Über Clickbait, Doom und mehr

Wochenend-Lesetipps 02/2024: Führende Zwerge empfehlen diese Lesetipps
Teil der Exklusiv-Serie Lesetipps fürs Wochenende

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3. Februar 2024 - 10:00 — vor 3 Wochen zuletzt aktualisiert
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Was es mit dem Titel der Lesetipps auf sich hat? Naja, irgendwo gibts einen Beitrag über Zwerge und ansonsten reden wir über Clickbait und über den Games-Journalismus. Wenn es uns dann noch nicht reicht, gibt es eine große Portion Retro und Hintergründe zum Thema Cosplay. Zuletzt bleibt mir noch eine Entschuldigung über die ausgefallenen Lesetipps im Januar, aber aufgrund eines Trauerfalls war ich damals verhindert.
 

Mehr geht (fast nicht): Zu Besuch bei René Meyer samt der größten privaten Konsolen- und Spielesammlung der Welt
igorslab.de am 06.12.2023, von Igor Wallossek

Der Eine oder Andere User hier hat ja auch durchaus eine beeindruckende Sammlung an Spielen und Konsolen. Es gibt aber immer Leute die noch einen drauf setzen müssen. Der hier vorgestellte René Meyer hat es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft mit seiner beeindruckenden Sammlung. Vielleicht weckt das ja bei manchen Usern auch das Bedürfnis, diesen Sammler zu übertrumpfen, damit wir auch darüber berichten können:

René und ich kennen uns seit fast zwei Jahrzehnten und irgendwann musste es jetzt doch einmal sein. Denn während ich mich kontinuierlich einbremse, nicht alles aufzuheben, hat er daraus sein Lebensziel aufgebaut. Und so entstand seine beeindruckende Sammlung von Computerspielen, die als weltgrößte Sammlung von Spielkonsolen sogar ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde. Diese Sammlung umfasst unglaubliche 30.000 Exponate, darunter 1.000 Spielkonsolen, Heimcomputer und LCD-Spiele sowie 10.000 Spiele und verschiedenes Zubehör.Er präsentiert diese Sammlung auch als als Wanderausstellung unter dem Namen „Haus der Computerspiele“, die regelmäßig auf Publikumsmessen, Kongressen und in Museen gezeigt wird und der Rest lagert bei ihm zu Hause, wo er sich quasi ein großes Haus rund um diese Sammlung herum gebaut hat. Und genau dorthin werde ich Euch heute einmal mitnehmen und wir werden gemeinsam staunen, was sich in den vielen Räumen bis hin in die letzte Ecke des Kellers so alles verbirgt. Es wird also auch einer der seltenen privaten Einblicke in eine Anhäufung von Dingen, die wir vielleicht alle schon einmal gesehen oder sogar auch besessen haben. Apropos besessen…

Krise der Gaming-Magazine :Neue Clickbait-Opfer
taz.de am 30.01.2024, von Martin Seng

Ein Bericht über den aktuellen Games-Journalismus im allgemeinen am Beispiel der Einstellungen zweier Print-Hefte, nämlich der Games Aktuell und der Game Pro. Es kommen auch zwei Experten zu Wort, die die Lage jedoch absolut unterschiedlich einschätzen.  

Jede Sparte hat ihre Magazine, auch wenn sie noch so klein ist. Luftfahrtbegeisterte haben die Flug Revue, Ang­le­r:in­nen lesen Fisch & Fang, MC1R ist ein Magazin für Rothaarige, und Or­gel­spie­le­r:in­nen informieren sich in Die Hausorgel. Auch Videospiele haben seit Jahrzehnten ihre Magazine am Kiosk. Inzwischen ist Gaming aber längst kein Nischenthema mehr, sondern ein Multimilliardengeschäft. Doch der Journalismus rund um Spiele ist – bis auf wenige Ausnahmen – ein Geschäft mit Reichweite. Zudem stecken die Print-Gaming-Magazine in einer tiefen Krise. Das zeigt jüngst auch die Einstellung der beiden ehemals großen Magazine Games Aktuell und GamePro.
 

Clickbait (Fröhlich am Freitag)
gameswirtschaft.de am 02.02.2024, von Petra Fröhlich

Die Verfasserin dieses Beitrags, hat den o.g. TAZ Artikel ebenfalls gelesen und eine ganz eigene Meinung dazu, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. 

Der Games-Journalismus steckt angeblich in der Krise. Schon wieder. Wenn das mal keine Fake-News sind. Oder schlimmer noch: Clickbait [...] in dieser Woche hat mir der Facebook-Algorithmus einen hübschen Beitrag der Taz in den Feed gespült. Überschrift: „Neue Clickbait-Opfer“. Der Artikel nimmt die jüngste Einstellung der Traditions-Zeitschriften GamePro und Games Aktuell zum Anlass, eine „Krise der Gaming-Magazine“ festzustellen, die arglose Gamer in die Fänge schamloser Online-News-Fabriken treibt. Erster Gedanke: ‚Krise‘? Welche ‚Krise‘? Schließlich ist dies ein Prozess, der seit etwa zwei Jahrzehnten anhält. Und irgendwann mit der Einstellung einzelner Produkte endet, weil sie sich möglicherweise nicht länger rechnen. Sicher, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.
 

Langer lästert: Skandal! Wir wollen Geld verdienen!
gamersglobal.de am 22.11.2012, von Jörg Langer

Irgendwie passt es zum Thema der letzten beiden Beiträge und daher gibts hier ein Langer lästert aus dem Archiv. Wir erinnern uns an den Skandal als herauskam, dass GamersGlobal vielleicht wirklich Geld verdienen möchte. In epischer Breite hier nachzulesen: 
 

Achtung, GamersGlobal-User: Nach jahrelanger verdeckter Recherche können wir Ihnen heute mitteilen, dass wir, die Anonymen Sinn Sucher, einem perfiden Geheimnis auf die Spur gekommen sind. Eine bittere, die Grundfesten des Spiele-„Journalismus“ (bitte Anführungszeichen beachten, hihi) erschütternde, aber nicht anders zu erwartende Wahrheit. Bitte setzen, tief durchatmen und die schreckliche Erkenntnis in ihrer ganzen Tragweite auf Sie wirken lassen: GAMERSGLOBAL WILL GELD VERDIENEN!
 

30 Jahre "Doom": Zur Hölle mit dir!​
heise.de am 08.12.2023 von Paul Kautz

Schockierend aber wahr, Doom und Doom 2 gehörten zu meiner Kindheit auch wenn ich damals sicher noch zu jung war laut der damaligen BzKJ. Entgegen so mancher politischer Äußerungen haben der Konsum dieser Spiele in jungen Jahren mich nicht zu einem gefährlichen Amokläufer werden lassen(Killerspiele!!!!1elf!). Aber weniger von mir und mehr von Doom. Die Serie hat inzwischen auch schon 30 Jahre auf dem Buckel, ein guter Grund also mal drüber zu schreiben:

"What you got in there?" "In here? Doom!". Diese knappe Antwort aus dem Mund des jungen Pool-Spielers Vincent Lauria, dargestellt von Tom Cruise im 1986er Martin-Scorsese-Film "The Color of Money" (bei uns "Die Farbe des Geldes") war es, die "Doom" seinen Namen geben sollte. Den perfekten Namen, wohlgemerkt: kurz, prägnant, auf den Punkt, unheilschwanger. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich Ende 1993 mit meinem wackeligen BMX zu Escom geradelt bin, einer damals echt großen Kette für Computerkram. Das habe ich eigentlich jede Woche gemacht. 1993 war das Internet ja noch nicht mal ansatzweise so allgegenwärtig wie heute, und ich hatte kein Modem zuhause. Also strampelte ich halbwegs regelmäßig die knapp vier Kilometer zur nächsten Escom-Filiale, immer ein paar frisch formatierte 3.5"-Disketten im Rucksack, um mir den neuesten Kram zu saugen. Da gab es eine hochmoderne und halbwegs aktuell gehaltene Runterladstation, in die man die eigenen Disketten reinstecken musste, dann die Programme auswählte, bevor diese automatisiert draufkopiert wurden und man dann die daraus resultierende Menge an Inhalt vorn an der Kasse bezahlen musste.
 

BIS ZUM ABSTURZ: 13-Jähriger bezwingt als erster Mensch überhaupt Tetris
golem.de am 03.01.2024, von Sebastian Grüner

Bis zu diesem Artikel war mir nicht bewusst wie ein Ende von Tetris aussehen könnte oder ob es überhaupt eines gibt. Bemerkenswert finde ich zudem dass ein heutiger 13-jähriger noch Tetris spielt:

Der erst 13-jährige Tetrisspieler mit dem Pseudonym Blue Scuti hat als erster bekannter menschlicher Spieler Tetris faktisch zu Ende gespielt. Inzwischen hat Blue Scuti eine Aufnahme seines Spiels auf Youtube veröffentlicht. Das Besondere daran: statt eines Highscores oder des mittlerweile in Spielen üblichen Abspanns ist das Ende von Tetris ein unvorhergesehener Absturz in einem extrem hohen Level. Dazu brauchte Blue Scuti etwa 38 Minuten kontinuierlichen Spiels. Bisher war das nur einer KI gelungen.
 

Führende Zwergen-Spiele stellen ernste Forderung an Steam
mein-mmo.de am 02.02.2024, von Schuhmann

Auch wenn es nur eine "News" mit fragwürdigem Inhalt ist, mag ich sie einfach aufgrund des Schmunzelfaktors. Ein Streit zwischen Zwergen und Steam. Wer da wohl gewinnt?

Das Strategie-Spiel Dwarf Fortress und das SF-Spiel Deep Rock Galactic gelten als zwei herausragende, gute Spiele um Zwerge. Die Entwickler forderten ein „Zwergen“-Tag von Steam. Doch Valve sagte Nein. Nun planen die Zwerge einen “sehr ernsten” Aufstand.

Wie ich zum Cosplay kam
videospielgeschichten.de am 13.01.2024, von Falu

Cosplay fasziniert sicher nicht jeden, mich aber schon und da ich die LTs heute schreibe müsst ihr da jetzt durch. Oder auch nicht, falls ihr diesen Beitrag überspringt. Wie dem auch sei, hier berichtet eine Cosplayerin wie sie denn überhaupt mit dem Hobby in Berührung kam. Wer sich näher dafür interessiert, dem lege ich hierzu auch die Folge der 2018er Japandoku nahe.

Ja, wie bin ich eigentlich zum Cosplay gekommen? Da müssen wir schon ziemlich weit in der Zeit zurückgehen, um eine Antwort zu finden. Genauer gesagt, als ich noch Zuhause gewohnt habe. In einem wirklich kleinen Dorf. Jeder kannte jeden und eine Gruppe von Leuten in meinem Alter fingen mit Pen & Paper Rollenspielen an.

 

Im Video: Paris: Assassin's Creed Unity und die Revolution | ARTE Family​​​​​​

ARTE berichtet hier über die französische Revolution in Kombination mit dem Spiel Assassin's Creed Unity.

Eine besondere Freude war es mir diese Ausgabe zu erstellen, denn es kamen wieder unheimlich viele Tipps von euch. Ein paar haben es aufgrund der schieren Menge (was auch an der langen Pause liegt) leider nicht in die Ausgabe geschafft. Ein herzliches Dankeschön geht an die folgenden Tippgeber (auch an solche, deren Tipps es nicht in die Ausgabe geschafft haben): Drapondur, Jonas S., Johannes, Alain, kdoubleu, Lencer und Q-Bert. Ihr erleichtert die Arbeit für die Lesetipps enorm!

Eine große Freude könnt ihr  Necromanus mit euren Lesetipps und Videos für die nächste Ausgabe machen. Schickt einfach eine Nachricht an mich und ihr lest euch das nächste Mal in der Danksagung.

Video:

Apfelsaft 17 Shapeshifter - P - 6377 - 3. Februar 2024 - 10:49 #

Über das Tetris-Thema hatten wir auch eine News auf GG: https://www.gamersglobal.de/news/276491/13-jaehriger-bringt-die-nes-version-von-tetris-in-level-157-zum-absturz

Necromanus 19 Megatalent - - 18044 - 3. Februar 2024 - 11:20 #

Das ist mir wohl entgangen oder entfallen. Ich hatte leider im Januar ein bisschen viel um die Ohren. Sorry

Moe90 21 AAA-Gamer - - 25450 - 3. Februar 2024 - 11:36 #

Ich habe es schon auf einer anderen Seite geschrieben. Ich finde Markus Schwerdtels Take im Taz Artikel wahnsinnig undifferenziert, und fairerweise sogar unterirdisch gegeben der Situation, die wir auf breiter Bühne im deutschen Spielejournalimus erleben. Selbst wenn es GameStar und den Webedia Marken gut gehen sollte, dann muss man das differenzierter darstellen und nicht davon reden, dass es dem spielejournalismus so gut wie nie zuvor geht.

Beim Lesen des Artikels von Petra Fröhlich gestern Abend saß ich dann mit noch mehr Kopfschütteln am Handy. Immerhin gibt es unter dem Artikel einiger Kommentare bereits, die das völlig anders sehen.

Jetzt fehlt nur noch Heiko Klinge, der davon erzählt, dass es bei GameStar kein Clickbait gibt.

Noch skandalöser ist nur, dass der Langer Geld mit GamersGlobal verdienen will. Was fällt ihm nur ein ;D (der letzte Absatz ist Spaß)

Green Yoshi 22 Motivator - P - 35915 - 3. Februar 2024 - 11:50 #

Zu der Thematik empfehle ich auch noch den aktuellen Feierabendbier-Podcast mit Jochen Gebauer und Jörg.

Moe90 21 AAA-Gamer - - 25450 - 3. Februar 2024 - 11:53 #

Definitiv, die beiden zeichnen eher ein anderes Bild ;D Muss man allerdings The Pod abonniert haben. Episode ist empfehlenswert

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10410 - 3. Februar 2024 - 21:38 #

Ich empfinde beide Artikel als hochgradigen Käse.
Schwerdtel und Fröhlich laden zum Kopfschütteln ein, aber auch das Geseier von Luibl über den Journalisten als Erfüllungsgehilfen der Industrie und das Geraune über Hinterzimmerdeals kann ich echt nicht mehr hören.
Printmagazine wurden von Onlinemagazinen klein gemacht, da die umsonst und aktueller waren. Onlinemagazine wollten dann irgendwann auch Geld verdienen und haben dann ihre Kundschaft an Influencer & co verloren. Die breite Masse will schnell, billig und laut. Und in dem Punkt gebe ich Fröhlich recht: Von einem feuilletonistischen Spielejournalismus-Ansatz könnten in Deutschland höchstens eine Handvoll Gestalten leben.

Moe90 21 AAA-Gamer - - 25450 - 4. Februar 2024 - 12:55 #

Ich empfinde das ähnlich wie du. Auch Jörg Luibl ist mir da wieder viel zu undifferenziert und einseitig. Ich lese sehr gerne seine Besprechungen, aber seinen Ausführungen zum Journalismus in Deutschland werde ich auch langsam müde.

Und auch beim Thema feuilletonisticher Ansatz im Spielejournalismus bin ich zumindest in Teilenbei dir und Petra Fröhlich.
Das ist für mich allerdings eher ein Argument, dass es dem aktuellen Spielejournalismus gar nicht sonderlich gut geht. Die Magazine Wasted und Gain sind mittlerweile zu, das Modell hat nicht funktioniert wirtschaftlich. Das kann man als Begründung dafür hernehmen, dass der „Markt“ so etwas nicht haben will und das eben zurecht auch sterben soll. Für den Zustand der Branche - zumindest den qualitativen Zustand - spricht das aber nicht meines Erachtens.

Epic Fail X 18 Doppel-Voter - P - 10410 - 4. Februar 2024 - 23:35 #

Exakt. Es wurde ja versucht, aber die Nachfrage war einfach nicht ausreichend vorhanden. Klar, man kann immer argumentieren, dass das Angebot nicht gut genug oder an der Kundschaft vorbei produziert war.
Und es wird immer noch versucht, z.B. in Form vom Luibl selbst. Der hat auch ganz schön zu kämpfen, hat wohl im letzten Jahr - von einem ohnehin nicht sehr hohen Niveau kommend - ordentlich Abonennten verloren.

Vampiro Freier Redakteur - - 119519 - 5. Februar 2024 - 3:42 #

Das ist der generelle Trend in der Spieleberichterstattung.

Darum die Flucht von vielen Bohnen und etwas später auch Maurice Weber zu Twitch.

Das ist natürlich eine völlig andere Art Inhalt. Der eher klassische Inhalt wird kaum noch gefragt. Gleichzeitig gibt es viele gute, kostenlose Kanäle auf Youtube, wo "Hobby-Experten" eines Spiels oder einer Spielereihe teilweise richtig guten Content liefern (auch wenn das nicht unbedingt journalistische Standards hat, aber waren früher alle Tests so geil? Gerade die kleineren mit fast keiner Spielzeit waren es zumindest nicht).

Dass die Retrogamer jetzt so einen tollen Zwischenerfolg erreicht hat, ist klasse. Der Zwischenerfolg sind 3000 Abos. Da wäre früher doch niemand für morgens aufgestanden.

Gleichzeitig gibt es immer mehr Spieler. Wo sind die? Bei Fortnite-Streamern und im Mobile-Store. Dass aber klassische Inhalte trotzdem derart eingebrochen sind, ist schon krass.

Green Yoshi 22 Motivator - P - 35915 - 3. Februar 2024 - 12:17 #

Wegen der Einstellung von Gamepro und Games Aktuell würde ich auch nicht gleich eine Krise im Spielejournalismus herbeireden. Solche Magazine, die einfach nur den Inhalt der Website aus den letzten vier Wochen zusammenfassen und ein paar YouTube-Videos auf DVD pressen, haben sich überholt.

Nischenmagazine wie die Retro Gamer und M!Games haben aber sicher eine Zukunft. In der aktuellen Ausgabe der M!Games ist z.B. ein Interview mit den Machern von Earthion, ein Mega-Drive-Spiel im Jahr 2024. Das Interview wurde in Hino (eine Stunde westlich von Tokio) vor Ort geführt. Ebenfalls in der Ausgabe befindet sich ein achtseitiges Special zum japanischen Studio Sunsoft in Konan, das auch vom Autor besucht wurde. Sowas ist im reichweitengetriebenen Online-Journalismus einfach nicht vorstellbar.

"Chef, soll ich mich in den Flieger nach Japan setzen um ein unbekanntes Studio zu besuchen oder zusammen mit ChatGPT darüber spekulieren was Taylor Swift gerne zockt und ein fiktives Interview mit ihr führen?
Chef: Interview mit Taylor Swift? Geil, mach mal. Aber denk an die Sache mit Schumi und übertreib es nicht in der Überschrift."

Wobei ich den den Clickbait-Journalismus hierzulande wesentlich schlimmer finde als in den USA. Dort gibt es keine VG Wort und daher keine Notwendigkeit Banalitäten zu Textwüsten aufzublähen.

Vampiro Freier Redakteur - - 119519 - 3. Februar 2024 - 14:00 #

Ich lache mich schlapp über die Ausssage zum Spielejournalismus. Klar finde ich heutzutage viel mehr und besser und schneller Informationen.

Aber doch nicht wegen der Journalisten. Die Gamestar hat zum Beispiel mit Journalismus nahe nix mehr zu tun. Content Creator sind auch keine Journalisten, auch wenn es da viele tolle Inhalte gibt. Manchr Influencer sind sogar eher Werbepartner, wie zB Writing Bull, der da auch transparent ist.

Und selbst wenn man die GS Website als journalistisch werten möchte ( lol ) sind ich meine 17k Plus-Abos Lichtjahre von ehemaligen Heftzahlen entfernt, auch die aktuellen Heftzahlen reißen das nicht raus.

Journalistische Inhalte gibt es nur noch in immer kleiner werdende Nischen.

Noodles 26 Spiele-Kenner - P - 74801 - 3. Februar 2024 - 15:04 #

Dass die Gamestar nix mehr mit Journalismus zu tun hat, stimmt aber nun auch nicht. Im Heft und Plus-Bereich gibt es oft genug journalistische Artikel, z.B. jetzt aktuell die Hintergrund-Recherche in Kooperation mit Game Two zu The Day Before. Im offenen Bereich sieht es halt eher mau aus, aber der finanziert halt solche Artikel nicht. Aber du bist in deiner Meinung zur Gamestar ohnehin völlig festgefahren seit der Sache mit Civ 6, da kann man dir erzählen, was man will, die Gamestar ist für dich einfach Mist.

Vampiro Freier Redakteur - - 119519 - 3. Februar 2024 - 15:57 #

Das sind leider nur noch die Tropfen auf den heißen Stein. Schlechter Journalismus und Clickbait finden sich mittlerweile auch im Bezahlbereich.

Ganz unabhängig davon sind doch aber 17.000 Abos kein toller Erfolg im Sinne von Spielejournalismus (wenn es denn welcher wäre ;) ) ginge es nie besser.

Das gilt wenn dann nur finanziell. Das Kernteam der Gamestar ist vermuztlich klein wie nie (siehe Teamseite). Von den Einnahmen bleibt aber viel (viel mehr als bei Print) hängen. Selbst mit dem günstigsten Jahresabo gerechnet sind es 1,221,96 Millionen Euro im Monat. Kosten für Server, Kernredaktion, Freie Autoren. Die Einnahmen von der Zeitschrift sind da nicht mit dabei. Dazu kommen noch Einnahmen durch Werbung (die auch gerne mal von Journalisten vorgelesen wird, z.B. zu Intimrasuren) und Werbepartnerschaften (wie bei Civ ;) ).

Unter Rendite-Aspekten geht es der GS vermutlich schon so gut wie nie.

invincible warrior 15 Kenner - 3226 - 3. Februar 2024 - 23:36 #

Arte arbeitet schon länger mit Ubisoft zusammen. Die hatten Unity manchmal benutzt, aber noch viel mehr Origins, wo die das Leben in Alexandria mittels Origins illustriert haben. Ist ja auch eigentlich keine schlechte Idee anstatt der früheren einfachen CGI Grafiken jetzt eben die Spiele zu nutzen.

RoT 21 AAA-Gamer - P - 25490 - 4. Februar 2024 - 1:42 #

ich habe so ziemlich ähnliche bilde bei Rene meyer geschossen, leider die Hälfte verwackelt...

der Artikel von dem Kollegen ist auber super umfangreich und toll gemacht... mmmh es sinkt die Motivation

Danke aber trotzdem für die Tolle Lesetipps-Schau.

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40051 - 4. Februar 2024 - 11:24 #

Vielen Dank für die Lesetipps. Da habe ich ja was zu Schmökern. :)

Ridger 22 Motivator - - 34578 - 4. Februar 2024 - 11:47 #

Wieder ein paar schöne Dinge dabei! Vielen Dank!

Lencer 19 Megatalent - P - 14418 - 5. Februar 2024 - 6:48 #

Ich spiel gerade wieder Craft the World und im Sinne meiner Untertanen fordere ich: Her mit dem Zwergentag!

cruzha 10 Kommunikator - 412 - 5. Februar 2024 - 8:44 #

Um das mit den Abozahlen mal in Relation zu setzen: Die "neue", "eigene" RetroGamer hat die 3000er-Marke an Abos geknackt, für ein "Nischenmagazin" ein positiver Zwischenstand. Im Gegensatz dazu der einstige Mainstream, die einst stolze N-Zone wird aus irgendwelchen Gründen tatsächlich noch mit unter 5000 Abos am Leben erhalten, Tendenz fallend.

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