüssel dazu. Michael und Jess machen sich also auf den Weg durch den schneebedeckten Wald. An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel, indem ihr zuerst in die Rolle von Michael schlüpft, den ihr aus der Ego-Perspektive steuert. Seine Taschenlampe richtet ihr durch Bewegung des Move-Controllers aus. Den Navigation-Controller werdet ihr indes nicht benötigen. Um euren Charakter zu bewegen, zeigt ihr stattdessen in eine beliebige Richtung, drückt eine Taste und der Protagonist läuft los.

Das Pärchen ist gut gelaunt, von Horror oder Angst ist nichts zu spüren. Neben dem düsteren und stimmungsvollen Wald fällt auch der hohe Dialoganteil auf. Das lässt sie auf der einen Seite lebendig wirken, auf der anderen Seite sind die Gespräche ziemlich klischée-behaftet . Im Laufe der Wanderung werdet ihr immer wieder mit Objekten interagieren. Mal startet ihr einen Generator, um ein verschlossenes Tor zu öffnen, hebt eine halb gerauchte Zigarre auf oder wischt über ein Schild, um es von Schnee zu befreien. Das alles hat nur einen Zweck: Stimmung erzeugen. Je weiter Michael und Jess nämlich in den Wald vorstoßen, desto unbehaglicher wird es. Zuerst liest Michael von einer Bärenwarnung in diesem Gebiet, dann erschreckt ihn ein tieffliegender Vogel und zu allem Überfluss versteckt sich Jessica auch noch – nur um wenig später aus dem Gebüsch gesprungen zu kommen.


Michael und Jessica in trauter Zweisamkeit – noch!

Tod im Wald

Während Michael sich noch über den Streich aufregt, schaltet das Spiel in die Perspektive des Bösewichts, wobei nicht klar ist, wer oder was dieser überhaupt ist. Jess und Michael hören im Wald ein Geräusch und bekommen Angst. Michael übergibt die Taschenlampe an seine Freundin. Die Entwickler sind der Meinung, dass so mehrere Spieler an Until Dawn teilnehmen können, während aber immer nur einer spielt. Wechselt der spielbare Charakter wird auch der Move-Controller weitergegeben. Eine nette Idee, die in der Praxis vermutlich nicht allzu viel Anwendung finden wird. In der Rolle von Jess erreicht ihr dann die Hütte – den einen oder anderen Schockmoment inklusive. Dort angekommen funktioniert natürlich das Licht nicht, dann stellt Jessica fest, dass sie ihr Handy verloren hat. Nachdem es Michael gelungen ist, den Ofen einzuschalten, hören die beiden ein Geräusch aus dem Badezimmer. Michael geht nachschauen und – als wäre heute noch nicht genug verrücktes passiert – liegt Jessicas Handy auf dem Boden.

Nun soll es aber doch noch romantisch werden. Während es sich die beiden gemütlich machen, schaltet das Spiel wieder in die Sicht des bösen „Etwas“, das draußen auf sie lauert. Und wieder hören sie Geräusche. Jessica wagt sich nach draußen und nachdem sie unbeschadet wieder reinkommt, scheint alles in Ordnung zu sein. Gerade als sie die Tür geschlossen hat, zerbricht das Fenster der Tür und Jess wird nach draußen gerissen. Michael rennt hinterher, folgt ihren Schreien und dem Blut, dass den Schnee färbt. Er kommt an eine Mine, aus dem Inneren scheint Jessica um Hilfe zu rufen. Er ruft den Aufzug – dort liegt die Leiche von Jessica. Michael sinkt auf die Knie, die Perspektive wechselt in die das Bösewichts, der sich den Protagonisten packt. Die Demo endet.

Ausblick: Ein Atmosphäre-Highlight
 
In Sachen Spielmechaniken ist Until Dawn ein sehr simples Spiel. Im Grunde bewegt ihr euch nur von A nach B und interagiert ein wenig mit Objekten. Darum geht es aber auch gar nicht, sondern um ein intensives Horror-Erlebnis. Und genau das hat uns in Until Dawn beeindruckt. Die Charaktere wirken lebendig. Die Schockmomente sind zwar simpel, erfüllen ihren Zweck aber voll und ganz. Auch der düstere Wald ist super inszeniert und macht grafisch einen guten Eindruck. Uns erinnerte das Adventure nicht nur aufgrund der Taschenlampe an Alan Wake.

Außerdem haben die Entwickler die Welt mit kleinen Referenzen zu allerlei bekannten Horrorstreifen gespickt. Zum Beispiel wischt Michael an einer Stelle eine Glasscheibe frei, nur um plötzlich von einer Hockeymaske geschockt zu werden – Horrorfreunde werden die Anspielung sofort verstehen. Die Charaktere müssen übrigens nicht zwingend sterben. Durch eure Spielweise könnt ihr sie auch vor dem Tod bewahren. Natürlich ist der Ansatz hinter Until Dawn Geschmackssache – nicht jedem wird das Teenie-Horror-Setting oder die Dialoge gefallen. Wenn die Atmosphäre aber auch in den anderen Spielabschnitten so intensiv ist, dann werden Move-Besitzer nächstens Jahr endlich wieder einen Grund haben, die Bewegungssteuerung vom Staub zu befreien.
Guldan 17 Shapeshifter - 8454 - 16. August 2012 - 20:35 #

Bisher bekanntes sieht echt gut aus, wenns was wird, würde ich mir dafür auch Move kaufen.

Novachen 19 Megatalent - 13565 - 17. August 2012 - 14:15 #

Interessanter wäre so ein Spiel finde ich, wenn man selbst in die Rolle des Massenmörders schlüpfen würde *g*. Anstatt wirklich nur aktiv einen der Opfer zu spielen.

Wäre aber wohl zu heikel :D.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 12630 - 22. August 2012 - 1:18 #

und würd wohl zumindest hierzulande indiziert werden :p

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