Packend oder einschläfernd?

Senua's Saga - Hellblade 2 – das Kritikertrio (Wertungskonferenz)
Teil der Exklusiv-Serie GG-Podcast

PC Xbox X
Bild von Hagen Gehritz
Hagen Gehritz 181762 EXP - Redakteur,R9,S10,A9,J10
Dieser User hat uns bei der Lords of the Fallen Aktion mit 100 Euro (oder mehr) unterstützt.Dieser User hat uns bei der Ishin Aktion mit 100 Euro (oder mehr) unterstützt.Meister-Tester: Hat 10 Spiele-/Technik-Tests veröffentlichtIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenTop-News-Veteran: Hat mindestens 50 Top-News geschriebenVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenDieser User hat uns zur Japan-Doku-2018 Aktion mit 10 Euro (oder mehr) unterstützt.Dieser User hat uns zur TGS 2017 Aktion mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Dieser User hat uns zur TGS 2016 Aktion mit einer Spende von 5 Euro unterstützt.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 10 Jahren bei GG.de registriertAlter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriert

31. Mai 2024 - 18:03 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert

Teaser

In dieser Wertungsdiskussion zeigt sich, dass Hellblade 2 für Benjamin Braun, Jörg Langer und Hagen Gehritz nicht gleichermaßen zündete.
Dieser Inhalt wäre ohne die Premium-User nicht finanzierbar. Doch wir brauchen dringend mehr Unterstützer: Hilf auch du mit!

Ninja Theory setzt mit Senua's Saga - Hellblade 2 (im Test) das Abenteuer der Kriegerin Senua fort. Ihre Wahrnehmung der Welt und daher auch das Spielerlebnis der Menschen am Controller ist nach wie vor geprägt von körperlosen Stimmen, die ständig auf sie einreden und dazu auch allerlei optische Halluzinationen – durch das Begleitmaterial weiß man, die Heldin leidet unter einer Psychose, doch die eigentliche Geschichte benennt es nie so, denn sie bleibt auf dem Wissenshorizont der damaligen Zeit. Jedenfalls knüpft die Story direkt an den Vorgänger an und beginnt damit, wie Senua auf Island strandet.

Gemeinsam mit Haupttester Hagen Gehritz diskutieren Jörg Langer und Benjamin Braun, was sie an diesem technisch eindrucksvollen Titel schätzen und wo für den ein oder anderen dann doch der Spielspaß ebenfalls Schiffbruch erleidet. Die erste halbe Stunde bleiben wir bei der Diskussion von Pro- und Contrapunkten frei von Spoilern zum zweiten Teil (das Ende vom Erstling wird direkt thematisiert, da sich daraus der Anfang des Sequels ableitet). Danach könnt ihr bei den Timecodes entnehmen, wo zunächst erste Story-Infos zu Hellblade 2 fallen und wann wir schließlich auch ohne Zurückhaltung über das Ende Reden.

Die Timecodes:

  • 00:00 Begrüßung und Programm
  • 00:58  Worum ging es im ersten Hellblade ging und wie das Sequel daran anknüpft
  • 06:17 Die grafischen Qualitäten und das Motion Capturing der Darsteller
  • 16:11  Level-Design und Rätsel
  • 25:38 Die cineastischen Kämpfe
  • 32:18 Erste Spoiler: Die Darstellung der Stimmen in Senuas Kopf
  • 41:46 Harte Spoiler voraus: Die Story lässt die Spieler mit offenen Fragen zurück
  • 49:35 Welche Note würden Benjamin und Jörg geben?
  • 55:51  Wir sagen danke fürs Zuhören.

Wir wünschen viel Spaß beim Lauschen und Mit-Abwägen!

Hagen Gehritz Redakteur - P - 181762 - 31. Mai 2024 - 18:03 #

Viel Spaß beim Hören und teilt gerne auch eure Interpretationen.

Zup 15 Kenner - P - 2948 - 31. Mai 2024 - 19:49 #

Ich finde das Spiel wurde bereits ausreichend behandelt. Deshalb hätte ich eine weitere Diskussion darüber nicht gebraucht.

euph 30 Pro-Gamer - P - 130466 - 3. Juni 2024 - 7:24 #

Ich fand diesen Inhalt sehr gut und am informativsten.

Rainman 25 Platin-Gamer - - 55828 - 31. Mai 2024 - 20:03 #

Tja, eine Kritikerkonferenz zu einem Spiel, welches einen nun gar nicht interessiert...

Könnt ihr euch mal einem Spiel widmen, welches Vampiro vorschlägt. ;)
Danke für eure Mühe. Bei mir völlig vorbei.

Vampiro Freier Redakteur - - 125746 - 31. Mai 2024 - 20:14 #

Hahaha, Kommentarkudos :-D

duchess 10 Kommunikator - 500 - 2. Juni 2024 - 16:55 #

Gefühlt werden diese Wargaming-Schinken von der Presse ignoriert. Interessiert die Leute wohl noch weniger als angeblich Hellblade 2 ;)

Vampiro Freier Redakteur - - 125746 - 2. Juni 2024 - 17:01 #

Für die normale Presse ist oft der Zeitaufwand im Verhältnis zur Reichweite zu groß.

Für Nischenliebhaber wie mich ist das super, so kann ich hier viel covern und auch auf youtube gehen die Klicks mit etwas Glück ins Vierstellige.

duchess 10 Kommunikator - 500 - 2. Juni 2024 - 19:07 #

Ja, fand nur den Kommentar frech

Vampiro Freier Redakteur - - 125746 - 2. Juni 2024 - 19:27 #

Ahhh, ach so. Ich habe den nicht böse, sondern augenzwinkernd interpretiert. Ist im Internet, also geschrieben, aber schwer.

lordxeen 15 Kenner - P - 3448 - 31. Mai 2024 - 20:12 #

Ich finde die Diskussion absolut sinnvoll, da es tatsächlich kontrovers diskutiert wird.

Vampiro Freier Redakteur - - 125746 - 31. Mai 2024 - 20:19 #

Habe vorher schonmal bei Gametalk reingehört, einer davon (also, von dem weiß ich es und es ist auch Thema) hat selbst psychische Probleme und sich wohl auch deshalb schon bei Teil 1 etwas "näher" mit dem Thema befasst, schon bei Teil 1, hat wohl auch mehr oder minder Betroffene im Freundeskreis. Und die sagen wohl, dass Hellblade eine extrem seltene Krankheit darstellt und den Betroffenen von psychischen Krankheiten, erst recht durch die ganze Gewalt, einen Bärendienst erweisen würde. Wer also noch mehr zu dem Thema will, kann da auch mal reinhören (ist aber nicht wissenschaftlich oder sonderlich anspruchsvoll ehrlich gesagt).

rofen 16 Übertalent - P - 4263 - 31. Mai 2024 - 20:17 #

Auch wenn mich das Spiel nicht so interessiert finde ich es gut, dass es einen Test gibt, eine SDK, und jetzt noch eine Diskussion. Freut mich! :-)

Flooraimer 16 Übertalent - P - 4082 - 31. Mai 2024 - 21:12 #

Danke für die fantastische Wertungsdiskussion, in der unterschiedliche Sichtweisen beleuchtet werden. Leider gehe ich am meisten mit Benjamins Meinung konform, da ich durch das zähe Gameplay irgendwann auch bei der Story komplett abgeschaltet habe. Anschließend folgte die Deinstallation nach nur 2 Stunden. Schade, denn die Atmosphäre sowie der audiovisuelle Aspekt sind schon stark. Für einen möglichen dritten Teil sollte man aber an der Gameplayschraube drehen, und/oder das Gameplay extrem zurückfahren.

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 269655 - 1. Juni 2024 - 1:01 #

Bereits in den ersten beiden Stunden war mir auf dem PC klar, dass es sich bei Hellblade 2 um ein wahnwitziges, cineastisches Inszenierungsfeuerwerk handelt, dass auf dem Präsentationsniveau nicht lange durchgehalten werden kann. In seinem Innern ist das Spiel eine Walking-Sim in engen Schlauchlevels, mit teilweise intensiven und intimen Interaktionen, aufgemischt durch brutale und sehr intensive Kämpfe.

Neben der technischen und optischen Faszination, die das Spiel bei mir durchaus auslöst, empfinde ich die Psychose-Stimmen als ein wirklich stimmiges Tutorial-Tool und gelungenes Werkzeug zur Spielerführung. Sollte es öfters geben. Das genutzte Krankheitsbild passt wie die Faust aufs Auge, in anderen Titeln müssen geschwätzige und damit ziemlich nervige Sidekicks herhalten um ähnliche Funktionen zu erfüllen.

In den Kämpfen, die mechanisch simplifiziert wurden, hat mir dennoch sehr gut gefallen, dass das Button-Feedback so direkt und "verzeihend" im Sinne spontaner Umentscheidungen gestaltet ist. Will sagen, wenn ich in der Hitze des Gefechts ausweiche, zuschlage oder blocke, kann ich mich entweder blitzschnell umentscheiden und eine andere Taste drücken oder "Vertipper" instantan ausbügeln, da die durch Tastendruck ausgelösten Animationen dann nicht vollständig abgespult, sondern ebenso unterbrochen und durch die neue Aktion ersetzt oder gar verkürzt ausgeführt werden. Finde ich brillant. Ist ja alles andere als Standard. Sowas wünschte ich mir in so manchem Soulslike. FromSoftware, hörst du mich? :)

Die Rätsel sind simpel und erträglich, genauso wie die Dialoge und die Story, die durchaus ihre Stärken hat, wenn man sich drauf einlässt. Die ganzen Metaphern und Symboliken find ich echt nett gemacht. Das "simple" kommt mir entgegen, zumindest in diesem Zusammenhang. Hab ich schon erwähnt, dass ich Rätsel hasse? ;) Ich bleib auf jeden Fall dran, wenn ich die Zeit dafür finde. Mit der 7er Wertung kann ich leben, wenns für mich auch das Minimum darstellt.

Moe90 22 Motivator - - 35265 - 1. Juni 2024 - 12:53 #

Deinen Kommentar finde ich sehr passend und er deckt sich mit meinem Empfinden. Auch ich finde das Spiel audiovisuell beeindruckend, und insbesondere die Psychose-Stimmen finde ich toll gelöst. Die Kämpfe fand ich bis zum Ende eines der Highlights des Spiels - wenn auch simpel, haben sie eine gewisse Wucht mich spüren lassen, und ich fand sie für diesen im Grunde Walking Simulator mehr als passend.

Die Rätsel hätten m.E. so nicht sein müssen, insbesondere die Glyphen-Rätsel haben mich in diesem Teil sogar mehr gestört als im ersten.

In Summe gehe ich mit der 7.0 von Hagen voll mit und sehe mich auch bei seinem Fazit am ehesten vertreten. Die von Jörg angesprochenen Logiklöcher stören mich in keinem Fall, das sind Sachen, die mir so gar nicht auffallen beim Spielen (z.B. die Sache mit dem Schwert, oder das der Sklavenhändler auf einmal doch relativ normal laufen kann etc.).

Am Ende ist das sogar für mich das bisher beste Spiel für mich in diesem Jahr. Was aber wirklich nicht für dieses Jahr spricht. Leider war bisher nichts wirklich tolles für mich dabei... (ich hatte ja große Hoffnung in Dragons Dogma 2, aber wurde bitter enttäuscht).

Danke für dieses Kritikertrio. Ein tolles Format!

JensJuchzer 21 AAA-Gamer - P - 28317 - 1. Juni 2024 - 6:04 #

Danke für die tolle Wertungskonferenz.

Hier gibts wohl einige Leute die das Spiel generell nicht vertragen und dann gute Fromate madig machen. Sorry was soll das?
Macht weiter so.

Kinukawa 21 AAA-Gamer - P - 25917 - 1. Juni 2024 - 8:27 #

Ich werde das Spiel nie spielen. Das ist mir zu viel Film. Das habe ich noch nie gemocht.
Zu Heilung: Die Band ist in der Art seit Jahren einfach unvergleichlich. Konnte bisher 2 Konzerte sehen und das ist ein wunderbares Erlebnis. Kann ich jedem empfehlen, der atmosphärische Musik mag.

Kirkegard 20 Gold-Gamer - 21216 - 1. Juni 2024 - 11:32 #

Ein Blender-Spiel mit prätentiösem Überbau und wenig Substanz.
Ohne GP hätte ich es refunded.

Pat Darksider 14 Komm-Experte - P - 2264 - 1. Juni 2024 - 20:23 #

Bin sehr gespannt, da Teil 1 völlig an mir vorbei gegangen ist und der zweite Teil soweit ich das aus der SDK ableiten kann schon irgendwie interessant wirkt. Kommt zwar trotzdem ziemlich sicher auf den Stapel für Niemals, aber reizen würde mich das Spiel grafisch allemal.

Vampiro Freier Redakteur - - 125746 - 2. Juni 2024 - 12:53 #

Bin jetzt auch durch. Das Format ist wirklich klasse. Tolle Diskussion.

Ich habe nur Teil 1 gespielt, den aber, trotz kurzer Spielzeit, aus einer Mischung aus Langeweile und Genervtheit abgebrochen und (leider) immer noch nicht beendet. Nach dem Test von 2 hat mich die Lust auch nicht gepackt. Habe mir die Konferenz daher komplett gegeben und bin subjektiv spielspaßtechnisch vermutlich Team Jörg.

Hermann Nasenweier 21 AAA-Gamer - P - 26439 - 2. Juni 2024 - 18:15 #

Ich fand den ersten Teil recht ok, viele der in der Diskussion genannten Dinge haben mich auch gestört, vor allem im fortgeschrittenen Spielablauf. Am nervigsten fand ich aber die Kämpfe. Da die Erinnerung gnädig ist, bleibt hauptsächlich das Gefühl dass es ein besonderes Spiel war. Und aus diesem Grund werde ich vermutlich auch Hellblade spielen. Auch da der Vorgänger trotzdem gut genug war, dass ich ihn durchgespielt hatte.

Ich fand die Wertungskonferenz echt super, auch wie die ganzen Details diskutiert wurden. Finde das immer interessant. Könnt ihr gerne wieder öfters machen.

rammmses 22 Motivator - - 32770 - 2. Juni 2024 - 18:46 #

Hab es auch durch und stimme da insbesondere Benjamin im Grunde zu: Im Podcast fällt auch genau der Satz, den ich mir auch gedacht habe: "Ja, dann macht doch gleich nen Film."
Ja, es gibt beeindruckendes Performance Capure und großartige Kulissen, aber dieses völlige Desinteresse an jeder Art von tragfähiger Spielmechanik fand ich schon sehr irritierend. Selbst der Erstling hatte da erheblich mehr Puzzles und auch Stealth-Passagen oder verschiedene Gegnertypen, das wird hier alles gestrichen zugunsten einer "filmhaften" Inszenierung. Aber wenn ich halt am Ende nur noch den Film am laufen halte, indem ich durch die Kulissen laufe (mit exakt vorgegebener Blickrichtung und Geschwindigkeit), ein paar idiotensichere "Rätsel" löse und ein paar Kämpfe ohne jeden Anspruch, dafür etwa die Hälfte der "Spielzeit" Zwischensequenzen und pausenlose Dialoge/Monologe. Ich mag die Optik, auch Teile der Erzählung, aber im Grunde sind sie im falschen Medium unterwegs. Das ganze wirkt sehr wie so ein YouTube Zusammenschnitt der Zwischensequenzen von Spielen wie God of War, es fehlt einfach das Spiel dazwischen. Dabei mag ich auch Narrative-Games wie Heavy Rain oder Until Dawn, aber dafür fehlen hier die Entscheidungen, man kann ja durchweg nur exakt dem extrem schmalen Pfad folgen, den die Entwickler wollten. Da die Story für mich auch nicht wirklich trägt, die Hauptfigur unympatisch ist, bleibt es leider bei Grafikblender. Wäre bei einer 6.5/10 für einige wirklich atmosphärische Momente.

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 22686 - 2. Juni 2024 - 19:09 #

"Hab es auch durch und stimme da insbesondere Benjamin im Grunde zu: Im Podcast fällt auch genau der Satz, den ich mir auch gedacht habe: "Ja, dann macht doch gleich nen Film."

Ist mMn nur ein komplett anderer Effekt, wenn ich etwas passiv konsumiere (Film) oder aktiv bzw. interaktiv (Spiel). Es geht mMn auch 0 um ein Spiel, sondern darum einem eine Psychose näher zu bringen, der Versuch eine Psychose zu erleben: Die Behäbigkeit mit der man durchs Leben / im Spiel geht, die Antriebslosigkeit (man kann eben nicht durchs Leben rennen), die Stimmen, sodass man manchen Dialogen nicht mehr richtig folgen kann, sie einen anstrengen, dass man öfters wie vor einer Wand steht, man nicht weiterkommt im Leben, die Denkstörungen, immer und immer wieder das Gleiche, das repetitive sich durchkämpfen müssen, die Wahnvorstellungen, Wahrnehmungsstörungen, die veränderte Sinneswahrnehmungen etc. obwohl die (Spiel)welt doch so schön ist und alles so toll sein könnte.

Finde es super umgesetzt und nicht mit einem Film so umsetzbar. Wenn man selbst spürt wie behäbig man ist, wie nervend es sein kann immer und immer wieder das Gleiche zu machen, wenn einem die Stimmen nerven, wenn man selbst nicht mehr weiter weiß wo es langgeht, wirkt es nochmal ganz anders.

Wer aber nur ein Spiel spielen will, das Ganze auf Gameplay in hübscher Grafik runterbricht (meine damit nicht dich), der wird damit natürlich keinen Spaß haben. Aber ich gehe mal davon aus, dass das auch nicht die Intention der Entwickler war, ein weiteres Action-Adventure oder dergleichen zu schaffen.

Teil 1 hatte ich als Spiel gespielt und genervt abgebrochen. Teil 2 hatte ich aus dieser anderen Perspektive erleben wollen, konnte mich drauf einlassen und es funktionierte ziemlich gut.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24593 - 2. Juni 2024 - 19:35 #

Na ja, das Gameplay sollte eigentlich immer stimmen. Egal ob Walking Simulator oder Super Action.

Cyd 20 Gold-Gamer - P - 22686 - 2. Juni 2024 - 20:39 #

Stimmte hier doch und passte mehr als gut, wenn man es aus der Perspektive "spielte", wie ich es auch versuchte zu beschreiben.

Wenn man mit voller Freude vor dem nächsten Rätsel steht ("Juhuuu, endlich mal wieder ein Rätsel"), dann würde es die von mir vermutete Intention der Entwickler weit verfehlen (das Durchleben einer interaktiven Psychose). Mal sehr weit ausgeholt: Das Ganze soll weniger Spaß machen, sondern auf eine gewisse Art und Weise anstrengen, aber auch faszinieren. Entweder es funkt oder es funkt eben nicht. Kann daher sowohl die 9/10, als auch 4/10 Wertungen mehr als gut nachvollziehen.

Harry67 20 Gold-Gamer - - 24593 - 2. Juni 2024 - 23:16 #

Ich würde schon beides wollen: "Stimmung" aber eben auch ein Gameplay, dass gut designt ist uns nicht lieblos auf minimal Niveu abläuft. Die Faszination darf schon auf allen Ebenen stattfinden.

rammmses 22 Motivator - - 32770 - 2. Juni 2024 - 23:02 #

Was du beschreibst, klingt sehr spannend und ja, das würde ich als interaktive Erfahrung auch sehr ansprechend finden. Bei Hellblade 2 finde ich aber nichts dergleichen, die "Psychose" ist aufgesetzt durch ständige Stimmen und die eingeschränkte Bewegung empfinde ich als Gängelung der Inszenierung wegen. Wenn man das Spiel als Psycho-Simulator lesen will, funktioniert es wenig meiner Meinung nach, allein schon die durchweg filmischen Inszenierung mitsamt Cinemascope (statt einer Ego Perspektive) widerspricht komplett dem von dir beschriebenen Ansatz.

Benjamin Braun Freier Redakteur - 441551 - 3. Juni 2024 - 14:57 #

>>>Ist mMn nur ein komplett anderer Effekt, wenn ich etwas passiv konsumiere (Film) oder aktiv bzw. interaktiv (Spiel).

Ja, ich habe das aber ja konkretisiert bzw. war die "Macht einen Film draus"-Bemerkung ja bewusst überspitzt. Dass Hellblade II ohne jedwede Interaktion nicht mehr funktionieren würde, sehe ich genauso. Aber es würde imo besser funktionieren, wenn sie das Gameplay noch stärker reduziert hätten. Die Kämpfe z.B., in denen offenbar auch immer wieder mal geskriptetete Elemente eine Rolle spielen, würden mit QTEs vermutlich wesentlich besser funktionieren. Sie würden eher sogar dynamischer rüberkommen und auch wenigstens die Illusion von spielerischem Anspruch hergeben als in der enthaltenen Form. Man wäre bei einer QTE-Lösung im Kampf immer noch Teil der Action, wüsste aber genau, was man tun muss, und müsste sich nicht mit dem schablonenhaften System rumplagen. Zwei Fehler reichen zum Scheitern wäre zudem besser, als (gefühlt) auch mal drei schwere Treffer einzustecken und trotzdem noch gewinnen zu können. Geskriptete Events, bei denen mich ein Gegner mal umreißt, obwohl ich mich bis dahin ganz gut angestellt habe, müsste man dann auch nicht knicken. Das funktioniert in den Spielen von Quantic Dream oder denn Bossfights in God of War ja auch problemlos.

Das würde natürlich dem Ansatz von Ninja Theory, keine HUD-Elemente einzubauen, widersprechen, wobei der "rote Schleier" am Ende auch nichts anderes ist. Ich sehe allerdings nicht, wo eingeblendete QTE-Aktionstasten die Immersion stören würden. Mindestens mal nicht mehr, als dass man das Steuerungsmenü öffnen muss, um überhaupt zu wissen, welche Aktion ich mit welcher Taste ich eigentlich ausführe.

euph 30 Pro-Gamer - P - 130466 - 3. Juni 2024 - 7:26 #

Eines (aus meiner Sicht und meinem Konsumverhalten) eurer stärksten Formate, das ich gerne deutlich öfter hören würde.

Wotan der Greise 12 Trollwächter - 1171 - 3. Juni 2024 - 9:38 #

Kann (fast) alle Kritikpunkte nachvollziehen, aber nachdem ich da gestern mal zwei Stunden reingespielt habe, komme ich für mich zu einem viel positiveren Fazit.

Auch wenn der Vergleich hinkt: Ist ein wenig wie damals bei Unreal 1. Die Atmosphäre/Inszenierung ist so überragend fantastisch, dass fraglos vorhandene Schwächen und Ungereimtheiten für mich nicht weiter ins Gewicht fallen. Großartiges Erlebnis schon seiner Einzigartigkeit wegen.

Shake_s_beer 19 Megatalent - - 19104 - 7. Juni 2024 - 9:07 #

Danke für die interessante Diskussion! Hab's mir gerade vollständig angehört und fühle mich weiter bestätigt, dass das wohl nichts für mich ist. Daher waren auch die Spoiler kein Problem für mich.

Ich kenne mich mittlerweile gut genug,um zu wissen, dass bei Spielen für mich immer das Gameplay der entscheidende Punkt ist. Alles andere ist deutlich nachgeordnet. Hellblade 1 habe ich noch gespielt und hab mich schon da irgendwann eher durchgequält, weil es mir keinen rechten Spaß mehr gemacht hat. Und wenn Teil 2 auf Seiten des Gameplays noch reduzierter ist, dann lasse ich das getrost aus.