Nintendo zeigt keine Begeisterung für die Nutzung generativer KI

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Hagen Gehritz 184384 EXP - Redakteur,R9,S10,A9,J10
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4. Juli 2024 - 11:11 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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Update: Der Inhalt des Zitats wurde durch eine zweite Übersetzung aus dem Japanischen von Automaton konkretisiert.

Sogenannte generative KI, mit der sich bereits Texte (Chat-GPT), Fotos, Illustrationen sowie Reden oder Gesang mit imitierten echten Stimmen erstellen lassen, sind ein Trend im Tech-Sektor. Auch im Gaming-Bereich wird daher oft über das Potential dieser Werkzeuge im Entwicklungsprozess gesprochen oder es gibt erste Test-Ballons für Features, die dadurch möglich werden – zum Beispiel NPCs, die dynamisch darauf reagieren sollen, was die Spieler in ein Mikro sprechen.

Bei einer Fragerunde mit Investoren wurde Nintendo-Chef Shuntaro Furukawa nun gefragt, wie die Strategie seitens Nintendo in Bezug auf generative KI aussehe. Der Fragesteller stellte dies in den Kontext, dass generative KI auch vermehrt in Smartphones Einzug halte und zu erwarten sei, dass die Präsenz der Technologie im Alltag zunehmen werde. Furukawa gab eine abwägende Antwort:

Die Generative KI, die in den letzten Jahren zum heißen Thema wurde, kann nun mehr Kreatives leisten. Wir uns aber auch bewusst, dass es Probleme im Bereich des Urheberrechts gibt.

Wir haben jahrzehntelange Erfahrung darin, optimale Spielerfahrungen für unsere Kunden zu erschaffen. Auch wenn wir flexibel auf technologische Entwicklungen reagieren, wir werden hoffentlich weiter etwas von Wert bieten, das Nintendo einzigartig macht und nicht allein durch Technologie geschaffen werden kann.

Die angedeuteten Probleme mit dem Copyright schlagen sich etwa in einer laufenden Klage der New York Times und sieben weiterer US-Zeitungen gegen Chat-GPT-Entwickler Open AI und Microsoft nieder. Die KI-Modelle müssen mit immer wachsenden Mengen an Datensätzen "trainiert" werden, damit sie stetig bessere Ergebnisse produzieren können. Mithin werden dafür öffentlich zugängliche Daten aus dem Internet genutzt. Das Argument der Firmen hinter den Programmen wie Chat-GPT ist, dass die Datensätze selbst nicht in dem System abgespeichert würden und daher nicht etwaige Urheberrechte verletzten. Die klagenden Zeitungen wollen nachweisen können, dass Anfragen an Chat GPT und Microsoft Copilot dazu führen können, dass wörtliche Absätze aus ihren Texten ausgegeben werden und damit eben doch die Rechte der Urheber verletzt werden.

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24791 - 4. Juli 2024 - 11:41 #

Das große Problem ist doch, dass KI nicht kreativ sein kann. Die KI greift nur auf die Inhalte zurück mit der sie gefüttert wird und macht daraus dann etwas "neues" bzw. eben nicht.
Nun gibt es die Stimmen, die sagen "Genau das und nichts anderes macht unser Gehirn doch auch!" Mir fehlt dabei aber die emotionale Ebene. Keine KI weiss wie es sich anfühlt zurückgewiesen zu werden. Was es heißt Spaß und Freude zu erleben. Wie sich Liebeskummer anfühlt und was es bedeutet mit Depressionen zu leben. Aber genau aus solche Erfahrungen entstehen doch Kreativität und Dinge, die uns berühren.
Natürlich kann man sich von Chat CPT den Text für eine Einladungskarte generieren lassen. Aber würde sich jemand wirklich den Text einer Trauerrede für einen geliebten Menschen generieren lassen? Das Gleiche gilt für Musik, Film und eben Spiele. Eine Levelstruktur oder Grafiken wird die KI sicher berechnen können aber Ideen wie z.B. bei Super Mario Wonder, die einen zum lächeln bringen und einfach nur Spaß machen oder eine Metaebene wie bei Celeste wird sie nicht erschaffen.

Kinukawa 21 AAA-Gamer - P - 26078 - 4. Juli 2024 - 12:31 #

Einfache Antwort: Geld. Wenn es mehr Gewinn abwirft als mit realen Personen, wird man KI soweit möglich einsetzen. Da wir zwar schon nette KI-Systeme haben, sind jedoch immer noch deutliche Fortschritte zu erwarten. Ich erwarte jedenfalls das Auslagern immer mehr Tätigkeiten an KI. Sound, Grafik, Texte - Wenn der Rahmen gesetzt ist, warum dann noch Personen dafür einsetzen? Bei gerade unglaublich vielen Spieleneuerscheinungen werden immer mehr KI-generierte dazu kommen.

MicBass 21 AAA-Gamer - P - 29098 - 4. Juli 2024 - 13:27 #

Da ist was dran. Wiglaf Droste hat mal gesagt „Wer von Humor spricht, darf von der Depression nicht schweigen.“ Ob eine KI sowas auch irgendwann hinkriegt oder simulieren kann, bis man den Unterschied nicht mehr merkt, weiß ich nicht. Aber diese richtig heftigen Emotionen, die dafür sorgen dass ‚was raus muss‘, lassen oft die richtig guten Sachen entstehen.

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30505 - 4. Juli 2024 - 13:36 #

"Das große Problem ist doch, dass KI nicht kreativ sein kann. Die KI greift nur auf die Inhalte zurück mit der sie gefüttert wird und macht daraus dann etwas "neues" bzw. eben nicht."

So funktioniert das auch ohne KI. Jemand der Kreativ ist, greift immer auf etwas zurück, was er schon gelernt hat oder kennt und verbindet dies miteinander. Wo ist da jetzt der Unterschied?

Lurking_Horror 22 Motivator - - 31986 - 4. Juli 2024 - 14:12 #

Selbst ausgehend davon dass der Mensch letzten Endes auch nur ein hochkomplizierter deterministischer Automat wäre. Die KI verarbeitet nur, womit sie gefüttert wird. Die Möglichkeit, fehlende Information zu erkennen oder auch nur anzunehmen und dann auch zu beschaffen, haben wir einer KI die im Keller irgendeines Rechenzentrums festsitzend auf bereitgestellte Datenströme angewiesen ist noch voraus.

Ein Mensch hat so viel mehr sensorischen Input, der bewusst oder unbewusst auf ihn einwirkt. Ob das der Apfel ist, den er im Garten vom Baum fallen sieht, oder irgendetwas, was er auf dem Weg zum Einkaufen gesehen, geschmeckt, gehört oder gefühlt hat. Wir mögen nicht mal verstehen wie es wirkt, aber es wirkt. Die Menge der Reize die die gesamte Welt aussendet ist einfach noch mal größer als selbst die unglaublich große Menge an Informationen die im Internet oder anderweitig digital gespeichert sind.

Die Frage ist dann ob das in jedem Fall nötig ist, also auch einen entscheidenden Unterschied macht. Für viele belanglose Ergebnisse sicherlich nicht, aber ich zumindest denke am oberen Ende der Skala wird ein qualitativer Unterschied erkennbar bleiben.

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24791 - 4. Juli 2024 - 14:53 #

Die Antwort darauf habe ich in meinem Post gegeben, den du scheinbar nicht bis zum Schluß gelesen hast. :-)

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30505 - 4. Juli 2024 - 15:12 #

Emotionen sind nebensächlich und beeinflussen bei logischen Entscheidungen. Dies mag dann bis jetzt auch der einzige Unterschied zwischen KI und Gehirn eines Lebewesens sein. Wer sagt denn, dass die KI nicht in der Lage ist zu lernen. Bis jetzt ist sich noch in einem hermetisch abgeschirmten System, aber sobald sie jemand in die weiten des netzen entlässt, sieht das ganz anderes aus. Und was passiert, wenn ich der KI einen synthetischen Körper geben? Das was jetzt von der KI an die Öffentlichkeit gelangt ist doch nur die Spitze des Eisberges. Und chat gibt ist doch auch nur die "Mainstream-Funktion". Also ich sehe da noch ganz andere Sachen auf uns zu kommen.......

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24791 - 4. Juli 2024 - 15:34 #

Emotionen sind nebensächlich!? Sicher nicht beim erschaffen von Kunst wie Musik, Lyrik Film, Spielen&Co. Da machen die Emotionen ein riesigen Teil des Schaffungsprozesses aus.
Um einer KI einen synthetischen Körper zu geben braucht es noch einige Jahrzehnte der Wissenschaft ohne die Garantie, dass es jemals funktioniert.

Hagen Gehritz Redakteur - P - 184384 - 4. Juli 2024 - 15:54 #

Aber hier geht es doch um Kreatives und nicht um logische Entscheidungen. Frag einen Kreativen, was er sich wünscht, mit seinem Werk zu erreichen und oft genug wird es um Emotion gehen. Generative KI wird sich weiterentwickeln (erstmal hin zu richtiger KI und nicht gehypter Autovervollständigung). Pragmatisch gesehen wird da KI sicher aus Geldgründen zum Einsatz kommen, falls sie günstiger als ein Mensch ist (und dafür dürfen die Kosten für die immer mehr Daten und Energie verschlingenden Modelle nicht explodieren). Für gewisse Einsatzfelder wird es vermutlich für auf Masse setzende Formate "gut genug" sein können.

Aber am Ende steht ja auch die Frage, wo es schon jetzt ein Überangebot an Unterhaltung gibt: Warum soll man gerade für das Zeug seine Zeit investieren, dass den Machern selbst nicht genug Zeit und Geld für mehr Mitarbeiter wert war?

MicBass 21 AAA-Gamer - P - 29098 - 4. Juli 2024 - 15:37 #

Er hat im Grunde genauso reagiert wie du es vorhergesehen hast. ;-)

Funatic 20 Gold-Gamer - - 24791 - 4. Juli 2024 - 19:25 #

Erschreckend oder? :-)

AxlB 12 Trollwächter - 1095 - 4. Juli 2024 - 23:52 #

Kreativität bricht und überwindet Grenzen.

Das war immer deren Kern.
KI ist nicht kreativ, sie erschafft nur bereits Content wie du sagtest.
Es wird nichts neues, nichts ungewöhnliches, bahnbrechendes von einer KI kommen, wir sind nur von den Contentfarmen Youtube, Spotify, Ubisoft, etc. so an den Einheitsbrei gewöhnt.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24690 - 6. Juli 2024 - 7:52 #

Youtube und Spotify produzieren keinen Content. Sie sind Plattformen für Content egal ob mehr oder weniger kreativ.

Ubisoft macht in meinen Augen großartige Spiele, die aufgrund ihres Erfolges ein paar Spaßbremsen antriggern, die sich mit irgendwelchen Klischees daran abarbeiten müssen. Es ist das gleiche banale Gehate, wie derzeit bei Taylor Swift. Schlichter Erfolgsneid.

AI wird ihren hilfreichen Platz im Gaming bekommen. Aber sicher kein gutes Gameplay oder gute Storys entwickeln.

Hermann Nasenweier 21 AAA-Gamer - P - 26468 - 5. Juli 2024 - 21:14 #

Eben nicht, Menschen sind Neugierig und kommen auf neue Ideen. Deswegen machen Menschen ja auch oft unvorhersehbares. Lies mal die Darwin Awards, das klingt eher nicht mach „gekernt und kombiniert“ ;)

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33741 - 7. Juli 2024 - 10:30 #

> Das große Problem ist doch, dass KI nicht kreativ sein kann.
> Die KI greift nur auf die Inhalte zurück mit der sie gefüttert
> wird und macht daraus dann etwas "neues" bzw. eben nicht.

Das Problem ist, dass das auch auf sehr viele "kreative" Jobs zutrifft. Man schaut, was funktioniert und imitiert das. Kreativität ist dabei völlig egal. Dass sich Medienschaffende gern als "Kreative" bezeichnen, ist schon eine ziemlich große Lüge, die sind meistens nur Imitatoren.

Selbst bei sowas wie dem von dir genannten Super Mario Wonder ist noch immer sehr viel Imitation von Elementen früherer Mario-Spiele dabei.

KI oder besser Machine Learning reicht aus, um sehr viel, was vorher aufwändig von Menschen erstellt wurde, in einem Bruchteil der Zeit zu machen. Beim Thema Kreativität gibt es noch Sicherheit, aber der macht halt bestenfalls 5% der Arbeit aus.

Und was einfacher ist, setzt sich durch. Man schaue sich nur mal die Spielelandschaft früher und heute an. Früher gab es v.a. beim Szenario noch viel Kreativität, heute wird meistens ein erfolgreiches Schema variiert. Fallout wäre ein schönes Beispiel, in den 90ern hat man sich an so ein komisches Setting für eine neue Marke gewagt, heute würde das fast keiner mehr machen. Spiele wie "Death Stranding", die das noch tun, sind die Ausnahme.

Genauso bei Websites, da hat früher jeder sein eigenes Layout entwickelt, heute ist es fast nur noch der Einheitsbrei, den Frameworks wie Bootstrap in den letzten Jahren etabliert haben.

Und dort pflügen jetzt AI-Systeme durch.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 84457 - 4. Juli 2024 - 11:59 #

Nintendo ist in vielen Dingen eben noch recht altmodisch und das mag ich an ihnen. Obwohl ich sonst ein eher progressiver Mensch bin. ;-)

MicBass 21 AAA-Gamer - P - 29098 - 4. Juli 2024 - 13:28 #

Nintendo, die katholische Kirche der Spielebranche ;)

Ganon 27 Spiele-Experte - - 84457 - 4. Juli 2024 - 14:39 #

Ganz so schlimm dann zum Glück doch nicht. ;-)

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 271345 - 4. Juli 2024 - 12:43 #

Wenn die KI es schafft, penibel alle Quellen aufzulisten aus der es sich bedient hat, sehe ich da weniger Probleme. Nur widerspricht das System der zahllosen Datenbestände, die in atemberaubender Geschwindigkeit durchforstet werden um ein KI-generiertes Ergebnis auszuspucken, dieser Vorgehensweise. Auch befürworte ich die Quellen-Beschränkung bzw. -Lenkung der KI, wie sie in der Wissenschaft genutzt wird, um keine "Bullshit-Ergebnisse" zu bekommen.

Maestro84 19 Megatalent - - 18690 - 4. Juli 2024 - 12:50 #

Ich denke, dass wir uns in einer Übergangszeit befinden. In zehn Jahren wird man sich über die heutige Zaghaftigkeit wundern, denn dann wird KI, mindestens im Bereich von einfacher Arbeit (z.B. der Generierung und Befüllung von offenen Welten) Standard sein, weil selbst der günstigste Designer in Timbuktu teurer sein wird. Je besser eine KI sein wird, desto mehr wird diese dann auch höhere Arbeiten in allen Bereichen verdrängen. Dagegen werden auch keine Hinweise Marke "Inhalte x und y wurden von einer KI erstellt" Etwas ändern, die Manche fordern.

Hermann Nasenweier 21 AAA-Gamer - P - 26468 - 4. Juli 2024 - 13:06 #

Ich gebe Dir da teilweise recht, aber grade dieses generative Befüllen wird doch jetzt auch schon gemacht. Und ob die Bäume im Hintergrund von einem Script oder von „KI“ generiert werden, macht ja keinen Unterschied. Liebevoll von Hand gesetzt wurden die noch nie.

Die sogenannte KI wird sicherlich eine von vielen Möglichkeiten sein, Dinge automatisch zu erzeugen. Ob es die bessere Lösung ist, hängt dann sicher vom Einzelfall ab. Ein Allheilmittel word es aber nicht werden, aktuell befeuert halt jeder den Hype weil dann sofort „Hirn aus, Geldbeutel offen“ im Management passiert.

Von daher wird man sich in 10 Jahren einfach nur Wundern warum man da so einen Hype draus gemacht hat, weil „KI“ halt nur ein weiterer Schritt bei gewissen Tools war. Das wird genauso vergehen wie jeder Hype. Falls ich mich täusche könnt ihr mich in der KI generierten Second Life VR Welt finden ;)

Calmon 14 Komm-Experte - P - 2408 - 4. Juli 2024 - 16:36 #

> Falls ich mich täusche könnt ihr mich in der KI generierten Second Life VR Welt finden ;)

Vielleicht lebst du ja bereits darin ;)

Sven Gellersen 23 Langzeituser - - 45181 - 5. Juli 2024 - 16:58 #

Quatsch, wir alle und auch unser Universum existieren in einem Schwarzen Loch :)

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24690 - 6. Juli 2024 - 8:01 #

Vielleicht arbeiten deshalb manche Kollegen so, als ob die Zeit stillstehen würde. (Und ich bilde mir meine Hektik einfach nur ein) ;)

Gorkon 21 AAA-Gamer - P - 30505 - 8. Juli 2024 - 14:50 #

Oh, ich wusste gar nicht, dass Du Astro-Physiker bist. So kann man sich irren.......

Ganon 27 Spiele-Experte - - 84457 - 4. Juli 2024 - 13:11 #

Grundlegende Sachen wie Topographie und Vegetation in einer Open World werden auch heute schon mit prozeduralen Mitteln erzeugt. Natürlich wird das dann aber noch von Menschenhand verfeinert, optimiert und erweitert. So muss das auch bei KI-generierten Inhalten sein. Von daher weiß ich gar nicht, ob das im A- bis AAA-Bereich überhaupt so einen großen Unterschied machen wird. Im Bereich der billigen Massenware, der sogenannten Asset Flips und Scam Games sehe ich allerdings über kurz oder lang eine Welle aus nahezu vollständig KI-generiertem, kaum unterscheidbarem Schrott auf uns zukommen ...

ds1979 21 AAA-Gamer - P - 25510 - 4. Juli 2024 - 13:48 #

Aber das ist doch nichts Neues, Elite von 1984 hat schon seine Open World zu 99 Prozent so gefüllt und das war damals AAA:)

Maestro84 19 Megatalent - - 18690 - 4. Juli 2024 - 13:55 #

Sowas füllt doch heute schon die Steambibliotheken.

Bruno Lawrie 22 Motivator - - 33741 - 7. Juli 2024 - 10:48 #

Zudem wird es einen fließenden Übergang geben. Tools wie das kommerzielle Photoshop mit eigener Technik oder die Open-Source-Lösung Krita mit Stable Diffusion können heute schon Teilbereiche oder einzelne Elemente einer Grafik generieren, während der Mensch noch die Hauptarbeit macht.
Wenn man in einer Collage einen blauen Himmel mit weißen Wolken will, ist es für den Grafiker ja egal, ob er selbst ein Foto macht, ein Stockphoto lizensiert oder es von einer KI generieren lässt. Und mit der KI geht es in ein paar Sekunden, da hält nicht mal ein schnelles Foto mit dem Smartphone aus dem Fenster mit.

Und man kann Dinge machen, die vorher wegen des Aufwands einfach unsinnig waren. Ich lerne z.B. Vokabeln mit Mnemonics, wo ich sowas wie grammatikalischen Geschlechtern oder Pluralformen eine Eigenschaft oder einen Gegenstand zuweise. Mit DALL-E generiere ich mir jetzt ein Foto dazu, wo das zu lernende Wort mit diesen Elementen kombiniert wird.
Das wäre zwar schon vorher mit Photoshop-Collagen oder Zeichnen gegangen, aber da steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen. Mit DALL-E generiere ich sowas mit maximal zehn Sekunden Aufwand.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 36564 - 4. Juli 2024 - 18:08 #

Ich sehe bei der KI große Potentiale in der Bearbeitung von Anträgen, das kann die Verwaltung und Unternehmen in Zukunft deutlich entlasten. Aber ob sie auch von alleine Serien, Filme und Spiele herstellen kann? Ich glaube da kann sie nur unterstützend helfen, beispielsweise bei der Erstellung von Grafikassets.

advfreak 22 Motivator - - 32155 - 4. Juli 2024 - 20:31 #

Die einzige KI die mich jetzt echt begeistern konnte war die nachgemachte Pumuckl Synchronstimme von Hans Clarin. :D

T_Prime 16 Übertalent - P - 4710 - 4. Juli 2024 - 22:10 #

Finde ich sympathisch von Nintendo. KI mag eine gute Hilfe für Programmierer sein beim Schreiben von Programmcode. Aber die Ideen und die Kreativität sollten doch von Menschen kommen. Der Erfolg und die Kreativität von so vielen Nintendospielen gibt da Nintendo doch recht. Ich bin skeptisch bei KI in Verbindung mit echter Kreativität...und ich hoffe, wenn ich ehrlich bin, dass auch zukünftig deren Spiele aus der Feder echter Menschen kommt. Mir wird irgendwie unwohl, wenn ich an Spiele denke, die KI generiert sind. :/

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