Spiele-Check von Vampiro

Spiele-Check: Terra Invicta – Alien-Invasion sprengt Genregrenzen
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

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Vampiro 86092 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,A7,J10
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1. Dezember 2022 - 12:32 — vor 8 Wochen zuletzt aktualisiert

Teaser

Terra Invicta ist von den Long-War-Moddern, was Xcom-2-Fans verheißungsvoll finden könnten (oder auch nicht...). Es ist ein genregrenzensprengendes Komplexitätsmonster mit spannendem Alien-Szenario.
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Die Entwickler von Pavonis Interactive kennt ihr vielleicht durch die Mods Long War und Long War 2 für Xcom respektive Xcom 2. Mit Terra Invicta haben sie kürzlich ihr erstes eigenes Werk in den Early Access geschickt. Im weitesten Sinne ist es ein Strategiespiel. Es geht aber vielmehr um ein spezielles Szenario: Die Menschheit ist nicht allein im All. Was auf den Absturz eines Alienschiffes dann spielerisch folgt, sprengt Genregrenzen – aber auch übliche Komplexitätserwartungen an ein Strategiespiel.

Ob Innovation und Faszination auch zu einem guten Spiel führen, verrate ich euch in diesem Check. Macht euch aber in jedem Fall darauf gefasst, dass sich Terra Invicta nicht jedem und vor allem nicht sofort erschließen wird: Die Lernkurve ist sehr steil, und wenn man dann im Mittelteil so langsam weiß, wie der Alien-Hase läuft, kommen die Echtzeittaktik-Schiffskämpfe als neuerlich zu erklimmende Frust-Mauer dazu.
Was eure Berater können, hängt von deren Hintergrund ab. Durch Aufleveln, Implantate und zugeordnete Organisationen werden sie immer mächtiger und vielseitiger.
Die Aliens kommen: Das Ringen um die Zukunft
Die Ankunft der Aliens ist ein Meilenstein der Menschheitsgeschichte. So gigantisch wie das Ereignis ist auch das Spiel: Sieben Fraktionen meinen die Antwort auf die extraterrestrischen Besucher gefunden zu haben. Von Flucht über Unterwerfung bis zur Vernichtung ist alles dabei, was man sich als Strategie ausdenken kann. Und entsprechend ihres Zieles agieren sie dann auch. Wenn ihr die Erde sowieso verlassen wollt, was kümmert euch deren atomare Verseuchung? Die konkreten Siegbedingungen erfahrt ihr erst im Spielverlauf, bekommt aber zwischendrin immer wieder Kampagnenaufgaben.

Terra Invicta ist ein Echtzeitspiel. Das betrifft zum Beispiel die komplexe Forschung und das Verlegen von Armeen und Raumschiffen. Am wichtigsten sind eure (kosmetisch veränderbaren) Berater, die euch Hinweise geben und für euch die Drecksarbeit erledigen: Mord, Propaganda, Angriff auf Aliens, Kidnapping, Raumstationen übernehmen, Diplomatie mit anderen Fraktionen und vieles mehr. Dazu pausiert das Spiel und ihr gebt allen Beratern gleichzeitig Befehle, so dass Terra Invicta teils phasenbasiert ist. Die Missionen dauern unterschiedlich lang. Beispielsweise könnt ihr in einer Phase eine schnellere Propagandamission starten und mit einem anderen Berater versuchen, einen Kontrollpunkt im selben Gebiet zu übernehmen. Der profitiert dann schon von der Propaganda. Die Erfolgschance der Agentenaktionen hängt stark von den Fähigkeiten des Beraters ab, die ihr mit Ressourceneinsatz erhöhen könnt.

Je mehr Kontrollpunkte ihr in einem Land haltet, desto mehr könnt ihr euch seine Leistungsfähigkeit für die verschiedenen Ressourcen wie Geld und Kontrollzentren zu nutze machen. Ihr könnt "eure" Länder richtiggehend managen und lenken, bis hin zu Bündnissen oder Kriegserklärungen. Wieder habt ihr die Wahl: Setzt ihr eher auf große Alleskönner wie die USA? Oder viele kleine Länder, die ihr vielleicht zu einer Gemeinschaft à la EU vereinigt? Oder wollt ihr kleine Spezialisten wie Kasachstan mit seinem Weltraumbahnhof oder Nordkorea mit seiner Atombombe (für den Notfall...) kontrollieren?

So spielt sich der Genremix
Aber wie spielt sich das Ganze denn nun eigentlich? Das Setting und das Gefühl der Bedrohung stammen natürlich aus X-Com. Aber steckt in Terra Invicta auch eine Portion Stellaris? Verschiebt man Armeen oder klickt man nur in Menüs herum? Das Ringen um Einfluss in Ländern klingt nach dem Kalter-Krieg-Brettspiel Twilight Struggle, entstehen also eher Board-Game-Vibes, ist es ein Geopolitik-Simulator? Und das komplizierte Schiffsdesign erinnert an Kerbal Space Program. Was denn nun?

Die Antwort lautet "alles ein bisschen". Grundsätzlich läuft Terra Invicta in (beschleunigter) Echtzeit ab. Beispielsweise klickt ihr auf eine Armee und wählt eine Aktion aus. Im Falle von "Deploy" zielt ihr auf eine Nachbarregion und seht die Einheit dann dorthin "marschieren". Auch Alien-Armeen bewegen sich sichtbar über den Globus. Berater seht ihr als Porträts, sie haben ein eigenes Menü mit Charakterwerten , Missionsübersicht und so weiter – vergleichbar mit Statusscreens in einem Rollenspiel (die Agenten leveln auch auf). Viel Zeit verbringt ihr mit dem Rein- und Rauszoomen und Verschieben der Ansicht, um euch einen Überblick über politische Situation sowie Position und Zustand von Agenten, Flotten und Raumstationen zu verschaffen – wobei das alles nahtlos im gesamten Sonnensystem geht. Und ihr schaut viel auf Statistiken und Übersichten.

Landschlachten finden visualisiert auf dem Globus statt, bis auf "Rückzug" gibt es aber keine Einflussmöglichkeit. Raumstation-Invasionen sind eine reine Würfelaktion, abhängig von Truppenzahl und anderen Faktoren. Raumschlachten hingegen tragt ihr (sofern ihr nicht "auswürfelt" oder die KI eingreifen lasst) als komplexe Echtzeittaktik mit viel Micromanagement aus: Ihr steuert eure Schiffe haarklein, lasst sie etwa um die eigene Achse drehen, wobei es viele Taktiken gibt. Beispielsweise ein Raketenabwehrschiff mit starker Frontalpanzerung vorauszuschicken, auch wenn es kaum manövrierfähig ist – es soll ja nur Schaden schlucken. Am ehesten fällt mir The Expanse ein als Vorbild für die Raumkämpfe. Bis ihr Schiffsdesign, siehe nächster Abschnitt, und Raumgefechte halbwegs beherrscht, werdet ihr viel Lehrgeld zahlen müssen.
Klappt mein Anschlag, wird mir diese Beraterin keine Stationen mehr streitig machen.

Raumstationen bauen und forschen
Während ihr auf der Erde die Landkarte friedlich oder militärisch neu gestaltet, müsst ihr euch zunehmend auch ums All kümmern. Ihr baut Raumstationen im Orbit, die zunächst vor allem bei der Forschung helfen. Die Forschung ist zweigeteilt in Globale Forschung und Projekte. Von der Globalen Forschung profitieren alle Fraktionen. Wer am meisten zu einer neuen Technologie beigesteuert hat, darf dann das nächste Forschungsfeld bestimmen. Mit ausreichend Knowhow könnt ihr so bestimmte Technologien gezielt ansteuern oder aber blockieren. Durch die Globale Forschung werden mit Zeitverzug Projekte freigeschaltet, die ihr spezifisch für eure Fraktion erforschen (oder von anderen Fraktionen klauen!) könnt. Erst dadurch werden zum Beispiel neue Module für eure Raumstationen oder größere Kontrollpunkte möglich.

Eine Ressource ist besonders: "Boost" benötigt ihr, um Tonnage von der Erde ins All zu befördern. Auch wenn ihr das ganze Spiel über immer weiter auf der Erde ringt, geht es im frühen Midgame zusätzlich auch im Sonnensystem weiter! Da euch diese Ressource gerade anfangs oft ausgeht, sollet ihr möglichst schnell Minen auf anderen Himmelskörpern errichten. Mit den so gewonnenen Ressourcen wie Seltenen Erden könnt ihr Stationen, Module und Raumschiffe direkt in der Schwerelosigkeit bauen statt sie teuer dorthin zu befördern. Dadurch ändert sich auch, wie ihr eure Länder am besten managen solltet. Mal ganz davon abgesehen, dass es auf der Erde immer mehr brennt. Zwischen Stationen, Erde, Himmelskörpern zoomt und scrollt ihr übrigens nahtlos hin und her.

Über all dem hängt düster die Bedrohung durch die Aliens, die ich als Resistance bekämpft habe. Ich beharkte mich mit deren verbündeten Fraktionen und schaltete sogar zwei Alien-Agenten aus. Als ich dann auch noch erstmals ein Alien-Schiff in einem taktischen Gefecht abschoss, waren die Aliens sauer und zerstörten aus Rache eine meiner Stationen. Ihr müsst euch also immer gut überlegen, wann ihr wie weit gehen wollt und ob es das wert ist. Sofern ihr die guten Übersichten und Statistiken nutzt, agiert ihr immer gut informiert.
Schiffdesign und Kämpfe sind eine Wissenschaft für sich und erfordern eine Extraportion Einarbeitung. Alternativ könnt ihr die Kämpfe oder einzelne Schiffe der KI überlassen oder sie automatisch berechnen lassen.

Fazit
Ich weiß nicht, was  beeindruckender ist: Der mutige Ansatz von Pavonis Interactive, einen hochkomplexen und sogar Astronomie und Physik berücksichtigenden Alien-Invasions-Simulator bauen zu wollen, oder dass das auch noch hervorragend gelingt. Ich habe selten ein Spiel erlebt, das sich so entfaltet wie Terra Invicta und immer wieder neue spielmechanische Facetten offenbart, und dabei noch so viele Wege bietet!

Und je länger das Spiel dauert, desto mehr entfaltet sich seine Vielschichtigkeit. In mir rattert es ständig, welche Strategien ich unbedingt noch probieren sollte. Gerade beim ersten Durchgang ist Terra Invicta ein ganz besonderes Erlebnis. Mit den Aliens und Fraktionen baut es (Gegen-) Spieler auf, über deren Ziele ihr euch anfangs gar nicht im Klaren sein könnt. In dieser ausgeprägten Form habe ich das noch nie erlebt. Selten habe ich mich über Meilensteine wie meine erste Raumstation, ein abgeschossenes Raumschiff oder eine Basis auf dem Mond so gefreut wie in Terra Invicta. In weiteren Partien könnt ihr dann immer neue Strategien entwickeln. Und noch mehr entdecken. Der Wiederspielwert ist aufgrund der mannigfaltigen (Start)Möglichkeiten und Strategien enorm.
Steam-Deck-Check
Dank des brettspielartigen Ansatzes und guter Autopausen ist Terra Invecta gut für das Steam-Deck geeignet. Nach einer spürbaren Ladezeit läuft es insgesamt, außer bei schnellem Zoomen, flüssig genug, auch im Spielverlauf. Die Steuerung ist dank Custom-Tastaturlayouts bequem möglich.

Zunichte gemacht wird diese prinzipiell gute Spielbarkeit für viele Menschen dadurch, dass Schrift sowie Interface recht kleinteilig und nicht anpassbar sind.

Mit Steam+L1 könnt ihr reinzoomen. Praktisch bei meinem Layout: Durch Druck aufs rechte Trackpad zoomt ihr und verschiebt dann die Ansicht. Nochmal drücken führt zur Normalansicht. Gezoomt wird die Schrift größer, aber auch unschärfer. Ich hatte zwei komplette Freezes, was dank Autosaves nicht so schlimm war. Allerdings raten die Entwickler dazu, die Grafikeinstellungen auf "low" zu setzen. Nach der Umstellung hatte ich keinen Absturz mehr.

Enorm ist aber eben auch der Einarbeitungsaufwand, Terra Invicta ist ein klarer Fall für zeitgesegnete Genreprofis (oder extrem leidensbereite Fortgeschrittene). Ihr seid quasi gezwungen, nach dem Tutorial auch immer wieder auf andere Quellen wie die offizielle Wiki zurückzugreifen. Aber schon im ersten Run werdet ihr stetig dazulernen. Auch durch eigene Fehler, die ihr meist korrigieren könnt. In meinem ersten, richtigen Run stecken rund 40 Stunden. Ich bin glaube ich recht erfolgreich und im Midgame. Zeit solltet ihr also mitbringen. Dank der sehr guten Autopausen spiele ich allerdings mittlerweile oft auf sehr hoher Geschwindigkeit, so dass künftige Partien kürzer werden.

Den Early-Access-Status werdet ihr dem, einmal geladen, sehr flüssig laufenden Spiel kaum anmerken. Es fehlen keine Texte, das Nutzerinterface bietet viele Komfortfunktionen und endlich mal einen gescheiten Outliner. Am Balancing und etlichen anderen Aspekten wird noch geschraubt. Musikalisch abgerundet wird das Spielerlebnis von den Breakdown Epiphanies aus Hamburg, die schon bei Battle Brothers für Furore sorgten. Für mich ist Terra Invicta ein Kandidat für das ambitionierteste und außergewöhnlichste Spiel dieses Jahres!
  • Alien-Invasion-Geopolitik-Raumgefecht-Simulator in Echtzeit
  • Einzelspieler
  • Für Profis
  • Preis: 39,99 Euro
  • In einem Satz: Genregrenzensprengender, vielschichtiger und spannender Alien-Invasions-Simulator mit steiler Lernkurve.

Video:

Jörg Langer Chefredakteur - P - 451710 - 1. Dezember 2022 - 12:32 #

Viel Spaß beim Lesen!

doom-o-matic 17 Shapeshifter - P - 8525 - 1. Dezember 2022 - 12:44 #

Das triggert den PDX Fan in mir... hui.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 7165 - 1. Dezember 2022 - 12:59 #

Ganz schöner Klopper.

ds1979 19 Megatalent - - 15078 - 1. Dezember 2022 - 13:05 #

Und wenn sie die Paradox-Schiene fahren, kommen noch mindestens 20 DLC dazu.

The Real Maulwurfn 17 Shapeshifter - P - 7165 - 1. Dezember 2022 - 13:08 #

Yay

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 17:08 #

Ja, ein sehr komplexes Spiel, mit vielen Mechaniken und Ideen. Und Spielspaßzeit :)

ds1979 19 Megatalent - - 15078 - 1. Dezember 2022 - 21:52 #

Und vor allem Einarbeitungszeit. Wie jedes Paradox Spiel, intuitiv und selbsterklärend;)

crux 17 Shapeshifter - P - 8116 - 1. Dezember 2022 - 13:21 #

Danke für den Check. Ich hab das Spiel zwar schon gekauft (nach dem Motto, wenn das wirklich von den Long War-Machern ist, verdienen sie das Geld schon nachträglich), aber mich noch nicht so recht drangetraut. In der ersten halben Stunde hat sich das Spiel nicht erschlossen :-)

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 17:45 #

Sehr gerne :) Die ersten Stunden sind auf jeden Fall hart. Ganz zu Beginn bin ich auch erst hart gebounced. Dann ist es halbwegs sanft steigend. Dann Schiffdesign und -kampf sind wieder hart.

Für den Einstieg bin ich mal so dreist und sage, mein Video enthält viele gute Infos. Dann empfehle ich PerunGamingAU auf youtube. Hat LPs und Guides.

Alter Hase 17 Shapeshifter - - 6250 - 1. Dezember 2022 - 14:23 #

Es ist auf dem Steam-Deck momentan fast unspielbar, wegen der UI. Ich glaube, dass die Entwickler auch selbst, über die Steam-Deck-Verifizierung überrascht waren.

Nivek242 32 User-Veteran - P - 571850 - 1. Dezember 2022 - 16:14 #

Danke für die Info, wollte es schon für das Steam-Deck kaufen.

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 17:42 #

Nur fürs Deck würde ich es nicht holen (wegen UI). Evtl wird es da im späten EA Anpassungen geben. In Kombination finde ich es ok, wer aber auch nur leicht seinsibel beim UI ist, für den ist es dann Stand jetzt besser nur am PC (oder vllt docked) zu spielen.

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 16:57 #

Jein. Du gehörst zu den "viele Menschen" im Infokasten :) Ich finde es noch lesbar, zumindest wenn man nur ergänzend auf dem Deck spielt. Also sich nicht in alles einlesen muss.

Es ist wirklich so, die Entwickler hatten mit der Verifizierung gar nichts zu tun. Und sie freuen sich zwar, ist aus ihrer Sicht eigentich zu früh. Da sieht man gut, wie werthaltig die Verifizierung ist. Die Info mit den visual settings ist direkt von den Entwicklern aus dem Forum.

Umso bessser, testweise hier beim Check einen Extrakasten zu haben.

Alter Hase 17 Shapeshifter - - 6250 - 2. Dezember 2022 - 14:26 #

Ja,schade. Aber trotzdem danke für den guten Testbericht!

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 2. Dezember 2022 - 15:03 #

Vielen Dank!

Und was nicht ist, kann ja noch werden. Laut Entwicklern im Steam Forum geht man das UI im Hinblick auf Deck-Komptabilität (also Lesbarkeit) vllt Ende des EA an. Ist ja auch kein Riesenteam und ich denke, das UI ist durch den EA hier und da noch bisschen subject to change. Rein spielmechanisch und steuerungstechnisch ist TI super fürs Steam Deck geeignet.

maddccat 19 Megatalent - 13913 - 1. Dezember 2022 - 14:43 #

Das Jahr 2031 und Deutschland ist geteilt...okay.^^

Jörg Langer Chefredakteur - P - 451710 - 1. Dezember 2022 - 14:57 #

Tja, entweder altes Kartenmaterial oder eine politische Prognose.

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 17:07 #

Größere Länder sind in mehrere Regionen aufgeteilt (z.B. Deutschland, Frankreich, Spanien in 2). Im Teaserbild gibt es Deutschland aber schon gar nicht mehr. Die beiden Territorien sind da Regionen des Landes EU :-D

Ich glaube aber, man kann DDR und Warschauer Pakt über Forschung usw. sogar wiederholen (mit entsprechenden Kriegszielen).

Die Trennung Ost und West gibt es in der heutigen BRD auch noch, mit entsprechenden Statistiken usw.

Frohgemuet 15 Kenner - - 3036 - 1. Dezember 2022 - 19:21 #

Crusader Universalis mit Aliens... :D

Finde die Idee ja gut, weiß nach dem Three Moves Ahead Podcast und deinem Check jetzt ganz genau, dass das eines dieser Spiele ist, die ich gerne spielen würde, in der Realität aber nicht die Geduld habe, sie wirklich zu spielen.

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 20:29 #

Dann waren Check und Podcast zumindest die richtige Kaufberatung :)

Und vllt. passt es ja doch irgendwann zeitlich! Als erfahrener Spieler dauert eine Kampagne wohl so knapp 25 Stunden. Anfangs natürlich deutlich länger.

Frohgemuet 15 Kenner - - 3036 - 1. Dezember 2022 - 21:19 #

Ja, das Reingefuchse kann toll oder nervig sein. Schlimmer finde ich es, wenn ich nach 2 Wochen ohne Zeit dafür zurück zum Spiel komme und die Hälfte verlernt habe.

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 9. Dezember 2022 - 11:31 #

Ja, sowas ist schlecht, aber hier geht das denke ich halbwegs, man muss aber einmal alles halbwegs durchstiegen haben :)

Ich muss auch nochmal was zu meinem Spielzeitkommentar schreiben. Zum Glück habe ich das nicht im Check geschrieben mit den 25 Stunden. Die basieren auf dem Zusammenrechnen der Laufzeit eines LP. Da hatte ich aber nur reingezappt. Ich wurde netterweise von Gorlough auf Reddit drauf aufmerksam gemacht, dass das nicht sein kann, im Austausch kam dann raus, dass die LP bei Perun stark editiert sind. Demnach ist eine Kampagne unter 50 Stunden (außer vielleicht mit den Servants) auch für Profis NICHT schaffbar, und nach hinten raus kann es deutlich länger dauern. Ich weiß jetzt dann auch nicht, wieso im Test eines anderen Magazins von einer Spielzeit von 20-30 Stunden die Rede ist. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon gefragt, ob ich wirklich so langsam vorankomme. Klar, beim nächsten Run bin ich etwas schneller. Aber SO viel schneller? Zumal ich ja noch im Midgame stecke! Je nach Spieldauer und was noch so passieren wird sogar im frühen Midgame.

Also: Spielzeitangabe in meinem Kommentar falsch, ihr müsst denke ich im Regelfall von MINDESTENS 50 Stunden für eine Kampagne ausgehen, beim ersten Durchgang sowieso.

Reddit: https://www.reddit.com/r/TerraInvicta/comments/za3nip/comment/iyltkx5/?context=3

Mr. Tchijf 17 Shapeshifter - - 6098 - 1. Dezember 2022 - 20:11 #

Vielen Dank für den Check. Dein Video werde ich mir auch noch ansehen und das Spiel stand auch schon bereits auf der Wishlist. Bei mir ist es eher der eklatante Mangel an Zeit, der dazu führt, dass ich erst einmal den POS abarbeite. Eigentlich sollte für den Winter auch noch Cyberpunk anstehen.

Aber ich kenne mich....ich werde es einfach ausprobieren müssen ^^

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 23:38 #

Sehr gerne :) Da hast du Geschmack, mit der Wishlist. Ich glaube, ich habe erstmals von TI durch einen Tweet der Breakdown Epiphanies erfahren und viel später bei Protosszocker mal reingeschaut, da war ich angefixt :)

Cyberpunk muss ich auch unbedingt weiterspielen!

Bei TI hatte ich quasi nach Vicky, vorm Urlaub nur kurz reinspielen können (im Urlaub ging dann leider nichts). Daher würde ich empfehlen, auf jeden Fall Zeit zu nehmen. Zwei Sessions mit 4-6 Stunden zum Start sind gut, dann bist du auf jeden Fall schon solide drin. Die Anfangshürde (was ist das? was soll ich hier überhaupt machen? verschicke ich nur Agenten?) muss man nehmen. Dann ist man gut drin. Und lernt immer mehr. Hürde ist dann vor allem nochmal der Schiffsbau und der Kampf, wenn man beides selbst machen mag. Schiffsbau etwas leichter als der Kampf :)

HGeralt 12 Trollwächter - P - 1064 - 1. Dezember 2022 - 22:10 #

Vielen Dank für den coolen Check und auch dein Video! Ich bin der Niemand, der es sich bis zum Schluss angeschaut hat…nicht nur, weil ich dann keine Weihnachtsdeko basteln musste, sondern weil ich diese Art von Spiel sauinteressant finde.
Mit dem groben Überblick von dir würde ich mich bei Gelegenheit tatsächlich reinarbeiten wollen :-)
Macht Lust auf mehr!

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 1. Dezember 2022 - 23:46 #

Sehr gerne :) Ach, wie geil ist das denn, ich hätte nicht erwartet, dass das passiert, stark :) Freut mich, dass es sich gelohnt hat und guckenswert war!

Auf jeden Fall, und das am Schluss gezeigt, das war ein steiniger Weg, mit vielen extrem befriedigenden Zwischenschritten. Erste Einarbeitung ~5 Stunden, die Hürde muss genommen werden, dann erschließt und eröffnet es sich immer mehr :)

Für mich eines der beeindruckendsten Spiele der letzten Jahre.

Calmon 13 Koop-Gamer - P - 1798 - 2. Dezember 2022 - 11:08 #

Ich hatte im Sommer die Demo 100+ Stunden gespielt, den EA Titel hole ich mir auch noch bei Zeit.

Mein einziges Problem war, das die KI nicht mithalten konnte. Zumindest die Factions auf der Erde. Von den Aliens war in der Demo noch wenig zu sehen.

Aber die Long War Mods sind ja nicht gerade dafür bekannt es für Spieler einfach zu machen, also mal abwarten ob sich noch was tut.

Vampiro Freier Redakteur - - 86092 - 2. Dezember 2022 - 11:25 #

Wow, sehr cool :)

Also bei mir jetzt im Midgame bin ich den anderen Factions was den Ressource output, Zahl der Basen und Stationen angeht, Mission Control Kapazität im jeweils 1:1 Vergleich schon davongezogen. Wie das aber weitergeht, also ob die z.B. anfangen mit Atombomben um sich zu schmeißen, kann ich natürlich nicht sagen. Oder wie sich vllt. noch andere Allianzen bilden. Am härtesten war, als mir ständig Raumstationen geklaut wurden. Ein Berater wurde auch ermordet.

Die Aliens sind nochmal eine andere Sache, gegen die habe ich Stand jetzt (noch) keine Chance, wenn die Ernst machen würden.

Da ich ja schon einiges an Zeit reingesteckt habe und auch bisschen Guides/Wiki studiert habe, finde ich den "normal" Schwierigkeitsgrad und wie es sich ausspielt ganz gut. Ich dominiere z.B. auch nicht ständig alle drei Forschungsfelder (wäre aber denke ich schaffbar, wenn ich da gezielt drauf gehe und vllt auch Projekte vernachlässige).

Also, normal passt denke ich ganz gut und ist auch herausfordernd genug. Ich denke, ich bin jetzt so in der Transition zur neuen Hauptkonkurrenz Aliens.

Wie es sich auf höheren Schwierigkeitsgraden spielt, weiß ich nicht.

Calmon 13 Koop-Gamer - P - 1798 - 2. Dezember 2022 - 16:49 #

Ich hatte erst im mittleren Schwierigkeit, aber gleich darauf mehrere Starts/Spiele auf höchstem. Man konnte in der Demo nicht saven was das ganze unterfangen immer als sehr "lustig" gestaltet hat: windows sleep mode anstatt shut down um am nächsten Tag weiterspielen zu können, dann doch irgendwann random crashes, etc. Ich hatte trotzdem Spass :D

3 wesentliche Punkte warum die KI nicht mithalten konnte:

- die Organisationen die man Beratern anhängen konnte sind viel zu stark, besonders die welche Admin Bonus geben, was dann noch mehr Orgs erlaubt. So läuft fast jeder Character mit max Orgs rum, man kann die schlechten sogar gegen gute mit den anderen Faktions tauschen was sie noch mehr OP macht

- Der Spieler kann ohne Probleme 2-3 Grossmächte (wichtige Länder) wie USA, Russland, Indien, China, Teile der EU kontrollieren während kaum eine Faktion mehr als 1 hat. Auch beim managen dieser Länder failed die KI. Im Prinzip baut man die Grossstaaten für die Zukunft auf und jeden anderen Kleinstaat rein fürs Geldmachen. Deswegen gibt es als menschlicher Spieler auch keine Geldsorgen, einfach ständig kleine Länder übernehmen und 100% auf spoil setzen, die liefern Geld wie Heu und keinen kümmert es wenn sie dabei langsam absterben, weil man sie eh nicht behält/behalten will.

- Die KI versteht nicht effektiv den Weltraum zu besiedeln, ich war praktisch an allen guten Punkten auf Mond/Mars/Venus zuerst (je nach Spiel) und hatte am Ende der Demo (oder beim Crash) kaum Konkurrenz im Weltraum.

Wie gesagt ich erhoffe sie bessern da nach (bzw. haben schon, ist ja schon 4 Monate her seit ich gespielt habe) und räumen gerade bei den Orgs auf, machen spoil weniger effektiv und optimieren die KI für die Eroberung des Weltalls.