Spiele-Check von Vampiro

Spiele-Check: Surviving the Aftermath - Shattered Hope
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

PC XOne PS4
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Vampiro 86930 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,A7,J10
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20. Januar 2023 - 16:15 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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Das 2021 erschienene Surviving the Aftermath (Spiele-Check) ist ein gelungener Colony-Builder in der Postapokalypse, der mit Atmosphäre, angenehmer Kampagnenlänge (rund 15 Stunden), anpassbarem Schwierigkeitsgrad und guten Mechaniken punktet. Im Sommer letzten Jahres wurde die Welt mit der Erweiterung New Alliances (Spiele-Check) lebendiger und dynamischer. Ende letzten Jahres erschien mit Shattered Hope die zweite Erweiterung.

Es wurde noch apokalyptischer, denn der Mond zerbricht und seine Brocken schlagen auf der Erde ein. Neue Gebäude, Mechaniken und eine Questreihe sind Teil der Erweiterung. Im Check kläre ich, ob der Mond auch für euch untergehen sollte.
Der schon aufgewertete Mondgesteinschmelzer sorgt für Mondstaub und damit Überstunden.

Die Macht des Mondes und neue Quest
Die Zersplitterung des Mondes hat zur Folge, dass immer wieder Gesteinsbrocken in eurer Kolonie einschlagen. Der "Mondfall" bringt aber auch einen Vorteil: Den Arbeiter im neuen Mondgesteinschmelzer schickt ihr Mondsteine kloppen. So wird die Einschlagstelle wieder nutzbar und er wandelt die Brocken in Mondstaub um. Der ist extrem nützlich: Mit ihm könnt ihr in den bewirtschafteten Gebäuden Überstunden anordnen. Für zehn Mondstaub gibt es einen zweitägigen Boost von 50 Prozent. Das hat mein Spiel mehr als gedacht geändert. Wenn ihr beispielsweise kurzfristig aufgrund eines großen Bauprojekts einen gestiegenen Bedarf an Plastik habt, helfen die Überstunden enorm. Oder ihr habt endlich einen Schneider, nachdem ein Großteil der Bevölkerung schon nicht mehr adäquat ausgestattet ist? Mit Boost ist der Missstand schneller behoben. Schließlich könnt ihr so auch die Zeit bis zur Fertigstellung neuer Produktionsgebäude überbrücken.

Verständlicherweise habt nicht nur ihr Interesse an dieser neuen Ressource. Was es mit dem "Abbruchunternehmen" an einer großen Einschlagstelle auf der Weltkarte auf sich hat, könnt ihr in einer neuen Quest ab dem frühen Midgame in Erfahrung bringen. Der Einsatz eurer Spezialisten wird nicht unbelohnt bleiben. Außerdem schaltet ihr durch die Quest Gebäude (Pilzfarm, Medizinhütte) und Gebäude-Upgrades frei. Die Aufgabenkette ist lange nicht so umfangreich wie die Hauptquest. Ich finde es aber gut, dass Surviving the Aftermath durch neue, mehrstufige Quests weiter aufgepeppt und noch lebendiger wird.
 
Feste auf dem Kolonieplatz, später Hoffnungsplatz, sorgen kurzfristig für Unterhaltung und geben einen Hoffnungs-Boost.

Stirbt die Hoffnung zuletzt oder nicht?
In der Postapokalypse kann man schnell mal den Glauben an eine gute Zukunft verlieren. Das müsst ihr verhindern, indem ihr die "Hoffnung" aufrechterhaltet. Das ist eine neue, kolonieweite Zahl. Sinkt sie, erleidet ihr Debuffs. In der gepatchten Version ist sie mit der Zufriedenheit verknüpft. Habt ihr unzufriedene Kolonisten, sinkt auch die Hoffnung stetig. Sind sie zufrieden, sorgt das für einen Zuwachs an Hoffnung. Wie stark sich die neue Mechanik auswirkt, liegt auch am Schwierigkeitsgrad. Die Verknüpfung mit der Zufriedenheit sorgt jedenfalls dafür, dass ihr diese noch eher im Blick haben müsst. Eure Hoffnung steigt (oder sinkt!) zwar auch durch Events und Entscheidungen (zum Beispiel sind Katastrophen Downer, besiegte Feinde oder aufgenommene Flüchtende heben die Stimmung) oder ihr könnt auf dem neuen Kolonieplatz eine kostspielige Fete steigen lassen, um kurzfristig die Unterhaltung zu steigern und den Hoffnungswert zu erhöhen. Eine stabile Basis ist das aber nicht.
Steam-Deck-Check
Surviving the Aftermath läuft auf dem Steam Deck technisch einwandfrei. Die Grafik stellt sich automatisch auf hohe Qualität, die Auflösung auf nativ. Schrift und UI sind solide bis gut lesbar. Ein speziell vergrößertes UI gibt es aber nicht. Die Steuerung ist besonders gelungen, da sie die Gamepad-Steuerung der Konsolenversion nutzt und auch die entsprechenden Xbox-Buttons eingeblendet werden. Nach kurzer Eingewöhnung ging die Steuerung daher sehr leicht von der Hand.


Macht sich Hoffnungslosigkeit breit, bekommt die Kolonie nicht nur Debuffs, eure Kolonisten können auch traumatisiert werden. Ihr Seelenheil wird dann im neuen Traumazentrum wieder hergestellt. Habt ihr die Pilzfarm und die Medizinhütte fertiggestellt, könnt ihr Pilze anbauen und zu verschiedenen Medikamenten verarbeiten. Das ist recht kostenintensiv und ihr braucht mehr als eine Pilzfarm, um den Betrieb der Medizinhütte zu gewährleisten.

Neben der Erweiterung erschien der Halloween-Patch. Der bringt einige neue Objekte wie eine Vogelscheuche, Kürbislampen, Events und Masken für Kolonisten. Vom 24. Oktober bis 7. November sind die kosmetischen Items standardmäßig aktiviert, ihr könnt sie aber jederzeit ein- und ausschalten. Abseits davon gibt es sehr gute Anpassungen. Zu meinen Highlights gehört, dass ihr jetzt die Reparaturkosten von Gebäuden ebenso angezeigt bekommt wie die Ressourcen, die ihr beim Abriss zurückerhaltet. Unten links gibt es nun eine übersichtliche Anzeige des Tag- und Nachtzyklus, so dass ihr stets wisst, wie spät es ist und wann eure Spezialisten wieder agieren können. Zu den Balancing-Änderungen gehört der niedrigere Verbrauch von Fasern, von denen ihr auch für Standardkleidung mehr farmt.
 
Der Hoffnungswert wird durch Zufriedenheit und Ereignisse beeinflusst.

Fazit
Shattered Hope ist auf den ersten Blick nicht so einschneidend wie das vorige New Alliances. Es ergänzt euer Spielerlebnis und macht es abwechslungsreicher, auch mit neuen Events. Die per Patch nachgelieferte Verknüpfung der Hoffnung mit der Zufriedenheit finde ich gut und nachvollziehbar. Auf den zweiten Blick, also nach einer gescheiterten Partie, werdet ihr die Auswirkungen von Shattered Hope realisieren. Ihr müsst im frühen Spiel spürbar anders agieren, schneller die Zufriedenheit erhöhen und entsprechend forschen und eure kostbaren Ressourcen einsetzen. Auch den Mondgesteinsschmelzer gibt es nicht umsonst und erfordert einen Arbeiter. Umso wichtiger ist es, den Mondstaub auch für Überstunden zu nutzen. In der Vergangenheit hatte ich oft das Problem, einen kurzfristig höheren Bedarf an einer Ressource zu haben. Mir blieb nur der Bau eines weiteren Gebäudes oder langes Warten übrig. Jetzt ordne ich Überstunden an! Wenn ihr mit Surviving the Aftermath schon Spaß habt, wird euch auch Shattered Hope gefallen.
  • Colony-Builder (Erweiterung)
  • Einzelspieler
  • Für Einsteiger bis Profis
  • Preis: 9,99 Euro
  • In einem Satz: Evolutionäre Erweiterung sorgt nicht nur bei den Kolonisten, sondern auch beim Spielspaß für Überstunden.

Video:

Jörg Langer Chefredakteur - P - 451764 - 20. Januar 2023 - 16:27 #

Schöner Check zum Wochenende!

Vampiro Freier Redakteur - - 86930 - 20. Januar 2023 - 16:59 #

Viel Spaß beim Lesen (und Kolonisieren)!

Noch ein kleiner Hinweis: Fast alle der negativen Reviews bei Steam (ich bin, auch inhaltlich, durchgescrollt) sind von VOR dem Patch, der u.a. am Schwierigkeitsgrad schraubte und Zufriedenheit und Hoffnung (wie von mir im Check dargestellt) verknüpfte. Aktuelle Review gibt es hier :) (da hat der kleine Abstand zu Release doch was gebracht!)

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 91899 - 21. Januar 2023 - 7:55 #

Warum bringt der Mondstaub eigentlich den Boost? Ist das eine Droge die leistungsfähiger macht, oder ist das einfach so?

Vampiro Freier Redakteur - - 86930 - 21. Januar 2023 - 12:11 #

Es erhöht die Effizienz durch Überstunden. Das Gebäude ist dann auch von einer Art bläulichem Leuchten umgeben. Explizit wird es nicht gesagt (vielleicht wegen Ratings/Verboten in manchen Ländern), aber es wirkt auf mich so, als ob das Einatmen von dem Staub leistungssteigernde Effekte hat = Droge. In der neuen Medizinhütte wird Mondstaub auch für eines der drei Medikamente in der Herstellung als eine der Ressourcen (die andere sind Entspannungspilze, einer der drei Pilze) benötigt, das Anti-Stress-Mittel. Also, ich denke es ist ein leistungssteigerndes Wundermittel. Daher habe ich auch die Sailor-Moon-Referenz eingebaut.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 91899 - 21. Januar 2023 - 15:46 #

Danke. :)

Vampiro Freier Redakteur - - 86930 - 21. Januar 2023 - 23:56 #

Sehr gerne :)

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 74071 - 24. Januar 2023 - 14:18 #

Ah danke, der Zusammenhang wollte sich mir auch nicht erschließen.

DerBesserwisser 17 Shapeshifter - P - 7016 - 22. Januar 2023 - 1:28 #

War auch mein ersten Gedanke > Mondgestein/Staub > Vielleicht Helium 3 oder seltene Erden ? Nein, es wird ne "line" gezogen.

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 91899 - 22. Januar 2023 - 14:24 #

Ich hab mir gestern mal die Demo auf der Xbox angesehen. Also grundsätzlich gefällt es mir, aber die Steuerung ist mal alles andere als selbsterklärend. Ich frag mich wie es sich am Pc spielt?

Vampiro Freier Redakteur - - 86930 - 23. Januar 2023 - 12:08 #

Hi,

auf dem PC spiele ich überwiegend mit Maus. Die Tastatur nutze ich fürs Navigieren auf den Karten, Rotieren und zum Rotieren von Gebäuden beim Bau. Das klappt wunderbar.

Auf dem Steam Deck wird meines Erachtens die Xbox-Steuerung genutzt. Die fand ich sehr eingängig. Da steht jeweils die Buttonbeschreibung (ob das bei der Xbox auch so ist, weiß ich nicht). Ich brauchte paar Minuten, um reinzukomen. Allerdings habe ich den Vorteil, dass ich ja weiß, weiß ich brauche. Nur das Steuerungs-"wie" musste ich daher klären, da hat mit die jeweilige Anzeige letztlich gereicht. Controllersteuerung ist zwar gut, aber als Aufbauspiel ist Maus+Tastatur die überlegene Steuerung.

Ich denke, gerade für den Einstieg ist dieser kleine Steuerungsvorteil auch hilfreich. Das Spiel ist sehr anpassbar vom Schwierigkeitsgrad, aber wenn alles auf normal steht, geht die Kolonie sicher paarmals früh drauf, einfach weil man die ganzen Produktionsketten, was wann erforschen usw. für sich herausfinden muss (und es gibt durch Handel usw. schon paar verschiedene Strategien, aber man muss sich schon bisschen reinfuchsen).

Hendrik 27 Spiele-Experte - P - 91899 - 23. Januar 2023 - 16:40 #

Ah. Dann sehe ich am PC rein, mag bei sowas T & M Steuerung eh lieber.

Vampiro Freier Redakteur - - 86930 - 23. Januar 2023 - 16:53 #

Ja, würde ich (trotz der guten Umsetzung) empfehlen, wenn möglich und von der "Spielsituation" passend.

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