Spiele-Check von SupArai

Spiele-Check: The Unliving – Die Armee der Toten
Teil der Exklusiv-Serie Spiele-Check

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SupArai 55530 EXP - 25 Platin-Gamer,R10,S9,A10,J10
Dieser User ist ein aktiver Kämpfer der Kompanie Global Brothers.Dieser User war Teil des Elfen-Kriegsrats im Warhammer-2-Letsplay.Screenshot-Meister: Hat 5000 Screenshots hochgeladenTop-News-Schreiber: Hat mindestens 5 Top-News geschriebenScreenshot-Geselle: Hat 500 Screenshots hochgeladenSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner SammlungVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenAzubi-Redigierer: Hat 100 EXP beim Verbessern fremder News verdientIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenStar: Hat 1000 Kudos für eigene News/Artikel erhaltenVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhaltenVielschreiber-Azubi: Hat mindestens 50 veröffentlichte News geschrieben

13. November 2022 - 15:00 — vor 1 Woche zuletzt aktualisiert
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In The Unliving übernehmt ihr die Kontrolle über einen Nekromanten, dessen Fähigkeit, Gestorbene wiederbeleben zu können, ihr euch zu Nutze macht. Dies ist auch zwingend notwendig. Denn die Welt, durch die ihr euch bewegt, ist euch feindlich gesinnt. Die Meute Wiederbelebter – die aus denjenigen besteht, die euch vorher angegriffen haben – stellt gewissermaßen eure Armee dar. Und euren Schutzschild: Zwar seid ihr ein mächtiger Nekromant, segnet im Kampf Face-to-Face jedoch schnell das Zeitliche. Geschieht dies, greift der Roguelite-Ansatz in The Unliving, dank dem ihr euch schnell wieder auf dem Schlachtfeld wiederfindet. Das Grundkonzept ist durchaus kurzweilig und spaßig, allerdings zündete die Early-Access-Version bei mir noch nicht. Den Grund dafür, verrät euch dieser Check.
 
Bei dem Händler könnt ihr eure Lebensenergie auffrischen, neue Skills kaufen und Fragmente umtauschen.

Kämpfen bis zum Umfallen
In The Unliving steuert ihr euren Nekromanten mitsamt seiner Armee Untoter aus der Iso-Perspektive durch eine schmucke Fantasy-Mittelalter-Welt im Comik-Look. Auf eurem Weg über die Karte stellen sich euch regelmäßig Feindgruppen in den Weg. Diesen hetzt ihr mit einem Klick eure Meute auf den Hals, woraufhin eine wilde Keilerei beginnt. Ist eine Gruppe besiegt, erweckt ihr eure vormaligen Feinde wieder und sie schließen sich als Untote eurer Horde an.

In die Kämpfe greift ihr nicht nur kommandierend, sondern auch tatkräftig ein: Mit eurer Sense im Nahkampf oder mit einem magischen Pfeil im Fernkampf. Außerdem erweitert ihr euer Repertoire an Fähigkeiten im Laufe eines Versuchs an verschiedenen Punkten auf der Karte. Welche Skills ihr erhaltet, ist dem Zufall überlassen. So erweitert ihr eure Kampfoptionen um aktivierbare Fähigkeiten, beispielsweise um einen Geschützturm. Oder um Effekte, die beim bewussten Opfern einzelner Untoter ausgelöst werden. Für einige dieser Skills benötigt ihr zudem Ressourcen, wie Knochen oder Bluttropfen, die verstorbene Gegner hinterlassen.

So kämpft ihr euch von Gruppe zu Gruppe, versucht möglichst lange zu überleben und möglichst viele ebenjener Ressourcen zu sammeln, die ihr nach eurem Ableben in eurer Basis zur dauerhaften Verbesserung von Fähigkeiten und Waffen einsetzt. Ist eure Horde vernichtet und bleiben euch keine erweckbaren Leichen, seid ihr ein leichtes Ziel für eure Feinde.
 
In eurem Hub schaltet ihr nach und nach weitere Skills für eure Runs frei.

Early-Access-Baustellen
An den "Rand der Unsterblichkeit" kehrt ihr nach dem zwangsläufigen Ende eines jeden Runs zurück. Hier wertet ihr eure Waffen und Fähigkeiten auf und schaltet neue Skills frei, die anschließend in die Zufalls-Rotation der kommenden Versuche aufgenommen werden. Zudem tummeln sich in eurem Hub verschiedene NPCs, mit denen ihr nach jedem Run Gespräche führen könnt. In diesen Unterhaltungen erfahrt ihr mehr über die Spielwelt, euer Schicksal und die Vergangenheit. Im Gedächtnis geblieben sind mir die Inhalte der Small-Talks nicht, dafür sind sie zu kontextlos und belanglos inszeniert.

The Unliving ist am 7. November 2022 in den Early Access gestartet, die vorliegende Version scheint mir nur das Grundgerüst eines noch sehr unfertigen Spiels zu sein. Nach fünf Stunden Spielzeit fehlt mir dann auch die Motivation für weitere Durchgänge. Dies liegt vor allem daran, dass sich der Ablauf der Runs derzeit noch zu sehr gleicht. Zwar habe ich mittlerweile eine stattliche Anzahl an Skills freigeschaltet, allerdings spielt sich The Unliving für mich dadurch nicht variantenreicher.

Hinzu kommen weitere Probleme: Meine Untoten beharken die Feindgruppen inkonsequent und stellen sich lieber„hinten“ an, bis sie an der Reihe sind. Die Steuerung insgesamt ist eine hakelige Angelegenheit und zudem nicht komplett frei konfigurierbar – wodurch ich, Linkshänder, die Opferungsskills auf den Zahlentasten praktisch nicht nutzen kann. Zudem bricht die Performance unschön ein, wenn sich viele Gegner auf dem Bildschirm befinden.
 
Die "Apotheose" gilt es gegen Angreifer zu beschützen. Das spielerische Highlight in meinen fünf Stunden, obwohl ich das Ziel nicht erreicht habe.

Fazit
Das Grundkonzept in The Unliving gefällt mir und es machte anfangs richtig Spaß, meine stetig wachsende Gruppe Untoter in den Kampf zu schicken. Die verschiedenen Klassen – bestehend aus Nahkämpfern mit Mistgabel, Bogenschützen sowie fantastischen Wesen wie Riesen und Werwölfen – sind schick animiert. Was auch für die Grafik der Spielwelt gilt, wenngleich sie derzeit optisch viel zu eintönig ist.

Vor allem spielerisch überzeugt mich The Unliving derzeit aber noch nicht. Die Runs spielen sich einfach zu gleich, die konkreten Auswirkungen der Verbesserungen bleiben mir zu verborgen und meiner Horde mangelt es an Zielstrebigkeit. Viel zu oft knubbelt sie sich auf einem Fleck, anstatt Gegner zu flankieren und verschiedene Positionen anzugreifen. Häufig verlor ich auch die Übersicht bei der Bewegung meines Nekromanten, der Koordination der Untoten und dem Timing verschiedener Skills. Letztere im Kampfgeschehen sinnvoll einzusetzen erscheint mir derzeit auch zu kompliziert. Kurzum: Es bleibt noch Einiges zu tun!
  • Roguelite für MacOS, PC, Playstation 4, Switch, Xbox One
  • Einzelspieler
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Preis: 16.99 Euro bei Steam
  • In einem Satz: Optisch ansehnliches Roguelite mit spaßiger Kampfmechanik, das derzeit aber viel zu wenig Spiel bietet.

Video:

Labrador Nelson 30 Pro-Gamer - - 230710 - 13. November 2022 - 17:26 #

Thx 4 check. Da wart ich dann doch lieber bis es fertig ist. Optisch gefällts mir ja schon sehr.

SupArai 25 Platin-Gamer - P - 55530 - 13. November 2022 - 18:08 #

Gerne. Release abwarten ist auch meine Empfehlung.

Maryn 14 Komm-Experte - P - 2584 - 13. November 2022 - 18:03 #

Vielen Dank für den Check!

Sieht ja sehr interessant aus und auch das Spielkonzept spricht mich an.
Aber im EA reizt es mich erstmal auch noch nicht genug.

Gebt ihr als Tester eigentlich eure im Check gewonnenen Eindrücke auch an die Entwickler weiter?

SupArai 25 Platin-Gamer - P - 55530 - 13. November 2022 - 18:26 #

Gerne.

Zu deiner Frage:
Von mir kriegen die Entwickler nur den Link zum Spiele-Check als Feedback zurück.

SupArai 25 Platin-Gamer - P - 55530 - 13. November 2022 - 22:00 #

Hier noch zwei Links, die gegebenenfalls interessant sind:

Link zur Roadmap für den Early Access:
https://store.steampowered.com/news/app/986040/view/3404184263850997618

Ein fast 8-minütiges Tutorial-Video bei YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=RX8mY8WsgJ8

Ganon 26 Spiele-Kenner - - 73302 - 16. November 2022 - 19:34 #

Schöner Check, nix für mich.