Agent Null Null Kiryu

GC23: Like a Dragon Gaiden gespielt, 100 Mann in wenigen Minuten verprügelt

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Hagen Gehritz 178859 EXP - Redakteur,R9,S10,A9,J10
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23. August 2023 - 17:07 — vor 38 Wochen zuletzt aktualisiert

Teaser

Sega holt Kazuma Kiryu aus dem Ruhestand und der beweist im Spin-Off The Man Who Erased His Name, dass er mit den Jahren nicht nachlässt, er haut sogar mächtiger rein denn je!
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Wer es verpasst hat: Die Yakuza-Reihe heißt nun offiziell Like a Dragon (in Japan hörte sie schon immer auf den entsprechenden Titel Ryu ga Gotoku). Wo der siebte Hauptteil Yakuza - Like a Dragon einen neuen Helden einführte und auf ein rundenbasiertes Kampfsysystem wechselte, gibt sich das Spin-off Like a Dragon Gaiden - The Man Who Erased His Name dagegen ganz klassisch: Ihr spielt den altgedienten Helden der Vorgängerspiele, Kazuma Kiryu, und prügelt euch ganz direkt durch die Unterwelt. Die Handlung des Ablegers (der deutlich weniger umfangreich als die jüngsten Hauptteile ausfallen soll) ist dabei zwischen Yakuza 6 und Yakuza - Like a Dragon angesiedelt.

In einer PS5-Demo auf der Gamescom 2023 wurde ich direkt ins Geschehen geworfen: Kazuma fliegt mit einer Begleiterin zu einem riesigen Container-Schiff, das auch "Das Schloss" genannt wird. Der Grund dafür wird bald klar: Hinter dem großen Wall aus Containern und einem schweren Stahltor liegt eine geheime Unterwelt-Spielwiese mit Casinos, Boutiquen, Cabaret Club, Kampfarena und wortwörtlich einem Schloss.

Direkt machen mich ein paar streitlustige Yakuza an und ich werde in die große Besonderheit des Kampfsystems eingeführt: Unser Held nutzt in The Man Who Erased His Name vier Gadgets, die einem Agenten gut zu Gesicht stünden. Ich setze sie ein, indem ich einen der vier Face-Buttons gedrückt halte. So beschwöre ich entweder Drohnen, die automatisch Feinde aufs Korn nehmen, werfe eine zeitverzögerte Stiftbombe, ramme Feinde mithilfe des flammenden Düsenantriebs in Kiryus Schuhabsätzen um oder schnappe mehrere Gegner mit einem Draht und schleudere sie in die Richtung, die ich mit dem linken Stick vorgebe – am besten auf andere Feinde. Dazu darf ich auch wieder Objekte aus der Umgebung wie Topfpflanzen einsetzen und mit aufgeladener Heat-Leiste besonders mächtige, kontextsensitive Angriffe per Druck auf die Dreieck-Taste zünden. So gibt es etwa eine Konter-Aktion, bei der Kazuma dem Gegner, der ihn schlagen wollte, in einer kleinen selbstablaufenden Sequenz die Arme sehr, sehr schmerzhaft verdreht. 

Nachdem die Streithähne und ein Dutzend ihrer Freunde auf den harten Boden der Tatsachen geholt wurden, lasse ich mich nicht zu sehr von Casino und Hostess-Club ablenken, die wie typisch in der Reihe mit Minispielen von der Hauptsache ablenken können. Auf dem Weg zu meinem Ziel in der Demo, der Kampfarena, schaue ich aber doch in der Boutique vorbei. Hier kann ich anders als in früheren Serienteilen Kazumas Aussehen verändern: Ich habe die Auswahl zwischen diversen Anzügen, die je mit einem halben Dutzend Stoff/Muster-Kombinationen daherkommen. Dazu tausche ich seine neutrale Brille gegen eine im Visor-Look mit 80er-Flair (Fans der Reihe kennen diese Brille aus dem Video zum Karaoke-Minispiel-Song Like a Butterfly) und sage bei der Schuhbekleidung ade zu den Tretern. Barfuß kann der Held dennoch den Jet-Rammangriff nutzen, aber auf glatten Böden ertönt nun entsprechend kein Klacken von Absätzen sondern das Klatschen bloßer Fußsohlen.

Im Colosseum trete ich zunächst gegen 50 Feinde an. Nicht nur durch die Gadgets allgemein, auch durch den veränderten Flow beim Wechsel zwischen Standard-Angriffskombos und starken Finisher-Angriffen trimmt das Kampfsystem in The Man Who Erased His Name noch deutlicher auf Massenkämpfe. Ich siege und mache mir 110 Fans, wie der Abschlussbildschirm mitteilt.

Im anschließenden Kampf gegen 100 Feinde widme ich mich der Auswahl vor Kampfbeginn: Dort werden mir diverse andere Kämpfer angeboten, die ich stattdessen spielen kann und die alle einen Level besitzen. Ich entscheide mich für Kazumas besten Feind Goro Majima. Der hat weder Gadgets noch Heat-Aktionen, aber eine besondere Messer-Attacke, die im HUD "Berufs-Aktion" genannt wird, sowie einen mächtigen Spezialangriff auf R2, der seine Spezialleiste verbraucht. Nach Wellen unauffälliger kleiner Gegner, die wie die Fliegen umfallen, folgen kuriose Zwischengegner wie ein böser Sushi-Koch, ein Ninja oder ein Hüne, der gerade aus dem Sado-Maso-Club zu kommen scheint. Doch auch diese Typen sind flott erledigt, The Man Who Erased His Name drückt bei den Kämpfen durchgehend auf die Tube.

Bei 97 besiegten Gegnern geht Majima zu Boden. Ich stürze mich mit Kiryu erneut freudig in den Kampf, lasse ganze Gruppen mit Draht und Bomben durch die Luft segeln – da endet meine Zeit mit der Demo leider schon. Obwohl ich erst vor kurzem Like a Dragon - Ishin! durchgespielt habe, machte der Gameplay-Eindruck mir große Lust auf The Man Who Erased His Name. Das Spin-off ist grafisch schick (gerade die bunte Beleuchtung überall), besitzt einen erfrischenden Touch in puncto Kämpfe und wirkt ansonsten in vielen Belangen ganz serientypisch – was für mich ein Pluspunkt ist. Einen kleinen Dämpfer gab es jedoch noch am Ende: Hatte ich mich eben noch gefreut, dass Goro Majima extra als optionaler Kämpfer mit besonderen Messer-Angriffen ins Spiel eingebaut wurde, informiert mich ein Info-Schirm am Ende: Majima ist ebenso wie die bekannten Figuren Daigo und Taiga nur auch selbst spielbar, wenn man den entsprechenden Vorbesteller-DLC besitzt...

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40460 - 24. August 2023 - 15:11 #

Irgendwie blöd mit den DLC, das bedeutet ja, dass die Chars mit der Hauptstory nichts zu tun haben können.

Hagen Gehritz Redakteur - P - 178859 - 24. August 2023 - 15:44 #

Das schließt sich nicht zwingend aus, es geht ja "nur" darum, ob sie spielbar sind.

TheRaffer 23 Langzeituser - P - 40460 - 25. August 2023 - 8:59 #

Ah okay, das hatte ich so nicht verstanden. Danke für die Klarstellung. :)

rammmses 22 Motivator - P - 32716 - 28. August 2023 - 0:05 #

Klingt gut, bin gespannt wie gut und ernst die Story wird, ist ja schon alles etwas abgedreht.