Rettungsmission von Vampiro

Spiele-Check: Sons of Valhalla – 2D-Action-Strategie aus Deutschland
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

PC
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Vampiro 125740 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,A7,J10
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14. April 2024 - 11:24 — vor 6 Wochen zuletzt aktualisiert
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Die Kingdom-Reihe erfreut sich großer Beliebtheit. Genau jenes 2D-Basebuilding-Strategiespiel nimmt sich Sons of Valhalla vom deutschen Entwickler Pixel Chest zum Vorbild, versieht es aber mit einem Twist: Mit dem Protagonisten Thorvald Olavson nehmt ihr anders als in Kingdom aktiv am Kampfgeschehen teil. Und zu kämpfen habt ihr einiges, denn euer Dorf wurde überfallen, euer Vater getötet und eure Liebste Raya entführt. Die Spur führt nach England, nur leider findet ihr schon im Sturm den Tod. Doch Odin hat noch etwas mit euch vor und schickt euch die Bifröst hinunter zurück nach Midgard. Das Abenteuer kann beginnen!
Der Levelstart ist bescheiden, zum Glück versorgt euch euer Heimatdorf regelmäßig. Unten die gute Übersicht über das Level (spätere sind größer).
Von links nach rechts
Jedes der fünf Kapitel startet ihr mit einer beschaulichen Methalle und zwei Bauslots. Ein Schiff aus der Heimat versorgt euch regelmäßig mit Hacksilber, Holz und Fisch. Die Ressourcen findet ihr auch in Truhen und als Belohnung von Gegnern, müsst aber auch eine eigene Holz- und Fischindustrie hochziehen. Mit den Ressourcen wertet ihr eure Halle immer weiter auf, schaltet so Bauslots frei und könnt auch die Gebäude weiter aufwerten, was die Einnahmen oder Einheitenproduktion erhöht und Zugang zu neuen Forschungen, zum Beispiel verbesserte Nahkampffähigkeiten, gewährt. Auch die Kapazität eurer Vorratskammern und die Einheitenkapazität lässt sich so steigern.
Die Rettungsaktion führt euch durch ganz England.


Eure Armee befehligt ihr mit einem über RB zu öffnenden Radialmenü und lasst sie, bis hin zu einzelnen Einheitentypen, euch folgen oder die Stellung halten, einen Schildwall oder auch den Angriff befehlen. Auf jeder Karte gibt es gegnerische, leicht befestigte Außenposten, die jeweils einen Miniboss bieten, und schwerer geschützte Siedlungen. Eroberte Außenposten bringen euch regelmäßig Ressourcen, ihr tauscht Silber gegen Holz oder Fisch und könnt einen der Söldnertypen, zum Beispiel Heiler und Pyromanten, rekrutieren. Pro Außenposten lässt sich ein Söldner rekrutieren. Leider seht ihr in der an sich guten Übersicht am unteren Bildschirmrand nicht, ob ein Außenposten gerade einen Söldner stellt oder nicht. Die Siedlungen entsprechen eurem Startdorf, sodass ihr euer Ressourceneinkommen erhöhen, weitere oder auch speziellere Gebäude wie die Belagerungswerkstatt, oder Gebäude für Schmied oder Schamanen errichten könnt. Zwischen euren Außenposten und Siedlungen könnt ihr per Schiff schnellreisen.

Der Gameplay-Loop, die rund acht Spielstunden sind dafür der richtige Sweet-Spot, besteht im Kern darin, dass ihr euch immer weiter nach rechts vorarbeitet. Es geht also darum, die richtige Balance aus Aufleveln, Rekrutieren und Angreifen zu finden. Ihr selbst solltet eure Armee aktiv unterstützen und dem Endboss jedes Levels müsst ihr euch im Zweikampf stellen.
Die Kämpfe und Belagerungen sind ein spaßiges Kernelement. Eine gut zusammengestellte und aufgelevelte Armee erleichtert den Fortschritt.
Selbst ist der Wikinger
Als Thorvald seid ihr nicht zum Zuschauen verdammt. Ihr schwingt das Schwert mit leichten und schweren Attacken, blockt Angriffe mit dem Schild oder weicht ihnen rollend aus. Für den Fernkampf habt ihr anfangs nur den Bogen, später aber auch mächtige Wurfspeere, Feuerpfeile oder einen Feuertopf. Euer kämpferischer Einsatz wird benötigt, so dass sich Sons of Valhalla doch spürbar von Kingdom unterscheidet. Gegen schwindende Lebenskraft hilft der herzhafte Biss in die Fleischkeule und Ausdauerschwäche behebt ihr absolut realitätsnah mit einem Schluck Met. Kampfstärke, Lebenspunkte und Anzahl der verfügbaren Verbrauchsgüter, wobei ihr nur Nahrung und Met in einer Basis auffüllen müsst, steigert ihr im Spielverlauf immer weiter.
Die Geschichte wird in Dialogen und manchmal auch Sequenzen erzählt.


Ihr findet außerdem Runen verschiedener Kategorien und Qualitätsstufen, die euch oder eure Truppen buffen. Manche kommen jedoch für einen Preis, etwa das Risiko, dass ihr selbst vielleicht etwas von dem Schaden einsteckt, den euer Trupp erleidet. Für jede Kategorie hat euer Gürtel entsprechende Slots, deren Zahl ihr mit Sockelsteinen erhöhen könnt. Wenn ihr sterbt, trefft ihr Odin und müsst eine der Runen abgeben, um zurück nach Midgard zu dürfen. Das gilt nicht für besondere rote Runen, die ihr einmal pro Level an Runensteinen ergattert, wobei ihr einen von drei auswählt. Durch die Runen könnt ihr euch und eure Armee individualisieren. Ich habe vor allem versucht, meine normalen Nah- und Fernkämpfer zu buffen und die Wurfspeere zu optimieren, denn die machen viel Schaden und werfen viele Standardgegner sogar um.

Durch steigende Spielerfahrung und den Ausbau von Fähigkeiten sowie Runenbuffs war in meinen rund acht Spielstunden eigentlich das erste Kapitel am schwierigsten, es wurde mittlerweile durch Patches aber etwas leichter gestaltet. Insgesamt kam ich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad zwar immer mal ins Schwitzen, aber doch gut durch. Auch die abwechslungsreichen Bosse mit zumindest zwei Phasen konnte ich meist im ersten Versuch legen, vor allem aber immer wieder durch Ausweichen und Fernkampf. Als Veteran könntet ihr daher überlegen, gleich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu starten. Oder ihr spart ihn euch für einen zweiten Run auf.
Viel Bling-Bling hilft viel. Held und Armee individualisiert ihr mit Runensteinen.
Fazit
Mit zunächst der Preview- und dann ab Kapitel vier der Release-Version habe ich mich ohne merkbare Bugs problemlos und mit viel Spaß durch die Kapitel gekämpft. Neben der Kampagne wird auch ein Horde-Modus geboten. Durch Patches gab es ein paar Bugfixes und Balancing-Anpassungen. Eine Schleich-Passage mit Raya am Ende von Kapitel drei wurde aufgrund negativer Spieler-Rezensionen sogar zunächst aus der Kampagne verbannt. Inzwischen wurde der Abschnitt wieder eingefügt, lässt sich aber nun überspringen. Zum Glück sage ich, denn Raya wird darin mehr ausgearbeitet und ist nicht mehr nur eine passive Figur.

Die detaillierte Pixelgrafik und das Sounddesign gefallen mir sehr gut. Die Geschichte eurer Befreiungsmission wird vor allem in den Dialogen mit den Bossgegnern gut erzählt und hält am Ende nicht nur eine Überraschung parat, sondern soll sogar fortgeführt werden. Das Abenteuer um die Rettung von Raya kommt jedoch zum Abschluss.
  • 2D-Action-Basebuilding
  • Einzelspieler
  • Einsteiger bis Profis
  • Preis: 19,99 Euro (derzeit 17,99 Euro)
  • In einem Satz: Bildhübsches Kingdom-Like mit kämpferischer Note und bewährtem Gameplay-Loop.

Video:

Vampiro Freier Redakteur - - 125740 - 14. April 2024 - 11:38 #

Viel Spaß beim Lesen!

RoT 21 AAA-Gamer - P - 26923 - 14. April 2024 - 12:18 #

Danke für den Check :D.

Ich meine es nicht gelesen zu haben, aber sind die Levels prozedural genereirt, wie (ich meine) in Kingdom? Oder ist die Schwierigkeit der einzige Wert, mit dem man den Wiederspielwert erhöhen kann?

Vampiro Freier Redakteur - - 125740 - 14. April 2024 - 12:21 #

Hi, sehr gerne :)

Die Level sind meines Erachtens handgebaut und haben entsprechende Zwischengegner und Bosse.

Wiederspielwert ist dann, neben Spielspaß, als Karotte nur ein höherer SG. Daneben gibt es noch den Hordemodus. Die Kampagne dauert rund 8 Stunden, mich zumindest.

Wuslon 20 Gold-Gamer - - 21568 - 14. April 2024 - 16:57 #

Sehr cool, vielen Dank. Obwohl Strategie gar nicht so meins ist, hört sich das wirklich gut an. Und der Trailer sieht auch gut aus. Hmmmmm

Vampiro Freier Redakteur - - 125740 - 14. April 2024 - 18:07 #

Sehr gerne :)

Tendenziell ist der Strategieteil der deutlich kleinere und dein eigenes, kämpferisches agieren hat sozusagen den höheren Anteil. Da gibt es dann auch Spezialattacken usw. Wenn du einmal ungefähr ein Gefühl fürs Basebuilding und die Rekrutierung entwickelt hast, das geht recht schnell, bist du gut gewappnet. Es gibt im Spielverlauf zwar auch neue Gegner und Einheiten, die bringen Flavour und Optionen, wälzen das Geschehen aber nicht um.

Wenn du daher eher wegen der Strategie zögerst, die ist imho der spürbar kleinere Teil.

Labrador Nelson 31 Gamer-Veteran - P - 269549 - 14. April 2024 - 19:26 #

Kleine Korrektur: das letzte Bild ist falsch verlinkt, bei Klick kommt Bild 2 zum Vorschein.

Vampiro Freier Redakteur - - 125740 - 14. April 2024 - 22:06 #

Vielen Dank, ist korrigiert.

Ganon 27 Spiele-Experte - - 84200 - 16. April 2024 - 11:51 #

Die Einordnung bei den Spiele-Checks fehlt noch.

Deklest 13 Koop-Gamer - 1576 - 14. April 2024 - 19:57 #

Danke für den Check.
Das klingt alles sehr gut. Ich hab das mal auf meine Wunschliste gepackt.

Vampiro Freier Redakteur - - 125740 - 14. April 2024 - 22:07 #

Sehr gerne :)

Cool, für wenn es soweit ist, schonmal viel Spaß :)

Deklest 13 Koop-Gamer - 1576 - 15. April 2024 - 23:00 #

Danke schön :)

Zille 21 AAA-Gamer - - 26506 - 24. April 2024 - 8:27 #

Toller Test, interessantes Spiel. Danke Vampiro!

Kingdom habe ich etliche Stunden gespielt, bevor mich die immer gleiche Routine gelangweilt hat. 8 Stunden hört sich nach einem guten Wert für so eine Art Spiel an. Das werde ich garantiert mal zwischen zwei größeren Spielen ausprobieren.

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